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21. FEBRUAR 2021 – Sonntag

21.02.2021 | Tageskommentar

Den Link zum Video finden Sie hier.

WIEN: EINFÜHRUNG »CARMEN« Vor der Premiere – Spezial

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach mehr als 40 Jahren bringt die Wiener Staatsoper eine neue Carmen-Produktion – in der brillanten und packenden Inszenierung Calixto Bieitos – auf die Bühne. Als Vorbereitung zur Premiere am 21. Februar (Live-Stream ab 18 Uhr, live zeitversetzt auf ORF III um 20.15 Uhr) bieten wir – da die ursprünglich geplante Martinee am 31. Jänner nicht vor Publikum stattfinden konnte – eine Aufzeichnung einer außergewöhnlichen Einführungsmatinee.

Staatsopern-Direktor Bogdan Rošcic spricht mit Solistinnen und Solisten (Anita Rachvelishvili, KS Piotr Beczala, Erwin Schrott und Vera-Lotte Boecker) sowie dem Dirigenten Andrés Orozco-Estrada über das Werk und die Neuproduktion, dazu gibt es ein Interview mit Regisseur Calixto Bieito. So bekommen Sie tiefere Einblicke in die Oper, lernen die Sichtweisen der Künstlerinnen und Künstler kennen und können die Vorstellung noch intensiver genießen. Als besonderes Zuckerl gibt es musikalische Einlagen von Piotr Beczala, Anita Rachvelishvili und Erwin Schrott.

Den Link zum Video finden Sie hier.

Wir wünschen gute Unterhaltung!

Opernregisseur Calixto Bieito: Suche nach der verlorenen Freiheit
Der Standard.at

Wien
Anita Rachvelishvili: „Ohne Kunst keine Zukunft“
Die Mezzosopranistin, am Sonntag als Carmen an der Staatsoper tätig, über ihre Paraderolle, die Krise und ihr Jazz-Faible.
Wiener Zeitung

Sängerin Anita Rachvelishvili im SN-Interview: „Diese Carmen ähnelt mir“
Sie überstand zwei Mal Corona und beehrt die Wiener Staatsoper in ihrer Paraderolle: Anita Rachvelishvili singt Carmen.
Salzburger Nachrichten

Martin Häßler, Szilvia Vörös, Anita Rachvelishvili, Slávka Zámečníková, Peter Kellner. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Erwin Schrott (Escamillo). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Vera-Lotte Boecker (Micaela). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der Online-Merker wird die Premiere auf Stream verfolgen und darüber ausführlich berichten. Die Inszenierung ist unseren Rezensenten bekannt, ob gravierende Änderungen gegenüber der „Urfassung“ vollzogen wurden, werden wir beobachten.

„Carmen“ ist sicher eine der wichtigsten Premieren in jedem Opernhaus, zumal das Werk zu den meistgespielten der Opernliteratur zählt.

Pianist Stefan Mikisch ist tot!


Stefan Mickisch ist tot. Gegen Ende seines Lebens musste er unerfreuliche Erfahrungen mit Menschen aus der Musik- und Journalistenszene machen, die seine Freundschaft ganz einfach nicht wert waren!

Der „Wagner-Maestro“ von Schwandorf verstarb plötzlich. Im April wollte er in Finnland sein nächstes Projekt beginnen.

Die Stadt Schwandorf hat einen berühmten Sohn verloren: Pianist Stefan Mickisch (58), der vor allem durch seine Einführungsmatineen bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth bekannt wurde, ist plötzlich verstorben. Er hinterlässt seine Frau – und einen letzten Wunsch.
http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/pianist-stefan-mickisch-ist-tot-21416-art1981895.html

Plötzlich verstorben und „letzter Wunsch“, irgendwie passt das nicht. Wir werden mehr zu erfahren versuchen, dabei auch zwangsläufig über „Ratten“ stolpern.

Letzte Info: Angeblich soll Mikisch in Wien beigesetzt werden!

Salzburger Festspiele schreiben Geschäftsführung vorzeitig aus
Wegen anstehender Großprojekte – Amtsinhaber Crepaz bewirbt sich um Verlängerung

Lukas Crepaz, wird sich aber für eine zweite Amtszeit bewerben, berichten die „Salzburger Nachrichten“ am Samstag. Sein Vertrag läuft noch bis Ende März 2022. Der Posten war wegen anstehender Großprojekte frühzeitig ausgeschrieben worden. Größere Vorhaben wie die Generalsanierung und Ausbau der Salzburger Festspielhäuser stünden bevor. Daher strebt das Kuratorium Planungssicherheit an

Kurier

Bis 20. März könnten Sie sich noch bewerben. Ich rate davon ab, unaufgefordert würden Sie den Ablauf bloß stören. Die Sache ist gelaufen. Wenn die Festspiele Gegenofferte brauchen, werden sie an die betreffenden Personen schon herantreten (Praxis aus der Privatwirtschaft).

Live-Stream: „Verzauberte Welt“ von Maurice Ravel am 19.2.2021 in der Staatsoper/STUTTGART

Mathematik im Flimmerkasten

Verzauberte Welt ~ Staatsioper Stuttgart ~ Das Kind (Diana Haller), Der Kater / Die Standuhr (Elliott Carlton Hines) ~ Foto: Matthias Baus

Wütend über Hausaufgaben und Liebesentzug randaliert hier ein Kind, bis die von ihm misshandelten Dinge und Tiere Widerstand leisten. Maurice Ravels selten aufgeführte Oper „Das Kind und die Zauberdinge“ reflektiert in raffiniert-impressionistischer Weise die Grenzerfahrungen eines Heranwachsenden. Das Werk wurde von Schorsch Kamerun zu einem Spielparcours erweitert, bei dem 24 Stuttgarter Kinder mitwirken. Gemeinsam mit den Erwachsenen verwandeln sie den einsamen Protest in einen wundersamen Gegenzauber gegen die Reglementierungen dieser Welt. In der Multiperspektive wird dabei die Kamera ausgesprochen kunstvoll eingesetzt. Das Kind rettet schließlich ein Eichhörnchen und wird dann wieder in die schwierige Welt der Erwachsenen aufgenommen…

Zum Bericht von Alexander Walther

In Spanien wird gespielt – mit erlaubter Publikumsauslastung von 65 %: Premierenbericht von Klaus Billand (ergänzend zum Kurzbericht) aus dem Teatro Real: SIEGFRIED

Andreas Schager als „Siegfried“. Foto: Javier del Real

Vor einiger Zeit rief ich die mir seit vielen Jahren bekannte Pressechefin des Teatro Real in Madrid an, um in Erfahrung zu bringen, wie es mit ihrem „Ring des Nibelungen“ weitergehen würde, dessen „Walküre“ noch kurz vor Beginn der Covid-Pandemie gelaufen war. Ich war einigermaßen verblüfft, als sie mir Folgendes sagte: Man hatte eine hochrangige Spezialfirma die Hygiene-Möglichkeiten und die Einhaltung entsprechender Auflagen im Teatro Real analysieren lassen. Diese kam zum Ergebnis, dass man bis zu 75 Prozent Publikum zulassen kann. Man einigte sich letztlich auf 65 Prozent, immer noch eine hohe Zahl selbst angesichts der bulgarischen 30 Prozent-Lösung (hier mein Interview mit Kultusminister Boil Banov am 30. Oktober 2020). Aber was für ein Unterschied zu den sich für große Kulturnationen haltenden Deutschland und Österreich in dieser Zeit! Und das, ohne die kulturellen Beiträge Spaniens in irgendeiner Form in den Schatten stellen zu wollen – ein Land, das dem europäischen Abendland bisweilen unterschätzte Beiträge zu seinem kulturellen Werte-Spektrum gegeben hat…

Zum Bericht von Klaus Billand

Festwochen-Oper „Clemenza di Tito“ erlebte in Genf Premiere
Bei den Wiener Festwochen soll die erste Opernregie von Theatermacher Milo Rau – wenn möglich – Ende Mai im Theater an der Wien zu sehen sein. Gestern, Freitag, Abend feierte die Koproduktion „La Clemenza di Tito“ bereits an der Oper Genf als Livestream Premiere. Mozart als drastische Gegenwartsliteratur, die „Gnade“ des Titus als selbstverliebte moralische Heuchelei eines Bobos, die Bühne ein Tribunal künstlerischer Eitelkeit: Milo Rau rückt dem Werk gründlich zu Leibe.
https://volksblatt.at/festwochen-oper-clemenza-di-tito-erlebte-in-genf-premiere/

Milo Rau inszeniert erstmals eine Oper – und für die Vernissage wird ein totes Kind geliefert
https://www.tagesanzeiger.ch/und-fuer-die-vernissage-wird-ein-totes-kind-geliefert-490644702231

Österreich
Coronahilfen: Künstler können nächsten Lockdown-Bonus beantragen
Einmalzahlung von 1.000 Euro für die Monate Jänner und Februar
Der Standard.at

Bayerische Soforthilfe für Künstler wird bis Juni verlängert
Ab Ende Februar können Soloselbstständige in Kunst und Kultur auch für den Zeitraum bis Juni monatlich bis zu 1.180 Euro Soforthilfe beantragen. Wer noch für das letzte Quartal des vergangenen Jahres einen Antrag stellen will, hat Zeit bis Ende März.
BR-Klassik.de

LAS PALMAS SPIELT „EL TROVADOR“ . natürlich vor Publikum

ZU INSTAGRAM

Stadttheater Baden bei Wien: Absage aller Veranstaltungen bis Ostern

Die Lockdown-Verlängerungen begleiten Sie und uns leider auch weiterhin.
Aufgrund der jüngsten Kundmachung der Bundesregierung müssen wir alle Veranstaltungen bis Ostern absagen.
Wann wir wieder unsere Tore öffnen können, werden die kommenden Pandemie-Wochen zeigen…

Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden …

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 28
Nach Bernard Herrmann ging es in der letzten Woche bei unserer Preisfrage erneut um einen Komponisten, der nicht zuletzt mit Filmmusik verbunden wird. Allerdings heutzutage nicht mehr unbedingt durch bestimmte Soundtracks oder durch seine Mitwirkung an filmischen Meisterwerken, sondern durch seinen stilprägenden Einfluss. Im Gegensatz zu Herrmann kennt man aber auch noch einige Werke von ihm, die mit Film nichts zu tun haben, zuvorderst sicherlich seine Oper „Die tote Stadt“. Auf diese spielten wir mit unserer kurzen Nacherzählung eines recht abstrusen Handlungsverlaufs allerdings nicht an, statt dessen bezogen sich die Hinweise auf „Das Wunder der Heliane“, 1927 in Hamburg uraufgeführt. Dass somit Erich Wolfgang Korngold die gesuchte Person war, wussten eine ganze Menge Leute. Und zwar unter anderem Peter Gerhardus aus Wien und Monika Junge aus Hörnum (Insel Sylt), denen wir herzlich zu ihrem CD-Gewinn gratulieren.
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-28/

Heidenheim
Geschichte der Heidenheimer Opernfestspiele. Als Giftpfeile über die Heidenheimer Opernfestspielbühne flogen
Im Mittelpunkt unserer Serie zur Geschichte der Heidenheimer Opernfestspiele steht heute der große Opernstreit des Jahres 1984.
Heidenheimer Zeitung

Wien/ Kommentar von Edwin Baumgartner
Lasst die Mäuse auch überleben!
Das Burgtheater wird Corona überleben. Die Staatsoper auch, auch das Theater in der Josefstadt. Bund und Stadt lassen ihre Löwen schon nicht verhungern…

Aber was ist mit den „kleinen Theatern“?

…Natürlich geht es auch um den Einnahmens-Ausfall durch die Lockdowns – aber eben nur „auch“. Die größere Gefahr ist, dass diese Theater durch die langen Schließungen ihre Besucher auf Dauer verlieren. Zum Stammpublikum gehört eben Kontinuität. Die Theater müssen im Gedächtnis präsent sein. Sie müssen abgehen. Man muss sich auf sie freuen können.
Wiener Zeitung

Diese Gefahr sehe ich auch bei den „Großen“. Auch bei denen wird es lange dauern, bis es wieder so sein wird wie annähernd früher. Ganz wie früher wird es vermutlich nie mehr werden.

Es wurde viel zu viel in den Menschen selbst zerstört – bedenkenlos und unsensibel – das behaupte ich!

Mitterweile hören wir aus Politikermund, dass wir das Virus vermutlich nie mehr ganz los werden. Die Impfung als Game-Changer? Es wird zunehmend stiller um diese allzu kühne Aussage. Wir werden uns mit der Krankheit arragieren müssen, das wird wohl der Weisheit letzter Schluss sein! Das hätten wir aber von Anfang an haben können!

Der Wirtschafts-Experte Gabriel Felbermayr sprach in der „ZiB2“ über die wirtschaftliche Lage in Österreich.

 Im Jahr 2020 betrug in Folge der Corona-Krise der Witschaftseinbruch in der EU -6,3 Prozent, in Österreich sogar -7,4 Prozent. Dazu war Gabriel Felbermayr, der in Kiel das Institut für Weltwirtschaft leitet, am Freitagabend in der „ZiB2“ zu Gast bei Lou Lorenz-Dittlbacher .

Dazu Felbermayr: „Das letzte Jahr war sicherlich zweigeteilt, aber das letzte Quartal war in Österreich verheerend. Das hat natürlich  stark mit dem Tourismus zu tun. Es ist eine gemischt Bilanz, meint Felbermayer. Abgerechnet wird aber wie immer am Schluss. Wir müssen Geduld aufbringen.“ Denn: Im Sommer vermutet der Experte einen Bonus in Österreich wegen des Tourismus…

Man muss überlegen, was man mit jenen Menschen macht, deren Betriebe nach der Krise nicht in voller Größe zurückkehren. Der Staat kann aber nicht alles retten. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass die Arbeitslosigkeit eine Weile höher sein wird als gewohnt.“

Natürlich kann der Staat nicht alles retten, wer nicht lebensfähig ist, wird nicht überleben. Das ist ein Naturgesetz. Das gilt beim Wirtschaftsexperten natürlich für die Wirtschaft – und eine Auslese ist nicht die schlechteste Lösung.

HEUTE ORF „IM ZENTRUM“: Zwischen Virologie und Psychologie – Ist der Lockdown bis Ostern gerechtfertigt?

Am 21. Februar um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Gastronomie, Kultur und Sport sollen bis Ostern noch im Lockdown verharren. Der Aufstand ist groß. Nach einem Gipfelgespräch am Freitag drängen die Spitzen aus Gastronomie und Tourismussektor bei Kanzler Sebastian Kurz auf eine Öffnung vor Ostern. Die Regierung will über weitere Lockerungen abhängig vom Infektionsgeschehen und entsprechenden Sicherheitskonzepten am 1. März entscheiden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte für nächste Woche auch einen Sportgipfel an. Die Viruskrise ist untrennbar mit einer psychosozialen Krise verbunden. Expertinnen und Experten schlagen deshalb immer öfter Alarm. Seit einem Jahr kämpft Österreich gegen die Pandemie. Immer weniger Menschen tragen die Maßnahmen mit, weil diese oft für Verwirrung und Widersprüche sorgen. Warum darf der Handel öffnen, die Kulturbetriebe, ausgenommen Museen, aber nicht? Warum gibt es am Vormittag Präsenzunterricht, aber am Nachmittag dürfen Schülerinnen und Schüler nicht Fußball spielen? Sind mit Testen und FFP2-Masken nicht tatsächlich mehr Lockerungen möglich?

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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