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21. NOVEMBER 2020 – Samstag

21.11.2020 | Tageskommentar

WIENER STAATSOPER MIT PLAN Bfür den Fall, dass der 7.12. nicht halten sollte

Auszug aus „Die Presse“: Für den Fall, dass der Spielbetrieb der Wiener Staatsoper am 7.12. nicht wieder aufgenommen werden kann, gibt es einen „Plan B“: Netrebko, Beczala & Co singen für die Kameras.

Die Wiener Staatsoper verfügt seit einigen Jahren über einen technisch gut funktionierenden Streaming-Dienst, der Oper in HD-Qualität ins Netz bringt. Die Neuproduktion von Hans Werner Henzes „Das verratene Meer“ wird vom Streaming profitieren und auf jeden Fall gespielt – im Ernstfall gibt es eine Premiere am 15. Dezember.

Bogdan Roscic ist im ORF bekanntlich bestens vernetzt und nützt dies auch. Bei eingängigeren Titeln ist, wie schon in der vergangenen Spielzeit, der ORF mit von der Partie: Am 10. würde man Massenets „Werther“ mit Piotr Beczala in der Titelpartie senden, am 13. „Tosca“ mit Anna Netrebko, das Wiener Rollendebüt der Künstlerin.

Auch für den geplanten „Rosenkavalier“, den der neuen Musikdirektor Philippe Jordan mit Krassimira Stoyanova und Günther Groissböck neu einstudieren soll, hat im ORF-Programm bereits einen Sendeplatz zwischen Weihnachten und Neujahr… (Zitat Ende)

Ich glaube nach wie vor an die „Auferstehung“ am 7.12. Wenn an diesem Tag ohnehin verspätet das Weihnachtsgeschäft im Handel anlaufen soll und die Menschen dichtgedrängt durch die Einkaufstempel drängen, wäre es sehr schwer erklärbar, all das, was uns das Leben lebenswert macht (also das Freizeitvergnügen – und damit ist nicht explizit nur Theater bzw. Oper gemeint – zugesperrt zu lassen. Das traut sich selbst unser Virologenquartett nicht, denn so einhellig steht die Bevölkerung nicht mehr hinter den Experimenten – denn mehr ist das Fischen im Trüben mit ständig wechselnden Meinungen („Licht am Ende des Dunkels“) ja nicht.

Das der Operndirektor im  ORF bestens vernetzt ist, gereicht natürlich zum Vorteil und sollte auch entsprechend genützt werden. Ich hoffe aber, dass der Plan B nicht nötig sein wird!

Apropos „bestens vernetzt“:

Proben für den „Figaro“ im Theater an der Wien: Cristina Pasaroiu, Regisseur Alfred Dorfer, Florian Bösch. Foto: Anna Breit/ Theater an der Wien

Alfred Dorfer vor Operndebüt: „Ich bin quasi mit Mozart aufgewachsen“
„Figaro“-Inszenierung des Satirikers am 29. November im ORF III zu sehen – „Das Schlimmste für mich an der Oper sind dumme Regieideen“

Eigentlich hätte sich am 12. November der Vorhang für die erste Opernregie des Satirikers Alfred Dorfer heben sollen: Mozarts „Nozze di Figaro“ im Theater an der Wien ist jedoch wie vieles andere ein Coronaopfer geworden – in der Liveversion. Denn, auch wenn das Haus eine physische Premiere in dieser Spielzeit noch für möglich hält, ist derzeit nur die TV-Premiere fix: Am 29. November wird die Dorfer-Inszenierung in ORF III zu sehen sein.

Den beiden Bühnenroutiniers Cristina Pasaroiu und Florian Boesch als Gräfin und Graf Almaviva steht dabei ein junges Ensemble gegenüber, während Stefan Gottfried als Chef des Concentus Musicus den Graben beherrscht. Vor seinem in jeder Hinsicht besonderen Debüt sprach Alfred Dorfer mit der APA nun über seinen Respekt vor dem Genre, schlechte Opernlibretti, und warum er die Hoffnung immer noch nicht aufgibt.

https://www.oe24.at/newsfeed/alfred-dorfer-vor-operndebuet-ich-bin-quasi-mit-mozart-aufgewachsen/454744731

Auch das wird durch Corona zur Fernsehproduktion – und Alfred Dorfer hat sicher Überzeugungsarbeit geleistet. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist durchaus anerkennend von mir gemeint! Kontakte soll man nützen, muss diese natürlich auch ständig pflegen!

Paris
Alexander Neef will Pariser Oper wirtschaftlich neu aufstellen
Will verstärkt bezahlbare Digitalinhalte der Produktionen entwickeln
Der deutsche Musikmanager Alexander Neef (46) will als neuer Pariser Operndirektor das Wirtschaftsmodell der beiden Opernhäuser Bastille und Garnier neu erfinden. Das Finanzierungsmodell sei angesichts der anhaltenden Krisen im Jahr 2020 an seine Grenzen gestoßen, sagte Neef am Freitag.

Der Verlust der beiden Häuser wird auf 50 Millionen Euro beziffert, davon gehen 45 Millionen auf die coronabedingten Schließungen seit Beginn der Pandemie zurück, fünf Millionen auf die Streiks Anfang des Jahres.

Die Pariser Oper finanziert sich zu 59 Prozent aus eigenen Einnahmen, der Rest wird durch staatliche Subventionen abgedeckt. Angesichts der Pandemie hat die französische Regierung für die Saison 2020-2022 Gelder in Höhe von 81 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das sei viel, helfe aber nicht aus den roten Zahlen, fügte der stellvertretende Generaldirektor Martin Ajdari hinzu.

Bastille und Garnier zählen zusammen über 4.500 Plätze. Angesichts der strengen Gesundheitsmaßnahmen war die Zahl der Zuschauer in den wenigen Wochen der Wiedereröffnung zwischen Ende Juni und Ende Oktober auf maximal 1.000 Personen pro Haus beschränkt…

https://www.oe24.at/newsfeed/alexander-neef-will-pariser-oper-wirtschaftlich-neu-aufstellen/454802445

Sommer 2021 /Innsbrucker Festwochen: Kartenvorverkauf im März
https://www.krone.at/2279812

München
Geisterkonzert: Oksana Lyniv debütiert beim BRSO „Ein leerer Konzertsaal ist wie eine leere Kirche
Vier Frauen stehen in der laufenden Saison beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks am Pult. Als Erste kommt die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, die in Lwiw, dem alten Lemberg, studiert hat und frühe Erfahrungen bei den Bamberger Symphonikern sammelte. Bekannt wurde Oksana Lyniv als Assistentin von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper, wo sie bald selbst Aufführungen und Premieren leitete. Nach einer Zwischenstation als Chefdirigentin der Oper Graz folgt nächstes Jahr ein vorläufiger Höhepunkt ihrer Karriere: Im Sommer 2021 debütiert Oksana Lyniv mit Wagners „Fliegendem Holländer“ bei den Bayreuther Festspielen…

BR-Klassik.de

LA MONNAIE DE MUNT:  STREAM „DIE TOTE STADT“ ONLINE (Marlis Petersen, Roberto Saccà)

For almost a month now, our Great Hall has been enveloped in a shroud of silence. No jubilant singing, no ‘bravos’ from the audience. The coronavirus pandemic forced us to halt our production of Die tote Stadt after only two of the intended eight performances. Behind the scenes, we are hard at work to present you with a reviewed second half of the season. But awaiting this updated programme, we’re very happy to announce that as of today the video recording of Die tote Stadt is available for viewing on our website, and this until December 31.

Bitte untenstehenden Link anklicken

https://www.lamonnaie.be/en/streaming/1807-die-tote-stadt

Kritik über eine Aufführung kurz vor der Theatersperre: „Tristan und Isolde“ in gekürzter Form in Hannover

HANNOVER: TRISTAN UND ISOLDE – gekürzte Fassung

Magdalena Anna Hofmann (Isolde). Foto: Clemens Heidrich

 In der Corona-Krise lassen sich Opernhäuser allerhand einfallen, um einen wenigstens minimalen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. In der Staatsoper Hannover kam man auf die Idee, die Inszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ von Stephen Langridge aus dem Jahre 2018 auf knapp drei Stunden mit einer Pause zu kürzen. Mit dramaturgischer Unterstützung von Christopher Baumann und Johanna Mangold übernahm Felix Schrödinger die szenische Einstudierung.

Drastische Kürzungen der Wagnerschen Musikdramen wurden in der Vergangenheit mit wenig Erfolg versucht. Dazu zählt insbesondere der sog. „ColónRing“ am Teatro Colón in Buenos Aires 2012, der auf 7,5 Stunden mit zwei Pausen zusammengestrichen wurde und dann nicht mehr überzeugen konnte. Mit „Tristan und Isolde“, von Wagner bezeichnenderweise als „Handlung in drei Aufzügen“ bezeichnet, liegt der Fall etwas anders. Das Stück ist bekanntlich relativ handlungsarm und von langen Dialogen gekennzeichnet, sodass signifikante Kürzungen insbesondere dem Wagner-Unkundigen nicht allzu störend auffallen (müssen)…

Schlussapplaus mit Magdalena Anna Hofmann, Robert Künzli und Dirigent Constantin Trinks. Foto: Klaus Billand

Zum Bericht von Klaus Billand

Im Namen des Blockflöten-Schutzpatrons
Im Portrait: Dorothee Oberlinger
Kürzlich hat Dorothee Oberlinger, international gefragte Blockflötistin und Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg, in Magdeburg den Georg-Philipp-Telemann-Preis entgegen genommen. Dort wurde Telemann 1681 geboren.
DrehpunktKultur

Neues Werk von Belmont-Preisträger 2012 Alex Ross erschienen

Die Forberg-Schneider-Stiftung beglückwünscht Alex Ross, New Yorker Autor, Musikkritiker und Belmont-Preisträger für zeitgenössische Musik 2012, zum Erscheinen seines neuesten Werkes und opus magnum „Wagnerism“, das gerade in der deutschen Übersetzung „Die Welt nach Wagner“ im Rowohlt Verlag erschienen ist. Rowohlt legte zeitgleich auch die deutsche Übersetzung seines Essay-Bandes „Listen To This“ vor. ..

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Buchbesprechung

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Thomas Hellmuth
FRANKREICH IM 19. JAHRHUNDERT – Eine Kulturgeschichte
382 Seiten, Böhlau Verlag, 2020

Gar so schön war es nicht, dieses 19. Jahrhundert, in das sich Menschen des frühen 20. oft zurück sehnten. Das ist der Grundtenor des Buches, das Thomas Hellmuth, seines Zeichens Professor am Institut für Geschichte der Universität Wien, Spezialgebiet: Geschichtsdidaktik, über das Frankreich des 19. Jahrhunderts geschrieben hat.

An sich ein Thema, das den Sachbuchleser reizt – die Nation nach der Französischen Revolution, die Napoleonischen Jahre, weitere Umstürze und Regierungswechsel bis zum Zweiten Kaiserreich von Napoleon III., bis die Franzoschen wieder zur Republik zurück kehrten. Belle Epoque, die explodierenden Künste, die Boheme, Offenbach, Toulouse-Lautrec, Sarah Bernhardt, die Moderne, daneben Dreyfus, Kriege, la Grande Nation…

Tatsächlich findet man das alles in dem Buch, allerdings nicht linear erzählt, sondern komplex verschachtelt. Der Autor, der sich für Grundsatzfragen wie Nationalismus oder Antisemitismus interessiert, sieht keinen „geraden“ Weg in die Geschichte und ihre Zusammenhänge, und er glaubt auch (zu Recht wohl) nicht an eine positive Entwicklung einer bürgerlichen Gesellschaft…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

GRÜNDUNGSVERSAMMLUNG „AUSSERPARLAMENTARISCHER CORONA UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS ÖSTERREICH“

Dauer: 1 Stunde und 27 Minuten

Nur eine Meinung ist für mich keine Meinung. Ich höre gerne klugen Leuten zu und bilde mir dann meine Meinung!

 

Ganz tolle Runde. Einer besser und kompetenter als der andere. Solche Experten hört man in den durch Regierungsinserate gleichgeschalteten Medien leider nur kaum….

Ab 1std.15min. kommt aber dann z.B. der großartige Dr. Gerhard Pöttler zu Wort, der die exakte, aktuelle Situation des Gesundheitssystems darlegt.

Wirklich sehens-und hörenswert! Investieren Sie Zeit in dieses hochinteressante Gespräch, es lohnt!

https://youtu.be/AoDoxTkPrnw

„Die Echse“ über Sicherheitsmaßnahmen im Tierreich

Auch dieses Video ist hörenswert!
ZUM VIDEO

Österreich
Heftige Debatte um Sonntagsöffnung neu entbrannt
WKO-Präsident Mahrer fordert Sonntagsöffnung für die Zeit nach dem Lockdown – und erntet dafür Zustimmung sowie harsche Kritik.
Kurier

Österreich
Corona-Massentests starten am 5. Dezember: So sieht der Plan für Österreich aus
Die Bundesregierung veröffentlichte am Freitag erste konkrete Pläne zu den Corona-Massentests. 50 Millionen Euro soll das Projekt kosten, das Bundesheer soll dabei unterstützen.
Salzburger Nachrichten

Päpstliches „Popo-Gate“: Bei dieser Frau wird offenbar sogar der Papst schwach

Der offizielle Instagram-Account von Papst Franziskus vergab ein „Like“ an das nackte Hinterteil eines Bikini-Models – Der Vatikan ermittelt. Wer hat da unbefugt auf den (falschen?) Knopf gedrückt? Der Papst behauptet, es nicht gewesen zu sein!

JOGI LÖW AUF DONALD TRUMS SPUREN!

Ich wünschen meinen Lesern ein schönes Wochenende

A.C.

 

 

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