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22. JÄNNER 2021 – Freitag

22.01.2021 | Tageskommentar

Theater an der Wien: THAIS als Geisterpremiere. Foto: Werner Kmetitsch/Theater an der Wien

Eine Handvoll Journalisten bildeten die Staffage für diese Premiere, vermutlich der „Journalistische Freundeskreis“, den wir von anderswo kennen.

Diesbezüglich haben es die Direktoren leicht: Eine kritische Bemerkung Richtung falsche Zielgruppe – und man ist ausgeschlossen, verbannt. Für einen Berufsjournalisten wäre das eine berufliche, existenzielle Katastrophe

Aber keine Angst, Jubel ist angesagt. Auszug aus „Der Standard“/ Stefan Ender: War das nicht ein wundervoller Mittwoch? Zuerst der unerwartete Besuch eines seltenen Gastes, des Licht- und Wärmespenders Sonne. Und dann endlich einmal wieder Oper. Also so richtig: nicht am Flachbildschirm, sondern in einem weiten, schönen Raum, mit Orchester und Sängern, die diesen Raum bis in den letzten Winkel klingend und singend erfüllen, und mit einem dreidimensionalen szenischen Geschehen. Es war irre schön. So muss es sein, wenn man nach wochenlanger Abstinenz einen erstklassigen Wein trinkt: berauschend…

Erregung und Entsagung: Massenets „Thaïs“ im Theater an der Wien Irre schön
Leo Hussain dirigierte das RSO Wien. Eine Handvoll Journalisten konnte der Aufzeichnung beiwohnen
Der Standard

Askese trifft auf Ekstase: Carolina Lippo (Crobyle) und Sofia Vinnik (Myrtale) umgarnen Josef Wagner (Athanaël). Roberto Sacca (Nicias) erfreut’s. – © Werner Kmetitsch

„Wiener Zeitung“: Zeitgemäße Bilder für zeitlose Opernstoffe zu finden, gehört zum Spezialgebiet von Peter Konwitschny. Immer wieder gelingt es dem Regisseur, vor Jahrhunderten zur Oper erhöhte Dramen menschlichen Liebens und Leidens in ein heutiges Gewand zu kleiden, mit seinen Analogien zu überraschen, ja mitunter zu provozieren. Auch in seiner jüngsten Regiearbeit, Jules Massenets „Thaïs“, gelingt ihm diese Übersetzungsarbeit – zumindest teilweise. Die Premiere im Theater an der Wien fand am Mittwoch vorerst nur vor Kameras und Mikrofonen statt – und einer Handvoll Medienvertreter, die das frisch beschlossene Konzept des Reintestens testen durften…

„Thaïs“ oder Jeder ist ein gefallener Engel
Starke Premiere: Konwitschnys „Thaïs“-Inszenierung an der Wien, vorerst nur für die Kamera.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2089636-Jeder-ist-ein-gefallener-Engel.html

WIENER STAATSOPER: HEUTE LIVE-VORSTELLUNG (ohne Publikum) MIT STREAM (um 20 h)

Der ursprüngliche Beginn des Streams (16,30 h) wurde auf 20 h rückverlegt

 

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Wie bereits bekanntgegeben, wird die Wiener Staatsoper auch während der nun abermals verlängerten Schließung – neben dem täglichen Streaming-Angebot aus dem umfassenden Archiv – die im Dezember begonnene Zusammenarbeit mit dem ORF fortsetzen und drei weitere Produktionen u. a. im Rahmen der von ORF III initiierten Reihe »Wir spielen für Österreich« nur für Kameras und Mikrofone zur Aufführung bringen:

Den Auftakt macht Nabucco anlässlich des 80. Geburtstags von Plácido Domingo. Neben dem Jubilar in der Titelpartie – er war hier in der Rolle zuletzt 2015 zu sehen – gibt es mehrere Rollendebüts am Haus: Freddie De Tommaso verkörpert nach seinem Hausdebüt als Pinkerton in der Butterfly-Premiere im September seinen ersten Wiener Ismaele. Als Abigaille bzw. Zaccaria singen Anna Pirozzi und Riccardo Zanellato erstmals im Haus am Ring.

Aufzeichnung: 22. Jänner 2021
22. Jänner 2021 → 16.30 Uhr: Livestream auf play.wiener-staatsoper.at und myfidelio.at
24. Jänner 2021 → 20.15 Uhr: Ausstrahlung in ORF III (vorab »Kulissengespräche mit Barbara Rett« ab 20.00 Uhr)
Aufzeichnung durch Radio Ö1, Ausstrahlungstermin in Planung

Dazu Pressemeldungen. Manuel Brug („Die Welt“)  dürfte ein Problem mit Placido Domingo haben. So bösartig wie er schreibt sonst keiner:

Aus dem Tenorhelden ist eine tragische Witzfigur geworden
So einen wie ihn hat es in der Musikgeschichte noch nie gegeben: Der Tenor und Dirigent Plácido Domingo, der jetzt 80 Jahre alt wird, ist der berühmteste Sänger der Welt. Ein echter Kerl, ein Testosteron-Musiker. Genau das ist ihm zum Verhängnis geworden.
Die Welt.de/ Manuel Brug

Die Zeichen der Zeit werden das Denkmal Domingo begleiten
Darf man einen großen Künstler würdigen und etwaige Verfehlungen beiseite lassen? Nein. Aber sie sollten das Urteil über ihn nicht trüben.
Die Presse

Eine Ikone der Oper ist 80
Placido Domingo will so lange wie möglich auf der Bühne stehen
https://volksblatt.at/eine-ikone-der-oper-ist-80/

Wie wird es mit Oper vor Publikum weitergehen?

Mit Dr. Renate Wagner habe ich schon manchen Strauß ausgefochten, wenn es um die Regierung, deren Performance und deren Maßnahmen geht. Die Kollegin hat immer Verständnis für die Krisenbewältigung gezeigt – und ließ mich resignierend zurück.

Renate Wagner bezweifelt, dass sie in allernächster Zeit in ein Theater kommen wird, die Maskerade macht sich noch bereitwillig mit, das „Reintesten“ aber nicht. Das hat sie übrigens auch der Wiener Staatsoper mitgeteilt, die Teile des Publikums befragt hat.

Nun hat sie auch dem Bundeskanzler geschrieben. Ob der Kanzler ihre Nachricht auch tatsächlich selbst zu Gesicht bekommt oder sogar einer Antwort für würdig befindet, weiß ich nicht:

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!

Von: Wagner-Wesemann [gesendet: Donnerstag, 21. Jänner 2021 16:54
An: sebastian.kurz@​bka.gv.at.
‚Betreff: Theater

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

ich schätze es über die Maßen,
dass man Sie persönlich anschreiben kann,
auch wenn ich bezweifle, dass dieses Mail Sie persönlich erreicht.
Sei’s drum, irgendjemand Kompetenter wird sich meines Problems,
das das vieler Menschen ist, schon annehmen.
Mein Kollege Heinrich Schramm-Schiessl konnte sich bei seinem Schreiben an Sie auf einen berühmten ÖVP-Vater und lebenslange Parteimitgliedschaft berufen (und bekam einen Anruf aus Ihrem Büro).
Ich kann das leider nicht, hoffe aber, „nur“ als Staatsbürger dennoch Beachtung zu finden.

Ich frage mich, ob irgendjemand –
Sie sind ja leider für die Kultur nicht zuständig,
sollten es aber sein, sie bereichert ungemein –
sich wirklich überlegt hat, was er den Theatern und dem Publikum mit dem Zwang des „Reintestens“ antut.

Ich habe die Rundfrage der Wiener Staatsoper,
ob ich mich testen lassen würde,
um in eine Vorstellung der Staatsoper zu gehen,
ehrlich mit „Nein“ beantwortet.
Es kam trotzdem ein freundliches Insert zurück,
„Vielen Dank für Ihre Teilnahme“.

Ich denke, die Theater wissen genau,
dass man mit dem „Reintesten“
den Theaterbesuch ruiniert.
Denn wenn selbst ich, die lebenslang seit ihren Jugendtagen
wie besessen ins Theater gegangen ist,
nicht bereit bin, die Umständlichkeit eines Tests auf mich zu nehmen,
wie dann andere, denen es nicht sooo wichtig ist?

Man muss sich das vorstellen –
man muss sich per Online einen Termin holen,
dann hinfahren,
ich vom 13. Bezirk in die Stadthalle
(kein Katzensprung, und noch dazu die „gefährlichen“ Öffis,
die man meiden soll)
dann der Test, aufs Ergebnis warten, dann zurück –
da ist jedes Mal ein halber Tag weg.

Und das vor jedem Besuch immer wieder,
weil es ja ein „frischer“ Test sein muss?
Hat irgendjemand bedacht,
was man den Menschen da zumutet?

Ich rechne eigentlich nicht damit,
in absehbarer Zeit in ein Theater zu kommen,
wenn man sich von Seiten der Regierung nicht doch einmal entschließen wird,
sich mit den FFP2-Masken zu begnügen.

Und denken Sie bitte an die Jugend, die danach dürstet,
wieder „ins Kino“ zu gehen
(hat Ihnen das in Ihrer Jugend nichts bedeutet?).
Wenn sie jedes Mal erst einen Test holen müssen,
wo bleibt da die Spontaneität des Entschlusses – „Wir gehen ins Kino!“
(Wenn Sie doch Zeit hätten, sich auf den neuen Poirot-Film,
Kenneth Branagh in „Tod auf dem Nil“, zu freuen!)

Herr Bundeskanzler, es ist so nicht machbar.
Bitte, pfeifen Sie das Reintesten zurück.
Die Masken sollen ja gut sein,
und man hält gerne Abstand,
wenn man sich das viel zu umständliche Testen erspart,
das alles kaputt macht.
Und sagen Sie mir nicht, ich könne ja zu meiner Ärztin gehen.
Ja, sie ist näher (spontan geht allerdings nichts, nur auf Anmeldung),
aber jedes Mal 25 Euro Gebühr zusätzlich?

Theater, Oper, Kino, Ausstellungen (und sagen Sie mir jetzt nicht, ich darf ja bald ins Museum gehen! Na, Gott sei Dank!) waren immer mein Leben.
Machen Sie mir das bitte auf meine alten Tage bitte nicht kaputt.

Ihre
Dr. Renate Wagner-Wesemann

Zitat Ende

Die Zukunft der Oper – meine bescheidene Meinung dazu?

Dazu muss man unterscheiden, was mit „Oper“ gemeint ist. Die Kunstform an sich wird es immer geben, ändern wird sich möglichweise ihre Präsentation. Wir gewöhnen uns an digitale Produktionen, hoffentlich tun wir das nicht zu sehr. Ein Opernbesuch ist ein gesellschaftliches Ereignis, auch ein Zusammenrücken von Gleichgesinnten, auch die direkte Kommunikation darüber (sogar wenn Opernfreunde gerne „meckern“). Gerade das wird uns derzeit madig gemacht. Ob damit etwas in den Köpfen der Menschen verändert wird, wage ich nicht zu beurteilen.

Wenn „Oper“ mit dem Opernhaus, dem Musentempel gemeint ist, bin sich sicher, dass kurz- bis mittelfristig das Überleben garantiert ist. Der Tourismus, dessen Wiedererwachen  für Wien lebensnotwendig ist, braucht ja ein Projekt zum Herzeigen! Für die Vorzeigeprojekte gilt tatsächlich „koste es, was es wolle“, deren Überleben ist gesichert, der Eigentümer (somit eigentlich der Steuerzahler) zahlt ohnedies alles. Die Finanzchefin der Oper kann also gut schlafen, eine Pleite wird und darf das Haus nicht bauen! Das wäre eine weltweite Blamage – für die Regierung, die es dazu natürlich nicht kommen lässt!

Wie aber sieht es mit dem Publikumsinteresse „nach Covid“ aus? Da bin ich nicht so optimistisch. Der älteren „Operngeneration“ hat man Angst gemacht – und die hat sich in den Köpfen festgesetzt. Manche zittern wie Espenlaub und wagen sich nicht aus der Wohnung.

Lassen Sie mich das mit einer Pflanze vergleichen. Eine Pflanze muss gepflegt, gegossen werden. Setzt man längere Zeit damit aus, stirbt sie ab. Es gibt sie zwar noch (wenn man sie nicht entsorgt) – aber man kann dann gießen wie man will – sie wird sich nicht mehr erholen. Die Wurzeln sind abgestorben.

Genau das ist meine Befürchtung bezüglich unseres Genres. Es ist dann einer der zahllosen Kollateralschäden, die derzeit entstehen.  Die „Krise“ wird in diesem Jahr zu Ende sein, ob nun tatsächlich oder per Verordnung („wir, die Regierungen erklären die Pandemie für beendet“) bleibt abzuwarten. Die Politiker können sich einen Fortbestand der Situation ganz einfach nicht leisten. Gestern meinte sogar der extrem-türkisnahe (eher war er aber immer ein „Schwarzer“) Wolfgang Rosam  im TV, dass die Stimmung in der Bevölkerung am Kippen ist, die Menschen nicht mehr mitziehen. Das merken natürlich auch Politiker und planen „Ausstiegsszenarien“.
 Nach „Brand aus!“  können und werden wir diese Kollateralschäden auflisten und auswerten!

Was wird dann weiter geschehen? Wir werden lernen, eben mit einer weiteren Gesundheitsbedrohung, deren es ja so viele bereits gibt, zu leben! Das ist meine Vermutung. An einen „Sieg über das Virus“ glauben vielleicht einige Politiker und deren völlig unkritische Anhängerschaft. Ich denke, die Menschen werden sich arragieren müssen!

Aber noch ist es nicht soweit. Die Politik spielt mit dem Feuer

EU-Gipfel zu Corona: „Wir müssen wahrscheinlich noch sehr scharfe Maßnahmen vorsehen“
Auf die meisten EU-Bürger kommen bald wohl noch härtere Einschränkungen zu. Nicht notwendige Reisen sollen weiter eingeschränkt werden. Außerdem will die EU-Kommission Regeln für Reisen aus Drittstaaten festlegen. Der EU-Impfpass wird vorbereitet.
Die Welt.de

Thomas Hengelbrock zur Corona-Kultur-Krise „Diese Politik ist nicht länger hinnehmbar“

Thomas Hengelbrock. Foto: Wikipedia

Corona spaltet die Gesellschaft in wirtschaftlich schwer und weniger Betroffene. Auch die Kulturszene habe Corona gespalten, so der Dirigent des renommierten Balthasar-Neumann-Ensembles Thomas Hengelbrock. Er plädiert für ein „gesundes Aufbegehren“ gegen eine Politik der „Gefühllosigkeit“.
BR-Klassik.de

München
Halb szenisch, aber voll operettenhaft: Lehárs Schön ist die Welt an der Bayerischen Staatsoper
bachtrack

Stuttgart
Cornelius Meister: „Kulturellen Mangel ausgleichen“
Der Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper möchte schon vor Ostern Livemusik zu den Menschen bringen.
Stuttgarter Nachrichten

Frankfurt
„Inzwischen vermisse ich sogar, dass mal jemand hustet“
Alain Altinoglu, designierter Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, über ein Jahr fast ohne Publikum, die Rätsel seines Berufs und den Unterschied zwischen Sicherheit und Sturheit.
Frankfurter Rundschau

Baden-Baden
Festspielhaus Baden-Baden: Wie plant man in Pandemie-Zeiten ein Opernfestival?
Kann es Ende März Osterfestspiele in Baden-Baden geben? Festspielhaus-Chef Benedikt Stampa will mit Plan A, B und C darauf hinarbeiten. Im TV ist sein Haus schon demnächst auf arte mit Ballett präsent.
https://bnn.de/nachrichten/kultur/festspielhaus-baden-baden-wie-plant

Eine Oper aus Namibia
Nikolaus Frei schreibt ein Libretto für Eslon Hindundu
Sueddeutsche Zeitung

Schauspieler in Gefahr : Sie gehen als Menschen unter
Die Lage der freischaffenden Künstler ist dramatisch. Wegen ihrer sozialrechtlichen Ambivalenz fallen sie bisher durch alle Raster. Jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer.
Frankfurter Allgemeine

Glosse: Geiz ist geil
– Was müssen wir da hören! Einzelne Menschen haben in Altersheimen unverschämter Weise ein paar Milliliter Corona-Impfstoff verabreicht bekommen, obwohl sie altersmäßig noch gar nicht dran wären.
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/glossen-und-kommentare/14794-geiz-ist-geil

Dieser Artikel deckt sich ungefähr mit meiner Meinung über dieses Thema. Bevor man einen Impfstoff, der nur 2 Stunden ungekühlt haltbar ist, wegschütten soll, verstehe ich auch nicht. Da soll man notfalls sogar Bürgermeister und deren Anhang impfen.

Überhaupt ist das eine geradezu geniale Werbestrategie: Wenn sich Politiker und andere „Würdenträger“ vordrängen, erweckt das im gemeinen Volk Neidgefühle – und Neid ist ein besonders starkes Gefühl. In Wien neidet man einem sogar den Krebs! Also wollen sich nun auch Menschen, die vor zwei Wochen eine völlig andere Meinung hatten, impfen lassen, weil „die Gstopften“ so begierig darauf sind. Fast könnte man meinen, die Bürgermeisteraktionen sind Teil einer Strategie! Die wäre freilich genial – und deshalb glaube ich nicht an Absicht!

Schon deshalb nicht, weil so etwas auch in der Schweiz passiert. Auch passt Genialität nicht so recht zu unserem Virologischen Quartett.

Ein Milliardär aus Südafrika wird vor allen anderen im Thurgau geimpft: Der reichste Mann Südafrikas, Johann Rupert, hat sich vor dem offiziellen Impfbeginn im Thurgau gegen Covid-19 impfen lassen. Zur Luxus-Impfung gelangte er dank vorzüglichen Kontakten zur Privat-Spitalgruppe Hirslanden, in die er investiert hatte. Zum Bericht

Bevor wir aber zuviel jubeln, müssen wir einen Dämpfer servieren

Israel: Corona-Rekord beim Impf-Champion
In keinem anderen Land sind bisher so viele Bürger geimpft worden. Zugleich registrierten die Behörden so viele Infektionen wie nie. Nun hat die Regierung den Lockdown weiter verlängert.
Die Presse

Ist die Impfung womöglich doch nicht nicht der Spielgewinner?

Möglich, wenn man diese Expertise liest:

AstraZeneca-Impfstoff bis zu 90 Prozent wirksam
Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca zeigt eine bis zu 90-prozentige Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2. Derzeit allerdings nur bei einem bestimmten Impfschema.
https://www.netdoktor.at/coronavirus/astrazeneca-impfstoff-wirksam-covid-19-10374931

„Bis zu“ ist ein völlig nebuloser Begriff – und auch das nur bei bestimmten Voraussetzungen! Vielleicht darf man bei der Impfung nur auf einem Bein stehen?

Und gerade dieser Impfstoff wurde von unserem Gesundheitsmessias für das „gemeine Volk“ eingekauft.

Wenn aber jemand Pech hat, dann klebt ihm das Pech an den Fersen:

Graz: Soldaten sollen Frauen bei Massentest belästigt haben
Vienna.at

Auch das noch!

Corona: 1.702 Neuinfektionen in Österreich
In den vergangenen 24 Stunden gab es erneut einen leichten Anstieg bei den neuen CoV-Fällen in Österreich.
http://kurier.at/chronik/oesterreich/corona-1702-neuinfektionen-in-oesterreich/401162937

Realistisch besehen müssen wir einen „leichten Anstieg“ als Erfolg feiern. Eigentlich müsste es mittlerweile einen Kollaps des Gesundheitssystems oder zumindest einen Mords-Cluster geben, oder? Wenn 15 000 Leute, großteils ohne Maske, stundenlang dicht an dicht gedrängt bei Minusgraden in Zeiten der tödlichsten Pandemie seit der spanischen Grippe vor 100 Jahren durch die Stadt spazieren, müssten doch die  Zahlen explodieren, oder?

Ein 5 Minuten-Video von der Demo

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“:

Trotz Lockdown wütet das Coronavirus in Grossbritannien: Die hohen Infektionszahlen würden belegen, wie schnell sich die mutierte Version des Virus verbreite, sagte der Premierminister Boris Johnson. Es sei zu früh, um vorauszusagen, wann der Lockdown ende. Am Mittwoch erreichte die Zahl der Toten einen Rekordwert von 1820 an einem einzigen Tag.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit

Nach der Corona-Pandemie fehlt Geld für Klimaschutz: Nur ein Bruchteil von staatlichen Investitionen für den Wiederaufbau nach der Pandemie sei für den Klimaschutz gedacht, berichtet das Globale Zentrum für Anpassung an den Klimawandel in Rotterdam. Nach Uno-Schätzungen müssen pro Jahr rund 300 Milliarden US-Dollar investiert werden, um Länder vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.
Zum Bericht

Das sind natürlich keine guten Aussichten.

Was können wir dagegen tun? Von mir erwartet man wohl keine Antwort, ich hätte auch keine im Ärmel.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

Ke

 

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