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20. MÄRZ 2022 – Sonntag

20.03.2022 | Tageskommentar

 

„Stimmen für den Frieden“ in der Stadthalle
Unter dem Motto „Stimmen für den Frieden“ findet am Sonntag, dem 20. März, in der Wiener Stadthalle ein Benefizkonzert zugunsten „Nachbar in Not“ statt. Auf der Bühne stehen etwa Rolando Villazon, die Wiener Sängerknaben und Musicalstar Ana Milva Gomes.
https://wien.orf.at/stories/3146682/

„Stimmen für den Frieden“ erklingen am 20. März in der Wiener Stadthalle
stadthalle.com

Wiener Staatsoper: Heute Umbesetzungen bei „Rigoletto“

Am 20. März (Rigoletto) singt Rosa Feola (Gilda), Isabel Signoret (Giovanna) und Johanna Wallroth (Gräfin Ceprano).

WIEN/ Staatsoper: VOR DER WOZZECK-PREMIERE (Premiere Montag, 21.3.2022)

Christian Gerhaher über „WOZZECK“: Eine perfekte Oper

Christian Gerhaher. Foto: Gregor Hohenberg/ Sony

Aus dem Interview in der Webseite der Wiener Staatsoper: Es ist eine grundsätzliche Frage bei jeder nicht gerade sakralen Vokalmusik, wie sehr der ursprüngliche Text Opfer der späteren Vertonung geworden ist. Hier ist kein Unrecht geschehen: Wozzeck würde ich diesbezüglich als Idealbeispiel einer Literaturoper bezeichnen (übliche Libretti werden ja geschrieben, um vertont zu werden), und noch dazu eine geglückte, weil die Büchner’sche Vorlage vom Komponisten recht weitgehend respektiert wurde, radikale Kürzungen ausgeblieben sind und insgesamt der vertonte Text dem Dramenfragment Woyzeck doch äußerst ähnlich geblieben ist – besonders in ihrer für eine Oper dringend notwendigen Kürze und Sinnverdichtung…

WEITERLESEN/ Wiener Staatsoper.

https://www.wiener-staatsoper.at/die-staatsoper/medien/detail/news/eine-perfekte-oper/

Informationen und Karten für Wozzeck

 

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Lisette Oropesa besuchte das Mozart-Denkmal
isetteoropesa

Tonight is our 3rd performance of #Entführung and I couldn’t be more excited to sing for this packed house @wienerstaatsoper ! Mozart’s music has such a wonderful effect on the listener and on the performer as well (sometimes it’s incredibly scary and anxiety inducing!) but it always comes around to the sublime. There are some moments in this opera that send shivers down my spine every time!

 

ZU INSTAGRAM

Salzburg: Wird es eng für Teodor Currentzis? (Bezahlartikel)
Eine Verschiebung in München könnte solche Folgen haben, dass dies eine Opernproduktion der Salzburger Festspiele tangieren könnte. Die „geopolitische Lage“ bringt Unbilden im Kulturbetrieb. Denn „aufgrund der geopolitischen Lage“ werde die Oper „Koma“, die am 22. Mai Premiere gehabt hätte, auf 2024 verschoben, teilte die Bayerische Staatsoper in München mit. „
SalzburgerNachrichten

Wegen des Ukraine-Kriegs: Tugan Sokhiev dirigiert nicht in New York
Er hat bereits seine Hauptämter in Moskau und Toulouse niedergelegt: Der russische Dirigent Tugan Sokhiev sieht sich zu einer unmöglichen Wahl gezwungen.
Tagesspiegel.de

Münchner Philharmoniker: Daniele Gatti übernimmt Konzerte von Valery Gergiev im Mai ¬

Daniele Gatti übernimmt die sechs Konzerte der Münchner Philharmoniker im Zeitraum 12. bis 17. Mai anstelle von Valery Gergiev in München, Hamburg und Paris.

Aufgrund der Umbesetzung kommt es zu Änderungen im Programm: Auf dem ersten Konzertprogramm stehen statt der 7. Symphonie von Dmitrij Schostakowitsch dessen 5. Symphonie sowie die Symphonie Nr. 29 von Wolfgang Amadeus Mozart. Im zweiten Konzertprogramm wird aus dispositorischen Gründen statt der Uraufführung von Thierry Eschaichs neuem Violinkonzert das 1. Violinkonzert von Max Bruch mit Solist Renaud Capuçon aufgeführt, im zweiten Teil bleibt es bei Anton Bruckners 9. Symphonie. Ein Nachholtermin für die Uraufführung des Violinkonzertes von Eschaich ist gemeinsam mit der Elbphilharmonie Hamburg und der Philharmonie de Paris in Planung.

Das geänderte Programm finden Sie in unseren „Infos des Tages“

So ändern sich die Zeiten. ZUr Me Too -Zeit war Daniele Gatti einige Zeit lang eine Unperson. Das ist vergessen! Gergiev überstrahlt als Buh-Mann alles bisher Dagewesene. Und Gatti darf ihn ersetzen. Ist Me Too nun vergessen, alles vergeben?

Das erinnert mich an das wohl wirksamste Hausmittel gegen Zahnschmerzen. Legen sie die Hand doch ganz einfach auf eine heiße Herdplatte – ich garantiere, dass Sie an Ihre Zahnschmerzen gar nicht mehr denken!

 Dresden / Semperoper: ANGELA GHEORGHIU ALS TOSCA IN EINER „SEMPER-ESSENZ“-AUFFÜHRUNG – 18.3.2022

Obwohl es an der Semperoper eine recht gute Inszenierung von Giacomo Puccinis „Tosca“ (Johannes Schaaf) gibt und voller Spielbetrieb wieder möglich ist, läuft zurzeit unter dem Titel „Semper Essenz“ eine Bearbeitung der bekannten Oper mit „konzertanten Höhepunkten“, d. h. eine „Kurzfassung“ von Heike Maria Jenor (Szenisches Konzept und Einrichtung), konzertant und halbszenisch, in unterschiedlichen Besetzungen. Auf der Bühne wird dafür Sempers großes Konzertzimmer aufgebaut, in dem die Sächsische Staatskapelle wie bei ihren Symphoniekonzerten Platz nimmt. Davor agieren die Sängerinnen und Sänger auf schmalem Raum zwischen den beiden Proszeniums-Ausgängen in relativ einfachen, aber stilvoll charakterisierenden Kostümen für Angelotti, Cavaradossi, Mesner usw., Scarpia erscheint im Frack der Empire-Zeit und Tosca in sehr aufwändig geschneiderter großer Robe. Der Ort der Handlung wird für den 1. Akt mit Farbaufnahmen von Decke und Wandansatz einer Barockkirche, für den 2. Akt das Gleiche vom Palazzo Farnese und für den 3. Akt mit einem Blick auf den großen Engel der Engelsburg auf die Teilflächen der Rückwand des Konzertzimmers projiziert (Licht: Jens Klotzsche), was einen gebrochenen Blick auf das Handlungsgeschehen assoziiert...

Zum Bericht von Ingrid Gerk

Amsterdam
Der Mythos in Zeiten von Corona – Manfred Trojahns jüngste Oper in Amsterdam uraufgeführt
NeueMusikzeitung/nmz.de

Interview mit der Sopranistin CATHERINE FOSTER:

Catherine Foster. Foto: Uwe Arens

Ich hatte das große Vergnügen Frau Catherine Foster am Vorabend am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wiederholt als ELEKTRA zu genießen und durfte die großartige, charmante, unkomplizierte Sängerin nach dem Frühstück im Hotel interviewen.

ZUM INTERVIEW (Gerhard Hoffmann)

London
Peter Grimes (Royal Opera House)
Allan Clayton is a Grimes for today in Deborah Warner’s heart-breaking and insightful update.
https://limelightmagazine.com.au/reviews/peter-grimes-royal-opera-house/

Peter Grimes at the Royal Opera House
https://operatoday.com/2022/03/peter-grimes-at-the-royal-opera-house/

TTT Vinylschätze 15 – Tempi passati: Concierto De Aranjuez, 1940, Joaquin Rodrigo, (1901–1999)  

  1. Pepe Romero – Neville Marriner – Academy St. Martin In The Fields,  1976, Adagio,
  2. Narciso Yepes – Odón Alonso Lovely – Orquesta Sinfónica de Radiotelevisión Española,   1969

 

https://www.youtube.com/watch?v=K9PuOfKQ0VA      11.29 Min.

 Pepe Romero  (* 1944 Malaga)  spanischer Gitarrist

 Sir Neville Marriner  (*  1924  † 2016) britischer Dirigent und Violinist.

https://www.youtube.com/watch?v=KLYK9FytGrE&list=RDKLYK9FytGrE&index=1     22.06 Min.             
Narciso García Yepes(*  1927 † 1997 spanischer klassischer Gitarrist und Komponist.

Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester von Joaquin Rodrigo  

 https://de.wikipedia.org/wiki/Concierto_de_Aranjuez

 

LINZ / Musiktheater: Musical TITANIC von Maury Yeston und Peter Stone
18. März 2022 (Premiere 6. Feber 2022)

 

Hochmut kommt vor dem Fall. Eines der schrecklichsten Beispiele für die verhängnisvollen Folgen schrankenloser wie verantwortungsloser Gigantomanie lieferte 1912 der Untergang der Titanic, des damals größten Schiffs der Welt, auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York. Eine Kollision mit einem im Nebel zu spät wahrgenommenen Eisberg führte zur Katastrophe. Von 2208 Menschen überlebten nur 712. In den Rettungsbooten waren 450 Plätze leergeblieben.

Als 1997 am Broadway zu hören war, dass ein Titanic-Musical in Vorbereitung wäre, war viel von angeblichen Pleiten und Pannen die Rede. Die Bedenken waren groß, dass sich eine Schiffskatastrophe derartigen Ausmaßes kaum auf die Bühne bringen ließe. Da müsste schon ein monumentaler Hollywoodfilm her. Und dieser Hollywood-Blockbuster – mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet in den Hauptrollen – feierte tatsächlich im selben Jahr seine Premiere wie das Musical, das mit dem Film bis auf den Titel aber wenig gemein hat. Allen Warnungen zum Trotz wurde es ein mit mehreren Tony-Awards ausgezeichneter Erfolg. Am Broadway lief Titanic zwei Jahre hindurch und wird bis heute in vielen Ländern auf die Bühne gebracht. In Österreich zuerst 2012 auf der Felsenbühne von Staatz, exakt 100 Jahre nach der Katastrophe, und nun erstmals indoor in Linz…

…Begeisterter, lang anhaltender Applaus des sichtlich ergriffenen Publikums im ziemlich ausverkauften Großen Saal des Linzer Musiktheaters. Vorstellungen gibt es noch bis Anfang Juli. Wer hingeht, wird nicht enttäuscht sein.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Dresden / Staatsoperette: „DER VETTER AUS DINGSDA“ ZWISCHEN TRAUM VOM GLÜCK UND GESELLSCHAFTSKRITISCHEM HINTERGRUND

Eduard Künnekes Operette in drei Akten „Der Vetter aus Dingsda“ ist mit Abstand sein erfolgreichstes Stück. Uraufgeführt 1921 in Berlin-Schöneberg, am Nollendorfplatz, haben seine zündenden, opernnahen Melodien und die witzigen Texte der beiden Librettisten Herman Haller und Fritz Oliven (Rideamus) bis heute nichts von ihrer Spritzigkeit und Publikumswirksamkeit eingebüßt, nur die typische Operettenhandlung von der reichen, begehrenswerten, treu und aufrichtig platonisch verliebten jungen Schlossbesitzerin mit allerlei Verwechslungssituationen erscheint aus heutiger Sicht ziemlich oberflächlich, leicht und „süß“, war aber auch damals nicht wirklich ernst gemeint.

Zum Bericht von Ingrid Gerk

Buchbesprechung

 

Leo Lukas: MÖRDER POINTEN
Kriminalroman
240 Seiten, Carl Ueberreuter Verlag, 2022 

Also, einmal abgesehen davon, dass schon die erste topographische Angabe des Buchs nicht stimmt, denn die Badner Bahn fährt nicht „vor dem Hotel Bristol“ ab, sondern vis à vis (da liegt noch die ganze Ringstraße dazwischen) – abgesehen davon fühlt sich der Leser bei Leo Lukas, so er seinen vorangegangenen Roman „Mörder Quoten“ gelesen hat, sofort auf vertrautem Terrain. Denn er begegnet wieder dem seltsam-mysteriösen Auftragsmörder Bravo, der schon durch das erst Buch gehuscht ist. Auch wieder dabei: „Pez“ eigentlich Peter Szily, hier nicht mehr, wie im ersten Buch, Ich-Erzähler. Er ist von Beruf Kabarettist und Comedian, aber offenbar öfters mit der Aufklärung von Morden beschäftigt. Und wieder kommt die Kriminalinspektorin Karin Fux, die hier eine größere Rolle hat als im ersten Buch. Also – Killer, Komiker, Kriminalistin, wie man so schön zu Werbezwecken alliterieren kann…

Anfangs sterben drei Kabarettstars innerhalb von Tagen, kein Wunder, dass die Polizei von einem Serienmörder ausgeht. Unheimlicherweise baut der Autor mitten im Buch das Ich-Geständnis eines (einer?) noch Unbekannten ein, der/die schon drei „Zeugen seiner Schande“ erledigt hat, aber von weiteren spricht. Logisch, dass einer davon Pez sein könnte…

Der wiederum lockt – in einer absolut und total unglaubwürdigen Sequenz – den Auftragsmörder in eine Falle, in der Absicht, diesen auf der Suche nach dem Täter einzuschalten. Der Mann hat schließlich Expertise und Verbindungen in die dunkelsten Kreise…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Das Stück Verlogenheit in der österreichischen Sicherheitspolitik Bezahlartikel
Die Bedrohungen werden realer, doch die Bundesregierung setzt auf ein Scheinkonstrukt, um trotz Neutralität an einen Nato-Beistand zu kommen.
Die Presse.com

Doch Verschärfungen: Maskenpflicht in Innenräumen kehrt zurück
Groß ist der Druck der Fachleute und auch der Infektionszahlen geworden: Am Freitag hat Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) Abstand davon genommen, derzeit ohne Verschärfungen durch die Omikron-Welle zu kommen. Nun wird nächste Woche die Maskenpflicht in Innenräumen wieder eingeführt. Damit in den Spitälern der Betrieb aufrechterhalten werden kann, sollen auch die Quarantäneregeln für Erkrankte gelockert werden.
https://orf.at/stories/3254298/

Österreich
Virologe Krammer resigniert: „Ich hab’s aufgegeben“
Einer der führenden Virologen macht seiner Meinung zum österreichischen Coronamanagement über Twitter Luft.
Kurier.at

Der lange Weg einer jungen Aborigine-Frau: Verschleppt, vorgeführt – aber nicht vergessen
Von Australien über die USA nach Deutschland: Sussy Dakaro wurde als »exotische Wilde« im Zirkus und in Zoos präsentiert, bis sie mit 17 Jahren in Wuppertal starb. Kommen ihre Überreste zurück in ihre Heimat?

Ich wünsche einen schönen Sonntag!

A.C.

 

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