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21. JULI 2019 – Sonntag

21.07.2019 | Tageskommentar

 

 

SALZBURGER FESTSPIELE STARTETEN MIT DER „OUVERTURE SPIRITUELLE“ und damit auch mit dem „Jedermann“

Ouverture spirituelle · Lacrimae

Die Ouverture spirituelle der Salzburger Festspiele 2019 widmet sich dem Thema Lacrimae. Eröffnet wurde sie mit Lagrime di San Pietro, einem Meisterwerk der A-cappella-Musik. Lachrimae, Lagrime, Tränen: Sie brennen dem Büßer Petrus auf den Wangen, wenn er bereut, Jesus dreimal verleugnet zu haben.

ZUM KURZVIDEO

Zu Valery Tscheplanowa: Diese wurde 1980 in Kasan, 800 Kilometer östlich von Moskau, geboren. Sie hieß damals noch Veronica. Aus Liebe zu ihrem früh verstorbenen Vater, der Mathematiker war − ein Interesse, welches die Tochter teilte − nahm Tscheplanowa seinen Namen an. Als das Mädchen acht Jahre alt war, lernte ihre Mutter, eine Dolmetscherin, einen Entertainer kennen, sie heiratete ihn und folgte ihm nach Deutschland. Dort trennten sich die beiden. Die Mutter sprach nach der Übersiedlung in den Westen kein Wort Russisch mehr mit ihrer achtjährigen Tochter und bat deutsche Kinder, dieser ihre Sprache beizubringen, ein brachial anmutender, aber wirksamer Versuch der Integration…. (Quelle: „Die Presse“ )

Exklusiv – Wir bringen Dich zum Festakt von 100 Jahre Wolfgang Wagner

Die Gewinnaktion „Karten für diesen Festakt“ führt die „Bayreuther Sonntagszeitung“ durch

Wolfgang Wagner. Copyright: BBC

BAYREUTH. Heuer am 30. August hätte Wolfgang Wagner, der als Festspielleiter von 1950 bis 2008 die Bayreuther Festspiele in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg maßgebend prägte, seinen 100. Geburtstag. Zu Ehren des Sohnes von Siegfried und Winifred Wagner findet am Mittwoch, 24. Juli, um 19 Uhr im Bayreuther Festspielhaus ein Festakt statt. Zum Festakt sind eigentlich nur geladene Gäste zugelassen. Die Bayreuther Sonntagszeitung macht es jedoch auch der breiten Öffentlichkeit möglich, daran teilzunehmen: Wir verlosen exklusiv zehn mal zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung am Tag vor dem offiziellen Beginn der diesjährigen Wagner-Festspiele.

Das Programm für den Festakt zum 100. Geburtstag von Wolfgang Wagner wird vom Festspielorchester unter Leitung von Christian Thielemann musikalisch gestaltet. Nach dem Vorspiel aus den „Meistersingern von Nürnberg“ begrüßt Festspielleiterin Professorin Katharina Wagner, die Tochter von Wolfgang Wagner, die Gäste. Nach einem Grußwort von Bernd Sibler, dem Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, geht es weiter mit der „Romerzählung“ aus dem Dritten Akt von „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“. Stephen Gould singt den Tannhäuser.

Nach einigen Gedanken von Christian Thielemann zu Wolfgang Wagner folgt „Wotans Abschied und Feuerzauber“ aus dem Dritten Aufzug der „Walküre“. Günther Groissböck gibt den Wotan.

Die Festansprache hält der bekannte Sänger und Künstleragent Ioan Holender,
der unter anderem auch von 1992 bis 2010 als Direktor der Wiener Staatsoper fungierte.
Den Abschluss des Festaktes bildet das „Vorspiel und Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“ mit Waltraud Meier als Isolde.

Wenn Wolfgang Wagner heuer mit einem Festakt im Festspielhaus und einer korrespondierenden Jubiläumsausstellung mit dem Titel „Der Prinzipal. Wolfgang Wagner und die Werkstatt Bayreuth“ im Richard Wagner Museum geehrt wird, erinnert man sich zurecht an einen durchsetzungsfähigen „Chef“, dem – nicht nur in den Diskussionen mit den Gewerkschaften – nicht zu Unrecht fränkische Bauernschläue zugeschrieben wurde. Anders hätten die Festspiele auch 1951 nicht wieder eröffnet werden können (bei denen er sich vorrangig um die Organisation kümmerte). Anders wäre es auch nicht möglich gewesen, den 1976 heftigst bekämpften „Jahrhundert-Ring“ Patrice Chéreaus und Götz Friedrichs „Tannhäuser“ von 1972 langfristig und stilbildend durchzusetzen.

„Wolfgang Wagner war nicht nur Intendant, Bühnenbildner und Regisseur, sondern auch ein Bayreuther von echtem Schrot und Korn“, so Richard-Wagner-Museumsleiter Dr. Sven Friedrich bei der Eröffnung der seit Freitag laufenden Jubiläumsausstellung. „Er war ein Festspielleiter wie es ihn nicht mehr geben wird“.

Tochter Katharina, die derzeit die Festspiele leitet, bezeichnete es als schwierig, die Lebensleistung des Vaters zu beschreiben. „Für mich war er kein Prinzipal, sondern einfach mein Papa“, sagte sie bei der Ausstellungseröffnung.

Zum GEWINNSPIEL der Bayreuther Sonntagszeitung

Bayreuth
Bayreuther Festspiele 2019: Runter vom HügelBezahlartikel
Ein kleiner Schritt für ein Opernhaus, ein großer auf dem Grünen Hügel: Die Bayreuther Festspiele wagen sich in diesem Jahr raus aus dem ehrwürdigen Festspielhaus – zumindest ein bisschen.
Hamburger Abendblatt

Ein kleiner Schritt für ein Opernhaus, ein großer auf dem Grünen Hügel: Die Bayreuther Festspiele wagen sich in diesem Jahr raus aus dem ehrwürdigen Festspielhaus – zumindest ein bisschen.

Dem Vernehmen nach soll der Vorplatz während der ersten Pause der „Tannhäuser – Produktion (Tobias Kratzer) bespielt werden! Wie, das wissen wir noch nicht!

Eine Lange Nacht über Opernskandale: „Buhs, vornehmlich aus Nordwest“
Der Filmemacher und Philosoph Alexander Kluge hat in einem populär gewordenen Wort die Oper einmal als „Kraftwerk der Gefühle“ beschrieben. In kaum einem anderen Moment beweist sich diese Bestimmung so anschaulich wie im Opernskandal.
DeutschlandfunkKultur

Was man so hört, ist kein Skandal zu erwarten. Wie denn auch, die Baumgarten-Inzenierung ist nach unten nicht zu toppen. Dabei ist gerade Tannhäuser ein Werk, das Skandale durchaus anzieht. Ich verwende bewusst nicht das Wort „provoziert, weil Provokantes kann ich am „Tannhäuser“ nicht erkennen.

„DeutschlandfunkKultur“ weiß aber über den ersten großen Tannhäuser-Skandal zu berichten:

Am 13. März 1861 hob sich an der Pariser Opéra der Vorhang für die französische Erstaufführung von Wagners „Tannhäuser“, was der Auftakt zu einem Abend von theaterhistorischer Bedeutung war. In dieser Zeit des französischen ‚Wagnerisme‘ vollzog sich an diesem Abend Spektakuläres, als plötzlich die Stimmung im Saal kippte. Die Störungen der Aufführung brachen ganz unvermittelt los.

Die Proteste setzten sich bei den Folgevorstellungen fort und brachten eine der teuersten Produktionen in der Geschichte der Oper zu Fall. Konsterniert zog der Komponist sein Werk nach drei Aufführungen zurück und polemisierte noch Jahre später verbittert gegen die Pariser Banausen…

Der Grund: Tannhäusr hat in der Urfassung keine Ballettszenen – bei den Franzosen zumindest damals undenkbar. Die Protestierer rückten mit Jagdpfeifen und ähnlichen Instrumenten an.

Lesen Sie in „DeutschlandfunkKultur“ (in unserer Presseschau)

Bregenz: Das ZDF sendet heute um 22,15 h eine Aufzeichnung des Bregenzer „Rigoletto“

BAYERISCHE STAATSOPER: NOCH EINE URAUFFÜHRUNG UND EINE PREMIERE BEI DEN OPERNFESTSPIELEN

Uraufführung REQUIEM FÜR EINEN LEBENDEN und Premiere AGRIPPINA

Foto: Bayerische Staatsoper

In den letzten zwei Wochen der Münchner Opernfestspiele kommen mit Requiem für einen Lebenden und Agrippina noch zwei Höhepunkte auf die Bühne. Am 21. Juli kommt das durch Manuel Schmitt inszenierte und von Felix Leuschner komponierte Stück rund um einen Gefangenen in der Todeszelle in der Reithalle zur Uraufführung.

Bei Agrippina führt Barrie Kosky Regie. Die Premiere findet am 23. Juli im Prinzregententheater statt. Ivor Bolton, ein Spezialist der Barockoper, steht am Pult des Bayerischen Staatsorchesters.
Die dritte Vorstellung von Agrippina am 28. Juli wird außerdem live auf STAATSOPER.TV übertragen.

21. Juli: Uraufführung –
REQUIEM FÜR EINEN LEBENDEN

Requiem für einen Lebenden ist ein Versuch, sich der Todesstrafe über einen sehr expliziten Blickwinkel zu nähern. Das Musiktheater für zwei Sängerinnen und einen Schauspieler beschreibt den täglichen Kampf eines zum Tode Verurteilten. Regisseur Manuel Schmitt, Komponist Felix Leuschner und Librettist Reto Finger haben ihre eigenen Erfahrungen während eines Besuchs in einem texanischen Gefängnis in diese Uraufführung einfließen lassen.

Für die Komposition sammelte Leuschner Geräusche und Klänge rund um das Gefängnis, um die „Noise Pollution“, das akustisch aggressive Umfeld in dem Verurteilte jahrelang leben, aufzugreifen. Die Sängerinnen Salome Kammer und Adriana Bastidas-Gamboa und der Schauspieler Ben Daniel Jöhnk werden vom Ensemble Interface, sowie von Felix Leuschner, der live-elektronisch auf den Klang des Ensembles Einfluss nimmt, begleitet.

Erfahren Sie mehr zur Musik von Felix Leuschner in der aktuellen Ausgabe des Max Joseph.
VIDEO

München, 23. Juli: Premiere – AGRIPPINA von G.F.Händel

 

Es wäre Stoff für eine weitere Staffel der Politthriller-Serie House of Cards: Der römische Kaiser Claudius soll auf der Rückreise von seinem erfolgreichen Feldzug gegen Britannien ertrunken sein. Damit sieht seine Frau Agrippina den Moment für Nerone, ihren Sohn aus erster Ehe, gekommen, den Thron zu besteigen. Mit Intrigen, Lügen und Verführung setzt sie alles daran, die Macht für ihren Sohn zu sichern.

München/ Bayerische Staatsoper. Der Countertenor Franco Fagioli: Fünf Gründe, Händel zu lieben
Am 23. Juli gibt Franco Fagioli sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper in Georg Friedrich Händels „Agrippina“. Dessen Musik liebt der argentinische Countertenor schön seit langem. Kein Wunder: Händel hat nicht nur wunderschöne Arien geschrieben, sondern auch eine emotionale Tiefe in seine Opernfiguren hineinkomponiert wie kaum ein anderer im Barock. BR-KLASSIK hat er verraten, woher seine Leidenschaft für Händel kommt.
BR-Klassik

ERL/ Tiroler Festspiele: Bericht von der Derniere „Aida“ (19.7.)

„Aida“ . Copyright: Xiomara Bender/ Tiroler Festspiele/Erl

Es zeigte sich, dss das sog. Kuhn-Stammpublikum weiterhin das Festspielhaus bevölkert, auch wenn sicher die Fama die Runde gemacht hat, daß es sich hier um eine ‚moderne‘ Inszenierung ohne pharaonische Ägypten-Folklore handelt. Die Leute lassen sich halt nicht vom Erl-Besuch abhalten, wo auch drumherum alles passt, und jeder Mensch, auch ein (Klang)magier wie Kuhn ist im Prinzip austauschbar. Aber man darf den Erfolg der Oper auch nicht überbewerten, schließlich ist heuer ein Jahr des Übergangs, und der jetzige künstlerische Leiter Andreas Leisner nur auf Abruf tätig, die neue Intendanz Bernd Loebe scharrt bereits in den Startlöchern…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Mit Bernd Loebe werden in verstärktem Maße die Weltverbesserer Einzug halten. Irgendwann wird das Publikum dann genug davon haben, bevormundet zu werden. Starke Tendenzen sind bereits erkennbar – noch nicht unbedingt beim Theater. Die Zeit der Protestierer ist vorbei, die Zeit der Resignierer ist angebrochen. Diese sind für das Theater gefährlicher, weil die Protestierer wenigsten bezahlen, während den Resignierern das Theater mehr und mehr wurscht wird!

„Konzertgänger in Berlin: Wollmilchig – Eröffnung von Young Euro Classic
Morgens Friday for Future mit Greta T. am Invalidenpark, abends Pastorale mit Ludwig van B. im Konzerthaus: Zu letzterer nimmt der Sohn des Konzertgängers seinen Vater mit – Eröffnung von YOUNG EURO CLASSIC, dem großen Klassikfestival der Sommerferienschwänzer!
https://hundert11.net/wollmilchig-eroeffnung-von-young-euro-classic/

Verona
KlickKlack am 16. Juli 2019. Sonderausgabe von den Opernfestspielen in Verona
Es ist eine der spektakulärsten Open-Air-Spielstätten weltweit: die Arena di Verona. Maria Callas, Luciano Pavarotti, Placido Domingo – sie alle haben schon in Verona auf der Bühne gestanden. Dieses Jahr gab Anna Netrebko zusammen mit ihrem Ehemann Yusif Eyvazov ihr Debüt bei den Opernfestspielen in Verona – mit Verdis „Der Troubadour“. KlickKlack war bei diesem rauschenden Opernfest vor und hinter der Bühne hautnah mit dabei.
BR-Klassik

„Don Giovanni“ beim Opernfestival Gut Immling: Dem Blender hoffnungslos verfallen
Selbstbezogener Weiberheld? Skrupelloser Verführer? Oder unkonventioneller Libertin, der die Moral seiner Zeit in Frage stellt? Wer ist dieser Don Giovanni? Verena von Kerssenbrocks Inszenierung der „Oper aller Opern“ beim Immling Festival beantwortet zuallererst eine andere Frage: Warum ist dieser Don Giovanni so, wie er ist? Am Freitag, 19. Juli war Premiere.
BR-Klassik

Salzburg: Maresi Riegner: Tage der Trägheit

Maresi Riegner. Foto: Christoph Liebentritt/ Salzburger Festspiele

Maresi Riegner spielt in der Produktion der „Sommergäste“ von Maxim Gorki bei den Salzburger Festspielen. Ab Herbst ist sie Mitglied des neuen Burgtheater-Ensembles von Martin Kušej in Wien.
Die Presse

München/ Residenztheater
Scheidender Residenztheater-Intendant im Interview. Martin Kušej​​​​​​​ über München: „Sehr speziell“
Martin Kušej verlässt nach acht Jahren das Residenztheater, im AZ-Interview spricht er über die Schwierigkeit, Theater in München zu machen und rechnet mit einem Kollegen ab.
Münchner Abendzeitung

Kušej wirft zum Abschied Münchner Kollegen „Dilletantismus“ vor
Attacke auf die benachbarten Kammerspiele: „Furchterregend, abenteuerlich oder einfach bescheuert“
Kurier

Lieber „Kurier“, mit Dille hat Herr Lilienthal auch nach Meinung des Herrn Kusej nichts zu tun, ebensowenig natürlich mit Tanten. Korrigieren während der Urlaubszeit Praktikanten? Wenn schon, dann ist Herr Lilienthal ein Dilettant – ein großer noch dazu!

Ein angenehmer Zeitgenosse scheint der neue Burgtheaterdirektor nicht zu sein. In München bezeichnet er nun den Kollegen Matthias Lilienthal als Dilettanten. Da wird Kusej wohl recht haben, aber unter Kollegen wirft man sich derartige Freundlichkeiten nicht über die Presse an den Kopf – sondern sagt es hinter vorgehaltener Hand! Das aber umso intensiver!

Bleibt mir nur noch, Ihnen einen schönen Tag zu wünschen!

A.C.

 

 

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