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22. DEZEMBER 2021 – Mittwoch

22.12.2021 | Tageskommentar

Weihnachten in Grafenegg mit Hänsel und Gretel am Stefanitag. Foto: Frank Druschel/ Grafenegg

Das Tonkünstler-Orchester und Grafenegg bedanken sich mit Humperdincks «Hänsel und Gretel» beim Publikum und wünschen frohe Weihnachten!

Am Stefanitag bringt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Christian Schumann Engelbert Humperdincks Märchenspiel «Hänsel und Gretel» direkt aus dem Grafenegger Auditorium zum Publikum nach Hause. Als Solistinnen stehen Nikola Hillebrand und Kate Lindsey auf der Bühne. Die Online-Premiere des Konzertfilms ist am Sonntag, 26. Dezember 2021, um 18.00 Uhr – kostenfrei auf Facebook und den YouTube-Kanälen des Tonkünstler-Orchesters und Grafenegg sowie auf der Klassikplattform myfidelio.

Heute in der Staatsoper: DON CARLO – wieder mit Vargas

Mehr Infos

Gestern in der Wiener Staatsoper: PARSIFAL – mit stärkerer Publikumsauslastung – dank „Aktion Kundry“?

Eine Parsifal-Aufführung endet mit viel Applaus für die Sänger und Musiker. Die Missfallenskundgebungen, die es nach den ersten beiden Akten gab, sind verstummt. Allerdings gibt es nach der zweiten Pause einen großen Publikumsschwund. Die Ursachen können vielseitig sein, und ich glaube nicht, dass es an der Qualität der Vorstellung liegt. Doch eher am weihnachtlichen Stress, der die Ausdauer des Publikums einschränkt…

Zum Bericht von Karlheinz Schöberl

Mehr darüber morgen, denn der Publikumszuwachs wird von einigen Anrufern in der Redaktion mit einer „Aktionscode Kundry“ in Zusammenhang gebracht, durch die es angeblich Karten selbst in den hohen Preiskategorien zum Einheitspreis von € 20.- gab. Das erzürnt wiederum die anrufenden Opernfreunde, die Karten zum (zu Saisonbeginn erhöhten) Vollpreis gekauft haben. Mir wurde die Übermittlung von Unterlagen zugesagt, vorher möchte ich mich nicht äußern

Bayerische Staatsoper: DIE ZAUBERFLÖTE

„Die Zauberflöte“ . Foto: Bayerische Staatsoper

Dirigent Ivor Bolton, verwendet wird die alte Everding-Inszenierung. Nächste Vorstellung: 23.12.

Sarastro Günther Groissböck
Tamino Pavol Breslik
Sprecher Milan Siljanov
Königin der Nacht Marina Monzó
Pamina Olga Kulchynska
Erste Dame Eliza Boom
Zweite Dame Daria Proszek
Dritte Dame Lindsay Ammann
Drei Knaben Solist/en des Tölzer Knabenchors
Papageno Sean Michael Plumb
Papagena Jasmin Delfs
Monostatos Ulrich Reß
Erster Geharnischter Kevin Conners
Zweiter Geharnischter:  DanielNoyola

Interview mit dem Dirigenten Vladimir Jurowski: „Kunst muss einen Bezug zum Leben haben“
Dirigent Vladimir Jurowski über belebende Konkurrenz in der Klassik, seine Beziehung zu Berlin und München – und über seinen CO2-Fußabdruck
Tagesspiegel.de

Graz
Im dritten Anlauf an Land gezogen: Les pêcheurs de perles in Graz
bachtrack.com

Augen zu und durch!
Oper Graz / Die Perlenfischer
DrehpunktKultur.at

Richard Wagner: Das Rheingold • Bühnen Bern • Vorstellung: 21.12.2021

 Der erste Berner Ring

Foto: Rob Lewis

Die laufende Opernsaison in der Schweiz ist von zahlreichen Premieren-Doubletten geprägt. Neben Mozarts «Die Zauberflöte» in Basel und St.Gallen, Bellinis «I Capuleti e i Montecchi» in Biel/Solothurn und Bern, Donizettis «Anna Bolena» in Genf und Zürich oder Verdis «Don Carlos» in Bern und Basel gehört auch das Opus summum der Opernliteratur, Wagners «Der Ring des Nibelungen» dazu. Bern hat nun begonnen den Ring zu schmieden, Zürich wird im Frühling folgen…

…In Zürich wird der Intendant selbst Regie führen, in Bern hat Florian Scholz, ehemals Intendant in Klagenfurt und seit dem Sommer nun in Bern, die FAUST-Theaterpreis-Trägerin Ewelina Marciniak (Regie) zu ihrem Opern-Debut eingeladen und anlässlich der Rheingold-Premiere bestätigt, dass Marciniak die ganze Tetralogie in Szene setzen wird. Marciniak inszeniert klar und kühl und gibt im Versuch den Geschichten der Figuren auf den Grund zu gehen mal rational, mal komisch interessante Denkanstösse…

Zum Bericht von Jan Krobot

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 18
zusammengestellt von TTT

„Großer Herr und starker König“, Weihnachtsoratorium J.S. Bach (1734), Dietrich Fischer-Dieskau, Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Thomas, 1966                                                                                                                                               
Fischer-Dieskau *1925, † 2012, deutscher Bariton, Maler, Musikschriftsteller, Rezitator

 

Zum Youtube-Video

„Maria durch ein‘ Dornwald ging “ Hermann Prey und Fritz Wunderlich, 1966, Text, Musik: Anonymus

Prey 1929/98, deutscher Bariton, Wunderlich 1930/66 deutscher Tenor

Zum Youtube-Video

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Francesco Meli begleitet Luca Salsi am Klavier

ZU INSTAGRAM mit Video

La Vie Parisienne“ am 27.12 auf Arte

 

Nach Stationen in Rouen und Tours feiert die Originalfassung von Offenbachs „La Vie Parisienne“ heute Abend ihre Paris-Premiere im Théâtre des Champs-Élysées. Am 27. Dezember wird die Produktion bei Arte übertragen: https://www.arte.tv/fr/videos/106197-000-A/la-vie-parisienne-de-jacques-offenbach/ Waldemar Kamer

Alle Informationen zur Produktion finden Sie hier.

Interview zum Buch

 

Manfred Schmid: 
SCHAUSPIELER,
MÖNCH
und JUDE VOM DIENST 

Der Wiener Schauspieler Manfred Schmid hat seine Memoiren veröffentlicht und dabei gleich zwei Titel gebraucht: „Nichts ist heilig“ und „Gebt dem Affen Zucker“. Er blickt auf ein reiches, mehr als 80jähriges Leben zurück. Nicht nur, dass er ein Stück Wiener Theatergeschichte mit erfahren, darin „mitgespielt“ hat, er hat vieles zu berichten – von einer Kindheit, die den Zweiten Weltkrieg noch bewusst erlebt hat, von dem damals noch legendären Reinhardt-Seminar, von seinen Jahren als Augustiner Chorherr im Stift Klosterneuburg. Im übrigen liest man über Theater aller Art, große und kleine Bühnen, über die einst legendäre Wiener „Szene“, Tourneen an der Seite von Stars wie O. W. Fischer, Film und Fernsehen. Und da ist noch seine Spezialität, nämlich viele Jahre lang „der Jude vom Dienst“ gewesen zu sein.

Mit Manfred Schmid sprach Renate Wagner

ZUM INTERVIEW

Online Merker-Redakteurin Renate Wagner hat diese Erinnerungen von Manfred Schmid aufgezeichnet.

Kommentar
Sind Kulturmenschen bescheuert?
Wer dieser Tage ins Theater, in die Oper oder ins Konzert geht, vertraut den Behörden. Und das ist gut so.
https://www.tagblatt.ch/kultur/covid-19-sind-kulturmenschen-bescheuert-ld.2230156

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant:
Spektrum Blackfacing: Ist Ablehnung einer Theatermaskierung ein Weg zur Normalität oder positiver Rassismus (umgekehrte Diskriminierung)?
Positiver Rassismus: Warum er unvermeidbar scheint
„Ist doch nichts Negatives dabei, wenn wir manche Ausländer besser behandeln als unsere Landsleute.” Kein positives Phänomen, lediglich das Gefühl, dass diese Art Rassisten verspüren, ist positiv.
https://www.wmn.de/buzz/positiver-rassismus-id17745

Buchbesprechung

 

Regine Paril-Fellner
INGE KONRADI
Bilder aus einem Theaterleben
152 Seiten, ca. 60 Abbildungen. Verlag Lehner , 2021

Der Begriff „Volksschauspielerin“ passte ihr punktgenau – das bedeutet in Wien: Raimund und Nestroy, Dialekt und Humor, aber das wäre zu wenig, wenn nicht auch ein gutes Stück Lebenswahrheit und ein Quentchen Tragik dabei wäre. Inge Konradi hatte das alles. Ihr Christopherl im „Jux“, ihre Rosa im „Verschwender“ (immer an der Seite von Ideal-Partner Josef Meinrad) haben Wiener Theatergeschichte geschrieben.

So war es hoch an der Zeit, fast 20 Jahre nach ihren Tod zwischen Buchdeckeln an sie zu erinnern, wo das Publikum, das sie live kannte, älter wird und man sie vielleicht nur als grantige Oma in satirischen Fernsehfilmen von Xaver Schwarzenberger in Erinnerung hat, was zu wenig wäre, um ihre Besonderheit einzufangen. Dass sie eine kleine Frau mit dunkler Stimme war – daraus hat sie auf der Bühne das Maximum herausgeholt.

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Ikone der ägyptischen Demokratiebewegung verurteilt: Das Regime von Präsident Abdelfatah al-Sisi geht weiterhin hemmungslos gegen Kritiker vor. Alaa Abdelfatah, eine Ikone der Demokratiebewegung, erhielt wegen der «Verbreitung von Falschnachrichten, die die nationale Sicherheit unterminieren» am Montag eine fünfjährige Gefängnisstrafe.
    Zum Bericht
  • Orban benennt Katalin Novak als nächste Staatspräsidentin: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Politikerin aus den Reihen der Regierungspartei Fidesz als nächste Staatspräsidentin vorgeschlagen. Novak (44) ist als Ministerin ohne Geschäftsbereich für Familienpolitik zuständig. Das Parlament muss noch zustimmen.
    Zum Bericht
  • Zwölf Tote bei Kämpfen zwischen Militäreinheiten in Somalia: In dem ostafrikanischen Krisenstaat sind am Dienstag mindestens zwölf Personen bei Auseinandersetzungen zwischen Militäreinheiten in der Hafenstadt Bosaso getötet worden. Nach Polizeiangaben gab es zudem mindestens 40 Verwundete.
    Zum Bericht

Friedrich Merz: Vorwärts in die Vergangenheit
Die CDU wird nun von einem Mann geführt, der wie kein anderer für die Abkehr von Angela Merkel steht. Dadurch könnte sich das gesamte deutsche Parteiensystem verändern.
Die Zeit.de

Aus Prof. Christian Buchmanns Adventkalender (Veranstaltungsagentur Buchmann/ Wien)

Copyright: Buchmann

 

Lockdown und Weihnachten: Helga und Mariannes Weihnachten 2021 (mit Freshtorge) | „Otto Fröhliche“

https://www.youtube.com/watch?v=1Kxr2MQDoG8

Österreich
„Omikron keine Welle, eher eine Wand“: Klimek will „Maßnahmen überdenken“
Je steiler die Welle, desto schneller ist sie auch wieder vorbei: Komplexitätsforscher Peter Klimek will die bisherigen Maßnahmen überdenken.
Kurier.at

Bitte nachdenken, nicht nachplappern

Microchip-Implantat als Covid-Impfpass

Ein schwedisches Start-up produziert Microchip-Implantate mit Covid-19-Impfdaten. Die können dann ganz einfach mit einem Smartphone gelesen werden
Der Standard.at

In so einen Chip kann man allerhand einbauen. Aber das stört bloß eine Minderheit – und für diese hat man die Bezeichnung „Schwurbler“ erfunden. Jetz schwurbelt bereits der „Standard“

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

 

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