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22. AUGUST 2019 – Donnerstag

22.08.2019 | Tageskommentar


HEUTE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: LIEDERABEND DIANA DAMRAU (Sopran)/ XAVIER DE MAISTRE (Harfe) Diana Damrau. Foto: Jyiang Chen

Programm: Mendelssohn, Hahn. Liszt, Renié, Poulenc

Salzburg/ Festspiele: Liederabend Mauro Peter: Zarte Locken, grober Kamm
„Auf, hebe die funkelnde Schale zum Mund…“ Richard Strauss‘ Heimliche Aufforderung verträgt einiges an Exaltiertheit. Wenn es nach dem lärmenden Mahle halbwegs ruhig abgeht „hinaus in den Garten“ Richtung Rosenstrauch. Das hat aber Strauss ohnehin so komponiert… Mauro Peter und Helmut Deutsch enttäuschen mit lautstarkem Schubert und Strauss.
DrehpunktKultur

SALZBURGER KASPERLTHEATER: „Künstlerischer Gesamtverantwortlicher“ und „Künstlerischer Leiter“ zwei getrennte Positionen? Geht es noch dilettantischer oder provozierender?

Bildergebnis für deppert

Nachdem der Online-Merker die Drollerie um Thielemann/ Bachler bereits gestern ziemlich ausführlich behandelt hat, ziehen heute die Tageszeitungen nach und beginnen herumzurätseln.

Meine Damen und Herren, fragen Sie doch einen, dem nichts im Leben fremd sein durfte (immerhin war der in der Privatwirtschaft und nicht im „Geschützten Bereich“ tätig und hat auch in die Politik reingeschnuppert), also fragen Sie mich: Natürlich ist das eine Provokation mit dem Ziel, Thielemann samt Gefolge loszuwerden. Dass das auf unelegante Art geschieht, spricht nicht eben für bestgeschulte Intriganten – und dass da einer, der es eigentlich gar nicht mehr nötig hätte, einen willigen Erfüllungsgehilfen abgibt, bestätigt meine Meinung in diese Art von Menschheit.

Wir sind nun bei einem Mikadospiel angelangt: Wer sich zur falschen Zeit bewegt, verliert. Es ist aber ohnedies ein Kampf mit ungleichen Waffen, denn „Wer zahlt, schafft an“ (Jahrtausende altes Sprichwort). Es geht jetzt wirklich nur mehr darum, wieviel zu bezahlen sein wird. 

Unsere treue Informantin Waltraud B. macht mich aber auf den so ziemlich genau gleichen Fall aufmerksam:

Alles schon da gewesen:
Künstlerischer Gesamtverantwortlicher = Intendant = Dorny (nun in München engagiert ! )
Künstlerischer Leiter = Chefdirigent = Thielemann

Das Ende ist bekannt. Hier wirds wohl umgekehrt ausgehen

Nikolaus Bachler blockiert Thielemanns Pläne
Der Dirigent will 2022 „Lohengrin“ aufführen und bittet den Aufsichtsrat in einem Brief um die Bestätigung seiner Programmpläne
Der Standard
Osterfestspiele: Der Konflikt Bachler-Thielemann spitzt sich zu

Nächster Akt im Kampf zwischen dem designierten Intendanten Nikolaus Bachler und dem künstlerischen Leiter Christian Thielemann: dieses Mal geht es ans Eingemachte um das Programm und Opernproduktionen ab 2022.
Kleine Zeitung
Bachler gegen Thielemann: Showdown in Salzburg

Kratz- und Bisswunden sind nicht überliefert, auch kein Türenknallen. Aber frostig muss es gewesen sein, das Treffen Mitte Juli in Bayreuth. Der Ort hat dem einen der Kontrahenten, Nikolaus Bachler, nicht behagt, doch Gegenspieler Christian Thielemann beharrte drauf: Er habe am Grünen Hügel schließlich zu tun. Nicht nur um die Zukunft der Salzburger Osterfestspiele ging es damals, sondern auch darum, ob überhaupt ein kalter Friede zwischen beiden möglich ist.
Münchner Merkur
Streit rund um die Salzburger Osterfestspiele. Thielemann gegen Bachler

Das konnte nicht lange gut gehen: Nikolaus Bachler wird Intendant der Salzburger Osterfestspiele und trägt die „künstlerische Gesamtverantwortung“, Christian Thielemann bleibt „künstlerischer Leiter“. Nun ist die erste Beschwerde da, weil Thielemann „in hohem Maße besorgt“ ist.
BR-Klassik
Jetzt scheint der Skandal perfekt
Die Presse

Thomas Larcher erhält Großen Österreichischen Staatspreis
Der Große Österreichische Staatspreis geht heuer an den Innsbrucker Komponisten und Pianisten Thomas Larcher. Er sei ein „Grenzgänger der Musik, der eine spezifische eigene Klangfarbe entwickelt hat“, lobte ihn Kulturminister Alexander Schallenberg. Die höchste Kulturauszeichnung der Republik, die mit 30.000 Euro dotiert ist, wird Larcher am 10. Oktober im Bundeskanzleramt verliehen.
Salzburger Nachrichten

Wie man den Raum hört – Marco Arturo Marelli zum 70. Geburtstag
Der Schweizer Opernregisseur und Bühnenbildner hat die Opernbühnen in aller Welt mit seinen bildstarken Produktionen bereichert und verzaubert. Am 21. August feiert Marelli seinen 70. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung

Musik in der Ostukraine : Auf russische Künstler zuzugehen kostet Überwindung
Frankfurter Allgemeine

Diesen Artikel der „Frankfurter Allgemeinen müssen Sie für sich selbst interpretieren. Nicht alle, vor allem viele Künstler, sind mit den neugewählten Präsidenten der Ukraine einverstanden, bezeichnen ihn als „Wurstel“, der die Denkfaulheit der Wähler bedient hat und singen dem früheren Präsidenten Poroschenko ein Loblied.

Bayreuther Festspiele: „Tristan und Isolde /Alternativbesetzung am 20.8.


Georg Zeppenfeld, Petra Lang und Christa Mayer. Foto: Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath

In ihrem letzten Jahr ist die Inszenierung Katharina Wagners für Tristan & Isolde angekommen. An einigen Stellen hat sie noch Verbesserungen, Verklarungen vorgenommen. Aber sie wird wohl nicht in die Annalen  großer Interpretationen  dieser Wagner-Oper mit musikalischem Ausnahmecharakter eingehen…

Stefan Vinke teilt sich dies Jahr den Tristan mit Stephen Gould. Wie schon bei seinen Siegfrieden vor 2 Jahren singt er in der Mittellage als Ausdrucksmittel manchmal leicht bellend. Es gelingen ihm im Verlauf bis 2.Akt schöne Legatobögen, und er kann die wohl vier Monologe im dritten besonders stark gestalten und ausformen. Sein dunkel grundiertes Timbre verleiht auch der Höhe ansprechendes und sehr konsistentes Flair. Seine Isolde Petra Lang besitzt einen wie soghaften auch tieftimbrierten Sopran, der ihrem Gesang öfter fast magische verzückte Anklänge verleihen…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Berlin: Wir brechen den normalen Opernbesuch auf“. Festival „Berlin is not Bayreuth“ startet
Nur keine Ehrfurcht vor Wagner: Ein Berliner Festival nimmt den Bayreuther Meister auseinander – und setzt ihn neu zusammen.
Tagesspiegel

Salzburg/ Festspiele: „Orpheus in der Unterwelt“  aus der Sicht von Univ.Prof. Dr. Oswald Panagl


Joel Prieto, Kathryn Lewek, Max Hopp. Foto: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

...Barrie Kosky hat in den letzten Jahren zwischen den Bayreuther Festspielen und der Komischen Oper in Berlin beispielhafte, sogar beispiellose Erfolge gelandet: Bei Wagner mit den exemplarisch inszenierten „Meistersingern von Nürnberg“, in seinem Stammhaus mit Revue-Operetten wie Nico Dostals „Eine Frau, die weiß, was sie will“ oder Paul Abrahams „Ball im Savoy“, aber auch mit einem unvergleichlich poetischen und einfühlsamen „Eugen Onegin“. Diesem universalen Bühnenmenschen zuzuhören, als Prinzipal bei einer Premierenfeier, als klugem und temperamentvollen Exegeten beim Pressegespräch oder als begeisternd-begeistertem Animateur bei Probenausschnitten ist stets ein Vergnügen. Wissen und Enthusiasmus ziehen bei dieser Persönlichkeit am selben Strang und in die gleiche Richtung…

Zum Bericht von Oswald Panagl

Dass Barrie Kosky bei Diskussionen und Pressegesprächen für sich einnimmt, höre ich nicht zum ersten Mal. Jeder Mensch reagiert verschieden auf diese Art von Humor und ich lasse auch andere Meinungen gelten. Ich gestehe, dass ich nicht viel mit Herrn Kosky anfange – ich hatte aber auch noch nie Gelegenheit, an seinem „Wissen und Enthusiasmus“ in direktem Gespräch teilzuhaben.

In unseren heutigen „Infos des Tages“ beleuchtet Dr. Panagl auch den „Mythos Orpheus“ .

BUCHBESPRECHUNG: Peter Hagmann / Erich Singer: BERNARD HAITINK
„Dirigieren ist ein Rätsel“
Gespräche und Essays


164 Seiten, Verlag Bärenreiter HENSCHEL, 2019

Der „Neunziger“ wurde schon im Frühjahr gefeiert, vermutlich in London, wo Bernard Haitink heute lebt. Geboren am 4. März 1929 in Amsterdam, hat er ein auch für Dirigenten bereits hohes Alter erreicht. Nun zieht er freiwillig den Schlussstrich: Zweimal, am 30. und am 31. August, leitet er bei den Salzburger Festspielen noch Konzerte mit den Wiener Philharmonikern. Dabei wird ihn das Orchester, dem er seit 1972 verbunden ist, zum Ehrenmitglied ernennen. Am Programm stehen Beethovens 4. Klavierkonzert (Solist: Emanuel Ax anstelle des erkrankten Murray Perahia) und Bruckners 7. Symphonie. Am 6. September werden er und die Philharmoniker dieses Programm in Luzern wiederholen, denn diesem Festival ist Haitink besonders verbunden. Dann legt er den Dirigentenstab nieder…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

NATALIA USHAKOVA „Arien in der Sommerarena“ live in der Sommerarena Baden

5. September 2019, 19.30 Uhr, Sommerarena Baden


Natalia Ushakova. Foto: Max Tschann

Mit „Arien in der Sommerarena“ präsentiert Natalia Ushakova wiederum ihr einziges Open-Air-Konzert im September 2019 in der Sommerarena Baden. Am 5. September 2019 lädt sie bereits zum vierten Mal zu ihrem einzigartigen Open-Air-Abend in die großartige Kulisse der Sommerarena Baden.

Auf dem Standplatz der heutigen Sommerarena befand sich ab dem Jahre 1841 das „k. u. k. privilegierte Tagstheater der landesfürstlichen Stadt Baden“. Im Jahr 2006 wurde das 100-jährige Bestehen der Sommerarena mit einem großen Festkonzert gewürdigt. Der Kultursommer in der Sommerarena Baden, erfreut sich mit seiner unnachahmlichen Atmosphäre beim Publikum größter Beliebtheit. Im Sommer 2009 stand dabei erstmals neben den jährlichen Operettenproduktionen auch eine Schauspielproduktion auf dem Programm.

Tickets und Service
Karten gibt es bei Ö-Ticket sowie direkt bei der „Bühne Baden“.

Rock/ Pop
Jenseits von gut und böse: Feurige Ticketpreise für Rammstein
Gehen weg wie warme Semmeln: Rammstein-Tickets. Egal wo und egal wann sie spielen. Rammstein sind stets ausverkauft. Und das bei Ticketpreisen, die nach oben hin keine Grenze zu kennen scheinen. Bis zu 1000 Euro bezahlen eingefleischte Fans. Aber was kriegt man eigentlich für sein Geld? Wir haben uns dem Thema mal angenommen.
Futter/ Kleine Zeitung

Burgtheater-Geschäftsführerin Stantejsky im Herbst vor Gericht
Mehrtägige Verhandlung am Wiener Landesgericht ab 14. November – 64-Jähriger werden in 45-seitiger Anklageschrift Bilanzvergehen, Untreue und Veruntreuung angelastet
Der Standard

Ein Kreuzfahrtschiff ist so dreckig wie 21,45 Millionen VW Passat
Epoch Times13. November 2017 Aktualisiert: 10. Oktober 2018 17:59
Kreuzfahrtschiffe sind besonders dreckige Verkehrsmittel – allein die „Harmony of the Seas“ stößt so viel Feinstaub aus wie 21,45 Millionen Passat – täglich. In ganz Deutschland fahren „nur“ 45,8 Millionen Autos.
Epoch Times

Heute droht mir ein schwieriger Tag: Mein „Gebrauchsauto“ muss zum „Pickerl“. Das bedeutet Ungewissheit (die wäre ja noch zu ertragen), aber vermutlich auch Kosten (die tun weh!). Ach, was waren das für herrliche Zeiten, als man ein Auto so lange fahren durfte, bis es von selbst den Geist aufgab. Ich gestehe, ich habe nie eine besondere Beziehung zu Autos gehabt und bin Karren gefahren, die wirklich jenseits von Gut und Böse waren. Ein alter Fiat musste aussortiert werden, nachdem er am Wiener Gürtel (direkt vor dem Hotel Wimberger)beim Bremsen vor einer Ampel die Türe zum Fahrersitz verlor. Das war einerseits lustig (und ich kam mir vor wie beim „Kottan“), andererseits war es weniger erheiternd, weil es Winter und saukalt  – und ich zudem auf dem Weg zu einem Rendezvous war!

Halten Sie mir die Daumen. Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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