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21. MAI 2022 – Samstag

21.05.2022 | Tageskommentar

 

Foto: Reinhard Winkler/ Landestheater

HEUTE/ LINZ/ Landestheater: UNTER DEM GLETSCHER

UNTER DEM GLETSCHER (URAUFFÜHRUNG)- Musiktheater von Michael Obst

Text von Hermann Schneider nach dem Roman Am Gletscher (Kristnihald undir Jökli) von Halldór Laxness
Auftragswerk des Landestheaters Linz
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere Samstag, 21. Mai 2022, 19.30 Uhr, Großer Saal Musiktheater
Die weiteren Vorstellungstermine: 1., 8., 21. Juni, 1. und 7. Juli 2022

Weimarer Komponist präsentiert Werk in Linz. Wie klingt ein Erfolg, Herr Obst?
Michael Obst steht vor der Uraufführung seiner Oper „Unter dem Gletscher“. Wir sprachen mit dem Weimarer vor seiner Abreise zu Endproben in Linz.
ThüringerAllgemeine.de

Mailänder Scala: Netrebko Recital 27.5.2022 Scala tutto esaurito = ausverkauft

Dominique Meyer. Foto: Mailänder Scala

Fritz Krammer hat recherchiert:

https://teatroallascala.ticketone.it/ticketshop/webticket/eventlist?production=593&_ga=2.244587269.1817110178.1653066081-715921976.1653066081

Netrebko ist also nach wie vor spielend leicht „auszuverkaufen“. Das ist eine weitere schallende Ohrfeige für den wackeren Journalisten Brüggemann, der seit geraumer Zeit vor allem kämpferisch an nunmehr bereits zumindest zwei Fronten unterwegs ist!  Marktlücke? Will er diese ausnützen? In seiner Verzweiflung nennt er Heinz Sichrovsky, der ihn in seinem gestern erschienenen News Artikel wohl nicht namentlich genannt, aber wohl gemeint hat, einen „Opi“ („Opis Zorn“).  Nun, Zorn wäre wohl zuviel Aufmerksamkeit und somit Ehre! Für Mitleid habe ich freilich keine Zeit! Aber auch ansonsten geht es in der Branche hart her, die Luft wird zunehmend dünner. „Opi“ (Jahrgang 1954) Sichrovsky spricht der ORF-Sendung von gestern von einem „Branchenleichnam“, der seinerzeit bei ihm über den Wiener „Tristan“ gelästert hat. Keine Ahnung, wen er damit meint, Brüggemann ist es wohl nicht.

Wiener Staatsoper: Der erste „Ring-Durchlauf derRoscic-Ära verlief „achtbar“ – zum Glück konnte die Staatsoper eine Nina Stemme aufbieten!

Nina Stemme und Michael Weinius. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wer sich nach dem enttäuschenden Siegfried von der finalen Götterdämmerung wenig erwartet hat, muss wahrlich kein Hellseher gewesen sein. Die Befürchtung, dass Michael Wenius für die Rolle des hehren Helden weder genug Stimmmaterial noch ausreichende darstellerische Fähigkeiten mitbringen werde, ist voll eingetroffen. Dieser Siegfried ist ein Peter Pan…

…Eine Enttäuschung ist auch Albert Dohmen als Hagen, der einmal ein vortrefflicher Wotan (in Bayreuth) und Alberich (u.a. in Dresden) war. Für Siegfrieds Widersacher braucht es aber einen kraftvollen Bass…

Nina Stemme ist, wie schon in der Walküre und im Siegfried, der hellleuchtende Mittepunkt des Geschehens. Eine immer noch stimmlich imponierende und gestalterisch vorzügliche Brünnhilde. Mühelos in der Höhe, die gewisse Schärfe verleiht der Figur noch zusätzliche Farbe. Wie sie am Schluss bestimmt und gefasst die Errichtung eines Scheiterhaufens am Ufer des Rheins anordnet, den toten Helden noch einmal würdigt und ihm den verwunschenen Ring vom Finger zieht, um ihn den Rheintöchtern zurückzugeben, ist von unübertrefflichem Ernst und voll der Würde…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Wiener  Staatsoper „Götterdämmerung“ – Umjubelte Brünnhilde. 19.5.2022

Michael Weinius (Siegfried), Albert Dohmen (Hagen). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

„Götterdämmerung“ an einem Werktag? Oder hat man sich bei der Planung vertan? Es kann nicht an jedem Donnerstag im Mai Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam sein. Vielleicht war es auch nur eine Konzession an die etwas „werktägige“ Besetzung dieser Vorstellung, die ohne Nina Stemme und dem Staatsopernorchester unter Axel Kober eher bescheidenes Wagnerglück geboten hätte.

http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/agoetter12.htm

Dominik Troger/ www.operinwien.at

Staatsoper „Götterdämmerung“ – Umjubelte Brünnhilde
http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/agoetter12.htm

Eine Brünnhilde, stark wie ein Felsen
Der erste „Ring“-Durchlauf der Ära Roščić endet sehr respektabel – Nina Stemme dominiert die „Götterdämmerung“ als furiose Schmerzensfrau.
WienerZeitung.at

Diese Brünnhilde scheut keine Schärfe (Bezahlartikel)
Heute beginnt die zweite komplette Aufführung von Wagners „Ring des Nibelungen“. Die erste ging mit einer fulminanten „Götterdämmerung“ zu Ende: Jubelstürme für Nina Stemme als Brünnhilde und das Orchester unter Axel Kober.
https://www.diepresse.com/6142549/diese-bruennhilde-scheut-keine-schaerfe

Erschreckende Zahlen: Das Publikum kehrt nicht ins Theater zurück (Bezahlartikel)

Lichte Reihen, aufgelassene Ränge, freie Plätze selbst bei Premieren: Wer in letzter Zeit im Theater war, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit keinen großen Andrang erlebt. Auch wenn einzelne Abende für vollere Häuser sorgen, sind die Auslastungszahlen der größeren Wiener Bühnen grosso modo erschreckend niedrig. Besonders eklatant ist das im Volkstheater, das schon vor der Pandemie unter sinkenden Besucherzahlen litt und dann umbaubedingt länger geschlossen war. Mit einer Auslastung von 47 Prozent über alle Spielstätten verteilt ist in dieser Saison nun ein Tiefpunkt erreicht – detailliertere und aktuellere Zahlen wollte das Volkstheater auf Anfrage der „Presse“ nicht nennen.

Auch die anderen Bühnen spüren einen Publikumsschwund. In den Spielstätten des Burgtheaters lag die Auslastung im April 2022 bei rund 68 Prozent. Im April 2019 – also vor Corona – waren es noch 83 Prozent gewesen. Besonders schlecht besucht war zuletzt das Akademietheater mit 58 Prozent Auslastung. Und das Theater in der Josefstadt? Es war in der gesamten laufenden Saison (man wollte keine aktuellen April-Werte liefern) zu 65 Prozent gefüllt (vor Corona: 85), die Kammerspiele erreichten 79 Prozent (zuvor: 97).
DiePresse.com

Die Wiener Staatsoper ist diesbezüglich „der Einäugige unter den Blinden“ und meist recht gut besucht. Zwar ist es „kein Privileg mehr, sich eine Staatsopernkarte kaufen zu dürfen“  (diese Formulierung passierte tatsächlich die heiligen Hallen Richtung Öffentlichkeit) und es werden diverse Verkaufs-Aktionen gesetzt, aber es gehört zum Besuchsprogramm der Wien-Touristen, sich zumindest einen Akt in der Staatsoper zu gönnen. So gesehen läuft es gut bis immer besser.

Auch Jonas Kaufmann fürchtet um die Zukunft der Operntheater

Jonas Kaufmann: The biggest houses are struggling to sell tickets
Kaufmann speaks of an “existential crisis’ in opera, during an interview in Australia, where he is singing Lohengrin.
slippedisc.com

An ihrer Krise sind die Theater schon auch selbst schuld (Bezahlartikel)
Nicht nur das Virus hat das Publikum vertrieben. Das Problem sitzt tiefer: im fehlenden Vertrauen auf die spezielle Magie des Schauspiels.

So vollmundig etliche Theatermacher in Lockdown-Zeiten die Unentbehrlichkeit des Theaters beschworen haben – bis hin zur Betise, dieses sei „systemrelevant“ oder gar ein „Grundnahrungsmittel“ –, so kleinlaut müssen sie nun konstatieren, dass dieses für große Teile des Publikums doch nicht so unentbehrlich ist. Ihre Erklärung kommt schnell: Corona sei schuld, die Menschen hätten sich das Theater abgewöhnt.
Die Presse.com

Nun, so ist esnicht. Ein „Grundnahrungsmittel“ ist Theater nur für einen sehr geringen Teil der Klientel, der weitaus überwiegende Teil kann sich – mit mehr oder weniger Entwöhnungserscheinungen – doch in Verzicht üben. Musiktheater ist besser dran als Sprechtheater, das in einer ganz tiefen Publikumskrise steckt.

Haben die Theaterleitungen etwa Fehler gemacht? Nie und nimmer! Corona ist schuld – und neuerdings auch Putin! Bald werden sich noch die Affenpocken dazugesellen!

Grazer Chefdirigent Roland Kluttig verlässt die Oper überraschend schon im Sommer 2023

„Auf eigenen Wunsch“, hieß es am Freitag (20. Mai) in einer Aussendung. Was merkwürdig scheint: Denn am Montag letzter Woche (9. Mai) bestätigte der Deutsche in einem Gespräch mit unserer Zeitung ausdrücklich, dass er in Graz bleiben möchte, noch ein paar Saisonen lang. Außerdem hätte er sich auch privat sehr gut hier eingelebt. Der designierte Opernchef Ulrich Lenz habe jedoch mit ihm bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht über eine Verlängerung gesprochen. Lenz, der 2023 auf Nora Schmid folgt, die ja die Dresdener Semperoper übernimmt, wollte angeblich jemand anderen…
KleineZeitung.at

Garmisch Partenkirchen
Strauss-Tage mit Hindernissen: G7-Gipfel zwingt Organisatoren, komplett neues Programm aufzustellen
MünchnerMerkur

Augsburg
Zur Musik wird hier die Erde – Tobias PM Schneids 4. Symphonie uraufgeführt
NeueMusikzeitung/nmz.de

Baden Baden
Baden-Baden-Intendant Benedikt Stampa fordert: „Kein Gesinnungsdiktat für Teodor Currentzis“ (Bezahartikel)

Für seinen Umgang mit russischer Kunst und russischen Künstlern bei den Osterfestspielen erntete der Baden-Badener Festspielhausintendant Benedikt Stampa viel Lob. Nun hat er die traditionelle Zusammenarbeit mit dem St. Petersburger Mariinsky Theater vorerst eingestellt. Über die Probleme des Kulturbetriebs im Zeichen von Corona und Krieg sprach mit ihm Alexander Dick.
BadischeZeitung.de

Der Herr Stampa ist ein Slalomläufer auf seinem glatten Parkett. Er heischt nach Beifall, indem er Künstler rausschmeisst. Nun hat ihm offenbar jemand gesagt, „wo der Hammer hängt“, woher das Geld kommt!

Washington
Opera Star Michael Fabiano: “Carmen is a bully… She taunts Don José.”
Michael Fabiano, one of opera’s most in-demand tenors, is making his Washington National Opera debut in „Carmen.“
metroweekly.com

NÖ: Kerzenlichtkonzerte, heute im Museum Retz

 

Ballett: Neues vom vielseitig beschäftigten ehemaligen Münchner Ballettchef:

Putins Tochter soll Kind mit Ex-Chef von Münchner Staatsballett haben
Eine Tochter von Wladimir Putin soll mit dem Ex-Direktor des Münchner Staatsballetts liiert sein. Der Mann heißt Igor Selenski.
Kurier.at

64 Millionen für Picasso-Gemälde. Porträt der heimlichen Geliebten Marie-Thérèse als vielgliedriges Meerestier

Picassos Geliebte??? Foto: Wikipedia

Das Gemälde „Femme nue couchée“ (1932) von Pablo Picasso erzielte am Dienstag bei seinem Auktionsdebüt bei Sotheby’s in New York einen Preis von 67,5 Millionen Dollar (64 Millionen Euro). Sotheby’s hatte für das Picasso-Gemälde, eine surrealistische Darstellung seiner Muse Marie-Thérèse Walter, einen Verkaufspreis von mehr als 60 Millionen Dollar vorhergesagt. Der nun erzielte Preis liegt unter dem anderer Porträts von Marie-Thérèse, von denen eines im vergangenen Jahr bei Christie’s 103,4 Millionen Dollar erzielte.
Oberösterreichische Nachrichten

ORF III am Wochenende: Zwei „zeit.geschichte“-Neuproduktionen

Außerdem: „Erlebnis Bühne“ mit Christian Thielemann und die Dokumentation „Der Gaudi Code – Das Geheimnis der Sagrada Familia“

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information präsentiert am Samstag, dem 21. Mai 2022, vier „zeit.geschichte“-Folgen, darunter die beiden ORF-III-Neuproduktionen „Riedel, Swarovski & Co. – Geschichte der Glasproduktion in Österreich“ und „Das Industrieviertel und seine bewegte Geschichte“. Am Sonntag, dem 22. Mai, zeigt ORF III ein Konzert der Extraklasse zu Ehren des Ausnahmekünstlers Antoni Gaudí: Unter der Leitung von Stardirigent Christian Thielemann spielten die Wiener Philharmoniker 2021 erstmals in der Sagrada Familia.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Deutschland: Sturmböen und Tornados richten schwere Schäden an: Mit Blitz, Donner und heftigem Regen sind von Westen her Unwetter über Deutschland gezogen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen gab es schwere Schäden. Im Raum Paderborn wurden mehr als 30 Personen verletzt, mindestens zehn von ihnen schwer. Eine Windhose habe «eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn» gezogen, erklärte die Polizei am frühen Abend. Meldungen über weitere Tornados werden noch geprüft. Ein 38-jähriger Mann starb in Wittgert in Rheinland-Pfalz. In Bayern wurden 14 Personen beim Einsturz einer Holzhütte verletzt.
Zum Bericht
Teufel im Kopf
: Immer häufiger offenbaren Frauen in Psychotherapien, Opfer von ritueller Gewalt und satanistischen Zirkeln geworden zu sein. Doch dürfen Therapeuten allen Aussagen ihrer Patientinnen glauben? Mehr als um die Überzeugung, die Gesellschaft sei von Geheimorganisationen unterwandert, geht es um die Frage, wie weit wir unseren Erinnerungen vertrauen dürfen.
Zum Schwerpunkt
Land in der Blüte: Uruguay glänzt im Schatten seiner grossen Nachbarn Brasilien und Argentinien mit stabilen politischen Verhältnissen. Zwei Drittel der 3,6 Millionen Uruguayer zählen zur Mittelschicht, nur wenige Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Wie ist es diesem Land gelungen, sich trotz durchaus ähnlicher Gesellschaft, Geschichte und Geografie von den Nachbarländern abzuheben?
Zur Reportage

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Regisseur Kirill Serebrennikow in Cannes: „Nein zum Krieg“
Der im Exil lebende russische Regisseur hält einen Boykott russischer Kultur aber für falsch. Er eröffnete mit dem Film „Tchaikovsky’s Wife“ den Wettbewerb um die Goldene Palme
Standard.at/story

Können Tiere denken?
Diese Frage beschäftigt Haustierbesitzer, Kognitionswissenschafter und auch Philosophen
Die Philosophin Anne Sophie Meincke zeigt im Gastblog, warum das traditionelle Argument, dass Tiere nicht denken können, weil sie nicht sprechen können, nicht überzeugt.
DerStandard.at

Nato-Beitritt: Nur 16 % der Österreicher sind dafür
Laut einer profil-Umfrage bleiben die Österreicher von den Entwicklungen in Schweden und Finnland unbeeindruckt
Kurier.at

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

A.C.

 

 

 

 

 

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