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20. JUNI 2020 – Samstag

20.06.2020 | Tageskommentar

 

PROMINENTE KÜNSTLER ZUR SITUATION

Das ist keine der üblichen Raunzereien, sondern echte Sorge, dass im Kulturbereich nichts mehr so wie früher sein wird. Es hat wirklich keinen Sinn, jetzt darüber zu diskutieren, was nun falsch oder richtig gemacht wurde, dazu müssen Monate vergehen – auch konkrete Zahlen vorliegen. Im Moment bin ich entsetzt, was Menschen, deren Intelligenz und deren Urteilsvermögen ich bislang sehr geschätzt habe, mit sich haben machen lassen

ZUM YOUTUBE-VIDEO

Mir ist es bei all meinem Engagement, für das ich auch in (vermeintlichem) Freundeskreis teils heftig kritisiert wurde, nie um mich persönlich gegangen. Ich komme blendend durch die Krise, habe keinerlei finanziellen wie auch anderen Verlust und eigentlich entspricht der Lockdown sogar meiner Art zu leben. Vieles von dem, was andere schmerzlich vermissen, brauche ich gar nicht. Einzig stark betroffen ist der Online-Merker, aber auch der kommt bisher überraschend gut durch die Krise. Jetzt warte ich ab, was weiter geschieht. Teil einer Farce will ich aber nicht sein!

Ich habe jedoch gelernt, hart zu kalkulieren, richtige Relationen herzustellen, Maßnahmen gegeneinander abzuwägen. Und das hat auch mich in letzter Zeit zur Verzweiflung gebracht. Dazu bedurfte es keineswegs „Einsagern“, die mehr als ich betroffen sind – ich handle nach ehrlicher, eigener Meinung. In einigen Monaten werden wir Zahlen vorliegen haben – und hoffentlich angstfreier denken können. Dann werden wir sehen, was alles kaputt gegangen ist, auch in uns !

Die Schweiz macht große Fortschritte: Bald 1000 statt bloß nur 300 Besucher

Bei dem gestrigen Stream des Wagner-Konzertes aus Genf (mit Publikum! Schager, Zeppenfeld, Dreising) soll erwähnt worden sein, dass es in Kürze 1000 anstatt 300 Zuschauer geben wird (Liederabend Jonas Kaufmann 2. Juli)

W.B.

Opernmanager und Regisseur Nicolas Joel gestorben

Nicolas Joel
Chef der Pariser Oper von 2009 bis 2014.
Kurier

Gestern war als Stream der allerletzte Auftritt von Johan Botha zu erleben
Der gestrige Stream aus Budapeast (mmnischek“ aus dem Forum hat entscheidend weitergeholfen, denn so einach ist der Link nicht zu finden) war eine traurige Sensation. Es war der letzte Auftritt von Johan Botha überhaupt (er sang den „Siegmund“ in „Die Walküre“), 5 Wochen später war er tot. Ich habe gestern auf diesen Stream hingewiesen, ohne zu wissen, um welch „Dokument“ es sich dabei handelt! Ich erinnere mich, Botha Fans haben damals sein Comeback bejubelt. Wer aber ohne Scheuklappen hingesehen hat, musste erkennen, dass da bald etwas passiert.

BAYREUTHER FESTSPIELE: Georg Freiherr von Waldenfels zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt

In der Sitzung des Verwaltungsrates vom 17. Juni wurde Georg Freiherr von Waldenfels zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Bayreuther Festspiele gewählt, er ist in dieser Funktion Nachfolger von Toni Schmid. Herr von Waldenfels gehört dem Verwaltungsrat seit 2008 an. Seit 1999 ist er im Vorstand der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth und seit Juni 2010 deren erster Vorsitzender und Schatzmeister.

1978 wurde Georg Freiherr von Waldenfels zum Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium berufen,  1987 wurde er bayerischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten, 1990 Bayerischer Staatsminister der Finanzen.

Und die nächste (halb)szenische Opernpremiere. Es gibt Theater, die blitzschnell reagieren sich etwas trauen!

BERN/ Konzert Theater: Gian Carlo Menotti: The Old Maid and the Thief, Konzert Theater Bern, Premiere: 19.06.2020


Foto: Annette Boutellier

«Besser von einem Mann getötet zu werden, als ohne Mann zu sterben» trifft das Lebensmotto von Miss Todd und ihrem Dienstmädchen aus Gian Carlo Menottis «The old maid and the thief», einer 1939 als Radiooper entstandenen Groteske in 14 Bildern, auf den Punkt…

…Konzert Theater Bern ist für sein gleichermassen mutiges wie gehaltvolles (Produktionen aus allen vier Sparten enthaltendes), vorsommerliches Extra-Programm zu gratulieren. Im Bereich Musiktheater hat man neben einem Arienabend für die Kulinarik zwei vollwertige, höchst interessante und bereichernde Produktionen gestemmt.

Auf nach Bern! Es wartet – schon wieder – ein rundum beglückender Abend. Weitere Aufführungen: Sa, 20. Juni 2020, 19:30, Stadttheater; So, 21. Juni 2020, 19:00, Stadttheater.

Zum Premierenbericht von Jan Krobot

Gärtnerplatztheater „Corona-Spielplan“ 18. Juni 2020, Konzert
Mein Sehnen, mein Wähnen – Berühmte Opernmelodien
Leben musst du, liebes Leben, leben noch dies eine Mal! Harlekin/ R.Strauss/ Ariadne

Perlen der Musiktheater-Literatur, jeder Vortrag ein Kabinettstück wurden zu überbordender Parade gediegener, außergewöhnlicher Vortragskultur eines hochqualifizierten Gesang-, Orchester-Ensembles.

Vor dem Hintergrund, dass das Haus nicht zu den Boliden weltweiter Musiktheater-Tempel gehört, sondern mit wesentlich geringeren Mitteln arbeitet: Verneigung und Chapeau!!!
112 Mio. Staatsoper München 2017, 40 Mio. Gärtnerplatztheater 2014 (Datenfindung schwierig!)

Zum Bericht von Tim Theo Tinn

 

HEUTE IN ORF 2: NIE WIEDER OPER  –

Dr. Ulrike Messer-Krol hat diesen Tatort entscheidend geprägt. Sie berichtet über all das, was so passieren kann:

Opernführer Marcel Prawy, Marta Eggerth,  Harald Krassnitzer  bei einer beliebten Tätigkeit in der Seniorenresidenz. Copyright: ORF/ Ali Schafler

Der erste TATORT mit Harald Krassnitzer – Wiederholung  am Samstag 20. Juni 22h ORF 2. Zum Start der Reihe 50 Jahre TATORT.

So könnte heute eine Überschrift auf der Kulturseite lauten, ein Schreckensszenario für viele Musikfreunde . Vor 20 Jahren war es der erste österreichischen Tatort mit Harald Krassnitzer als Chefinspektor  Moritz Eisner. Er hatte mit der “ Hochkultur“ und ihren kapriziösen Protagonisten  so gar nichts am Hut, daher der Titel.

In der TV-Unterhaltungsabteilung des ORF herrschte in den 90er Jahren eine recht kollegiale Stimmung. So kam es, dass  manche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen Montag früh im Büro des Chefs, damals Dieter Böttger, vorbeischauten. Die sonst stressige  Arbeit war zu Wochenbeginn noch nicht so richtig angelaufen, es war Zeit zum meist recht kreativen Gedankenaustausch. So auch  im Mai 1997.  Am Sonntag war der österreichische Tatort Mord ohne Leiche gelaufen, eine Coproduktion mit der federführenden ARD und der Schweiz. Aus organisatorischen Gründen war die Produktion von der Abteilung Fernsehspiel in die Unterhaltung gewandert. Daher fühlte ich mich zur Kritik  berechtigt, um nicht zu sagen verpflichtet . Seit langem interessierte Zuschauerin der Krimiserie ereiferte ich mich nicht sehr kollegial über die Qualität. Aber nie, nie ist der Satz gefallen  “ das könnte ich besser„.

Trotzdem, einige Tage später wurde mir die Redaktion übertragen , mit der Vorgabe, alles neu zu machen. Die deutschen Kollegen waren nämlich noch kritischer als ich und wollten die Koproduktion stoppen, wenn sich nichts änderte. Also bekam ich die heikle Aufgabe übertragen, das  damalige Team Wolfgang Hübsch ( Oberinspektor Kant)  und Johann Nikolussi  ( Inspektor  Varanasi) aus dem Polizeidienst zu entlassen  und ein neues zu suchen.  Dazu neue Regie, neue Autoren, neue Ideen. Damals war in den Kinos gerade der Film Men in Black ein großer Erfolg  mit  zwei Agenten  und  einer Pathologin an ihrer Seite . Ähnliches  wollte ich auch, denn so ein Team gab es damals noch nicht…

Zur Schilderung von Ulrike Messer-Krol

CLEMENS UNTERREINER: Der große HILFSTÖNE – ONLINE – BENEFIZ – LIEDERABEND 🎵 

 

Aufgrund der außergewöhnlichen Corona Situation, dürfen wir Sie zu einem exklusiven BENEFIZ-ONLINE Konzerterlebnis einladen.

Nachdem derzeit leider immer noch keine normalen Konzerte stattfinden können, dürfen wie Sie zumindest ONLINE musikalisch verwöhnen und gleichzeitig Gutes tun.

Der große HILFSTÖNE – ONLINE – BENEFIZ – LIEDERABEND 🎵 

Vom 22-29.6.2020 exklusiv auf https://www.konzertsaal.at/event-d…/hilfstone-benefizkonzert 

Einfach ein online Spendenticket erwerben und innerhalb der nächsten Woche diesen exklusiven Liederabend von Clemens „Aus meinem persönlichen Liederbuch“ des vergangenen Schubertfestivals aus dem Schubertsaal im Wiener Konzerthaus genießen. 
Clemens Unterreiner Bariton 🎶, Kristin Okerlund Klavier 🎹, Sophie Druml Violine 🎻, die Schubertgesellschaft Wien Lichtental und das Wiener Konzerthaus stellen diesen Liederabend in den Dienst der guten Sache um anderen zu helfen. 
Ihre Spenden gehen an die HILFSTÖNE – KÜNSTLERHILFE und unterstützen junge Künstlerinnen und Künstler in Not ‼️ 

SPENDEN Sie und GENIESSEN Sie einen wunderbaren Lieferabend mit den schönsten Liedern von SCHUBERT – SCHUMANN – WOLF und STRAUSS 🎶👍🎵👌🎼🙏

Wir danken allen beteiligten Institutionen, die dieses Konzert Honorar- und Rechtefrei exklusiv für dieses Benefiz-Projekt zur Verfügung stellen. 

www.hilfstoene.at 

www.konzerthaus.at
www.schubertgesellschaft.at
www.konzertsaal.at

VIEL VERGNÜGEN und gleich ein SPENDENTICKET erwerben 
https://www.konzertsaal.at/event-d…/hilfstone-benefizkonzert

Bayreuth
Kein Konzert mit Thielemann in Bayreuth
In dieser Woche gab es Spekulationen, wonach es am 25. Juli ein Konzert im Festspielhaus geben soll. Nun steht fest: Es wird keine Veranstaltung geben.
https://www.np-coburg.de/region/feuilleton/Kein-Konzert-mit-Thielemann

„Konzertgänger in Berlin“
Düstrentagshoffend: „Rheingold auf dem Parkdeck“ der Deutschen Oper
Wagner-Wahnsinn kündigt ein Plakat an der Beton-Mauer des Parkhauses hinter der Deutschen Oper Berlin immer noch an, und um die Ecke wird Entdeckerkurs verheißen. Um Rued Langgaards raren Antikrist aus den 1920er Jahren, der im März ohne Corona hier Premiere gefeiert hätte, kanns einem besonders leidtun.
https://hundert11.net/duestrentagshoffend/

Muti-Konzert in Ravenna wird per Streaming gesendet
Riccardo Muti dirigiert am Sonntag sein erstes Konzert nach Ende des Lockdowns in Italien, das Event wird auf der Webseite des Ravenna Festivals (www.ravennafestal.live) per Streaming kostenlos übertragen. Es wird um 21.30 Uhr in der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Festung Brancaleone von Ravenna beginnen und auch von RAI Radio 3 gesendet, teilten die Veranstalter am Freitag mit.
Kleine Zeitung

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Heute Dresden Don Carlo,  400 Besucher als im Publikum

 

ZU INSTAGRAM

Nylund, Beczala, Honeck probieren im Theater an der Wien für ein ORF Projekt mit den Wiener Symphonikern (Ausstrahlung im ORF am 26.10.)

What a great joy!!! After such a long break, I am on a stage again to make music with my wonderful colleagues! 🤩🎶 Together with Camilla Nylund, Manfred Honeck and Wiener Symphoniker we are carrying out a beautiful project for ORF television 😊 Have a lovely day!

ZU FACEBOOK

 

Foto: Facebook Beczala

Wien
Wie autofrei ist autofrei? Figl in der „ZiB Nacht“
City-Bezirksvorsteher Markus Figl gab seinen Aussagen spätabends bei Stefan Lenglinger denselben Grad an Komplexität, die das Fahrverbot auszeichnen dürfte.
Die Presse

Coronavirus: Viele symptomlose Infektionen in Wien
Zwei Drittel aller Menschen, die in Wien zuletzt positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, waren asymptomatisch – hatten also keine Anzeichen wie Fieber, Husten und Halsweh. Genau lässt sich dieser hohe Anteil bisher nicht erklären. Überhaupt sind noch viele Fragen zu symptomlosen Infektionen offen – die Expertinnen und Experten kommen Antworten aber immer näher.
https://science.orf.at/stories/3200970/

Ich bin kein Mediziner, äußere mich dazu nicht.

Heinrich Schramm-Schiessl meint zum Thema Bierlein
: Bierlein 1: Vor einem Jahr hätte der Frau Ex-Bundeskanzler das mit der Alkoholisierung nicht passieren können, weil sie ja einen Dienstwagen mir Chauffeur hatte.

Bierlein 2: Du wirst zu dem Schnitzel, das Dir der Herr Bügermeister demnächst schenkt, kein Bierlein trinken können, denn der Gutschein umfaßt nur antialkoholische Getränke.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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