Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

21. APRIL 2022 – Donnerstag

21.04.2022 | Tageskommentar

 

Wiener Staatsoper: Heute Solistenkonzert Rene Pape

Rene Pape (Bass), Camillo Radecke (Klavier)

Mehr Infos

Quilter: 3 Shakespeare-Lieder op. 6
Dvorak: Biblische Lieder

– PAUSE –

Rachmaninoff: Vocalise op. 34/14
Mussorgsky: Lieder und Tänze des Todes

Noch verfügbare Karten

Wiener Volksoper: DIE SAISON 2022/2023

Lotte de Beer stellt Ihnen in 6 Minuten ihre Premierenvorhaben vor:

 

https://www.youtube.com/watch?v=8NWhIn3H-2k&t=412s

Willkommen zur Saison 2022/23

Neue Künstler:innen, neue Werke, aber auch Geliebtes und Vertrautes: Lotte de Beer baut gemeinsam mit ihrem Musikdirektor Omer Meir Wellber in ihrer ersten Saison an der Volksoper Wien Brücken zwischen Bekanntem und Unbekanntem, Tradition und Erneuerung, Nostalgie und Utopie.

Zusammenstellung von Renate Wagner: Lotte de Beers erste Saison an der Volksoper

  Lotte de Beers erste Saison an der Volksoper Mit Sona MacDonald als Mackie Messer und Maria Happel als Frosch Carl Millöcker (1842–1899) / Theo Mackeben (1897–1953)

Zur Zusammenstellung (Renate Wagner)

Wien/ Volksoper
Volksoper hinter neuer Fassade
https://www.diepresse.com/6128228/volksoper-hinter-neuer-fassade

„Verzaubern, berühren, scheitern“
Neo-Direktorin Lotte de Beer präsentiert ihre erste Saison für die Volksoper Wien ab Herbst 2022.
WienerZeitung.at

Neu: Opernsängerin Renate HOLM 90jährig verstorben

Renate Holm ist tot, die Sopranistin ist am Donnerstag im Alter von 90 Jahren in ihrer Wahlheimat Wien verstorben. Das teilte die Wiener Volksoper mit. Das Ehrenmitglied des Hauses war über Jahrzehnte Fixpunkt im Opernbetrieb Österreichs und darüber hinaus. Dabei feierte die gebürtige Berlinerin zeitweise außerdem als Schlagerstar Erfolge und war auch im Sprechtheater zu Hause.

Heftige Kritik an Salzburger Festspielsponsor Solway
Ein prominentes Bühnenduo kritisiert die Salzburger Festspiele für ihren Sponsor Solway. Das Bergbauunternehmen gilt als Kreml-nah und sieht sich multiplen Vorwürfen ausgesetzt
DerStandard.at

Kritik an kremlnahem Sponsor
Das Bergbauunternehmen Solway soll enge Verbindungen zur russischen Regierung haben und wird für Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht.
https://www.diepresse.com/6128330/salzburger-festspiele-kritik-an-kremlnahem-sponsor

Darf Teodor Currentzis in Salzburg auftreten?
Erst letzte Woche wurde ein Konzert des russisch-griechischen Dirigenten Teodor Currentzis in Wien abgesagt. Der Grund: Currentzis hat bislang nicht klar gegen den Ukraine-Krieg Stellung bezogen. Außerdem wird sein Orchester MusicAeterna von einer russischen Bank finanziert, die auf der Sanktionsliste steht. Welche Auswirkungen das auf die Salzburger Festspiele haben könnte.
BR-Klassik.de

Komische Oper Berlin: Alles bleibt anders

Man darf sich die Komische Oper wie eine Wohngemeinschaft vorstellen: Eine lustige Truppe, die gern im kreativen Chaos lebt und bei der die Tür jederzeit gastlich offensteht. Darum bricht auch nicht gleich die ganze Community auseinander, nur weil jetzt der lauteste Mitbewohner auszieht.

Barrie Kosky wird im Sommer nach zehn äußerst erfolgreichen Jahren seinen Job als Intendant abgeben – er behält aber einen festen Platz auf der Schlafcouch, sprich: Er wird weiterhin zwei Produktionen pro Saison inszenieren, und er bleibt ein geschätzter Gesprächspartner für heiße Küchentischdiskussionen, offiziell „künstlerischer Berater“ genannt.
Moser und Bröking sind schon lange am Haus
Als neue Hauptmieter aber fungieren künftig Susanne Moser und Philip Bröking. Beide gehören schon seit 15 Jahren zur WG, sie als Frau für Geld, also Geschäftsführende Direktorin, er als Alltagsorganisator, also Operndirektor mit Zuständigkeit für die Sängerbesetzungen….

Ein Dutzend Premieren kündigen sie für 2022/23 an. Gleich im September soll sich der Saal für Luigi Nonos „Intolleranza 1960“ in eine Eiswüste verwandeln, die Sitze im Parkett werden ausgebaut, das Orchester spielt im 2. Rang (Regie: Marco Storman, Szene: Marton Agh). Herbert Fritsch hat sich vorgenommen, in Wagners düsterem See- und Seelendrama vom „Fliegendem Holländer“ Leichtigkeit zu entdecken, Kirill Serebrennikow erstellt eine Berliner Version seiner Zürcher „Così fan tutte“, die er 2018 aus dem Hausarrest nur per Video hatte inszenieren können. Dirigentin Marie Jacquot und Regisseurin Nadja Loschky wagen sich an die Hamlet-Vertonung des französischen Komponisten Ambroise Thomas von 1868, Axel Ranisch soll eine szenische Fassung von Händels „Saul“-Oratorium erarbeiten.

Tagesspiegel.de

WIEN / Staatsoper: „LUCIA DI LAMMERMOOR“ – 19.04.2022

Lisette Oropesa. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Corona-bedingt war dies erst die 7. Aufführung der Neuinszenierung von Laurent Pelly, die im Februar 2019 an der Wiener Staatsoper Premiere hatte. Allerdings sah die Aufführung aus, als wäre dies bereits die 700. Vorstellung einer alten Inszenierung, die von Anfang an schlecht war. Wenn Dominique Meyer schon unbedingt die schöne alte Inszenierung von Boleslaw Barlog aus dem Jahr 1978 austauschen musste, warum hat er dann diese nichtssagende und uninteressante Produktion von der Philadelphia Opera eingekauft? Hätte er stattdessen die Inszenierung von Katie Mitchell von der Covent Garden Opera übernommen, dann hätten wir jetzt wenigstens eine unglaublich spannende Produktion im Repertoire. Außerdem hätte Lisette Oropesa diese Produktion bereits gekannt, sang sie doch vor vier Jahren in dieser Inszenierung in London…

Zum Bericht über die Vorstellung am 19.4. von Walter Nowotny

Linz
Linzer Landestheater geht „Zeit los“ in die Jubiläumssaison 2023

Das Musiktheater wird zehn Jahre alt. Auf die Opern-Uraufführung „Benjamin Button“ darf man sich freuen. Die Spielzeit 2022/23 im Linzer Landestheater steht unter dem Titel „Zeit los“. Oper und Schauspiel bieten sowohl Klassiker als auch Neues, der Tanz hat sich neu aufgestellt. In die Saison fällt auch der zehnte Geburtstag des Musiktheaters, der mit etlichen Veranstaltungen begangen wird. Im Programm stechen die Opernuraufführung „Benjamin Button“ und mehrere Erstaufführungen im Musical hervor. Und man hegt die Hoffnung, dass man wieder einmal eine Saison durchspielen kann.

Insgesamt beinhaltet das Programmheft, das Intendant Hermann Schneider und der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Königstorfer am Mittwoch mit LH Thomas Stelzer (ÖVP) vorgestellt haben, 41 Neuproduktionen. Darunter sind sechs Uraufführungen – großteils im Jugendtheater – sowie eine Europäische, zwei Deutschsprachige und fünf Österreichische Erstaufführungen.

Der Standard.at/story

Tschaikowsky-Wettbewerb in Russland wegen Putin-Nähe vom Weltverband ausgeschlossen
Der von der russischen Regierung geförderte Tschaikowsky-Wettbewerb ist ab sofort vom Weltverband der Internationalen Musikwettbewerbe (WFIMC) ausgeschlossen. Auslöser für die Entscheidung sei das brutale Kriegsvorgehen Russlands in der Ukraine.
BR-Klassik.de

Nawalnyj über Gergiev: Kriegsdirigent
Mitstreiter von Alexej Nawalnyj haben eine Recherche über den Dirigenten Valery Gergiev veröffentlicht. Sie bezeichnen ihn als Schattenaußenminister Putins, der mit seiner Kunst die Verbrechen des Kremls vergessen machen soll.
FrankfurterAllgemein

Wien/ „Porgy and Besse“: „Papuszas Tränen“ und „Rromano Kidipe“

Foto: Lukas Svandrik

Berührende Aufführung von zwei Kammeroper-Fragmenten auf Romanes/Deutsch von Adrian Gaspar im Wiener Porgy &Bess am 17.April 2022 (szenische Uraufführung am 19.Dez 2021)

Die polnische Romni-Dichterin Bronislawa Waijs ( genannt Papusza) erlebt seit circa 5 Jahren ein gewisses Comeback in Roma-Kreisen. Sie brachte sich selbst das Lesen und Schreiben bei und hatte den zweiten Weltkrieg und die Verfolgung durch die Nazis im polnischen Wald versteckt überlebt. Als sie ihre Poesie (auf Romanes verfasst) ins Polnische übersetzen ließ, wurde sie vor ein Roma-Gericht (Kris) gestellt und wegen des Verrates von Roma-Geheimnissen aus ihrem Verband verstoßen. Aufgrund dieses Traumas verbrachte sie über sechs Monate in der Psychiatrie und genau dort setzt das Regie-Konzept des im zeitgenössischen Musiktheater erfahrenen Regisseurs Bruno Berger-Gorski an. Der von ihm gegründete Verein „Musiktheater Wien eV“ hat unter seiner künstlerischen Leitung u.a. schon in Salzburg Kammeropern von Josef Tal und Ella Milch-Sheriff als österreichische Erstaufführungen produziert. Berger-Gorski inszeniert seit Jahren Kammeropern von Peter Eötvös, Salvatore Sciarrino , Knut Vaage und Adriana Hölzky, wo er bereits mehrmals Werke psychologisch und dramaturgisch miteinander verband. Vor zwei Jahren vergab er Auftragswerke an zeitgenössische Roma-Komponisten und bat den Roma-Dramatiker und Autor Ruzdija Russo Seijdovic ein Libretto zum Thema „Papusza“ zu schreiben. Das Libretto für „Rromano Kidipe“ hat Adrian Gaspar aus Zitaten von Karl Stojka , Gedichten von Bronsilawa Wajs und seinen Erinnerungen an persönliche Gespräche mit Hugo Höllenreiner selbst zusammengesetzt und gemeinsam mit Berger-Gorski bearbeitet…

Zum Bericht von Gunhild Kranz, Hagen-Herdecke

Schweitzers Klassikwelt 60: Die Genese von „Elektra“
Hugo versus Richard 1. Teil
Im Gedenken an Franz und Alice Strauss sowie Willi Schuh, ohne deren Herausgabe des Briefwechsels zwischen den beiden „Giganten“ wertvolles Wissen verloren gegangen wäre.
Klassik-begeistert.de

25. HEIDELBERGER FRÜHLING :  UMBESETZUNGEN: Groissböck statt Hampson, Goloubitskaya statt Baskirova

 

Thomas Hampson, der an den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung leidet, muss das abendfüllende Liedprogramm beim Festival leider absagen. Auch seine KlavierpartnerinElena Bashkirovakann nicht auftreten, da sie ihrem gesundheitlich angeschlagenen Mann Daniel Barenboim zur Seite steht. Kurzfristig konnten der BassistGünther Groissböckund seine Liedbegleiterin Alexandra Goloubitskaiagewonnen werden, den Liederabend zu gestalten. 

Zum Glück hat er auch im kurzen Badeurlaub alles dabei!

London
Lohengrin review – powerful and prescient production strips Wagner’s opera of its romance
A revival of David Alden’s war-torn staging of Wagner’s early opera finds disturbing new resonance with current events; in the pit Jakub Hrůša has an unerring sense of the work’s structure
TheGuardian.com

Lohengrin review: an evening of acute theatrical potency
This production of Wagner’s opera warns of the dangers of an embattled society putting its trust in a charismatic leader
Standard.co.uk.

Lohengrin, Royal Opera review – a timely return to warzone Brabant
https://theartsdesk.com/opera/lohengrin-royal-opera-review-timely-return-warzone-brabant

Die Universal Edition trauert um Sir Harrison Birtwistle

 

Am 18.04.2022 ist der Komponist Harrison Birtwistle im Alter von 87 Jahren in England verstorben.

Mit Sir Harrison Birtwistle verliert die Musikwelt einen der großen zeitgenössischen Komponisten, dessen Werke und kompromisslose Klangsprache die Musikgeschichte Großbritanniens seit über einem halben Jahrhundert prägten und dominierten.

Ballett/ Tanz: Bayerisches Staatsballett: Die Suche nach dem Neuen
Das Bayerische Staatsballett mit „Coppélia“ und die Frage, wer nach Igor Zelensky kommen könnte. Einige Namen fallen bereits.
MünchnerAbendzeitung

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 20. April 2022 
THE LOST CITY – DAS GEHEIMNIS DER VERLORENEN STADT
The Lost City  /  USA  /  2022   Regie: Aaron Nee, Adam Nee
Mit: Sandra Bullock, Channing Tatum,  Brad Pitt, Daniel Radcliffe u.a.

Früher suchte man König Salomons Diamanten, Mr. Quatermain war unterwegs, Jäger des verlorenen Schatzes und andere waren hinter Juwelen am Nil her. Das 19. Jahrhundert hat diese Art von exotischen Abenteuerromanen erfunden, wo man durch Dschungel, auf Flüssen, durch Wüsten, am Meer, zu geheimnisvollen Bergen oder in verfluchte Gräber unterwegs war und Schätze oder Heilpflanzen oder magische Götterstatuen suchte.

Man liest dergleichen nicht mehr (Mr. H. Rider Haggard war einst König dieser Art von Romanen), aber im Kino ist das Genre nicht ausgestorben. Zuletzt suchte Emily Blunt in „Jungle Cruise“ in Brasilien eine seltene Pflanze, und Tom Holland war in „Uncharted“ dem Schatz eines gesunkenen Schiffes aus dem 16. Jahrhundert auf der Spur. Wenn „The Lost City“ erneut auf dieser immer wieder bewährten Welle reitet, ist der Film durchaus nicht allein auf breiter Flur. Nachhilfeunterreich in Geschichte ist es allerdings nicht, aber es läuft immer auf den Spaß hinaus…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Sorge um Hollywoodstar Jack Nicholson
Ein Klatschblatt verbreitet ein böses Gerücht um den Lebenswandel von Schauspieler Jack Nicholson.
https://kurier.at/stars/sorge-um-hollywoodstar-jack-nicholson/401978108

Moderator Frank Elstner wird 80
Gerade erst hat Frank Elstner den Muhammad-Ali-Gedächtnispreis der Deutschen Parkinson-Hilfe bekommen, der an den einstigen Boxstar erinnert. Seine Frau habe ihm zu Weihnachten einen Boxsack geschenkt, erzählt der Fernsehmoderator. Dreimal die Woche trainiere er seither eine Viertelstunde lang. „Das ist ganz schön anstrengend”, sagt Elstner, der am Dienstag 80 Jahre alt wird. „Der Vorteil für 80-Jährige: Am Boxsack wird nicht zurückgeschlagen.”
https://apa.at/news/moderator-frank-elstner-wird-80/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

30 bis 60 Prozent der Produktionskapazitäten beschädigt oder zerstört: Ökonomen schmieden Pläne für den Wiederaufbau der Ukraine. Die Ukraine erleidet derzeit einen riesigen ökonomischen Schaden, der sich nur schwer beziffern lässt, weil er mit jedem weiteren Kriegstag noch gravierender wird. So schätzt das Centre for Economic Policy Research (CEPR), ein Netz von 1600 forschenden Ökonomen, dass die russische Armee 30 bis 60 Prozent der ukrainischen Produktionskapazitäten beschädigt oder zerstört hat. Obwohl ein Ende des Ukraine-Krieges nicht absehbar ist, machen sich Ökonomen bereits Gedanken darüber, wie denn die Nachkriegswirtschaft des Landes aussehen könnte. Leider haben sie die Rechnung ohne die Politiker gemacht. Zudem stellt sich die «Versailles-Frage». Zum Bericht
Macron gegen Le Pen – wofür sie stehen und was sie für Frankreich wollen
In wenigen Tagen müssen sich die Franzosen in der Stichwahl zwischen zwei Kandidaten mit grundsätzlich unterschiedlichen Zukunftsvisionen entscheiden. Eine Übersicht über ihre wichtigsten Programmpunkte zeigt: Es gibt auch die eine oder andere Gemeinsamkeit.
Jetzt lesen
Auch CDU und CSU haben Putin hofiert
Die SPD wird zu Recht für ihre langjährige Politik gegenüber dem Kreml kritisiert. Aber auch CDU und CSU waren als blauäugige Moskauer Handelsreisende unterwegs – besonders in Merkels Kanzlerschaft.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Deutschland
Wie Olaf Scholz auf der Bremse steht und die Koalition spaltet

Geld ja, aber keine schweren Waffen: Dafür hagelt es Kritik von Opposition, Botschafter und Koalitionspartner. Und die Beliebtheit von Scholz sinkt.
Kurier.at

Mehr Besatzungsoffizier als Diplomat»: Der ukrainische Botschafter Andri Melnik versetzt die Deutschen in Rage
Durch Andri Melnik fühlen sich manche Deutsche in ihrem Stolz verletzt. Ihr Verhalten schwankt zwischen Empörung und Unterwürfigkeit: Man beschimpft den Gesandten, doch gleichzeitig erhofft man sich von ihm, dass er einem die Absolution erteilen möge.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.
NeueZürcherZeitung

 

 

 

 

Diese Seite drucken