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22. AUGUST 2021 – Sonntag

22.08.2021 | Tageskommentar

 

TOSCA gestern in Salzburg mit Netrebko, Eyvazov: Routinierte Show des „First couple“ in Salzburg. Foto: SF/ Matthias Horn

Anna Netrebko sang erstmals in Salzburg die Tosca, ihr Ehemann Yusif Eyvazov den Cavaradossi. Kein Highlight.

Kein stürmischer Jubel – nur viel Applaus. Man muss differenzieren – eine Sternstunde war es laut der ersten Kritik nicht!

https://kurier.at/kultur/netrebko-eyvazov-eine-routinierte-show-des-first-couple/401479444

Auch „Die Zeit“ bestätigt diesen Eindruck: Dass der Schlussbeifall nur mittlere Orkanstärke erreichte, mag auch am robusten Dirigat des Freiluft erprobten italienischen Kapellmeisters Marco Armiliato am Pult der Wiener Philharmoniker gelegen haben, der dazu neigte, die Sängerinnen und Sänger mit allzu großer Phonstärke zu übertönen. Netrebko brillierte vor allem in der mit anhaltendem Szenenapplaus bedachten Arie «Vissi d’arte», während Eyvazov als ihr Geliebter Mario Cavaradossi mit seinem tenoralen Bravourstück «E lucevan le stelle» eher pflichtgemäß-freundlichen Beifall einheimste…

WEITERE TERMINE UND KARTEN

TOSCA in Graz (heute ausverkauft, aber zeitversetzt im TV)

gefunden von Fritz Krammer

ZU INSTAGRAM

Im Hauptabend wartet ein besonderer Klassik-Höhepunkt auf das ORF-III-Publikum: Erstmals aus der atemberaubenden Freiluft-Kulisse der Grazer Schloßbergbühne Kasematten überträgt „Erlebnis Bühne LIVE“ um 20.15 Uhr Giacomo Puccinis Meisterwerk „Tosca“ in internationaler Starbesetzung live-zeitversetzt. Die Klassikplattform myfidelio präsentiert den Abend live bereits um 19.30 Uhr sowie anschließend als 7-days-catch-up zum Nachsehen auf www.myfidelio.at.

SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE LA DAMNATION DE FAUST

 

KARTEN

Alain Altinoglu Musikalische Leitung

Besetzung
Elīna Garanča Marguerite
Charles Castronovo Faust
Ildar Abdrazakov Méphistophélès
Peter Kellner Brander

Die Träume des Magiers – Ein Jahrhundert Salzburger Festspielgeschichte

„Die Träume des Magiers“ zeichnet den Weg von der Festspiel-Idee über die Anfänge der ersten Salzburger Jedermann-Aufführungen im Jahr 1920 bis zum weltweit bedeutendsten Hochkultur-Festival nach.

Bitte untenstehenden Link anklicken

ZUM VIDEO – vom 20. Aug | 47:49 Min

Ein 17-Stunden Arbeitstag mit Helga Rabl-Stadler (Bezahlartikel)
Die scheidende Präsidentin zog 26 Jahre lang die Fäden der Salzburger Festspiele.
Profil.at

Bayreuth
Festspielhaus und Flüchtlingslager. Eine etwas andere Geschichte vom Grünen Hügel
Fast 40.000 Opfer von Flucht und Vertreibung kamen nach Kriegsende in Bayreuth an. Im Festspielhaus, im Chorprobensaal und im Festspielrestaurant wurde ein Flüchtlingslager eingerichtet, in dem zeitweilig 500 Menschen untergebracht waren. Der Sudetendeutsche Peter Hucker lebte für zwei Jahre im Lager auf dem Grünen Hügel. Nach 60 Jahren kehrte er dorthin zurück – als Festspielbesucher.
BR-Klassik.de

Bayreuth / Festspielhaus: Wagners WALKÜRE halbszenisch – ein weiterer Bericht

Trotz Covid-Maßnahmen hat das Haus am Grünen Hügel nichts von seinem Zauber eingebüßt. Die Entscheidung von Festspielchefin Katharina Wagner, Die Walküre halbszenisch herauszubringen, hat sich als richtig erwiesen. Der Abend wurde musikalisch zu einem der Höhepunkte der diesjährigen Festspielsaison.

Trotz Covid-Maßnahmen hat das Haus am Grünen Hügel nichts von seinem Zauber eingebüßt. Die Entscheidung von Festspielchefin Katharina Wagner, Die Walküre halbszenisch herauszubringen, hat sich als richtig erwiesen. Der Abend wurde musikalisch zu einem der Höhepunkte der diesjährigen Festspielsaison. ..

…Dass an diesem Abend nicht – wie bei der Premiere – Irene Theorin singen würde, sondern dass Catherine Foster ihren Part übernehmen würde, dürften die meisten im Publikum schon gewusst und dankbar zur Kenntnis genommen haben. Foster sang eine strahlende Brünnhilde, die auch in der konzertanten Aufführung das Publikum sehr berührte.

Am Ende gab es Ovationen für alle Mitwirkenden sowie einige wenige Buhs für Hermann Nitsch, was den Erfolg dieses Opernabends und seines Anteils daran aber nicht schmälern konnte.

Zum Bericht von Karlheinz Schöberl 

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik: „Boris Goudenow“ von Johann Mattheson (Vorstellung: 20. 8. 2021)

Olivier Gourdy ist als Boris zu erleben. Foto: Birgit Gufler

Im Rahmen der heurigen – von der Corona-Pandemie ebenfalls getroffenen – Innsbrucker Festwochen der Alten Musik kam es in den Kammerspielen im Haus der Musik zu einer weiteren Ausgrabung einer Opernrarität eines in Vergessenheit geratenen Komponisten: „Boris Goudenow“ von Johann Mattheson. Die im Jahr 1710 komponierte dreiaktige Oper wurde damals mit zwei Untertiteln verfasst: „Boris Goudenow oder Der durch Verschlagenheit erlangte Thron oder Die mit der Neigung glücklich verknüpfte Ehre“, kam aber aus diplomatisch-merkantilen Erwägungen nicht zur Aufführung. Erst nach Wiederentdeckung der Partitur in Armenien erklang sie im Jahr 2005  erstmals.

Der Hamburger Komponist Johann Mattheson (1681 – 1764) erhielt eine breite künstlerische und geistesgeschichtliche Ausbildung und begann bereits mit 15 Jahren als Sänger an der Hamburger Oper, wo bereits 1699 sein erstes Werk  Die Plejades zur Aufführung kam. Im Jahr 1703 begann seine Freundschaft mit Georg Friedrich Händel, die jedoch durch ein Duell am 5. Dezember 1704, das beide gottlob überlebten, getrübt wurde…

Zum Bericht von Udo Pacolt

Einige Besucher dürften Mussorgskis „Boris“ bei den Festwochen der Alten Musik erwartet haben (soviel zur Sachkenntnis eines Teils des Publikums) und gingen bereits zur Pause heim oder woanders hin.

Jör Florian Fuchs bringt leichtes Verständnis dafür auf:

nnsbruck/ Festwochen der alten Musik
„Boris Goudenow“ in den Kammerspielen: Barocke Russendisco
Ein schönes Spektakel mit Witz, Bosheit – und Kasperltheater im finalen Akt: Johann Matthesons „Boris Goudenow“ als Barockoper:Jung bei den Festwochen der Alten Musik.
Tiroler Tageszeitung

Ein Duell, dass beide überlebt haben? Händel gegen Mattheson endete remis! Musikalisch freilich nicht! 

Wie ist so ein Ausgang möglich? Die Anzahl der Versuche ist doch unbegrenzt!

Man lernt beim Online-Merker nie aus!

New York
Met Opera to Return to Indoor Performance for 9/11 Tribute
The company plans to perform Verdi’s Requiem to mark the 20th anniversary of the attacks, an event that will also be broadcast live on PBS.
https://www.nytimes.com/2021/08/20/arts/music/met-opera-indoor-return.html

San Francisco
San Francisco Opera Returns to the Stage for First Time in 20 Months
https://www.nbcbayarea.com/news/local/san-francisco/san-francisco-opera-returns

Recordings
Lawrence Brownlee, Jeanine de Bique, Sarah Coburn & Michael Volle Leads New CD/DVD Releases
operawire.com

MARCO GOECKE IST DER CHOREOGRAF DES JAHRES IN DER KRITIKERUMFRAGE DER ZEITSCHRIFT „TANZ“

Jedes Jahr veröffentlicht das Fachmagazin „tanz“ in seinem Jahrbuch eine große Umfrage unter professionellen Tanz-Kritiker:innen. Im Sommer 2021 wurde nun Hannovers Ballettdirektor Marco Goecke von der großen Mehrheit der Kritiker:innen zum Choreografen des Jahres gewählt.

Marco Goecke. Copyright: Regina Brocke

Medien
Neuer ORF-Chef Weißmann will junge Zuschauer zurückholen
Der ORF muss, um erfolgreich zu sein, „die digitalen Fesseln ablegen“. Die Politik soll mit einer Gesetzesnovelle aushelfen.
Wiener Zeitung

Alexander Wrabetz: „Man wird von mir hören“
Der ORF-Generaldirektor über die verlorene Wahl, seinen Nachfolger, das Verhalten der Grünen und seinen Plan B
https://kurier.at/kultur/medien/alexander-wrabetz-man-wird-von-mir-hoeren/401478505

Barbara Eden wird 90. Bezaubernde Jeannie feiert mit rosa Champagner

US-Schauspielerin Barbara Eden wurde als Flaschengeist Jeannie weltberühmt: Ihren 90er feiert sie am 23. August mit rosa Champagner.
Kleine Zeitung

Schon die Wikinger waren wohl genderfluid
Schwert und Schmuck im Einzelgrab: Was als Beweis galt, dass bei den Wikingern auch Frauen kämpften, entpuppt sich nun als letzte Ruhestätte eines Mannes mit XXY-Chromosomen. War er ein hochgeachteter Schamane?
https://www.diepresse.com/6022746/schon-die-wikinger-waren-wohl-genderfluid

Österreich
Ex-Finanzminister Rudolf Edlinger ist tot
Der Sozialdemokrat starb im Alter von 81 Jahren, wie der Wiener Pensionistenverband mitteilte.

Der leidenschaftliche Fußballanhänger Edlinger übernahm nach seinem Ausscheiden aus der Politik von 2001 bis 2013 die Präsidentschaft des Fußballvereins Rapid. Seit 2003 fungiert er zudem als Präsident des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands. Von 2003 bis 2019 war er Vorsitzender bzw. Landespräsident des Wiener Pensionistenverbandes.
Kurier.at

Österreich
Causa Chorherr: Tojner koppelte laut Mail Spende an Widmung
Im Verfahren gegen Ex-Grünen-Gemeinderat Christoph Chorherr wertete die Justiz E-Mails von Heumarkt-Investor Michael Tojner aus.

Auszug aus „Profil: Es ist eine Causa, in der ein ganzes System unter Verdacht steht. Auf der einen Seite: viel Geld und wirtschaftliche Begehrlichkeiten. Auf der anderen Seite: die Politik, die Letztentscheidungen trifft. Eine potenziell gefährliche Mischung. Wie nahe darf man einander kommen? Hat das Who’s Who der heimischen Immobilienwirtschaft über Jahre hinweg versucht, einen – durchaus mächtigen – Mandatar der Grünen zu verführen oder gar zu kaufen, um Bauprojekte in Wien leichter durchzubringen? Und hat dieser Politiker mitgespielt? Das sind die Fragen, denen die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) seit fast vier Jahren in einem umfangreichen Ermittlungsverfahren nachgeht. In dessen Zentrum: der frühere Gemeinderat und Planungssprecher der Wiener Grünen, Christoph Chorherr. 
Profil.at

Causa Chorherr: Zitate aus Tojner-Mails veröffentlicht
Das Nachrichtenmagazin „profil“ zitiert in der neuesten Ausgabe aus Akten zur Causa von Christoph Chorherr. Der war früher Wiener Planungssprecher der Grünen gewesen
Vienna.at

Der Artikel ist ein Bezahlartikel – und ich bin nicht mehr in der Politik. Für Fehlinvestionen fehlen mir die Mittel – außerdem erfahre ich den Fortgang der Story sowieso.

Interessant ist aber das Zitat einer Nachricht der Ehefrau des Groß-Investors an diesen:

„Du hast Van der Bellen 3.000,– gespendet – ich 10.000 – und Hr. Melichar soll scheißen gehen!“

Email von Renate Tojner an Ehemann Michael Tojner (tatsächlich wortgetreu dem Profil entnommen).
 
Mit „Hr. Melichar“ dürfte der Profil-Journalist Stefan Melichar gemeint sein. Die Freunde des ersten Mannes im Staates (also des Spendenempfängers) haben eine etwas rustikale Ausdrucksweise. „Sage mir, wer Deine Freunde sind – und ich sage Dir, wer Du bist!“ – so lautet ein altes Sprichwort.  Der Aufforderung zum Stuhlgang ist der Herr Melichar sicher nachgekommen, hoffentlich sogar öfters!
.
Ich bin gespannt, was da noch rauskommt. Wegen einer anderen  10.000 Euro-Spende gibt es derzeit einen Riesenprozess.
 
Ich wünsche einen schönen Tag
A.C

 

 

 

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