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20. MAI 2022 – Freitag

20.05.2022 | Tageskommentar

Mut haben kann man nicht lernen. Zu viele Zauderer irren gerade in „der Branche“ herum.

Dem ich es am wenigsten zugetraut habe, der hat mich am meisten positiv überrascht. Gemeint ist Markus Hinterhäuser!

Negativbeispiele: Peter Gelb von der Met geht in die Knie und tauscht Sänger nach Nationalitäten aus. Aber Gelb ist auch Befehlsempfänger, „bedungen ist – wohl bedacht – seine Macht“ (Copyright Richard Wagner). Der Münchner Intendant Dorny geht Humoristen auf den Leim und schwafelt bei denen opportunistisches Zeug. In der Schweiz gab es ganz besondere Bocksprünge  („tausche Tschaikowski gegen Verdi“) von anbiederischen Intendanten. Und in Wien? Netrebko ist als „Aida“ angesetzt, wurde aber im Programmheft nicht als solche angekündigt. Die Erklärung hierfür ist bestenfalls „brauchbar“, mutig ist sie nicht! Auch aktuell für den Kartenverkauf fehlt der Name Netrebko noch. Auf der Website für den Kartenverkauft ist Netrebko noch nicht eingefügt. Zaudert Wien doch noch?

https://www.wiener-staatsoper.at/spielplan-kartenkauf/liste/refDate/2023-01-01/

Vor diversen Botschaftern in die Knie gegangen ist man in der Wiener Staatsoper aber anscheinend noch nicht, wohl aber an einer anderen sogenannten Kulturstätte!

Wiener Staatsoper: „Götterdämmerung“ am 19.5.

Nina Stemme (Brünnhilde). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wo viel Schatten ist, gibt es zum Glück auch viel Licht!

Wer sich nach dem enttäuschenden Siegfried von der finalen Götterdämmerung wenig erwartet hat, muss wahrlich kein Hellseher gewesen sein. Die Befürchtung, dass Michael Wenius für die Rolle des hehren Helden weder genug Stimmmaterial noch ausreichende darstellerische Fähigkeiten mitbringen werde, ist voll eingetroffen. Dieser Siegfried ist ein Peter Pan, der partout nicht erwachsen werden will, sondern ewig der ungestüm herumtollende, etwas beschränkte Knabe bleibt…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid (mehr darüber morgen)

Salzburg: Selbstverständlich dirigiert Currentzis – auch wenn es manchem nicht gefällt!

Heinz Sichrovsky schreibt in News: Selbstverständlich wird Teodor Currentzis die Spitzenproduktion der bevorstehenden Salzburger Festspiele dirigieren. Er und der Regisseur Romeo Castellucci, die für Bartoks „Blaubart“ und Carl Orffs Mysterienspiel „De temporum fine comoedia“ verpflichtet wurden, sind ja die Identitätsstifter der glückhaften Ära Hinterhäuser. Zu bedauern ist lediglich, dass der auratische Maestro geplanterweise mit dem Mahler-Jugendorchester statt mit der von ihm entwickelten Elite-Formation MusicAeterna antreten wird.

Aber dass vor nicht einmal einem Monat ernsthaft darüber diskutiert wurde, einem griechischen Dirigenten die Festspiele zu verbieten, weil sein dort gar nicht auftretendes Orchester mit Sitz in St. Petersburg von einer russischen Bank unterstützt wird: Das kann man sich heute, da Hinterhäuser sein Machtwort gesprochen hat, kaum noch vorstellen. Die Uraufführung des Orff’schen Werks im Jahr 1973 dirigierte übrigens Karajan, der nach heutiger Logik mit Frühsommer 1945 seine Karriere beenden hätte müssen. Dem aber die Salzburger Festspiele (und die 550 Millionen Quadratkilometer Welt rundum) nicht Bezifferbares verdanken…

Beobachtenswert bleibt derweil, wo die teils existenzbedrohenden Angriffe gegen russische Künstler ihren Ursprung haben. Dass sich die ukrainischen Botschafter mehrerer Länder zusehends aggressiv in deren innere Angelegenheiten mengen, ist zu verstehen (aber doch mit Entschiedenheit zurückzuweisen). Die Branche hält sich schätzenswert zurück, und die offene Genugtuung einiger Weniger hat erkennbar mit Neid zu tun: der Netrebko, Currentzis, auch Gergiev ist im Gefolge herausragender Begabung alles leicht gefallen, was bescheidener Ausgestatteten trotz des Einsatzes unterirdischer Intrigen verschlossen blieb. Da hat man sich zäh nach oben gekämpft, aber während man seinen Platz zusehends mühsamer behauptet, umrunden andere einmal den Erdball, proben ungern wie die Netrebko und versäumen infolge ihrer Gefragtheit ganze Vorstellungen wie Gergiev. Und sind unfairerweise trotzdem toll…

Aber lesen Sie selbst weiter

Selbstverständlich dirigiert Currentzis in Salzburg!
Die Festspiele, erklärtermaßen auch die Staatsoper, lassen sich von Drohungen gegen russische Künstler nicht einschüchtern. Woher die existenzvernichtenden Offensiven kommen, bedarf der Beobachtung.
https://www.news.at/a/currentzis-salzburg-12550488

Großer Beobachtung bedarf es nicht mehr. Ein Obermissionar ist mit einigen Trittbrettfahrern unterwegs!

Beispiele der Nachschnüffelei gefällig?:

Münchner Ex-Ballettchef Igor Zelensky mit Putin-Tochter liiert?
Anfang April musste der Ballettdirektor der Bayerischen Staatsoper gehen, aus „privaten“ Gründen. Jetzt stellt sich heraus: Er ist nach Angaben russischer Medien der Partner von Putins jüngster Tochter Katerina Tichonowa (35) und Kreml-Karrierist.
BR-Klassik.de

Putin-Tochter soll mit Ex-Chef des Münchner Staatsballetts liiert sein
Die jüngere Tochter des russischen Staatschefs führte offenbar eine bislang nicht bekannte Beziehung mit dem Ex-Chef des Münchner Staatsballetts. Darauf deuten nach SPIEGEL-Informationen interne Dokumente aus Moskau hin.
DerSpiegel.de

Na und ? Hat der Ballettchef kein Recht auf Privatleben? Er scheint sogar ein kompliziertes zu haben, denn mir wurde zugetragen (W.B.) : Frau Zelensky bleibt als Ballettmeisterin an er BSO, nur der Ehemann verlässt München… Die Balettmeisterin ist aber wohl nicht Putins Tochter! Da kenne sich wer aus!

Herr Zelensky scheint die Dinge aber im Griff zu haben und hat gewusst, was in dieser Situation von ihm erwartet wird. Sicher wird er in Erwägung gezogen habe, was für ihn die beste Lösung ist.

Er lässt sich den „Abschuss“ nicht teuer abkaufen und kann es sich offenbar leisten, auf solche Münchner Wichte künftig zu verzichten!

Theater an der Wien: Ein Mathematiker macht(e) der Staatsoper Konkurrenz

Die Rede ist von Roland Geyer, der sich dieser Tage mit „Enoch Arden“ Konzeption Roland Geyer) in der Kammeroper von seinem Pubikum verabschiedet. In der „Frankfurter Allgemeinen“ schreibt Reinhard Kager:

Als der ausgebildete Mathematiker und EDV-Spezialist 2004 vom Musikintendanten der Stadt Wien zum Chef des Theaters an der Wien aufstieg, das als Stagione-Oper neu gegründet wurde, war zeitgemäßes Musiktheater nur sehr punktuell zu sehen in Österreichs Hauptstadt. Zwar gelangen Ioan Holender in der Endphase seiner Intendanz an der Wiener Staatsoper einige schlüssige, moderne Produktionen, doch von einem dramaturgisch durchdachten Spielplan war das renommierte Haus weit entfernt. Mit der Übernahme der Staatsoper durch Dominique Meyer im Herbst 2010 wurde das Rad der Aufführungsgeschichte noch weiter zurückgedreht. Ähnliches gilt für die Volksoper, die unter der Leitung von Robert Meyer seit 2010 kein Profil entwickeln konnte…

…Um das Publikum mit solch ambitionierten Spielplänen zu überzeugen, bedarf es schlüssiger szenischer Kon­zepte und musikalisch überzeugender Lösungen. Nicht immer gelang es Geyer, die richtige Wahl zu treffen, aber grosso modo waren es natürlich auch die Künstler, denen der Erfolg seines Hauses zu danken ist…

Ein Mathematiker macht der Staatsoper Konkurrenz
Moderne Regisseure, Nachwuchssänger mit großem Potential, exzellente Dirigenten: Achtzehn Jahre lang hat Roland Geyer als Intendant das Theater an der Wien zur besten Musikbühne in Österreichs Hauptstadt gemacht.
FrankfurterTagesspiegel

MAILAND/ Teatro alle Scala: RECITAL JUAN DIEGO FLOREZ MIT ÜBER EINE STUNDE ZUGABEN

Verifiziert
Ieri sera una sala sold out piena di giovani ha applaudito il memorabile recital di @jdiego_florez. Il fitto programma, che spaziava da Gluck a Puccini, ha incluso alcuni dei suoi cavalli di battaglia ed è stato seguito da un’ora di bis.

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

Sonntag startet wieder eine aus der „Corona-Not geborene privatwirtschaftliche Initiative in die Erfolgsspur

Das Programm ist weniger „klassisch“, denn Klassik ist kein Geschäft. Nur ganz wenige auserkorene Publikumslieblinge sind für einen befriedigenden Kassenreport geeignet, in den letzten Jahren wurden auch schon mal „Klassikkonzerte“ mangels Publikumsinteresses abgesagt. Pleiten kann man sich nicht leisten.

 

Die Bühne unter den Platanen mitten in der Stadt wird wieder eröffnet: Mit Sonntag startet das THEATER IM PARK am Belvedere in die dritte Saison! Nach einigen ersten Vorstellungen steht am Dienstag, 31. Mai mit der „Geschichte der Komödie“ von und mit Michael Niavarani & dem Simpl Ensemble die offizielle Eröffnungsveranstaltung auf dem Programm!

Komödien, Kabarett, Konzerte und mehr – das ist der Sommer im THEATER IM PARK am Belvedere!

Von Beginn an war es das Ziel, den Schwarzenberggarten mit dem aus der Not der Pandemie heraus geborenen THEATER IM PARK mit größtmöglicher künstlerischer Vielfalt zu bespielen. Neben den neuen Theaterproduktionen „Die Geschichte der Komödie“ und „Sommernachtstraum“ (von und mit Michael Niavarani) steht daher mit Philosophie und Literatur, Klassik, Pop und Wienerlied, Comedy und Kabarett wieder ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Angebot für das Publikum zur Auswahl. Die THEATER IM PARK-Gründer Michael Niavarani und Georg Hoanzl freuen sich auf die Saison 2022, die bis Ende September vielen Künstlerinnen und Künstlern eine Auftrittsmöglichkeit bietet:

  • Sonntag, 22. Mai, 11:00: Michael Köhlmeier & Konrad Paul Liessmann
    Philosophie unter Platanen: Die Schönheit und das Biest
    Michael Köhlmeier lädt ein zu einem Gespräch mit Konrad Paul Liessmann über Kunst und Moral.
  • Sonntag, 05. Juni, 15:30
    Kirchschlager, Beimpold, Happel & Cortesi – WEIBS-BILDER
    Angelika Kirchschlager, Ulrike Beimpold, Maria Happel und Arabella Cortesi wandern mit Frauenpower durch die Literatur und Musikgeschichte. Eine gewaltige Brennschärfe an Emotion, Leidenschaft, Gesellschaftskritik und Humor! 
  • Dienstag, 07. Juni, 20:00
    Lydia Prenner-Kasper – Damenspitzerl
    Die Kabarettistin lädt zum Damenspitzerl, der Königsdisziplin des Genusses, hervorgerufen durch den gnadenlos mitreißenden Humor einer Damenrunde.
  • Samstag, 11. Juni, 16:00
    Günther Groissböck & die Philharmonia Schrammeln – Wann i amoi stirb…
    Der weltberühmte Bass Günther Groissböck gestaltet gemeinsam mit den Philharmonia Schrammeln ein charmantes wie unterhaltsames Programm aus Wienerlied-Literatur und Schrammelmusik, von Leopoldi, Lanner bis Strauß
  • Sonntag 12. Juni, 11:00
    Wiener Sängerknaben – Together
    Ein Chor, das ist „Together“. Die Wiener Sängerknaben haben Lieder ausgesucht, in denen es um gemeinsame Sehnsucht und Hoffnung geht, Lieder, die man rund um die Welt liebt und singt.

Das vollständige Programm finden Sie auf https://theaterimpark.at

Auch Jonas Kaufmann füllt die Kassen und ist dabei

Theater im Park – Ticketshop

Konzerthaus Berlin: britische Repertoire-Erkundungen mit Andrew Davis und Julia Hagen
Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt steht Elgars stolzes, inniges Cellokonzert mit der Solistin Julia Hagen im Mittelpunkt eines rein britischen Programms. Das RSB spielt. Unter der umsichtigen Leitung des allseits erfahrenen Andrew Davis beeindruckt im zweiten Programmteil Vaughan Williams‘ erstaunliche, während des Zweiten Weltkriegs enstandene Sinfonie Nr. 5.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2022/05/18/rsb-mit-elgar-tippett-vaughan/

Sommereggers Klassikwelt 138: Sándor Kónya – überzeugt stimmlich sowohl in der Lyrik als auch als Held

Als der gefeierte Tenor Sándor Kónya am 20. Mai 2002 auf Ibiza starb, hatte er ein reich erfülltes Künstlerleben hinter sich. Der am 23. September 1923 im ungarischen Sarkad, nahe der rumänischen Grenze geborene Sänger erlebte die kulturellen Brüche und Katastrophen des Zweiten Weltkrieges am eigenen Leib schmerzlich kennen. Nach einem Gesangsstudium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest, das er sich durch Arbeit in einem Schlachthof finanziert hatte, musste er zunächst während des Krieges als Soldat dienen. Das Ende des Krieges führte zu seiner Internierung im damaligen Westdeutschland. Um nicht nach Ungarn zurückgeschickt zu werden, floh er aus dem Lager und setzte mit Hilfe von Gönnern, die von seinem Gesangstalent überzeugt waren, sein Studium fort.
Klassik-begeistert.de

München: Neue Welt, alte Regeln
Mafiotisch: Andreas Wiedermann inszeniert mit der Opera Incognita den Einakter „Cavalleria rusticana“.
Sueddeutsche.de

Der Nächste bitte: Wer wird Chefdirigent der Münchner Philharmoniker?

...Ein Schaulaufen und -dirigieren ist das. Wie kurzfristig angesetzt wirkt es und ist doch – bedingt durch die längerfristige Saisonplanung und Einspringerlösungen für Valery Gergiev – eher ein Zufallsprodukt. Denn wer auch immer Chefdirigent bei den Münchner Philharmonikern wird und damit Nachfolger des geschassten Russen: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Name unter diesen Pultmännern zu finden ist, die derzeit beim Orchester gastieren….
MünchnerMerkur.de

Jakub Józef Orlinski in der Oper Frankfurt: Auf der Suche nach dem verlorenen Ton
Frankfurter Rundschau

Magdeburg
Theater Magdeburg mit neuer Leitung: 26 Premieren und Roboter im Team
NeueMusikzeitung.de

Luzern
Trotz freier Plätze für Mirga Grazynite-Tyla: Dirigentinnen sind für das Publikum attraktiv
LuzernerZeitung.ch

New York
Metropolitan Opera 2021-22 Review: La Bohème, Spring Cast
Quinn Kelsey & Aleksandra Kurzak Shine in Revival of Puccini’s Masterpiece
https://operawire.com/metropolitan-opera-2021-22-review-la-boheme-spring-cast/

Straßburg
Patricia Petibon, Oleg Vokov, Adriana Gonzalez & Arturo Chacón-Cruz Lead Opéra National du Rhin’s 2022-23 Season
operawire.com

Oper @ Potsdam: Moderne EA Giuseppe Scarlatti: „I potentosi effetti…“ ab 12.6., Musikfestspiele Potsdam // Dorothee Oberlinger & Ensemble 1700
Bei den Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci steht am 12. Juni die moderne Erstaufführung von Giuseppe Scarlattis “I portentosi effetti della Madre Natura” (Die wundersamen Wirkungen von Mutter Natur, 1752) mit hervorragenden Gesangssolisten* und dem Ensemble 1700 unter der Leitung von Dorothee Oberlinger ab dem 12.6. bevor, zu der wir wieder ganz herzlich einladen möchten. Es steht mit dieser Produktion das Opernregie-Debut des französischen Filmregisseurs und César-Gewinners 2021 Emmanuel Mouret – und damit auch die erste zeitgenössisch orientierte Produktion von Dorothee Oberlinger – bevor:

Premiere: Sonntag, 12. Juni, 19 Uhr, Schlosstheater im Neuen Palais Sanssouci
(weitere Aufführungstermine: 14./15./16. Juni, jeweils 19 Uhr)

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 19. Mai 2022  : STASIKOMÖDIE
Deutschland  /  2022 
Drehbuch und Regie; Leander Haussmann
Mit: David Kross, Jörg Schüttauf, Henry Hübchen, Tom Schilling, Deleila Piasko, Margarita Broich u.a.

Sagen wir es gleich zu Beginn und ehrlich: Die DDR war kein Spaß. Was selbstverständlich nicht bedeutet, dass man nicht darüber lachen kann. Leander Haußmann hat das schon zweimal bewiesen. Besonders über „Sonnenallee“ hat man sich 1999 (da war die Erinnerung an die DDR noch viel frischer) ehrlich amüsiert. Auch „NVA“ ist ihm 2005 einigermaßen gelungen. Vielleicht hat er sich jedoch zu viel Zeit gelassen, seine „DDR-Trilogie“ nun zu vollenden – da ist man als Regisseur auch schon über 60, hat die Lust am Theater verloren (in Wien ewig  nicht mehr inszeniert) und auch nicht mehr so furchtbar viel Kino gemacht. Wirkt die „Stasikomödie“ darum teilweise lustlos, teilweise aus den Fugen gegangen (und das „besonders wertvoll“-Prädikat, das die österreichischen Kollegen verliehen haben, leuchtet nicht wirklich ein).

Immerhin, die Rahmenhandlung „stimmt“. Irgendwie ist es ja chic geworden, dass jeder ehemalige DDR-Bürger sich „seine“ Stasi-Akte einmal ausheben ließ, um nachzulesen, was man damals so alles über ihn zusammen getragen hat. Im Fall von Ludger Fuchs, den Jörg Schüttauf in einer schönen Mischung aus Humor und Unruhe spielt, ist es natürlich nicht ganz so gescheit – denn schließlich wurde er als junger, braver Schnösel einst selbst von der Stasi rekrutiert. Was nicht hieß, dass die lieben Kollegen nicht auch über ihn per Akte gelästert (und alles, alles akribisch beobachtet und aufgehoben) haben…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Mein Lebenswerk ist Zirkus“: Roncalli-Chef Bernhard Paul wird 75
Vom Wunsch, Clown sein zu dürfen, zum weltweit erfolgreichen Zirkusdirektor. Der umtriebige Künstler wird am Freitag 75 Jahre alt.
Kleine Zeitung.at

Aktuelles in der „Neuen Zürcher Zeitung“

Selenski nennt Donbass-Region «vollständig zerstört»

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat Moskau vorgeworfen, im Zuge seiner intensivierten Offensive sinnlose Bombardierungen durchzuführen. Russische Streitkräfte hätten die östliche Donbass-Region «vollständig zerstört», sagte er in einer Videoansprache. «Im Donbass versuchen die Besatzer, noch mehr Druck auszuüben. Es ist die Hölle dort – und das ist keine Übertreibung.»
Zu den neusten Entwicklungen
Die Slowakei findet sich als Frontstaat wieder: Die Präsidentin des Landes, das einst selbst eine russische Invasion erlebte, vertritt gegenüber Russland eine klare und nicht unumstrittene Haltung. «Wir können nicht bloss Taschentücher zum Tränenabwischen in die Ukraine schicken», sagt Zuzana Caputova, die 2019 überraschend gewählt wurde.
Zum Interview
Deutschland: Der Bundestag setzt Hartz-IV-Sanktionen aus: Beziehern von Grundsicherung soll bis Jahresende nach Pflichtverletzungen keine Kürzung des Geldes mehr drohen. Das hat der Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalition beschlossen. Die Aussetzung der Sanktionen ist als Zwischenschritt bis zur Einführung eines von den Sozialdemokraten durchgesetzten Bürgergeldes gedacht, welches das Hartz-IV-System ersetzen soll.
Zu den neusten Entwicklungen in der deutschen Politik
Der griechische Komponist Vangelis ist tot: Berühmt wurde er mit Kompositionen für Filme wie «Die Stunde des Siegers», «Blade Runner» oder «1492 – Die Eroberung des Paradieses». Am Dienstag starb der Oscar-Gewinner mit 79 Jahren in einem französischen Spital. Vangelis, mit bürgerlichem Namen Evangelos Odysseas Papathanassiou, galt als einer der Pioniere elektronischer Musik.
Zu den neusten Nachrichten aus der Kultur

  • Website will Verwirrung unter russischen Generälen schaffen!

  • Am Mittwoch ging die Seite WasteRussianTime.today online. Ihr erklärtes Ziel: Maximale Verwirrung unter russischen Generälen und Regierungsvertretern, ausgelöst durch Tausende Telefonstreiche. Jeder soll die Website besuchen können und dort nach einem Klick auf einen Button zwei zufällig ausgewählte Vertreter des russischen Militärs, der Geheimdienste und der Regierung miteinander verbinden. Nutzer der Website sollen dann zuhören können, wie sich die zwei Menschen an beiden Enden der Leitung verwirrt fragen, warum sie gerade miteinander sprechen müssen. „Wer am Telefon hängt, kann keine Bomben werfen. Kann keine Soldat*innen koordinieren. Kann keine Invationspläne schmieden. Es bringt also vor allem erstmal ein bisschen mehr Chaos in die Russische Regierung. Krieg können wir nicht. Aber wir können ablenken und spielen“, heißt es auf der Website.

  • Auto weggenommen: Fürstin Charlène von Albert bevormundet?
    Fürstin Charlène musste angeblich ihren Geländewagen abgeben.
    Kurier.at

  • Auf den ersten Blick schaut es so aus, Man muss aber auch den Fürsten verstehen, der seine Mutter (Grace Kelly) durch einen Unfall just auf dieser etwas gefährlichen kurvenreichen Straße, die Fürstin Charlene befahren muss, verloren hat. Die Angelegenheit ist verzwickt. Ob ein Chauffeur (oder eine Chauffeurin) die richtige Lösung ist?
  • „Auto wegnehmen“ ist eine Sache, mit der auch ich konfrontiert war. Mein wichtigster Mitarbeiter, der mir den Laden bei meinem Hauptkunden „geschupft“ hat und der für mich eigentlich unverzichtbar war, hat seiner Frau ein Auto versprochen, wenn diese künftig nicht mehr raucht. Das ging einige Wochen gut, dann hat die Dame zuerst heimlich wieder geraucht, später schon öffentlicher. Daraufhin hat er ihr tatsächlich das Auto wieder weggenommen. Kurze Zeit später erschien der Mitarbeiter ganz aufgelöst bei mir und forderte 3 Wochen Urlaub – mitten in einer schwierigen Auftragslage. Seine Frau hatte die Scheidung eingereicht und er wollte auf einem gemeinsamen Urlaub seine Ehe retten. Was blieb mir übrig, als diesen Urlaub zu gewähren?  Es kam aber dann doch nicht dazu. Die Frau hatte endgültig von ihm genug und bestand auf Scheidung, die dann auch folgte!
  • Auch beim Fürstenpaar soll der Ehesegen gehörig schief hängen!
  • Ich wünsche einen schönen Tag
  • A.C.

 

 

 

 

 

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