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20. JUNI 2022 – Montag

20.06.2022 | Tageskommentar

 

HEUTE Wiener Staatsoper: Musikalische Neueinstudierung CAPRICCIO durch Philippe Jordan. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan, der bereits die Premiere der Produktion von Marco Arturo Marelli 2008 dirigierte, steht ab Montag, 20. Juni 2022 Richard Strauss‘ Capriccio in einer Musikalischen Neueinstudierung auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper.

Die Besetzung bringt zahlreiche Rollendebüts am Haus, so sind erstmals Maria Bengtsson als Gräfin, Adrian Eröd als Graf, Daniel Behle als Flamand, Andrè Schuen als Olivier, Christof Fischesser als La Roche sowie Michaela Schuster als Clairon zu erleben.

Über Capriccio

Die Theaterbühne als Abbild der Realität, als Ort, an dem sich der Mensch erkennt und sein wahres Antlitz erblickt: Dies war es, was Richard Strauss in seinem milden, altersweisen und sehr heiterem Werk Capriccio vermitteln wollte. Capriccio ist eine Oper über das Kunstwerk Oper, es schildert in unterschiedlichen Ebenen die Geburt eines Werkes. Es stellt theoretische Prinzipien der Bühnenpraxis gegenüber und lässt feinsinnige Künstlernaturen mit einem geerdeten Theaterdirektor zusammenkommen. Zahllose, ironisch verstandene Gemeinplätze – von den angeblich schlechten Libretti der italienischen Opern bis hin zum lauten Orchesterapparat, der die Sänger zudeckt, dem gelangweilten Publikum, das nur auf die hohen Töne des beliebten Tenors wartet und dass man bei sanfter Musik am besten schlafen würde – werfen zudem einen satirischen Blick auf das gesamte Operngeschehen. Musikalisch spinnt Strauss feine Fäden: Kammermusikalisch der Beginn, er zitiert Eigenes und Fremdes, wirft einen Blick in die Musikgeschichte und findet mit der »Mondscheinmusik« zu einem der berühmten Schlager der Opernliteratur.(Quelle: Wiener Staatsoper)

Musikalische Neueinstudierung: 20. Juni 2022
Weitere Vorstellungen: 23., 27., 30. Juni 2022

Heute: Verfügbare Karten für Capriccio

Wiener Staatsoper: Umbesetzungen

Pavel Petrov singt in Die Zauberflöte statt Saimir Pirgu die Partie des Tamino.

Marcus Pelz singt statt Clemens Unterreiner den Haushofmeister in Capriccio.

Daniel Kluge singt in Falstaff anstelle von Andrea Giovannini die Partie des Bardolfo, Ilja Kazakov anstelle von Artyom Wasnetsov die Partie des Pistola.

Ildebrando D’Arcangelo singt statt Ildar Abdrazakov die Rolle des Selim in Il turco in Italia und singt statt Ildar Abdrazakov auch in der Rossini-Gala am 8. Juli.

Am 28. Juni singt Pietro Spagnoli statt Carlos Chausson die Rolle des Don Magnifico in La cenerentola.

Van-Cliburn-Klavierwettbewerb 2022: Eine Russin und ein Ukrainer unter den Preisträgern

Foto: The Cliburn/ Richard Rodriguez

Am Samstag ging im texanischen Fort Worth der 16. Internationale Klavierwettbewerb Van Cliburn zu Ende – mit einem Finale, das aus einem Hollywood-Drehbuch stammen könnte. Die sechs Finalisten kommen aus Russland, der Ukraine, Belrus, Südkorea und den USA. Die Wettbewerbsleitung hatte sich im Vorfeld explizit dagegen ausgesprochen, Teilnehmer aus politischen Gründen auszuschließen.

http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/van-cliburn-klavierwettbewerb-2022-texas-yunchan-lim-gewinner-100.html

Berlin/ Staatsoper
Ein gruslig-kulinarisches Theaterfest – Giacomo Puccinis „Turandot“ an der Staatsoper Oper Berlin
NeueMusikzeitung/nmz.de

Foto: Matthias Baus

Turandot: Die Prinzessin und ihr Stalker
BerlinerMorgenpost.de

„Turandot“ unter den Linden: Zubin Mehta bringt das Haus zum Kochen
iese Premiere fiel auf den bisher heißesten Tag des Jahres 2022. Dass die gefühlte Temperatur in dem gut klimatisierten Opernhaus ebenfalls Rekordwerte erreichte, lag aber am Dirigenten, dem Altmeister Zubin Mehta. Vom ersten Takt an stellte er seine Kompetenz in Sachen Puccini, und speziell Turandot unter Beweis und führte Chor, Orchester und Solisten mit sicherer Hand durch diese komplizierte Partitur.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Bei Arte TV ist diese „Turandot“ abrufbar. Überzeugen Sie sich selbst von Philipp Stölzls Version

München
Tosca“ im Gärtnerplatztheater: Ensemble schlägt Stars

Oksana Sekerina als Tosca am Ende der Oper. © Christian P. Zach

Puccinis „Tosca“ in neuer Besetzung im Münchner Gärtnerplatztheater. Die Bayerische Staatsoper möbelt regelmäßig die triste Ruine einer schwachen Inszenierung von Luc Bondy mit ein paar Stars auf. Dagegen setzte das Gärtnerplatztheater 2019 das Remake einer eher schwachen Produktion aus Wuppertal und Klagenfurt. ie hatte bei der Premiere den zusätzlichen Schönheitsfehler, in allen Hauptrollen mit sonst am Haus nicht beschäftigten Allerweltsgästen besetzt zu sein. Was die Frage aufwarf: Braucht München wirklich zweimal Giacomo Puccinis „Tosca“?
Münchner Abendzeitung

LEIPZIG/Alte Nikolaischule: Vernissage der Wagner Plakate-Ausstellung „Wie, hör‘ ich das Licht?“ am 17. Juni 2022

 

Am 17. Juni 2022 – und es wurde damit de facto der Auftakt zu den Wagner-Wochen der Oper Leipzig „Wagner 22“ – fand die festliche Eröffnung der Wagner Plakate-Ausstellung „Wie hör‘ ich das Licht?“ von Kurator Dr. Klaus Billand aus Wien mit einer Vernissage in der Wagner-Aula der Alten Nikolaischule Leipzig statt.

Zum Glanz der Veranstaltung trug neben den Mitwirkenden auch ein hochkarätiges, aus allen Kreisen des Leipziger Kulturlebens kommendes Auditorium bei.

Zum Bericht von Dr. Christiane Meine/Leipzig

Leipzig
Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer über „Wagner22“ und seine Zeit an der Oper Leipzig MDR.de

Festtage: Wagner 22: „Dass Leipzig die Geburtsstadt Richard Wagners ist, darum werden wir weltweit beneidet!“
MDR.de.klassik

Augsburg

BONN: ERNANI von Giuseppe Verdi

Copyright: Oper Bonn

„Ernani“ gehört zu den Opern Giuseppe Verdis, um die Theater und Regisseure für gewöhnlich einen Bogen machen. An der Oper Bonn hat sich Roland Schwab der auf Victor Hugo zurückgehenden Verkettung archaischer Leidenschaften angenommen und zeigt, wie man selbst dieses extreme Libretto Francesco Maria Piaves mit Bravour in eine packende und überzeugende Erzählung verwandeln kann.

Schwab bleibt am Stück, er überschreibt nicht und unterlegt keinen Subtext. Er nimmt die Personen in ihrer Hysterie und mit ihren Kolportage-Zügen radikal ernst. Damit gleicht er den Mangel an Psychologie aus…

Zum Bericht von Werner Häußner

St. Koloman
Seltsame Oper: Chats von Sebastian Kurz vertont: „Der Prätorianer oder die Zärtlichkeit des Thomas S.“
Bei der Oper ging es um heikle wie hochpolitische Materie: Das Libretto basiert hauptsächlich auf Chats, die Sebastian Kurz und Thomas Schmid einander geschickt haben
DerStandard.at.story

Laura Rieger und Anita Giovanna Rosati. Foto-Credit: Marieluisa Lenglachner

Das Video des Live-Mitschnittes finden Sie aktuell direkt auf der Startseite von
https://der-praetorianer.at/

Heute im ORF-Kulturmontag: Die Chatprotokolle am Dorfplatz – Die Kulturinitiativen von St. Koloman

St. Koloman ist eine idyllische Salzburger 1.800-Seelen-Gemeinde in der Nähe von Hallein. Dass hier wesentlich mehr los ist als in Dörfern und Städtchen ähnlicher Größe liegt an Patrick Sellier, einem deutschen Start-up-Finanzier, der sich vor zehn Jahren im Ort niedergelassen hat…

In St. Koloman geht es hochkarätig weiter: am 1. Juli

 

 

Interview
Arabel Karajan: „Für die Oper war meine Stimme und Disziplin nicht groß genug“
Arabel Karajan ist die Tochter des weltberühmten Dirigenten Herbert von Karajan. Die 58-Jährige singt und spielt Schlagzeug in einer Undergroundband. Außerdem engagiert sie sich als Umweltaktivistin. Nervt es sie, dass sie jeder auf ihren Vater anspricht?

Arabel Karajan: Da bin ich mir nicht sicher. Seine waren in jedem Fall magisch; extra versichert waren sie nicht, obwohl er mit seinem Rennautofaible ja nicht ganz ungefährlich lebte…

DieWelt.de

Aus unserem Diskussionsforum zum Thema „Neue Sitten und Gebräuche“ in den Theatern:

Beitrag „Christine“ : „aber mich stören die Besucher, die kurz mal vorbeischauen, ständig aufs Handy starren, sich offensichtlich langweilen und tratschen – und die werden immer mehr, je mehr man sich gezwungen sieht, das Haus mit Billigstkarten zu füllen“.

Wieso gehen diese Leute überhaupt in die Staatsoper? Wer drängt ihnen die Karten auf? Wieso nehmen sie die Karten überhaupt an? Das klingt ja fast schon so, als würden diese Leute unter Druck gesetzt. Welchen Preis zahlen sie um kurz mal vorbei zu schauen? Und offenbar sagt ihnen auch nicht zu, was sie in der Oper hören und sehen.“ (Zitat Ende)

Als ich von meinen „Missionierungsversuchen“, die selbst bei der eigenen Tochter fehlgeschlagen sind, an dieser Stelle berichtete, musste ich mich von Diskutierern verhöhnen, meinen Umgang in Frage stellen lassen.  Nachdem „Missionierung“ nun offenbar zum Ausschreibungsprofil von Theaterdirektoren gehört und auch relativ aggressiv angewendet wird (Druck auf die Schulen, die den Druck an die Schüler weitergeben), stört es plötzlich selbst diese Diskutierer. Als ich gemerkt habe, dass ich gegen eine Wand renne, habe ich resigniert und aufgegeben. Ich habe mich um „Desinteressierte“ nicht mehr bemüht. Damit wurden zumindest keine ernsthaften Theaterbesucher gestört. Zur „Erfolgsstatistik“ konnte ich aber auch nicht beitragen!

Aktuelles „Neue Zürcher Zeitung“

Parlamentswahl in Frankreich: Macrons Allianz «Ensemble» verpasst absolute Mehrheit: Bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen verpasste die Wahlallianz von Präsident Emmanuel Macron die angestrebte absolute Mehrheit deutlich. Ensemble kommt demnach auf nur 245 Sitze, für die absolute Mehrheit wären 289 nötig. Andererseits ist das neue Linksbündnis um Jean-Luc Mélenchon weit davon entfernt, stärkste Kraft im Parlament zu werden. So liegt Nupes bei 131 Sitzen. Marine Le Pens rechtsnationale Partei Rassemblement national (RN) erreicht das beste Ergebnis in ihrer Geschichte und verzehnfacht ihre Sitze. Macron wird in den nächsten fünf Jahren Mehrheiten verhandeln müssen, um seine Politik umzusetzen.
Zum Bericht
Deutschlands Wirtschaftsminister Habeck kündigt weitere Massnahmen zur Einsparung von Gas an: Angesichts der Drosselung der Gaslieferungen aus Russland ergreift die deutsche Regierung zusätzliche Massnahmen zur Einsparung von Gas. Ziel ist es, den Einsatz von Erdgas für die Stromerzeugung und in der Industrie zu reduzieren und im Gegenzug die Befüllung der Gasspeicher zu forcieren, erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Er kündigte mehr Kohlestrom an, zudem soll ein Auktionsmodell industrielle Gasverbraucher zur Einsparung von Gas anreizen. Die Trading Hub Europe GmbH (THE) soll neue Kredite erhalten, um Gas einzukaufen.
Zum Bericht
Konservative erobern absolute Mehrheit in Andalusien: Die konservative Volkspartei PP hat in einem historischen Sieg die absolute Mehrheit in der südspanischen Region erobert. Die sozialistische PSOE von Regierungschef Pedro Sánchez landete mit 30 Sitzen abgeschlagen auf Platz zwei. Im Wahlkampf waren unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Einwanderung über das Mittelmeer Streitthemen.
Zum Bericht
 Verstappen gewinnt Formel-1-Rennen in Kanada: Weltmeister Max Verstappen gewann beim Formel-1-Krimi von Montréal ganz knapp vor Carlos Sainz im Ferrari und Lewis Hamilton. Dagegen schied der WM-Zweite Sergio Perez im zweiten Red Bull früh mit einem Defekt aus. Der WM-Dritte Charles Leclerc schaffte es mit seinem Ferrari aus der letzten Reihe nach einer Startplatzstrafe immerhin noch bis auf Platz fünf.
Zu den wichtigsten Sportmeldungen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Diesmal war es schon sehr knapp – und so soll es aus Sicht der Zuschauer auch sein. Verstehen werde ich wohl nie, dass sich Leute einen Tribünensitz irgendwo mitten an der Rennstrecke kaufen, wo sie doch im TV weit besser über den Rennverlauf informiert werden!

Wie viele Plätze sind noch frei in der EU?
Der Angriffskrieg der Russen hat offenbar die Kandidatur der Ukraine für die Europäische Union beschleunigt. Und nicht nur ihre. Die möglichen Auswirkungen auf den Kontinent ließen diese Woche auch seriöse Blätter wild spekulieren.
DiePresse.com

Sparer kommen nicht zu Geld.  Wie China die Corona-App missbraucht

Viele ehrenwerte Sparer in China erleben Wundersames und warten auf ihr Geld: Kaum näherten sie sich ihrer Bank, sprang die Seuchen-App auf Rot und sie wurden nach Hause geschickt.
Kleine Zeitung.at

Den letzten Bericht musste ich dreimal lesen, um ihn noch immer nicht zu glauben. Leider merken viele Menschen immer noch nicht, welche „Manipulationsmaschinen“ uns in letzter Zeit untergejubelt werden!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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