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21. MAI 2020 – Donnerstag (Kirchlicher Feiertag)

21.05.2020 | Tageskommentar

 

DAS WIENER ① STAATSBALLETT 2020/21 Foto: Ashley Taylor

»Zusammen mit meinem Team und meinen Tänzerinnen und Tänzern möchte ich das Wiener Staatsballett zu einem Zentrum der Tanzkunst in Österreich und Europa ausbauen und ein Ensemble formen, das auch die Traditionen, Wandlungen und Innovationen der lebendigen Metropole, Kunst- und Musikstadt Wien spiegelt und befruchtet.« Martin Schläpfer

Martin Schläpfer übernimmt mit der Spielzeit 2020/21 die Leitung des Wiener Staatsballetts. Der renommierte Schweizer Choreograph und Ballettdirektor hat zuletzt das mehrfach preisgekrönte Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg zu internationalem Rang geführt. Seine Werke faszinieren mit ihrer Intensität, ihrer Virtuosität, ihren zutiefst berührenden Bildern und einer prägnanten Bewegungssprache, die sich als ein Musizieren mit dem Körper begreift, immer aber auch die Stimmungen und Fragestellungen der heutigen Zeit reflektiert. Gleich mehrere Programme geben die Gelegenheit zur Begegnung mit Martin Schläpfers Kunst – darunter zwei Uraufführungen: Zu Gustav Mahlers 4. Symphonie und Dmitri Schostakowitschs 15. Symphonie entstehen zwei neue Werke für Wien, die zugleich auch der Beginn des intensiven kreativen Dialogs sind, den Martin Schläpfer in den kommenden Jahren mit den Künstlern seines Ensembles gestalten wird.

Als Direktor zeigt sich Martin Schläpfer als ein Brückenbauer, der die großen Balletttraditionen selbstverständlich weiter pflegen, aber den Spielplan auch um wichtige Künstler der Gegenwart und eine große Vielfalt an choreographischen Handschriften bereichern wird…

Die Zeilen stammen aus der Presseaussendung des Wiener Staatsballetts. Die Premieren bzw. das verbleibende Repertoire finden Sie in unseren Infos des Tages bzw. natürlich auf der Homepage der Wiener Staatsoper.

Mir ist Ballett kein besonderes Anliegen, deshalb will ich mir meine Meinung über den neuen Ballettchef nach seinen ersten Taten bilden. Auffallend ist, dass er den bisher privat geführten Ballettclub offenbar ihm unterordnen will (bitte um Berichtigung, sollte ich das falsch interpretieren), wie auch aufgefallen ist, dass der Operndirektor einen (zusätzlichen) Freundeskreis unter Leitung der Gattin von Bo Skovhus installiert hat. Ich kenne mich da nicht so genau aus und bitte auch hier um eventuelle Berichtigung. Ich bin kein „Vereinsmeier“, deshalb diesbezüglich nicht so ganz informiert. Wird die Staatsoper nun „vereinsmeiert“?

Der Kooperationspartner www.deropernfreund.de widmet Martin Schläpfer zum Düsseldorfer Abschied eine Art „Nachruf“ und stellt dabei fest, dass Martin Schläpfer in Wien doch etwas anders als in Düsseldorf agieren will. http://www.deropernfreund.de

So hat man dann doch das Gefühl, dass Schläpfer das Publikum an der Donau mit seinen Wünschen und Erwartungen mehr respektiert, als er dies am Rhein getan hat.

Rudolf Hermes, 18.5.2020 Mit freundlicher Genehmigung von www.deropernfreund.de

Der Artikel steht bei uns noch online in den Tagesinfos vom Mittwoch 20.5.

Wie gesagt, ich stehe Herrn Schläpfer vorurteilslos gegenüber und lass mich überraschen/überzeugen!

Neue Staatsballett-Ära
Martin Schläpfer: „Keine Frage des Spitzenschuhs“
Der neue Staatsballett-Chef über seine Pläne, die Ballettakademie und seine Hingabe zum Tanz.
Wiener Zeitung

Österreich
Der Kultur „mit heißem Herzen zugetan“: Andrea Mayer wurde angelobt
Bundespräsident Van der Bellen ernannte seine frühere Kabinettschefin zur Staatssekretärin für Kunst und Kultur
https://www.derstandard.at/story/2000117609084/der-kultur-mit-heissem-herzen

Andrea Mayer als neue Kulturstaatssekretärin angelobt
https://www.diepresse.com/5816253/andrea-mayer-als-neue

Jetzt warten wir einmal ab. Die Kulturschaffenden erwarten sich Wunder , die so bald nicht zu schaffen sein werden. Das kulturelle Feld ist breit gefächert, unmittelbar von den Maßnahmen betroffen sind ja nur die Theaterleute. Die Maler können malen, die Schriftsteller schreiben, die Bildhauer ihre Skulpturen behämmern, die Komponisten komponieren u.s.w. Die haben jetzt einmal Pause mit ihren Wünschen – auch das ist Solidarität. Nur die Theater und Orchester können im Grunde genommen – trotz der „Lockerungsmaßnahmen“ – nicht wirklich spielen. Wie die Dame diesen Knoten löst? Vielleicht sollte sie auch ein Schwert nehmen!

Kultur: Garanca und Gutenstein abgesagt
Am Mittwoch sind weitere Absagen von Kulturveranstaltungen bekannt gegeben worden: Sowohl die Raimundspiele Gutenstein als auch das Konzert „Klassik unter Sternen“ auf Stift Göttweig mit der Mezzosopranistin Elina Garanca wurden auf 2021 verschoben.
https://noe.orf.at/stories/3049608/

Wie sehr diese Lockerungsmaßnahmen Augenauswischerei sind, zeigt die Absage des Garanca-Events auf Göttweig. 1000 Personen hätten dabei sein dürfen – für 4.500 ist die Veranstaltung angelegt. Ein verantwortungsvoller Geschäftsmann kann daher gar nicht veranstalten, ohne ein finanzielles Desaster anzurichten. Ehemalige Volksschullehrer mit neuem Job  können da „verordnen“ und großzügig wieder „lockern“ – vom Geschäft haben sie keine Ahnung!

Anna Netrebko findet Corona-Kultureinschränkung „dumm“
Publikumseinschränkung im Opernbereich „müsse verschwinden“, heißt es auf dem Instagram-Auftritt der Sängerin.
Kurier

Anna Netrebko ist keine Virologin – wie auch unser Gesundheitsminister – und so gesehen ist „dumm“ auch nicht eben sehr geistreich. Anderseits hat diese Bezeichnung „dumm“ auch schon ein anderer Mann, – der sogar ohne abgeschlossene Berufsausbildung – Ärzten gegenüber gebraucht. Ich beantrage daher mildernde Umstände für Anna Netrebko!

Trotz Coronakrise soll Café Oper Tickethalle weichen
In dem Cafè in der Wiener Staatsoper war sogar Tom Cruise zu Gast – und es war ein Treffpunkt für Wiener, Opernliebhaber und Künstler. Bereits im Jänner protestierten die Mitarbeiter. Jetzt soll der Umbau zur Tickethalle fixiert sein.
https://www.heute.at/s/trotz-coronakrise-soll-cafe-oper-tickethalle-weichen-100083238

Wir wissen nicht, ob und wann wir wieder Opernkarten kaufen können, aber die Kassenhalle wird gebaut, das Cafe abgerissen.

Das gilt auch für Wien: Die Wiederaufnahme des Kulturbetriebs:  Wenn Spielen teurer ist als Schließung

Das kann ich sogar im Kopf ausrechnen, dazu brauche ich weder Papier noch Bleistift. Und da nehme ich sogar das Totschlagargument „Umwegrentabilität“ in die Rechnung mit ein.

Wenn wir weiter so kulturfreundlich und ängstlich agieren wie im Moment, sollten wir aus der Oper ein Einkaufszentrum machen (die dürfen nämlich offen haben, die Oper ist gesperrt)- und da passt ein Cafe besser rein als eine Kassenhalle!

Graz/ Musikverein
Michael Nemeth: „Nur ein Blick nach vorne bringt uns weiter!“
Der Musikverein für Steiermark war die erste große Institution im Bereich der klassischen Musik, die ihr Programm für die kommende Spielzeit inmitten der Coronakrise präsentiert hat. Und zwar bereits Ende März, zu einem Zeitpunkt, an dem vieles noch wesentlich ungewisser war als heute. „Achtzig“ sprach mit Generalsekretär Michael Nemeth über die Kunst in Zeiten der Krise und die neue Spielzeit.
https://www.achtzig.com/2020/05/michael-nemeth-nur-ein-blick-nach-vorne

Schweiz
Hilfsmaßnahmen: Wie die Schweiz in der Corona-Krise ihre Kulturlandschaft schützt
Finanzielle Hilfsmaßnahmen für große öffentliche Institutionen, aber auch Laiengruppen
Der Standard

Opernsänger Franz Hawlata sagt, französischen Kollegen wird in Corona-Krise besser geholfen
https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/opernsaenger-franz-hawlata-corona-krise-erst-traurig-dann-verzweifelt-jetzt-zornig-13770385.html

Wien
Plagiatsvorwurf gegen Christoph Waltz‘ „Fidelio“-Inszenierung
Die Presse

Der Waltz-„Fidelio“: Ist das Kunst, oder war das geklaut?
Ist die „Fidelio“-Produktion am Theater an der Wien in der Regie von Christoph Waltz (bekanntlich eines der ersten Corona-Opfer und als Geister-Oper von ORF, fidelio und arte übertragen) eine große Lüge? Hat der Bühnenbildner und Architekt Frank Barkow seine opulente, weiße Helix-Treppe nur geklaut?
https://crescendo.de/der-waltz-fidelio-ist-das-kunst-oder-war-das-geklaut

Nur diese Treppe war an diesem Fidelio sehenswert – und sogar die ist angeblich geklaut. Vergessen wir den Herrn Waltz, der soll weiter Bösewichte spielen aber nicht inszenieren!

AUF YOUTUBE/ STREAM: „RINGE“

 

Heute ab 17 h DIE WALKÜRE – Frankfurter „Nemirova-Ring). Einstieg über Oper Franfurt

Amsterdam bringt den ganzen „Ring“ (Haenchen /  Audi) auf YouTube:

 

Catherine Foster als Brünnhilde, Thomas Johannes Mayer als Wotan, Kurt Rydl als Hunding und Hagen

Das Rheingold (FULL) – part 1 Der Ring des Nibelungen – Dutch National Opera

Nationale Opera & Ballet

Premiere am 21.05.20, 19:00

Mehr in unseren „Infos des Tages“

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 21. – 27. MAI 2020

 

21.5. LUCIA DI LAMMERMOOR (aus London, Aufnahme v. 7.4.2016) BBC 3-15 Uhr
23.5. DIE FRAU OHNE SCHATTEN (aus Amsterdam, Aufnahme v. 20.9.2008) Rsadio 4Hilversum-19 Uhr
BARKOUF (aus Köln, Aufnahme v. 12.10.2019) Deutschlandradio-19.05 Uhr
LA VILLE MORTE (aus Göteborg, Aufnahme v. 8.3.) ORF Ö1-19.30 Uhr
HÄNSEL UND GRETEL (aus Glyndebourne, Aufnahme v. 27.7.2010) BBC 3-19.30 Uhr
L’ORFEO (aus Kopenhagen, Aufnahme v. 7.3.) France Musique-20 Uhr
NORMA (aus Hamburg, Aufnahme v. 8.3.) HR 2-20.04 Uhr
24.5. DIE HEILIGE ENTE (aus Heidelberg, Aufnahme v. 7.3.) SWR 2-20.03 Uhr
HALKA (aus Wien, Aufnahme v. 15.12.2019) WDR 3-20.04 Uhr
PINOCCHIO (aus Venedig, Aufnahme v. 13.12.2019) RAI 3-22 Uhr

INSTAG(K)RAMEREIEN -gefunden von Fritz Krammer

Gabriela Scherer und Michael Volle proben für Wiesbaden

ZU INSTAGRAM – mit Video

STYRIARTE: recreation – WIR SIND ZURÜCK! 10 Konzerte von 7. bis 10. Juni
Liebe Freundinnen und Freunde das Hauses styriarte!

 

Hinter uns allen liegen interessante Wochen. Eine Zeit, wie wir sie nicht kannten, mit allen ihren Herausforderungen, Schwierigkeiten und auch positiven Seiten. Wir haben in dieser Phase etwas Wunderbares erfahren und mitgenommen. Etwas, das wir im Grunde schon wussten, aber jetzt noch einmal ganz intensiv erleben durften: Nämlich, dass Sie, liebe Gäste, nicht einfach nur unsere Konzerte ‚konsumieren‘, sondern dass zwischen Ihnen, unseren Musikerinnen und Musikern und uns als Veranstalter ganz besondere Beziehungen bestehen. Diese Beziehung können wir nun wieder in echten Begegnungen pflegen.

Durch die neuen Regeln für zukünftige Konzerttätigkeit in Österreich, dürfen wir ab 29. Mai wieder in den Konzertsaal zurückkehren, mit Besuchergruppen von höchstens 100 Personen.

Wir haben deshalb die Absage unseres Juni-Projekts von recreation „Wunschkonzert“ zurückgenommen, und wir werden es spielen. Allerdings unter besonderen Rahmenbedingungen:
Wir übersiedeln mit den Vorstellungen in die Helmut List Halle!

Bravo! Man muss es sich freilich leisten können. Eine Riesen-Stimmung wird dort vermutlich nicht aufkommen, aber ist ein Versuch, etwas Schwung in diese ziemlich verfahrene Situation zu bringen!

Berlin/ Berliner Ensemble
Oliver Reese baut mit guter Laune Sitzreihen aus
Corona-resistenter Optimismus am Berliner Ensemble: Der Intendant stellt der Presse sein Programm bis Jahresende in hygienischen Einzelgesprächen vor.
Berliner Zeitung

Die Stunde der kleineren Formate
Tagesspiegel

Unter’m Strich

Österreich
Keine Impfpflicht, weil Leute freiwillig impfen werden

Eine Impflicht beim Coronavirus werde es nicht geben, sagte Gesundheitsminister Anschober (Grüne) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Er erwarte sich aber, dass sich die Menschen sowieso freiwillig werden impfen lassen wollen, wenn die Krise so manifest da sei. Damit werde es auch gar keine Impfpflicht brauchen. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hatte dagegen gegenüber dem „profil“ mit der Forderung nach einer Corona-Impfpflicht aufhorchen lassen.

http://www.heute.at/s/keine-impfpflicht-weil-leute-freiwillig-impfen-werden-100083427

Eine Welt, die zu grossen Teilen gelähmt ist. Milliarden von Menschen, die in Angst leben.

Was das Coronavirus bewirkt, ist eine Wunschvorstellung von Terroristen, gewaltbereiten Milizen, Kriminellen oder Spinnern.

Davor warnte auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres im UNO-Sicherheitsrat in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen. «Nicht-staatliche Gruppen könnten Zugang zu aggressiven Virenstämmen erhalten – mit verheerenden Auswirkungen auf die ganze Welt», so Guterres.

https://www.srf.ch/news/international/warnung-vor-biowaffen-die-pandemie-koennte-terroristen-auf-gedanken-bringen

Wenn das passiert, sperren wir doch besser gleich alles zu, leben wir doch glücklich wie bisher bis an das Ende unserer Tage!

Ist der Herr Gutererres vieleicht gar ein Verschwörungstheoretiker? Wie kann so ein Mann Generalsekretär der Uno werden? Nein, der Mann weiß, was alles möglich ist und weiß somit auch, wie lächerlich unsere Aktionen sind.

Den Viren-Terroristen mache ich nicht die Freude! Angst, was ist das? Nie erlebt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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