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22. FEBRUAR 2022 – Dienstag

22.02.2022 | Tageskommentar
Gerhaher warnt vor düsterer Zukunft. Foto: ORF

Auszug aus Crescendo-Klassikwoche: Der Sänger Christian Gerhaher zeichnet ein düsteres Zukunfts-Szenario in einem lesenswerten Gespräch mit Markus Thiel für den Merkur. „Es hat sich viel geändert“, erklärt er, „ich glaube, dass den Institutionen, die im Vergleich zur Laienmusik und zu vielen selbstständigen Solisten oder zur Nachwuchsförderung gut überlebt haben, eines dämmert: Die reduzierten Zuschauerzahlen werden nicht mehr lange als Entschuldigung dafür dienen, wenn die Häuser gar nicht mehr voll werden. Man weiß eigentlich nicht, wie dieses Defizit an Besuchern jemals wieder ausgeglichen werden kann.“ Besonders nimmt Gerhaher das Regietheater auf den Kieker. „Ich verstehe bei Regisseuren diese Aktualisierungsmanie nicht“, sagt er. Aber irrt Gerhaher hier nicht? Ist es nicht so, dass gerade dort, wo Opern nicht in die Gegenwart gestellt werden, in den USA oder in Italien, die Zuschauerzahlen noch mehr wackeln?  (Zitat Ende)

Crescendo: Willkommen in der neuen KlassikWoche
Heute mit einer pessimistischen Zukunfts-Prognose, einer heißen Debatte über die Politik in der Musik und einer bezeichnenden Absage von Valery Gergiev.
https://crescendo.de/klassikwoche08-2022-gerhaher-netrebko-villazon-1000182024/

Herr Brüggemann spekuliert wieder. Anderes kann man in der derzeitigen Situation ohnedies nicht tun. Ich habe da eine eher pragmatische Erklärung (die aber eben nur eine meiner Mentalität entsprechende Meinung und nicht der Wahrheit letzter Schluss ist). Die Menschen haben derzeit andere, nämlich eigene Probleme, denen sie sich widmen. Ich bin deswegen früher auf Stehplatz in die Oper gegangen, weil ich spontan je nach Laune über einen Theaterbesuch entscheiden wollte. Wenn ich selbst keinen freien Kopf habe, befasse ich mich nicht mit Problemen, die es nur auf der Bühne gibt und die mich im Grunde genommen eigentlich wirklich nichts angehen.

In Wien erholt sich der Besuch zusehends, was mit dem Anstieg der Touristenbesuche in Zusammenhang gebracht werden muss. Aber auch aus unseren Nachbarländern hört man von steigendem Interesse.  Die Entwicklung auf eine Regiediskussion zurückzuführen, scheint mir denn doch zu banal. Dies betrifft die Herren Gerhaher und Brüggemann.

Wiener Staatsballett: „GISELLE“ – Romantik ohne sentimentale Attitüde (20.2.2022)

Ein Rollendebüt in der Staatsoper, ein schöner Erfolg: Die Italienerin Elena Bottaro, ausgebildet in der Ballettschule der Mailänder Scala, seit 2014 Mitglied des Wiener Staatsballetts, hier 2019 zur Solotänzerin avanciert, konnte sich mit einer sehr ansprechenden Darstellung erstmals als Giselle präsentieren. Unprätentiös, stets mädchenhaft sensitiv, romantisch aber ohne jegliche sentimentale Attitüde, harmonierend mit Denys Cherevycko als gestandenem seriösen Partner… Meinhard Rüdenauer

Mehr darüber lesen

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper:  TOSCA. Saioa Hernandez und ihr Sprung in die Kiste

😱 At least I was able to test the jump…
Come on!!!

Bitte untenstehenden Link anklicken
ZU INSTAGRAM mit Kürzestvideo

https://www.instagram.com/tv/CaNYNBtjORK/

Den „Sprung in die Kiste“ sollten Sie sich aber anschauen

 

HEUTE 50. GEBURTSTAG VON ROLANDO VILLAZON ALS STREAM UND IN ARTE

 

ZU INSTAGRAM

Broadcast calendar:
February 22 on ArteConcert
February 27 on ORF III
April 17 on ARTE TV

Wien
„Jenůfa“ als Triumph der Menschendarstellung (Bezahlartikel)
KleineZeitung.at

Erinnerungen einer Mörderin
„Jenůfa“ im Theater an der Wien, großartig musiziert in einer praktikablen Regie von Lotte de Beer.
WienerZeitung.at

Staatsoper Stuttgart: „HÄNSEL UND GRETEL“ 20.2.2022 (nachmittags) – Gleichwertige Alternative

Diana Haller, Rosie Aldridge. Foto: Matthias Baus

Zwei Tage vor der Premiere der alternativen Besetzung in der von Axel Ranisch geschickt und liebevoll an die Gegenwart heran geholten, im Premierenbericht bereits en detail beschriebenen Inszenierung in Bühnenräumen von Saskia Wunsch und Kostümen von Alfred Mayerhofer schlug der Krankheitsteufel bei Esther Dierkes zu und machte einen schnellen Ersatz erforderlich. Gefunden wurde er in Tamara Banjesevic, die die Gretel als Ensemblemitglied am Essener Opernhaus öfter gesungen hatte und hier am Haus erst im November als Woglinde im neuen „Rheingold“ eingesetzt war. Innerhalb eines Tages musste sie sich in die von sehr beweglich tänzerischem Spiel bestimmte Regie einweisen lassen…

Zum Bericht von Udo Klebes

Karlsruhe Händel-Festspiele: HERCULES  18.2.2022 Premiere

Ann Hallenberg, Brandon Cedel   (c) Falk von Traubenberg

Zur Eröffnung der Händel- Festspiele wurde HERCULES, ein englisches ‚Musical-Drama‘  von Thomas Broughton (Libretto) neu inszeniert. Bei diesem Hercules-Abend geht es nicht um bekannte Episoden aus dem Leben des größten Griechenhelden, sondern sprichwörtlich um sein unrühmliches  Lebensende, und wie dieses zustande kam

...Händel spürt den Seelenregungen der Dejanira bis in ihre letzten Verästelungen nach. Ann Hallenberg setzt das mit ihrem butterweich angesetzten Mezzo in bester Manier um und zeichnet damit einen großartigen Part. Daß Hercules sie für eine Mörderin halten muß, treibt sie letztlich in den Wahnsinn. Ob sie trotzdem das Altenteil bei den Kindern antritt, bleibt offen.

Brandon Cedel, gewesenes Frankfurter Ensemblemitglied, bringt einen kühlen, markant schwarzen Baßbariton für den Hercules ein. Nach vollbrachtem Kriegshandwerk möchte er sicher seine älteren Tage im Kreis der Familie genießen, stattdessen erlebt er dieses furiose Ende. Andererseits kann er auch seiner Liebe zu Dajanira oder was davon übrig geblieben ist, nicht mehr  Ausdruck verleihen. Dies zeigt die Inszenierung mit harten Bandagen.   

Zum Bericht von Friedeon Rosén      

Frankfurt
„Bianca e Falliero“ an der Oper Frankfurt: Der Weg ins Freie

Braut wider Willen: Bianca, Heather Phillips, zwischen Bass Kihwan Sim und Tenor Theo Lebow. © Barbara Aumüller
FrankfurterRundschau

Gießen
„Brokeback Mountain“ eiskalt: Charles Wuorinens Oper in Gießen
https://www.nmz.de/online/brokeback-mountain-eiskalt-charles-wuorinens-oper-in-giessen

Staatstheater Meiningen: Auferstehung einer Prinzessin
Effektvolle Rarität: Das Staatstheater Meiningen gräbt die Oper „Santa Chiara“ aus, 1852 komponiert vom Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha.
Tagesspiegel.de

Viertelfestival NÖ 2022: Erweiterter Blickwinkel aufs Weinviertel

Das „Viertelfestival NÖ – Weinviertel 2022“ geht von 13. Mai bis 15. August unter dem Motto „Weitwinkel“ über die Bühne.

 Von 13. Mai bis 15. August 2022 ist der Platzhirsch – Markenbotschafter des Viertel­festi­val Niederösterreich – im Weinviertel zu Gast. Mit viel Originalität, Kreativität und jeder Menge Engagement der Projektverantwortlichen werden unter dem Motto „Weitwinkel“ 61 Kunst- & Kulturprojekte (davon 5 Schulprojekte) an 56 Standorten mit horizont­er­weiterndem Potential verwirklicht.

„Mit dem Viertelfestival NÖ hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit der Kulturvernetzung NÖ ein in Mitteleuropa höchst erfolgreiches Kunst- & Kulturfestival etabliert, das seinesgleichen sucht. Ein schönes Zeichen dafür, dass in und für Niederösterreich auch das regionale Kulturgeschehen einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt.“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Das Festival-Motto „Weitwinkel“ regt dazu an, das eigene Sichtfeld zu erweitern und Ausschau nach dem Unscharfen, dem Randständigen, dem Verborgenen und vermeintlich Unwichtigen zu halten…

Ausführlicher in den Infos des Tages

Überreuter-Verlag: Stipsits – Eierkratz-Komplott

 

Mehr als 200.000 verkaufte Bücher, mit Doppelplatin ausgezeichnet und Dauergast in den Bestseller-Listen – Thomas Stipsits hat mit seinem Oberinspektor Sifkovits eine wahre Kultfigur erschaffen!
Nun kommt der dritte Krimi in der erfolgreichen Stinatz-Reihe und wieder muss in der idyllischen burgenländischen Provinz ein Verbrechen aufgeklärt werden!

Wien: Bellaria Kino retten – Crowdfunding Aktion

 

Vor zwei Jahren musste das Bellaria Kino schließen – nun startet eine Rettungsaktion! Die Betreiber des Café Liebling wollen gemeinsam mit den Betreibern des Votiv Kino das charmante Einsaalkino wieder eröffnen und neu beleben.
Da kostspielige Umbauarbeiten für die Wiedereröffnung notwendig sind, startet heute, am 22.2.22, eine Crowdfunding Kampagne als letzte Chance für das Bellaria.

Das Bellaria Kino war eines der ältesten Kinos von Wien und hatte einen ganz besonderen Platz in der Wiener Kinokultur. 1911 eröffnet, war das charmante Einsaalkino sozialer Treffpunkt für Generationen von Filmliebhaber*innen. Als es vor zwei Jahren schließen musste, war die Betroffenheit groß und viele Kinofans warten seither sehnsüchtig auf Nachrichten zur Wiedereröffnung des traditionsreichen Kultkinos.

Ohne umfangreiche Schallschutzmaßnahmen kann das Kino leider nicht wiedereröffnet werden. Diese und einige andere technische Notwendigkeiten können aus den laufenden Erträgen nicht erwirtschaftet werden. Hier knüpfen wir an den Enthusiasmus der vielen Menschen an, die sich für den Fortbestand des Bellaria-Kinos engagiert haben und starten am 22.2.22 eine Crowdfunding Kampagne unter www.bellariakino.at

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Nachstehende Szene ging gestern durch die Weltpresse: Ursula von der Leyen wurde der Handschlag verwehrt

Der Außenminister von Uganda nahm die EU-Chefin vorerst gar nicht zur Kenntns!


http://youtu.be/EQsr7AOfX5g

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Mit der Anerkennung der Separatisten-Republiken heizt Putin den Konflikt mit der Ukraine an. Russlands Präsident hat eine politische Bombe platzen lassen und die Idee einer ukrainischen Staatlichkeit zerzaust. Er habe sich zur Anerkennung der «Volksrepubliken» Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass als unabhängige Staaten entschieden, sagte Wladimir Putin in einer spätabendlichen Brandrede. Wenig später ordnete er die Entsendung russischer Truppen ins Separatistengebiet im Gewand einer «Friedensmission» an.
Zum Bericht

  • Österreich lockert seine Einreisebestimmungen: Ab heute gilt beim Grenzübertritt wieder die 3-G-Regel. Damit können auch Ungeimpfte wieder ins Land kommen, sofern sie einen negativen Test vorweisen. Der für die Tourismusbranche wichtige Schritt am Ende der Wintersaison ist Teil einer umfassenden Lockerungsstrategie. Vom 5. März an sollen in Österreich praktisch alle Corona-Beschränkungen fallen.
    Zu den neusten Corona-Entwicklungen weltweit
  • Bei einer Explosion in Burkina Faso sterben mindestens 59 Personen: Das Unglück ereignete sich in der Nähe einer Goldmine. Laut Behörden könnte sich Sprengstoff in einer Goldwaschanlage entzündet haben. Das westafrikanische Land gehört zu Afrikas grössten Goldproduzenten.
    Zum Bericht
  • Emmi und Nestlé wollen Milch klimafreundlicher machen: Die Unternehmen starten mit Partnern ein grossangelegtes Programm, um die Klimabilanz von Schweizer Milchproduzenten zu verbessern. Milch hat ein Imageproblem bekommen, denn Kühe stossen bei der Verdauung viel Methan aus, das rund zwanzigmal klimaschädlicher ist als CO2.
    Zum Kommentar
  • Novak Djokovic gibt sein Comeback in Dubai: Nach drei Monaten Pause und dem Drama in Melbourne kehrt Djokovic mit einem Sieg auf die ATP-Tour zurück. Trotzdem wird der Serbe wohl schon bald die Führung der Tennis-Weltrangliste an Daniil Medwedew verlieren.
    Zum Bericht

Deutschland/Fußball/Felix Zayer
Felix Zwayer: „Mit dem kann man arbeiten“
Vor seinem Bundesliga-Comeback sagt der Schiedsrichter Felix Zwayer, er habe nie Geld angenommen. Nun widerspricht einer, der es besser wissen könnte: Ante Šapina.
DieZeit.de-sport

Der nach dem Dortmund-Bayern-Spiel gesperrte (offiziell zur Erholung beurlaubte) Schiedsrichter Felix Zwayer hatte Sonntag beim Spiel der Zweiten Deutschen Bundesliga einen unglücklichen Start. Wieder geht es um einen Elfmeter, diesmal um einen nicht gegebenen bei Hannover 96 gegen Darmstadt. Schiebung wird ihm diesmal keine unterstellt, wohl aber Unvermögen. Auch wird sich weisen, dass Herr Zwayer mit der Hypothek der vor fast 20 Jahren genommenen lächerlichen 300 Euro für eine „Nichtleistung“ nicht weiter Fußballschiedsrichter im allerhöchsten Bereich sein kann.

Der neue Redaktionshund des Online-Merker hört auf „Simba“(manchmal auch nicht!)

Der zweite Hund ist „Pino“, der meist in Mauerbach bei Frau, Tochter, Enkel ist und den Garten bewacht. Foto: Renate Cupak

Seine Aufgabe nimmt „Pino“ ernst. Wir grenzen direkt an den Wienerwald (einige Meter haben wir den Bundesforsten sogar abgekauft) und der Hund hat ständig den Wald im Blickwinkel! Macbeth hätte ihn brauchen können!

Der Redaktionshund überblickt wiederum das Geschehen nahe der Fuzo Meidling durch unsere mittlerweile bekannte Glastüre.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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