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21. JUNI 2020 – Sonntag)

21.06.2020 | Tageskommentar

Wien: Volksoper und Bundestheater-Holding suchen neue Leitung

Die Wiener Volksoper sucht eine neue Leitung ab 2022. Auch das Kulturministerium veröffentlichte eine Ausschreibung für die Geschäftsführung der Bundestheater-Holding ab 2021
https://kurier.at/kultur/bundestheater-holding-sucht-geschaeftsfuehrung-ab-2021/400946078

Die bisherigen Amtsinhaber bewerben sich aber auch, somit wird die Ausschreibung wohl zur Farce. Mag. Kircher wird sich wohl weiterhin von falschen Doktortiteln blenden lassen und Direktor Robert Meyer den Spielplan nach für ihn geeigneten Rollen zusammenstellen dürfen.

Ich frage mich, wer bei solch einer Farce mitspielt, seinen Ruf beschädigt. Mitbewerber muss es wohl geben, wir sind ja nicht Nordkorea. Bekommt man für eine Schein-Bewerbung gar bezahlt?

„Bewerberinnen werden explizit zur Bewerbung ermuntert“! In diesem Fall wohl ein Stehsatz.

Wiener Staatsballett: Saisonabschluss 2019/2020 mit der Nurejew Gala aus dem Ballettsaal sowie Highlights 2010 – 2020

Mit einer – auf Grund der aktuellen Situation – digitalen Nurejew Gala beschließt das Wiener Staatsballett am Donnerstag, 25. Juni 2020 seine Saison 2019/2020. Gezeigt wird über www.staatsoperlive.com ab 14.00 Uhr ein eigens zu diesem Anlass produziertes Programm mit u. a. Ausschnitten aus Ballettklassikern wie Dornröschen, Giselle und Don Quixote, zeitgenössischen Choreographien wie Peter Pan, Peer Gynt, Movements to Stravinsky und Manuel Legris’ Kreationen für das Wiener Staatsballett Le Corsaire und Sylvia.

Aus dem Ballettsaal der Wiener Staatsoper sind somit Publikumslieblinge wie die Ersten SolotänzerInnen der Compagnie Olga Esina, Nikisha Fogo, Kiyoka Hashimoto, Liudmila Konovalova, Natascha Mair, Ketevan Papava, Nina Poláková, Maria Yakovleva; Denys Cherevychko, Davide Dato, Jakob Feyferlik, Robert Gabdullin, Masayu Kimoto und Roman Lazik noch einmal zu erleben (detailliertes Programm und Besetzung anbei – bei der Ausstrahlung handelt es sich um eine Aufzeichnung aus dem Ballettsaal der Wiener Staatsoper im Juni 2020).
Link zum Programm: https://www.wiener-staatsoper.at/die-staatsoper/aktuelles/detail/news/nurejew-gala-2020-stream/

HEUTE 18 h Berlin/ Gendarmenmarkt: Christoph Eschenbach dirigiert Beethovens „Fünfte“. Openair

Christoph Eschenbach dirigiert das Konzerthausorchester openair. Foto: Felix Löchner/Sichtkreis

Dresden
Semperoper beendet Corona-Besucherpause mit Anna Netrebko
https://www.mdr.de/kultur/semperoper-anna-netrebko-verdi-don-carlo-100.html

DRESDEN: Schlussapplaus nach DON CARLO

Bitte untenstehenden Link anklicken

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Spettacoli in programma all’Arena di Verona

 

25. JULI: Il cuore italiano della Musica

Direttori d’orchestra
Marco Armiliato
Andrea Battistoni
Francesco Ivan Ciampa
Riccardo Frizza

Maestro del Coro Vito Lombardi
Orchestra e Coro dell’Arena di Verona

28. August: Placido Domingo

Wenn Cecilia Gasdia diese Vorhaben gelingen, dann Hut ab!

2020 , auf SCOPRI klicken dann CAST und es öffnen sich Stück für Stück die Besetzungen

29. August „Opera in Love“

https://www.arena.it/arena/it/season/programma-arena-di-verona.html

2021, viele interessante Besetzungen, gleicher Vorgang, SCOPRI und dann CAST

https://www.arena.it/arena/it/season/programma-arena-di-verona.html?season_type=10

Wenn die Intendantin Cecilia Gasdia tatsächlich dieses Programm durchbringt, dann „Hut ab!“

Ein bisschen Event geht immer
Sommer der Möglichkeiten? Die Corona-Krise bleibt die große Kunstverhinderin der klassischen Musik. In den USA liegt bis Januar alles brach. In Paris bricht sowieso alles zusammen. In Deutschland blüht eine Art klassische Kleingartenanlage.
https://www.welt.de/kultur/article209898389/Viel-Stille-ein

LINZ/OÖ „Wir sind wieder da“: Landestheater widmet sich 2020/21 der „Freiheit“
https://www.tips.at/nachrichten/linz/kultur/509633-wir-sind-wieder-da

Franz Welser-Möst: „Ich bin ein goldener Handwerker“
Oberösterreichische Nachrichten

Neue CD: Jonas Kaufmann als „Otello“
Münchner Abendzeitung

CD
Sergei PROKOFIEV (1891-1953)
Songs and Romances: Margarita Gritskova (mezzo-soprano)/Maria Prinz (piano)

rec. 2019, Studio 2, Bayerischer Rundfunk, Munich, Germany
NAXOS 8.574030 [66:58]
http://www.musicweb-international.com/classrev/2020/Jun/Prokofiev_songs_8574030.htm

WIEN – Philharmoniker-Lokal „Code 1842“ (17.6.2020) – diesmal: Karaoke anstatt Beethoven

 

Der Code stimmt: „Code 1842“. Bitte, 1842? War das Gründungsjahr der Wiener Philharmoniker durch Romantik-Melodienzauberer Otto Nicolai. Nun bittet der philharmonische Klarinettenprofessor Johann Hindler in sein noch einigermaßen junges 1842er Lokal am Wiener Karlsplatz. Es ist ein abendlicher Treff von Mitarbeitern, Sängern der Staatsoper, Künstlerkollegen. Und viel studierendes musikalisches Jungvolk geht hier aus und ein. Auch zu unterhaltsamen Klassik- oder Volksmusikabenden wird gelegentlich gebeten…

Mehr in unseren „Infos des Tages“

New York
Opera Has Vanished. So Have Their Dream Jobs at the Met.
The company’s orchestra offered prestige and job security. But the pandemic has upended hundreds of lives.
The New York Times

Streams
The Magic Flute at the Royal Opera House Online
https://www.theupcoming.co.uk/2020/06/20/the-magic-flute-at-the-royal

Ballett: Flieg, Vogel, flieg
Mit 40 ist der Tänzer Friedemann Vogel auf dem Höhepunkt seines Könnens. Erleben kann man ihn, wegen der Coronaregeln, nur in einem kleinen Solo vor höchstens vier Zuschauern im Stuttgarter Opernfoyer. Ein Porträt.
Die Welt.de

Wien: Paulus Mankers Erregung über eine „willkürliche Verordnung“ des Magistrats
Trenkler Tratsch. Das Jugendamt sorgt sich um Kids: „Die letzten Tage der Menschheit“ könne zu „emotionaler Überforderung“ führen
Kurier

Im Wiener Magistrat scheint es derzeit ziemlich fad zuzugehen. Paulus Mankers „Die letzten Tage der Menschheit, die heuer in der Meidlinger Remise (100 Meter von meiner Wiener Wohnung entfernt) in Szene gehen sollen, wurden als jugendgefährdend eingestuft – weil sie mit 6 Stunden Aufführungsdauer zu lang sind. Dass es in der Meidlinger Remise auch mehrere Tore (nicht nur Türen) gibt, die einen Verlassen ermöglichen, hat sich bis zum Magistrat noch nicht rumgesprochen!

Was ist mit der Staatsoper und den Eltern, die 8jährige zum „Parsifal“ mitschleppen? Dort kann man nicht so leicht während der Vorstellung aufstehen und flüchten!

Buchbesprechung: Heinz Schilling  KARL V.
Der Kaiser, dem die Welt zerbrach
464 Seiten, Verlag C.H.Beck, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Er war der mächtigste Mann im Europa des 16. Jahrhunderts, und dennoch erfährt er nicht die Schätzung, die ihm gebührt. Nicht erst der Historiker Heinz Schilling, Professor an der Humboldt Universität in Berlin, stellt das fest. Die Rede ist von Kaiser Karl V., der nicht nur für das Haus Habsburg eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten ist, sondern für die Geschichte seiner Zeit. Woran liegt es, dass dieser Kaiser – über den es, das soll nicht verschwiegen werden, schon eine Reihe glänzender Biographien gibt – sich so am Rande des Interesses bewegt? Weil ihn eine Aura von Distanz umgeben hat, vermutet Schilling. Und hat nun ein wirklich bemerkenswertes Buch geschrieben, das dem Leser das Gefühl vermittelt, diesem Karl V. am Ende doch sehr nahe gekommen zu sein…

Heinz Schilling ist ein Mann, der das 16. Jahrhundert im kleinen Finger hat. Nach seiner Biographie über Martin Luther und seiner Analyse des neuralgischen Jahres „1517“ komplettiert er nun mit der Biographie von Karl V. sein zeitgeschichtliches Terzett dieser Epoche…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Der Schlauberger 5: ´Ne Wahl ist mir zu langweilig – das ganze Leben ist Kampf

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.
So etwas macht mich ganz kirre: Bei der CDU sollte es vor einiger Zeit eine Krampfkandidatur, also eine Kampfkandidatur um den Parteivorsitz geben. Warum um alles in der Welt muss immer alles mit Kämpfen verbunden sein? Können die nicht friedlich gegeneinander antreten?
https://klassik-begeistert.de/der-schlauberger-5-klassik-begeistert-de/

Veranstalter in der Krise : Alarmstufe rot
Der Begriff „Großveranstaltung“ wird derzeit diskutiert, als vergnügte sich das ganze Land nur auf Volksfesten. Einen ganzen Wirtschaftszweig am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, ist allerdings keine Lösung…

…Dabei geht es nicht um einzelne Spielstätten, sondern um einen Wirtschaftssektor, in dem etwa eine Million Menschen direkt arbeiten und der jedes Jahr in Deutschland viele Milliarden Euro umsetzt. Trotzdem wird der Veranstaltungswirtschaft keine Perspektive aufgezeigt und werden keine Regelungen so fein justiert, dass sie als verlässliche Handreichung taugten.

Stattdessen wird nur der Begriff „Großveranstaltung“ diskutiert, ganz so, als vergnügte sich das ganze Land nur auf Volksfesten, bei Stadionkonzerten und in Fußballarenen.

Frankfurter Abendzeitung

Mit Verboten erreicht man gar nichts, höchstens Widerstand. Das Zauberwort heißt „Eigenverantwortung“. Auf das wird man setzen müssen, denn die nächste Krise kommt bestimmt. Hoffentlich hat man gelernt, dass man es so kein zweites Mal machen kann! Ich erwarte von den Zuständigen, dass sie mich warnen, ohne mir Angst zu machen. Mein Leben liegt in Gottes und in meiner Hand, nicht in der von Politikern, die ich gar nicht gewählt habe.

Ich wünsche einen schönen Tag. Bei uns regnet es ohne Unterbrechung. Bleiben Sie also in der Wohnung – aber nicht, weil es von einem Politiker so verordnet wurde, sondern weil es da hoffentlich wohlig und angenehm ist.

A.C.

 

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