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20. JÄNNER 2022 – Donnerstag

20.01.2022 | Tageskommentar


JAZZ UND KLASSISCHE MUSIK – GIBT ES GEMEINSAMKEITEN?

Es mag vielleicht viele Leser verwundern was ein Artikel über eine relativ moderne Musikrichtung im „Merker“ zu suchen hat, allerdings findet man – bei näherer Analyse – doch den einen oder anderen Anknüpfungspunkt. Seien es nun Künstler, die in beiden Genres erfolgreich waren, über die Einflüsse der klassischen Musik auf Jazzmusiker – und vice versa.

Ich befasse mich erst seit ca. 3 Jahren mit dem Jazz in all seinen Ausprägungen und besitze nur ca. 650 Tonträger, trotzdem denke ich dass ich genug gelernt habe, einen kleinen Überblick zu geben. Dazu ist es aber wichtig, die Geschichte des Jazz zu betrachten. Und da haben wir schon die erste Parallele zur „klassischen“ Musik. Nur – was bei letztgenannter Jahrhunderte brauchte (vom Madrigalgesang über Barock über die Wiener Klassik, Romantik bis hin zur Zwölftonmusik), ereignete sich beim Jazz in nur 50 Jahren. Und im Gegensatz zur Klassik, wo wir nie erfahren werden wie Mozart seine eigenen Kompositionen interpretiert hat, ist beim Jazz (mit ganz wenigen Aufnahmen) alles auf Tonträgern dokumentiert…

Weiterlesen in den Betrachtungen von Kurt Vlach

Wien
Tosca“-Premiere im Theater an der Wien: Auf den Hund gekommen
„Tosca“? Mit Puccini hatte das Bühnensetting erwartungsgemäß wenig zu tun. Schließlich hat der Burgtheaterdirektor persönlich inszeniert – und das Ergebnis war dementsprechend.

…Nun muss sich Martin Kušej den Vergleich mit einem Springteufel schon gefallen lassen, so wie er szenisch diesmal dem Publikum ins Gesicht gefahren ist. Kusej hat im Vorfeld der Premiere gegenüber dem ORF sogar zugegeben, dass ihn die ganze Geschichte überhaupt nicht interessiere und dass er sie deshalb „dekonstruiert“ habe.*) Tosca rutscht also in der Strumpfhose im Schnee herum, Scarpia haust in einem sehr sparsam möblierten Wohnwagen, Cavaradossi darf immerhin noch Künstler bleiben – ein „Goya“, der an Bäume genagelte Torsi malt. Diese Menschen treiben sich in einer von einem kahlen Baum bewachten Winterlandschaft herum: Sie sollen szenisch ganz von der Brutalität und Gefühlskälte eines von Scarpia geleiteten Terrorregimes beherrscht werden.

Das eigentliche Ziel dieser Umdeutungen ist aber die Figur der Tosca selbst. Kusej tut alles, um ihr Selbstbewusstsein zu zerstören und um sie dem Publikum zu entfremden. In Tosca die begehrte Sängerin zu entdecken, fällt an diesem Abend schwer. Kusej degradiert Tosca zum masochistisch veranlagten Sexspielzeug Scarpias, das den Baron aus Eifersucht tötet, nachdem die Gräfin Attavanti kurz bei der Wohnwagentüre hereingeschaut hat. Zuvor hat Tosca, sich lüstern auf Scarpias Schoße räkelnd, das „Visi d’arte“ zur billigen Anmache benützt…

http://www.operinwien.at/werkverz/puccini/a30tosca.htm

Auszug aus ORF/ Kultur heute mit einer ätzeden Premierenkritik von Heinz Sichrovsky mit Empfehlung der Wiener Staatsoper bzw. der alten Wallmann-Tosca

https://tvthek.orf.at/profile/Kultur-Heute/3078759/Kultur-Heute/14121105

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Kristine Opolais im Theater an der Wien: Sieben Garderobe-Shots

 

ZU INSTAGRAM mit sechs weiteren Fotos

 

Weitere Backstage-Fotos

ZU INSTAGRAM mit insgesamt 11 Fotos

Theater an der Wien: Buhs für Kušejs psychologische „Tosca“
https://volksblatt.at/theater-an-der-wien-buhs-fuer-kusejs-psychologische-tosca/

„Tosca“ im Theater an der Wien als Martin Kušejs Oper der Grausamkeit
Der Burgtheaterdirektor versucht Puccinis Oper als Beziehungsdrama zu Zeiten einer religiösen Diktatur darzustellen und wird ausgebuht
DerStandard.at

„Tosca“ als Blutrausch im Schneesturm
WienerZeitung.at

Martin Kušej und „Tosca“: Ein Schocker im Schnee (Bezahlartikel)
KleineZeitung.at

Diese Tosca verblutet im Schneesturm
https://www.diepresse.com/6087837/diese-tosca-verblutet-im-schneesturm

WIEN / Staatsoper: WERTHER von Jules Massenet
69. Aufführung in dieser Inszenierung am 18. Jänner 2022

Wann immer Juan Diego Fórez „Una lagrima furtiva“ aus Gioachino Donizettis Elisir d’amore singt, ist ein Dacapo garantiert. Das gilt auch für seinen Tonio in Donizettis La fille du régiment und für viele weitere seiner geschätzten Auftritte, vor allem auch in Rossini-Opern. Dass der aus Peru stammende und in Wien lebende Publikumsliebling nicht nur als einer der weltbesten Belcanto Tenöre gilt – vermutlich sogar als d e r weltbeste, sondern auch als Mozart-Tenor einen ausgezeichneten Ruf hat, ist unbestritten. Jetzt singt er – in der Titelpartie von Massenets Werther – mit feinster Modulierung, gefühlsbetont und mit aufgewühlter innerer Beteiligung, „Pourquoi me réveiller“. Der Beifall ist stark, es gibt auch Bravo-Rufe, aber für ein Dacapo reicht es nicht. Die seit einiger Zeit vorangetriebene Erschließung neuer Tenorfächer im italienischen (Verdi) und französischen Repertoire, für einen fast fünfzigjährigen Sänger ein verständliches Anliegen, gelingt nicht so anstandslos wie erhofft…

…Ein insgesamt erfreulicher Opernabend, der entsprechend gefeiert wird.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

WIEN/ Staatsoper: WERTHER am 18. Jänner 2022

Was bleibt haften von diesem Abend, nachdem die zeitweilige Empfindung der Enttäuschung geschwunden ist? Der freie Blick auf eine jener » Nicht-Aufführungen «, die uns mit dem Gefühl des Nicht-Erlebten zurücklassen.

Auf Sänger, denen ihr Bemühen gar nicht abgesprochen werden soll. Auf eine musikalische Darbietung, die im Ungefähren verweilt; die keine (wie auch immer geartete) Emotionen ob des vor unseren Augen ablaufenden Dramas wachzurufen vermag, mit oder ohne Konsultation der vom Geschehen ablenkenden Untertitel…

Clementine Margaine, Juan Diego Flórez. Foto: Wieber Staatsoper/ Michael Pöhn

http://dermerker.com/index.cfm?objectid=86A587DF-A480-2BEB-654D9F2FD2573185

Thomas Prochazka/www.dermerker.com

Wien/ Staatsoper
Pathys Stehplatz (13): Leere Ränge in der Wiener Staatsoper
An der Wiener Staatsoper kämpft man aktuell mit enorm geringen Auslastungszahlen. Mit Corona ist natürlich schnell ein Schuldiger gefunden. Dennoch muss man sich den Umständen stellen und neue Lösungsansätze probieren.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien
Konzerthaus-Intendant Matthias Naske mit Ehrenkreuz ausgezeichnet
Laudatorin Rabl-Stadler: „Weil dich alles interessiert, gelingt dir so viel.
WienerZeitung.at

München/ Salzburg
Keine Haftunfähigkeit: Ex-Rektor Siegfried Mauser muss ins Gefängnis
Der wegen sexueller Nötigung verurteilte Ex-Präsident der Münchner Musikhochschule Siegfried Mauser muss seine Haft antreten. Das hat das Landesgericht Salzburg nun entschieden. Ob Mauser weitere Versuche unternimmt, der Strafe zu entkommen, bleibt abzuwarten.
BR-Klassik.de

Obituary
Tenor Rafael Rojas Dies at 59
https://operawire.com/obituary-tenor-rafael-rojas-dies-at-59/

Rafael Rojas war ein mexikanischer Opernsänger der Stimmlage Tenor. Er reüssierte in Europa, Nordamerika und Australien – insbesondere als Heldentenor in Werken Verdis und Puccinis. Nach meinem Wissensstand hat Rafael Rojas mehrmals bei den Bregenzer Festspielen gesungen

Wikipedia

OPER FRANKFURT: KURZFILM ZU „WARTEN AUF HEUTE“ FREIGESCHALTET

der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Premiere von Warten auf Heute (Musikalische Leitung: Alexander Soddy; Regie: David Hermann) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=312

Camilla Nylund. Foto: Barbara Aumüller

Die Produktion kombiniert Werke von Arnold Schönberg (Von heute auf morgen, Begleitmusik zu einer Lichtspielszene, Erwartung) und Frank Martin (Sechs Monologe aus „Jedermann“).

Die Theater Chemnitz trauern um ihren ehemaligen Generalmusikdirektor Niksa Bareza, der am 17. Januar 2022 im Alter von 85 Jahren in Zagreb verstorben ist.

Niksa Bareza wurde am 31. März 1936 in Split geboren und absolvierte seine Studien u. a. bei Milan Sachs und Hermann Scherchen an der Musikakademie in Zagreb und am Mozarteum in Salzburg. Er war von 1965 bis 1974 Chefdirigent am Kroatischen Nationaltheater Zagreb, anschließend Gastdirigent am Mariinski-Theater St. Petersburg (1972 bis 1975), Dirigent am Opernhaus Zürich (1978 bis 1981) und Chefdirigent der Grazer Philharmoniker und der Grazer Oper (1981 bis 1990). Außerdem war er Gast an vielen bedeutenden Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig, der Bayerischen Staatsoper München, dem Teatro alla Scala Milano, der Den Norske Opera Oslo sowie an der Opéra de Marseille und dirigierte Konzerte renommierter europäischer Orchester. ..

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 20. –26. JÄNNER 2022

 

22.1. DIE NASE (aus München, Aufnahme v, 27.10.) HR 2-20 Uhr
LE NOZZE DI FIGARO (aus New York Aufnahme v. 20.1.) BBC 3-19.30 Uhr
23.1. PELLAS UND MELISANDE (Live aus Nürnbergh) Bayern 4-19 Uhr
TURANDOT (aus Paris, Aufnsahme vom 1.12.2021) Radio 4Hilvbrson-19 Uhr
27.1, TOSCA (Live ausd New York) MET-Stream-0.22 UHtr

Hannover
„Hochzeit des Figaro“ in Hannover: Durch die Augen der Frau
NDR.de

Darmstadt
„Die Walküre“ in Darmstadt: Klingende Seelen
FrankfurterAllgemeine

HEUTE IN DER KARLSKIRCHE BEI FREIEM EINTRITT!

 

Ausstellungen/ Kunst: Kein Bieter für Villa mit Caravaggio-Deckengemälde in Rom
Die Versteigerung einer Villa mit einzigartigemCaravaggio-Deckengemälde in Rom ist am Dienstag ergebnislos zu Ende gegangen. Weil kein Bieter den Mindestpreis von 353,25 Millionen Euro angeboten hat, wurde die Auktion auf den 7. April verschoben, teilte das Auktionshaus mit, das die Villa versteigern wollte.
https://www.diepresse.com/6087645/kein-bieter-fuer-villa-mit-caravaggio-deckengemaelde-in-rom

NEU: Schauspieler Hardy Krüger 93jährig gestorben!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Macrons Rede im Europäischen Parlament verkommt zur Wahlkampfdebatte: Nicht nur Macrons Landsleute thematisierten die Präsidentenwahl im April. Auch der deutsche Abgeordnete Manfred Weber, dessen Aufstieg zum Kommissionspräsidenten Macron verhindert hatte, merkte an: Seine EVP-Fraktion unterstütze die Kandidatur der Konservativen Valérie Pécresse.
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  • Die ÖV-Branche will mit neuen Preismodellen Kunden zurückgewinnen: In Zeiten von Home-Office und Teilzeitarbeit decken klassische Abonnemente nicht mehr alle Bedürfnisse ab. Ein Pilotprojekt in der Waadt könnte national als Vorbild für den öffentlichen Verkehr dienen. Ein flexibles Abo spricht dort besonders Frauen an.
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  • Der Goldpreis reagiert kaum auf die hohe Inflation: Die Teuerungsraten sind in den vergangenen Monaten deutlich stärker gestiegen als erwartet. In der Theorie sollte der Preis für die «Krisenwährung» Gold deshalb zulegen – dies geschah aber nicht.
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  • Hilfe für den abgelegenen Archipel Tonga kommt per Kriegsschiff: Fünf Tage nach dem Vulkanausbruch und dem Tsunami beginnt die internationale Hilfsaktion für Tonga anzulaufen. Neben zerstörter Infrastruktur erschwert auch die Angst vor Covid-19 die Nothilfe.
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  • Der französische Schauspieler Gaspard Ulliel ist im Alter von 37 Jahren gestorben: Nach einem Skiunfall am Dienstag in Savoyen war Ulliel schwer verletzt ins Spital gekommen. Er war unter anderem mit dem Film «Mathilde – eine grosse Liebe» von 2004 bekannt geworden. Internationale Aufmerksamkeit bekam er als junger Hannibal Lecter in «Hannibal Rising» aus dem Jahr 2007. Zuletzt wurde er für «Einfach das Ende der Welt» 2017 mit dem César als bester Schauspieler gewürdigt.
    Zu den neusten Meldungen aus der Kultur
  • Tina Turner kauft ein 70-Millionen-Landgut in Stäfa: Die Sängerin hat am rechten Zürichseeufer ein Anwesen für 70 Millionen Franken als «Wochenendrefugium» erworben. Auch Roger Federer war ursprünglich daran interessiert.
    Zum Bericht

 

Ukraine/ Russland: Militärische Eskalation „sehr wahrscheinlich“
Politologe Mangott glaubt nicht an großflächige Invasion. Baerbock in Moskau erfolglos – Kehrtwende von Scholz.
WienerZeitung.at

150.000 Euro Jahresgehalt bald ganz normal? Unter Wissensarbeitern wächst eine gefährliche Blase
Fachkräftemangel, Akademisierung und Inflation treiben die Einkommen in Deutschland in die Höhe. Das birgt gleich auf mehreren Ebenen Sprengstoff.
Handelsblatt.com

Österreich
Vermisst: Wo ist Werner Kogler?
Gesucht, vor allem vom Steuerzahler, wird ein Mann, der 60 Jahre alt ist, von durchschnittlicher Größe und für einen Politiker von durchschnittlicher Statur. Er hört auf den Namen Werner und ist bzw. war Vizekanzler der Republik Österreich. Werner ist verschwunden, so macht es zumindest den Anschein
Letter-Krone.at

Nein, Herr Werner ist nicht verschwunden, ich habe ihn soeben im Frühstücks-TV bei der Pressekonferenz der Impf-Initiatoren gesehen! Die Suchaktion kann also abgebrochen werden, es gibt ihn tatsächlich noch!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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