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20. MAI 2020 – Mittwoch

20.05.2020 | Tageskommentar

 

WIESBADEN: DER ANFANG VOM ENDE DES LOCKDOWNS

DIE HELDEN:

Der Intendant als Ermöglicher

Sogar die „New York Times“ war angereist – wann war das je in Wiesbaden erlebt?

Der Sänger mit Pioniergeist und Mut – und ohne volle Hose!

ZUM VIDEO (4 Minuten)

Bass Günther Groissböck: Da schießt er fort über Land und Meer
Günther Groissböck gibt den ersten Liederabend im wiedereröffneten Wiesbadener Staatstheater.
Frankfurter Rundschau

An Audience Comes Out of Lockdown for Schubert and Mahler
Observing social distancing, a German theater cautiously restarted live concerts.
http://www.nytimes.com/2020/05/19/arts/music/germany-music-coronavirus.html

In Österreich haben wir nur „Helden auf Verdacht“!

Andrea Mayer ist die neue Staatssekretärin für Kunst und Kultur
Andrea Mayer bei ihrer Präsentation durch Vizekanzler Werner Kogler. Foto: BMOEKS / Facebook

Designierte Heldin? Wir werden sehen. Meine Unterstützung hat sie – über Parteigrenzen hinweg! Mit diversen Betonköpfen wird sie es schwer genug haben. Kann sie sich durchsetzen?

A.C.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Liederabend vor Publikum von Günther Groissböck in Wiesbaden

Die „Neue Normalität“? Günther Groissböck ist der „Bannbrecher“

ZU INSTAGRAM

Wiesbaden

Im Flugzeug herrschen andere Regeln

 

ZU INSTAGRAM

Fritz Krammer: Sehe ich die Fotos vom Flug der Volles und des Liederabends  Groissböck (Zuschauerraum) greife ich mir an den Kopf.
Wer sind die I…, die diese Sonderregelungen für Theater ausgeheckt haben?
Ich kann mir den Salzburg 2020 Sitzplan so nicht vorstellen. Das darf eigentlich nicht sein? Nicht einmal zum 100 Jahrestag.

Österreich
Aufatmen in der Kulturbranche
Die Kür Andrea Mayers zur Kunst- und Kulturstaatssekretärin findet in der Branche einhellige Zustimmung. Freischaffende loben die Wahl ebenso wie die Leitenden der großen Kulturtanker von Wien bis Bregenz. Mit ihrer Ansage, als oberste Priorität für eine rasche finanzielle Krisenhilfe einzutreten und umgehend die Modalitäten zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs klären zu wollen, konnte sie zusätzlich punkten.
https://orf.at/stories/3166327/

„I hob a Freude an Kunst und Kultur“

„Einen echten Profi“ habe er gefunden, so Vizekanzler Werner Kogler heute Dienstag, als er Andrea Mayer als neue Staatssekretärin für Kunst und Kultur vorstellte. „Krisenfest“, sei sie, „professionell, kompetent und engagiert“. Und: „Sie wird überzeugen, weil sie sich auskennt.“
DrehpunktKultur

Andrea Mayer: „Ich kenne alle Player“
Die neue Staatssekretärin genießt als ehemalige Spitzenbeamtin das Vertrauen der Künstler. Ihre Verhandlungsposition ist aber keine einfache.
https://www.diepresse.com/5815804/andrea-mayer-ich-kenne-alle-player

Grüner Fachkräftemangel
Ein „echter Profi“, „krisenfest“, „mit Managementqualitäten“. Eine, die „sich auskennt“, die eine „intime Kenntnis“ der Kulturlandschaft Österreichs hat. So wurde die neue Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer am Dienstag noch vor ihrer offiziellen Vorstellung von Kulturschaffenden und schließlich auch von Vizekanzler Werner Kogler bezeichnet.
Wiener Zeitung

Sie hat es leicht und schwer zugleich. Leicht, weil sich ihre Vorgängerin so überhaupt nicht durchsetzen konnte und überdies von der „Materie“ keinen blassen Schimmer hatte,  schwer, weil ihre unmittelbaren Vorgesetzten erstens auch keinen blassen Schimmer und so überhaupt kein großes Interesse, keinerlei tiefere Beziehung zu Kunst und Kultur haben. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass ein großes Übel dieser Welt darin liegt, dass die klugen Menschen voller Zweifel, die dummen aber von sich voll überzeugt sind. Vorsichtshalber füge ich hinzu, dass ich da niemand direkt vor Augen sehe!

Ich  werde mich hüten, hier selbst meine Meinung äußern, ich lasse das Kompetentere tun, zumindest Leuten, die Ihre Meinung selbst und ohne Angriffe von Besserwissern in diversen Foren vertreten können. So wie etwa Reinhard Kriechbaum in „Drehpunkt Kultur“ über den eigentlichen Kulturchef, den Vizekanzler Werner Kogler:

Aber es ist wohl so – das hat sich in diesem Pressegespräch aufs Neue bestätigt, dass unser Kulturminister in Kultur-Belangen nicht einmal für Sonntagsreden taugt. Schon toll, wenn der fachzuständige Minister „über die Bedeutung von Kunst und Kultur“ schwadronniert: „Man sieht, wie wichtig sie ist, weil sie uns so abgeht. Es fehlt uns eben was.“..

Über die neue Kultur-Heilige (warum haben wir die über viele Jahre hinweg so gut versteckt?): Ebenfalls ganz vorne auf ihrer Liste steht die Wiederöffnung. „Kunstschaffende wollen arbeiten, nicht finanziert werden“, so Andrea Mayer, denn „sie gehören eben zur Normalität, dafür stehe ich“. Deshalb sei es auch für die Institutionen wichtig, „wieder in einen Betrieb zu kommen, der unter den gegebenen medizinischen Bedingungen möglich ist. Es kann nicht sein, dass die Kulturinstitutionen geschlossen haben.“

Ihr Wort in die Ohren unseres Kanzlers (da ist sicher Platz genug) wie auch des Gesundheitsminister-Darstellers!

10 Fragen an Tomasz Konieczny: „Ich sehe nach vorne mit großer Hoffnung… Ja, die Welt wird nach der Krise besser“

Tomasz Konieczny, der Pianist Lech Napierala und die polnische Botschafterin in Wien, Jolanta Roza Kozlowska während der Proben in der ehrwürdigen Polnischen Botschaft in Wien. Foto (c) Andreas Schmidt

Dieses Interview entstand während dreier spannender Tage in der Polnischen Botschaft im schönen Wien-Hietzing. Die wunderbare Gastgeberin, Frau Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska, ermöglichte dem polnischen Bass und Bassbariton gemeinsam mit seinem in Wien lebenden Pianisten Lech Napierala in einem wunderbaren Salon mit Steinway-Flügel seelenreiche und nachhaltige Proben und Aufnahmen – vor allem von russischen und polnischen Liedern.
Erfrischende und kreative Gespräche mit Frau Botschafterin Kozlowska sowie der Hietzinger Bezirksvorsteherin Magistra Silke Kobald ließen erahnen, dass in nicht ferner Zukunft neue kreative und spannende Kulturprojekte in diesem gesegneten Gemeindebezirk für Aufsehen sorgen werden.
Tomasz Konieczny ist am 10. Januar 1972 in Łódź (Lodsch) geboren, der mit knapp 700.000 Einwohnern drittgrößten polnischen Stadt nach Warschau und Krakau.
Interview: Andreas Schmidt
Klassik-begeistert

Lesen Sie ein hochinteressantes Interview. Tomasz Konieczny ist ein Schöngeist, glaubt an das Gute im Menschen. Er ist noch nicht so lange auf der Welt wie ich!

Künstleragenturen in der Krise: Arbeit ohne Gewinn
Künstleragenturen kämpfen um Ausfallhonorare für ihre Sänger und stehen im Kultur-Lockdown doch selbst am Abgrund.
Münchner Merkur

Nichts ist so analog wie Chorsingen
Es gibt mehr Chöre als Fußballvereine: 2.240 Vereine zählt der Österreichische Fußball Bund. 3500 Chöre sind Mitglied im Chorverband Österreich. Vierhundert Mitglieds-Chöre gibt es allein im Bundesland Salzburg. „Dabei geht längst nicht jeder Chor gleich zum Chorverband. Die Dunkelziffer ist hoch.“
DrehpunktKultur

Wussten Sie das? Ich nicht, ich lerne dazu und bin somit Krisengewinner!

Österreich: „1, 2, 3“-Öffi-Ticket oder eins, zwei, drei Grün-Wähler weg
Die Presse

Strafen wegen privater Besuche: Niederösterreich will Geld zurückzahlen
Niederösterreich sucht nach Gerichtsurteil kulante Lösung für ähnliche Fälle
Die Presse

Es ist unfassbar, da lassen sich doch wirklich Menschen von Politikern, die sie gewählt haben, etwas verbieten! Nämlich den Besuch bei Freunden! Wenn Sie zwischen der verordneten Angsterfüllung einige Augenblicke Zeit haben, denken Sie einmal darüber nach – natürlich nur, wenn Sie sich bereits wieder selbstständig denken trauen. Das Denken hat nämlich die Regierung zwischenzeitig für uns übernomen.

Und dabei ist viel Blödsinn rausgekommen, zum Beispiel dass Menschen, die sich ohne triftigen Grund (der Kanzler hat deren vier genannt, was darüber hinaus als Grund empfunden wurde, war/ ist strafbar) auf der Straße aufgehalten haben, von der Polizei abgestraft werden können. Ein Niederösterreicher sollte 600 Euro blechen und hat dagegen berufen. Ein Gericht gab ihm recht. Jetzt zahlt Niederösterreich allen Abgestraften ihr Geld zurück bzw. exekutiert die Strafen nicht. Derartige Urteile fehlen aber in anderen Bundesländern: 

Also:  Auf, auf zum lustigen Klagen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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