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20. NOVEMBER 2021 – Samstag

20.11.2021 | Tageskommentar

WIENER STAATSOPER STELLT AB MONTAG FÜR DREI WOCHEN DEN SPIELBETRIEB EIN

Aufgrund des heute von der österreichischen Bundesregierung bekanntgegebenen neuerlichen Lockdowns muss die Wiener Staatsoper ihren regulären Spielbetrieb ab Montag, 22. November, bis einschließlich Sonntag, 12. Dezember, vorübergehend einstellen. Die letzte Vorstellung vor der dreiwöchigen Schließung ist daher Der fliegende Holländer mit Bryn Terfel am kommenden Sonntag.

Diese Vorstellung muss aber wegen Krankheitsfällen  ohne Chor stattfinden, wie es bei der gestrigen „Carmen“ auch bereits war. Zwei „Choropern“ ohne Chor – ein Verhängnis. Sollten Sie deswegen ihre Karten für den „Fliegenden Holländer“ zurückgeben wollen, so finden Sie die Vorgangsweise dazu in unseren heutigen „Infos des Tages!

Weiter in der Ankündigung der Wiener Staatsoper:

Da der Probenbetrieb von den Maßnahmen nicht betroffen ist, arbeiten wir weiterhin für kommende Vorstellungen. Dazu gehört vor allem die Neuproduktion des Don Giovanni in der Regie von Barrie Kosky. Die Premiere am 5. Dezember wird diese Inszenierung allerdings ohne Publikum im Saal feiern müssen, dafür aber live im Hauptabendprogramm von ORF III. Damit wird die Serie der im letzten Lockdown gemeinsam erfolgreich umgesetzten Übertragungen im Rahmen der ORF III-Sendereihe »Wir spielen für Österreich« fortgesetzt.

Ebenfalls wird im Haus weitergeprobt für wichtige Wiederaufnahmen wie Don Carlo mit u. a. Asmik Grigorian und Franz Welser-Möst oder Peter Grimes mit Jonas Kaufmann, Bryn Terfel und Lise Davidsen.

Einige Vorstellungsserien werden ersatzlos entfallen müssen, wie zum Beispiel L’elisir d’amore oder Don Pasquale (letzterer aus organisatorischen Gründen leider inklusive der ursprünglich geplanten Vorstellung am Montag, 13. Dezember. Über das Ersatzprogramm für diesen Tag werden wir Sie gesondert informieren). (Zitat Ende)

Die Wiener Staatsoper kann sich gegen die Maßnahmen nicht wehren, gegen den Erhalter und Finanzier Republik Österreich darf bzw. sollte sie auch keine Kritik äußern. Die Staatsoper trägt die Maßnahmen mit – das reicht!

Explizit begrüßen muss sie diese aber nicht. Aus der Staaatsoper selbst höre ich keine diesbezüglichen Demutsbekundungen, wohl aber vom Holding-Chef Christian Kircher. Muss der Mann um seinen Job zittern?

 

Lockdown: „Die Kultur kassiert hier die Rechnung für andere“
Kritik aus der Kulturszene: „Dieses Mal war es Missmanagement.“ Oper zeigt „Don Giovanni“ im Fernsehen.
Kurier.at

Lockdown auch für die Kultur: Skepsis in Teilen des Kulturbetriebs
Die Staatsoper will wieder Premieren streamen, Burgtheater-Chef Kušej fordert „Entscheidungen mit ausreichendem Planungshorizont“
Der Standard.at

BAYERISCHE STAATSOPER STORNIERT DEN KARTENVERKAUF 23.11. BIS ZUM 15.12. (hoffentlich 2021)

Ein bayerisches Orakel!

 

Aufgrund einer Ankündigung der Bayerischen Staatsregierung zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen vom 19.11.21 sehen wir uns gezwungen, alle gekauften Tickets von Veranstaltungen der Bayerischen Staatsoper ab 24.11. bis einschließlich 15.12.21 zu stornieren. Wir bedauern diese Entwicklung, auf die wir keinen Einfluss hatten, sehr. Kartenkäufer:innen müssen nichts weiter tun: die Tickets werden automatisch storniert und rückerstattet. Karten für Veranstaltungen bis zum 23.11.21 bleiben unter Beachtung der 2G-Regel (geimpft oder genesen) gültig.

Doch halt, angeblich sollen nur die Karten neu aufgelegt werden, der Spielbetrieb weitergehen. Eine Forumsteilnehmerin macht uns darauf aufmerksam: Ein Bekannter wies mich gerade darauf hin, dass das so nicht stimmt. Anscheinend sollen die Aufführungen mit (weniger) neu verkauften Karten weiter stattfinden, wofür die Planungen noch laufen, weshalb derzeit keine Karten verkauft werden.

Wie im letzten Sommer stelle ich ungenaue Kommunikation seitens der Bayerischen Staatsoper fest. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Rundmails des Opernhauses zu interpretieren.

Serge Dorny scheint Orakel zu lieben!

Dresdner Semperoper schließt vorerst nur bis Mittwoch

Dresden/ Semperoper
Vorstellungsabsagen und Verschiebung Vorverkaufsstart
Angesichts der angespannten Gesundheitssituation haben die Geschäftsführer der Sächsischen Staatstheater in Abstimmung mit ihrem Träger, dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, beschlossen, ab sofort den Spielbetrieb bis einschließlich Mittwoch, den 24. November 2021 einzustellen. Diese Entscheidung betrifft das Staatsschauspiel Dresden und die Semperoper Dresden mit all ihren Spielstätten.
Semperoper.de

STADTTHEATER BADEN : ROBIN HOOD von Robert Persché und Walter Raidl

Aufgrund des Freitag von der Bundesregierung beschlossenen bundesweiten Lockdowns geben wir wie folgt bekannt:

  • Vorstellungen dieses Wochenende (20. & 21.11.):

Die heutige Premiere von ROBIN HOOD findet statt, ebenso die Vorstellung am Sonntag!

Beginn jeweils 15.00 Uhr.

  • Vorstellungen ab 22. 11. bis auf Weiteres ABGESAGT
  • Rück- und Umbuchungen von Karten:

Nähere Informationen dazu auf www.buehnebaden.at oder über das Kartenbüro: ticket@buehnebaden.at oder 02252/22522

Copyright: Lalo Jodlbauer/ Bühne Baden

Premiere am 20.11. 2021 um 15 h

Was hat Peter Konwitschny nun wirklich gesagt? Immerhin wurde er dafür aus der Nürnberger Trovatore-Produktion geschmissen und ist nun international geächtet!

Der Regisseur äußert sich detailliert zu den Vorkommnissen aus seiner Sicht. Demnach handelte es sich um eine Probe mit Chor und Solisten, und zwar um eine Szene, in der „Nonnen“ schockiert sein sollten, weil sie von einer Waffe bedroht wurden: „Eine der Nonnen war eine schwarze Sängerin, Frau M., mit der ich schon lange zusammenarbeite, und die hat sich ganz abgewandt, aus Angst vor der Pistole. Da habe ich unterbrochen und gesagt: Frau M., das ist anders, wenn man in so einer Horrorsituation ist, dann will der Körper weg, aber der Blick bleibt haften, den kriegt man nicht weg. Und dann habe ich einfach gesagt: Das ist wie in Afrika, wenn Ihnen ein Löwe entgegenkommt, dann können Sie auch nicht weggucken. Das war´s.“

Das wars fürs Erste auch schon. Protestiert hat niemand. Erst nachträglich haben Chormitglieder und andere Teilnehmer protestiert, was zum Rauswurf der Regie-Ikone geführt hat. Das heißt, Konwitschny hat sich auch weiterhin nicht eben sehr klug ausgedrückt, sondern zum Intendanten gesagt, dass er unter solchen Umständen die Lust an einer Zusammenarbeit verloren hätte. Das hat der Theater-Allmächtige sofort als Kündigung seitens Konwitschny ausgelegt.

Oper Nürnberg: So beschreibt Regisseur Konwitschny den Rauswurf
Aufgrund einer diskriminierenden Äußerung in den Endproben von Verdis „Troubadour“ hatte sich das Haus von Regisseur Peter Konwitschny getrennt. Im Exklusivgespräch ist er sich keiner Schuld bewusst: „Wir sind in Stille auseinandergegangen.“
BR-Klassik.de

Ich kommentiere diese ganze Geschichte nicht, legen Sie für sich aus, wie immer Sie dazu stehen!

Rassismus in der Klassischen Musik
Bei einem Blick in den Konzertbetrieb wird schnell klar: People of Color sind in der Klassik wenig präsent – ob im Publikum, im Orchestergraben oder durch Kompositionen und Engagements im Spielplan. Welche Stellschrauben müssen angepasst werden, um das zu ändern?
BR-Klassik.de

Musik für Katzen: Das sollten Sie wissen
Musik bewegt uns Menschen.Das liegt daran, dass im menschlichen Gehirn akkustische Signale unmittelbar in Gefühle umgewandelt werden. Klassische Musik beruhigt – nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Samtpfoten. Studien am Menschen haben gezeigt, dass Musik das vegetative Nervensystem beeinflusst, das auch das Herz-Kreislauf-System kontrolliert; je nachdem was wir hören, wirkt sich das sogar auf unsere Atmung und den Blutdruck aus. In die engere Wahl kommt sicherlich klassische Musik: Barock-Stars wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel beruhigen und entspannen auch unsere Miezen.
Gefunden von TTT
https://www.catsbest.de/musik-fuer-katzen/

Berlin
Karl Marx und Richard Wagner. Die Moderne im Blick
Marx und Wagner waren Zeitgenossen: Was verbindet den Theoretiker des Kapitalismus und den Revolutionär des Musiktheaters – und was trennt sie? Zwei Ausstellungen in Berlin suchen Antworten.
Tagesspiegel.de

Peter Sommereggers Klassikwelt 113: Manche Lücken schließen sich nie.
Als die Sopranistin Lucia Popp am 16. November 1993 mit nur 54 Jahren starb, hinterließ sie eine solche

Der Lebensweg der 1939 nahe Bratislava in der Slowakei geborenen Sängerin war anfangs geprägt durch das kommunistische Regime in ihrer Heimat, das Ausreisen nur in wenigen Fällen gestattete, was ihre 1963 begonnene Karriere als Koloratursopran natürlich beeinträchtigt hätte. Sie nutzte einen Besuch bei Verwandten in Wien, um an der Staatsoper vorzusingen, und wurde umgehend engagiert.
Noch im gleichen Jahr sang sie in Otto Klemperers bis heute unerreichten „Zauberflöte“- Aufnahme die Königin der Nacht, die sie später in ihrer Karriere auch an der Met in New York sang, ehe sie zur Pamina wechselte. Ihre große, internationale Karriere entwickelte sich rasant, einige Jahre war sie auch am Opernhaus in Köln engagiert, wo sie mit dem Dirigenten István Kertész zusammenarbeitete.
Klassik-begeistert.de

München
Sängerin und Professsorin – Trauer nach Tod von Daphne Evangelatos
Daphne Evangelatos galt als eine der besten Sängerinnen in München. Neben dem Singen war eine ihrer großen Leidenschaften das Unterrichten. Nun ist die griechische Mezzosopranistin und Professorin im Alter von 69 Jahren gestorben.
BR-Klassik.de

THOMAS HAMPSON UND LUCA PISARONI MIT EINEM KONZERTPROGRAMM IN MOSKAU

Moscow is a fantastic city and it’s an honor to make music here. Don’t miss our “No Tenors Allowed” concert with @lucapisaroni and the Russian National Youth Symphony Orchestra conducted by @mikhailtatarnikov at Tchaikovsky Hall tonight. Here are some impressions of yesterday’s rehearsal. It’s exciting to share the stage with so many passionate, young musicians and I look forward to our concert tonight!! @rnmso @moscow_philharmonic #notenorsallowed 😉🎵

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

und noch ein Beitrag

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos und Videos

OPERA EUROPA tagt derzeit in Bergamo. Und wer ist dabei? Bingo, richtig geraten! 

Die zukünftigen Opernmanager. Foto: Klaus Billand

Bergamo, das während der Pandemie so sehr gelitten hat, wird als starkes Symbol der Erneuerung, sowohl für seine eigene Gemeinschaft als auch für die internationale Opernwelt gesehen. Deshalb war es Opera Europa ein Herzensanliegen, wie sein Direktor Nicholas Payne in der Eröffnung betonten, die Konferenz in dieser norditalienischen Stadt abzuhalten. Das Thema der Tagung umfasst eine Neubewertung der Art und Weise, wie der Opern-Beruf gemanagt werden sollte, sowie die Verantwortung der Führung, den Beitrag der Künstler und die Frage, wie die nächste Generation von Künstlern und Managern in einem nachhaltigen Kontext gefördert werden kann. Dazu wählte eine Jury 21 junge Mitarbeiter an europäischen Opernhäusern als künftige Opernmanager aus, die am Eröffnungstag vorgestellt wurden. Im Großen und Ganzen geht es um „Erneuerung und Verantwortung“ insbesondere nach der Corona-Krise, aber auch ganz allgemein für die Kunstform Oper, was schon vor der Krise opportun war…

Zum Bericht von Klaus Billand

THEODORA: 1996 gabs eine szenische Realisierung in Glyndebourne, sehr interessant von Peter Sellars umgesetzt

 

https://www.youtube.com/watch?v=KNQ2eowT6xU

Dauer: 3 Stunden und 30 Minuten

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Niederlande fürchten um Ruf als attraktiver Konzernstandort: Besonders der Wegzug von Shell ist eine persönliche Niederlage für Ministerpräsident Mark Rutte, der sich immer für die Niederlande als attraktiven Standort für internationale Konzerne starkgemacht hat. Die Wirtschaftspresse reagiert jedoch gelassen, man hält Shell und Unilever für Spezialfälle in Bezug auf ihre niederländisch-britische Organisationsform.
    Zum Bericht
  • WTA droht wegen verschwundener Tennisspielerin mit Rückzug aus China: Das Verschwinden der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai ist zur internationalen Affäre geworden. WTA-Direktor Steve Simon erklärte: «Wir sind bereit, unsere Aktivitäten in China zu beenden, mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt.» Das IOK hingegen blamiert sich mit seiner Reaktion.
    Zum Bericht
  • Bei der Präsidentschaftswahl in Chile haben die Extreme die besten Chancen: Am Sonntag konzentriert sich das Interesse fast ausschliesslich auf die zwei aussichtsreichsten Kandidaten. Diese spiegeln die tief gespaltene Gesellschaft wider: Mit jeweils rund 25 Prozent der Stimmen in den Umfragen führen der Rechtskonservative José Antonio Kast sowie der linke Kandidat Gabriel Boric.
    Zum Bericht
  • Bauernproteste in Indien bringen Landwirtschaftsgesetze zu Fall: Nach einem Jahr heftiger Proteste nimmt die indische Regierung ihre Landwirtschaftsgesetze zurück. Es ist eine Niederlage für Indiens Premierminister Narendra Modi, der nun offenbar aus Angst vor möglichen Wahlverlusten gehandelt hat. Allerdings wollen die Bauern so lange ihre Proteste fortsetzen, bis sie Taten sehen. Zum Bericht

Das Gehirn von Shanghai-Kontrolle in China. Überwachungsstaat oder Zukunftslabor

Die meisten Mitbürger  haben überhaupt keine Ahnung wohin die Reise geht. Der digitalisierte Green Pass über die Impfung, die im 6-Monatstakt kommt, wird digital mit allem verknüpft und man bekommt so seinen Zutritt zum Leben, oder eben nicht.
Social-Credit-System wird sehr bald auch bei uns losgehen. Im Ansatz haben wir sogar schon Kostproben davon

 

ZUM YOUTUBE-VIDEO (6 Minuten)

Schauen Sie sich den Beitrag der ARD an, er dauert nur 6 Minuten. Wenn Sie mit der Vorgehensweise einverstanden sind, dann muss ich es als Demokrat zur Kenntnis nehmen. Mir gefällt sie nicht, obwohl ich mich vor absolut nichts fürchten müsste – wenn es fair zugeht. Aber gar so sicher bin ich ich gerade diesbezüglich wieder nicht.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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