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22. JÄNNER 2020 – Mittwoch

22.01.2020 | Tageskommentar

Jonathan Meese: Leider Bewerbungstermin für Bayreuth verpasst. Foto: Wikipedia

Es ist Fasching: Jonathan Meese war schon lange nicht in den Schlagzeilen – also startet er einen neuen Versuch: Er will die Bayreuther Festspiele übernehmen!

Berlin – Der vor einigen Jahren in Bayreuth gescheiterte Künstler Jonathan Meese würde gern die Richard-Wagner-Festspiele komplett übernehmen. «Ich würde gerne Chef sein von dem Laden», sagte Meese kurz vor seinem 50. Geburtstag (23.1.) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er traue es sich zu, «jede Inszenierung zu machen. Gleichzeitig. Und der Chef des Hauses zu sein.»

Künstler Meese will Bayreuth übernehmen: «Wagner nicht glattbügeln»
Neue Musikzeitung/nmz.de

WIEN: Zweimal SALOME am selben Tag

Lise Lindstrom als „Salome“ in der Staatsoper.Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Thomas Prochazka schreibt auf www.dermerker.com :

WIEN/ Staatsoper: SALOME am 20.1.2020

Im Theater an der Wien gibt man die reduzierte Fassung des Eberhard Kloke, die Staatsoper fährt mit voller Mannschaftsstärke (immerhin 106 Musiker) auf.
Es läßt sich trefflich darüber sinnieren, warum Richard Strauss von einer Bearbeitung seines Werkes abgesehen hat. Zeit genug wäre ja gewesen seit der Uraufführung 1905 in Dresden bis zu seinem Ableben 1949… Aber was soll’s, die Werke sind nun »frei«, die Schutzfrist abgelaufen…

…Betreffend Salome scheint man derzeit an der Wien besser bedient zu werden. Im Haus am Ring war an diesem Abend, allen Bemühungen zum Trotz, der Wurm drinnen.

Der Bericht von Thomas Prochazka

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=4AAEA4D0-3C6E-11EA-AAFB005056A64872

Wien/ Staatsoper
Impulsiv: „Salome“ an der Wiener Staatsoper
Die altehrwürdige Inszenierung erfreut sich eines tragischen Pärchens
Der Standard

Wien/ Theater an der Wien: SALOME am 20.1.2020

Marlis Petersen als Salome. Foto: Werner Kmetitsch

Harald Lacina war an der Wien: Marlis Petersen bewies mit ihrer Interpretation der Salome Standvermögen sowohl im Piano als auch im Forte, wenn sie gegen das auf 59 Musiker beiderlei Geschlechts verkleinerte ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Leo Hussain in der von Eberhard Kloke reduzierten Orchesterfassung anzusingen hatte. Der dänische Bariton Johan Reuter erinnerte als grau geschminkter und grau gekleideter Jochanaan  ein wenig an den Commendatore aus Mozarts Don Giovanni…

Zum Berichtvon Harald Lacina

ELINA GARANCA PROBT „LA DAMNATION DE FAUST“ AN DER METROPOLITAN-OPERA

 

LA DAMNATION DE FAUST (Hector Berlioz) am 25./29. 1., sowie 1. und 8.2.2020

ZU INSTAGRAM

German opera singers slam Azerbaijani tenor for getting Armenian soprano fired

Ruzan Mantashyan

René Pape, Thomas Quasthoff, Hasmik Papian geben jetzt „ihren Senf dazu“. Ab 28. Jänner sind die 3 Turandot Vorstellungen in München.

Ob es dort Stunk gibt wie bei Domingo in Berlin?
https://en.armradio.am/2020/01/20/german-opera-singers-slam-azerbaijani-tenor-for-getting-armenian-soprano-fired/

Gergiev-News.

Eine Leserin berichtet von den Erinnerungen einer Freundin: Im Jahr 2007 war Gergiev für drei Vorstellungen „Lohengrin“ in der Opéra Bastille angesetzt. Die erste Vorstellung übernahm (nach einer längeren Wartezeit) schon damals ein Ersatzdirigent und Gergiev stieg mitten im 1. Akt ein. Bei der zweiten Vorstellung wartete man nicht. Gergiev erschien vor dem letzten Akt, aber man befürchtete Ausschreitungen und ließ den „Ersatzmann“weiter am Pult walten. An die dritte Vorstellung kann sich meine Freundin nicht genau erinnern (und ich finde ihre Email leider nicht mehr…), aber es war ähnlich und Gergiev dirigierte schon wieder nicht. Keiner schien aber sonderlich überrascht. Gergiev halt…

So ist Gergiev, so war er immer und so wird wohl immer sein!

NEUE INFO: Sasha Waltz und Johannes Öhman geben Intendanz des Berliner Staatsballetts auf
Von Beginn an gab es Streit um die Intendanz von Sasha Waltz und Johannes Öhman am Staatsballett. Zum Jahresende nun soll Schluss sein. Öhman übernimmt einen neuen Posten in Stockholm.
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2020/01/sasha-waltz-johannes-oehman

Berlin/ Staatsoper: Musiktheater einmal wirklich hautnah erlebt: USHER – eine beklemmende Kammeroper Unter den Linden
In der Musikwelt ist allgemein bekannt, dass der Komponist Claude Debussy neben seiner Oper „Pelléas und Mélisande“ noch weitere Bühnenwerke geplant hatte. Am weitesten gediehen war das Projekt, die Erzählung „Der Untergang des Hauses Usher“ von Edgar Allan Poe zu vertonen. Was Debussy aber letztlich hinterließ, war ein Fragment von nicht viel mehr als 20 Minuten Musik sowie mehrere Textentwürfe. Die belgische Komponistin Annelies Van Parys hat dieses Material als Grundlage für ihre Kammeroper Usher genommen, es aber in völlig eigenständiger Weise weiterentwickelt.
Peter Sommeregger berichtet aus der Staatsoper Unter den Linden.
Klassik-begeistert

„Konzertgänger in Berlin“
Läppisches und Sprengendes: Kleine Fazite zum Ultraschall-Festival 2020
Nur doofe Männer sagen noch „starke Frauen (oder Schriftstellerinnen, Komponistinnen etc pp)“. Denn das klingt, als wäre es etwas Besonderes, ganz Außergewöhnliches. Vielleicht besser so: Drei großartige Komponistinnen haben den Konzertgänger beim diesjährigen Ultraschall-Festival für neue Musik besonders beeindruckt. Für die Tiefpunkte scheinen hingegen, sprechen wir’s aus, vorwiegend Männer verantwortlich.
https://hundert11.net/ultraschall2020-fazit/

Freiburg: Weder Korn noch Gold – „Kosmos Korngold“ in Freiburg
https://www.nmz.de/online/weder-korn-noch-gold-kosmos-korngold-in-freiburg

WIEN / Theater Spielraum: ZUR SCHÖNEN AUSSICHT von Ödön von Horváth
Premiere: 7. Jänner 2020, besucht wurde die Vorstellung am 21. Jänner 2020

Foto: Barbara Palffy

„Zur schönen Aussicht“, Mitte der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden, gehörte zu den ersten dramatischen Fingerübungen von Ödön von Horváth und ist noch entsprechend – steif. Für ein verfallenes Hotel und seine schäbigen, abgewrackten Insassen gab es Vorbilder in dem bayerischen Murnau, wo die Familie einige Male ihre Ferien verbracht hat, aber Horváth schaffte damals nur Figuren, keine verknüpfte Handlung : Er zeichnete den Hotelbesitzer, den „Kellner“ für alles, den Wein-Vertreter, der Schulden eintreiben will, den Chauffeur, der für eine „Freifrau“, der einzige Gast des Hauses arbeitet, und schließlich deren von Schulden gedrückten Bruder…

Die Aufführung war auch in der Repertoirevorstellung rappelvoll, das Publikum gepackt. Und mit größtem Gewinn liest man beim Nachhausefahren in der Straßenbahn das Programmheft.

Zum Bericht von Renate Wagner

HEUTE im Festsaal des Amtshauses Hietzing

 

Karten gibt es noch an der Abendkassa

Ein Blick in unsere Google-Analyse – den ich mit Stolz gewähre

Weit mehr als 10 000 Zugriffe am gestrigen Tag (Sie sehen rechts die Tabelle, untere Reihe das Datum). Wenn die Konkurrenz zerspringt, kann ich nichts dafür!

Fußball-Legende Turl Wagner 93jährig gestorben

Theodor “Turl” Wagner ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Das bestätigte der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) nach Rücksprache mit dem engsten Umfeld des Wieners der APA. Wagner wurde 1954 mit der Nationalmannschaft WM-Dritter – ein derartiger Erfolg gelang der heimischen Auswahl davor und danach nicht mehr.

 

Vom damaligen Endrunden-Kader sind nun nur noch Alfred Körner (93) und Alfred Teinitzer (90) am Leben. Dass es für das Nationalteam 1954 zu WM-Bronze reichte, war zu einem nicht unwesentlichen Teil Wagners Verdienst. Der Offensivspieler erzielte im Viertelfinale beim 7:5 in der legendären Hitzeschlacht von Lausanne gegen den Gastgeber Schweiz drei Tore. Dieses Spiel ist bis heute das trefferreichste der WM-Historie.

 Turl Wagner gestorben

Turl Wagner kannte ich so gut wie keinen anderen der älteren Fußballer. Eigentlich ist er  „verfrüht“ geboren worden, denn er war zu seiner Zeit Weltklassespieler und wüsste heute nicht, wo er das Geld bunkert, dass er verdient. So aber war er froh, dass er sich nach Karriereende ein Schuhgeschäft kaufen konnte.  Das war bereits ein Privileg, denn es gab Fußballer, die nach Karriere-Aus als Gaskassier herumgelaufen sind – wie zum Beispiel der legendäre Rapid-Torhüter Walter Zeman.

Oft war ich bei ihm und seiner Frau Franziska (einer Lehrerin, in die viele ihrer Schüler geradezu verliebt waren) im Haus am Breitenfurter Promenadenweg zu Gast, habe auch Instandsetzungsarbeiten an Möbelstücken natürlich gratis durchgeführt), ebenso oft besuchte ich „Turl“ (eigentlich Theodor) in seinem Schuhgeschäft am „Meidlinger Platzl“ (Rondo am unteren Ende der Meidlinger Hauptstraße) und habe dem Turl Schuhe abgekauft, die mir meist viel zu eng waren und heute noch praktisch unbenützt in meinem Schuhschrank stehen. Turl war nicht nur ein eleganter Kicker, er war auch sehr modisch und verkaufte Schuhe, die er in Italien eingekauft hat. Italienische Schuhe sind nicht eben meine Schuhgröße. In diesem Schuhgeschäft traf ich immer wieder Bekannte aus der Fußball-Szene, die Schuhe auch nur gekauft haben, um mit Turl zu plaudern. Vor einigen Jahren starb Frau Franziska – und Turl zog sich völlig nach Breitenfurt zurück! 

Die Schilderung vom berühmten Spiel in Lausanne habe ich mir an die hundert Mal angehört. Es war damals (1954) im Viertelfinalspiel gegen die Schweiz drückend heiß und Österreichs Torhüter (es war – glaube ich – Kurt Schmied) erlitt kurz nach Beginn einen Hitzschlag. Damals durfte nicht getauscht werden, der Torhüter musste weiterspielen und wurde ständig mit kalten Wassertüchern „am Leben erhalten“. Trotzdem war fast jeder Schuß auf das österreichische Tor ein Treffer – und so mussten eben sieben Tore her, um die Schweiz – damals Gastgeber der WM – zu besiegen.

Ein Video von diesem Spiel

Ein ehrendes Angedenken meinerseits ist Turl Wagner sicher! Ruhe in Frieden!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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