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20. FEBRUAR 2020 – Sonntag

20.02.2022 | Tageskommentar

 

Copyright: Theater an der Wien/ Werner Kmetitsch

Gestern Premiere JENUFA im Theater an der Wien

Wegen der Verschiebung vom 16. auf 19. 2. kam es bei uns zur Terminüberschneidung mit der Burgtheaterpremiere

Inszenierung: Lotte de Beer

Mit Svetlana Aksenova (Jenufa), Nina Stemme (Küsterin), Pavol Breslik (Steva Buryja), Pavel Cernoch (Laca Klemen), Hanna Schwarz (Die alte Burya), Zoltán Nagy (Altgesell), Alexander Teliga (Dorfrichter), Václava Krejci Housková (Frau des Dorfrichters), Tatiana Kuryatnikova (Hirtin), Juliette Mars (Barena), Anita Rosati (Jano).
Arnold Schoenberg Chor, ORF Radio-Symphonieorchester Wien; Dirigent: Marc Albrecht.

Wien/ Theater an der Wien
Die Ära Geyer am Theater an der Wien endete mit Kindsmord
Das war es also. Nach rund 170 Opern und dreitägiger Omikron-Verschiebung geht die Ära von Gründungsintendant Roland Geyer am Theater an Wien mit „Jenůfa“ zu Ende – wenn man von zwei Werken absieht, die noch in der Nebenbühne Kammeroper anstehen. Die letzte Inszenierung im Stammhaus, bevor dieses für eine Generalrenovierung schließt, verantwortete standesgemäß Lotte de Beer, designierte Volksopernchefin. Doch das Farewell für den Kollegen mit Leoš Janáček fiel ambivalent aus.
http://volksblatt.at/die-aera-geyer-am-theater-an-der-wien-endete-mit-kindsmord/

Copyright: Theater an der Wien/ Werner Kmetitsch

Wien
Staatssekretärin Andrea Mayer: „Die Situation entkrampft sich“
Die Kunst- und Kulturstaatssekretärin zeigt sich im Krisenmanagement optimistisch und will einen Fairness-Kodex verankern.

Auszug aus dem Interview mit der Wiener Zeitung: …Die Auslastungszahlen vieler Kultureinrichtungen dümpeln bei 60 Prozent. Vor allem die Bühnen arbeiten derzeit unter Extrembedingungen. Die Rückkehr zum Normalbetrieb scheint vorerst illusorisch.

Ich bleibe optimistisch. Das Publikum hat in den vergangenen Monaten viel auf sich genommen, um Kultur zu erleben. Dass sich trotz allem ein so großer Anteil der Besucherinnen und Besucher – bei den Bundestheatern rund 60 Prozent – von all den Auflagen nicht abhalten ließ, beweist den Stellenwert von Kunst und Kultur. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass sich im Frühjahr und Sommer die Situation entkrampfen wird und wir unser Leben wieder in vollen Zügen genießen können. Die Kultur wird aufleben und das Publikum wird danach lechzen, zurückzukehren. Wie es im Herbst sein wird, lässt sich leider noch nicht abschätzen. Aber jetzt ist einmal Zeit für Optimismus…

WienerZeitung.at

WIENER STAATSOPER: Das Programm in der Opernballwoche im Überblick:

Leider nein! Auch dieses Jahr kein Opernball. Foto: Wiener Staatsoper

Nächsten Donnerstag hätte der Wiener Opernball stattfinden sollen – aus bekannten Gründen musste er erneut abgesagt werden. An den vier dafür ursprünglich geplanten Schließtagen, die sich durch die Vorbereitung auf den Ball, den Ball selbst, sowie durch die Zauberflöte für Kinder ergeben, kommen nun Vorstellungen aus unserem Repertoire zur Aufführung, am »Opernball-Tag« selbst gibt es eine frühe Abendvorstellung für Kinder.

Die letzte Februar-Woche sowie die ersten März-Wochen sind durch drei »Klassiker« sowie eine Wiederaufnahme des Balletts Liebeslieder geprägt: Beginnend mit Puccinis Tosca, über Donizettis L’elisir d’amore bis hin zu Richard Strauss‘ Salome stehen bekannte und äußerst beliebte Werke mit zahlreichen Rollen- und Hausdebüts auf dem Programm.

  1. Februar: Anna Bolena (Gaetano Donizetti)
    Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
     mit Nicholas Brownloee (Enrico VIII.), Diana Damrau (Anna Bolena), Ekaterina Semenchuk (Giovanna Seymour), Pene Pati (Lord Riccardo Percy), Szilvia Vörös (Smeton)
  2. Februar: Giselle (Elena Tschernischova – Adolphe Adam)
    Musikalische Leitung: Jendrik Springer. mit Maria Yakovleva (Giselle), Davide Dato (Herzog Albrecht), Andrey Teterin (Hilarion)
  3. Februar: Der Barbier für Kinder (18 h)
    25.Februar: Tosca (Giacomo Puccini)
    Musikalische Leitung: Marco Armiliato
    mit Elena Stikhina (Hausdebüt, Floria Tosca), Vittorio Grigolo (Mario Cavaradossi), Roberto Frontali (Baron Scarpia)

    Netrebko sieht dunkelschwarz. Tausende Fans sorgen sich um die Diva
    Was ist mit der Diva los? Tausende Fans des Opernstars sind nun massiv besorgt und reagieren mit vielen Postings auf die dunklen Aussagen von Anna Netrebko (50). Sie sagte ja: “Mein Leben ist nicht wunderbar.”
    exxpress.at

    Alles nicht arg, sie hat den 50er überschritten, und somit ein Recht darauf, ihr Leben zu hinterfragen!

    Aber ein Tipp: Ständig öffentlich jammern ist keine gute Idee. Die Medien sind hinter Sensationsstorys her und meinen es mit Künstlern oft nicht gut!

    PALERMO: Generalprobe „Simon Boccanegra“ (mit 8 Fotos)

    Gefunden von Fritz Krammer

    ZU INSTAGRAM (8 Fotos)

    TTT Vinylschätze 7  – Tempi passati

     nach 40Jahren: Anton Bruckner – Te Deum für Soli, Chor, Orgel und Orchester, Fassung 1883/84; Dirigent Sergiu Celibidache

     Margaret Price, Sopran, Christel Borchers, Alt, Claes H. Ahnsjö, Tenor, Karl Helm, Bass, Münchener Bachchor, Philharmonischer Chor München, Chorleitung: Josef Schmidhuber, Elmar Schlöter, Orgel Münchner Philharmoniker, Live-Mitschnitt: 1. Juli 1982, Lukaskirche, München,  

     

    https://www.youtube.com/watch?v=AlCZwwYMb5o     32 Min.

    Sergiu Celibidache (* 1912 Rumänien, † 1996 bei Paris) rumänischer, später deutscher Dirigent/ Musiklehrer,

    Te Deum (von lateinisch Te Deum laudamus = Dich, Gott, loben wir)  christlicher Lob-, Dank- u. Bittgesang, entstanden wahrscheinlich im 4. Jhdt., Verfasser unbekannt.                                             
    //de.wikipedia.org/wiki/Te_Deum. Es gibt über 130 Te Deum – Kompositionen: Mittelalter, Renaissance, Barock, Vorklassik, Zeit der Wiener Klassik, Romantik, Moderne

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Vertonungen_des_Te_Deum#Renaissance

    Konzertgänger in Berlin
    Herabsphärend. Benedikt Kristjánsson und Margret Köll im Pierre-Boulez-Saal
    Gegen die Barockharfe, die in diesem Konzert gleich in mehreren Formen zu erleben ist, wirkt das moderne Konzertgoldflügelgetüm wie ein monströser SUV im Vergleich zu einem wendig-schnittigen Fahrrad. Über mehr als 4000 Jahre leitet Michael Horst in seiner Einleitung die Bedeutung des Instruments und der dazugehörigen Stimme her, bis zu den Pyramiden und natürlich zum Orpheus-Mythos.
    https://hundert11.net/herabsphaerend/

    Hamburg
    Verdis „Luisa Miller“ – Das Drama und der Triumph der Vaterschaft
    Asketisches Bühnenbild, der in zwei Logen aufgestellte Chor und ein Fest hervorragender Stimmen – so lässt sich die Aufführung von „Luisa Miller“ in der Staatsoper Hamburg kurz beschreiben.
    Von Jolanta Lada-Zielke
    Klassik-begeistert.at

    Wien/ Semperdepot
    Stallerhof – Wozzecks Schwester Bezahlartikel
    https://www.diepresse.com/6101214/stallerhof-wozzecks-schwester

     

    Die glorreichen Drei – unsere Empfehlungen der Woche

    Joseph Haydn: Missa in tempore belli (Dutch National Opera & Ballet)

    Haydns Werk in einer revolutionären Kombination aus Musiktheater, Tanz, elektronischer Komposition und Video
    Joseph Haydns „Missa in tempore belli“ ist wegen des dramatischen Einsatzes der Pauken auch als „Paukenmesse“ bekannt. Die Aufführung an der Dutch National Opera trägt der dem Werk innewohnenden Theatralik Rechnung, indem sie die Messe in einer vollständigen Inszenierung präsentiert. Regisseurin Barbora Horáková zeigt die Kehrseite des unerschütterlichen Glaubens, der sich durch Haydns Musik zieht,…
    In der Mediathek verfügbar bis 11. März 2022

    Anschauen

    Die beiden weiteren Tipps finden Sie in unseren „Infos des Tages“

    EINLADUNG ZUM HEUTE STATTFINDENDEN KOMMUNIKATIONSKONZERT

    Gernot Kranner

    Wenige hundert Kilometer von uns entfernt rollen die Panzer. Es brennen die Wälder und die Stürme reißen uns mit nie gekannter Heftigkeit die Dächer von den Häusern.

    WAS MACHEN WIR? Wir schneiden junge Menschen von Bäumen.

    Wir zucken mit den Achseln, wenn Brandstifter umgehen und Feuer gelegt wird und wir verschicken Anzeigen an Minderjährige, die sich Sorgen machen.

    SO GEHT ES NICHT WEITER! WIR MÜSSEN MITEINANDER REDEN!

    Daher lade ich herzlich ein zu meinem KOMMUNIKATIONSKONZERT  „DIE BREMER STADTMUSIKANTEN“!
    Mitsing-Musical für Kids ab 3 – und für alle, die im Herzen jung geblieben sind Von und mit Gernot Kranner

    SONNTAG, 20. Februar, Beginn: 14 Uhr
    Basiscamp LobauLebt 22., Anfanggasse 1

    ANSCHLIESSEND GEMEINSAMES GESPRÄCH über die Notwendigkeit – und die möglichen Alternativen –  einer Lösung der Verkehrsproblematik im 22. Bezirk
    EINTRITT FREI

     

    Diese Einladung ergeht an JournalistInnen, PolitikerInnen, AktivistInnen, AnrainerInnen, KünstlerInnen und an alle Menschen, die an der Findung von gemeinsamen Lösungen interessiert sind.

    WIEN / Burgtheater:  GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT von Jean-Paul Sartre
    Premiere: 19. Februar 2022 

    Foto: Burgtheater/ Horn

     

    Es gab eine voll besetzte Premiere im Wiener Burgtheater, erstens „kochte“ wieder einmal der Chef, und der gibt sich ja immer die besten Besetzungen. Und zu zwei hauseigenen Hochklasse-Damen stieß folgich Fernseh-Liebling Tobias Moretti, der allerdings gerade für Kusej immer wieder auf die Bretter gegangen ist (und vermutlich mit seiner Popularität den „Rattenfänger“ für die Theaterkasse spielen soll). Gegeben wurde„Geschlossene Gesellschaft“, ein Stück um das die großen Wiener Bühnen stets einen großen Bogen gemacht haben.

    Wenn ein Atheist, der mit Sicherheit nicht an Gott glaubt, sich aber durchaus eine Art ewiger Hölle vorstellen kann – ja, dann kommt heraus, was Jean-Paul Sartre  sich in seinem 1944 uraufgeführten Stück „Geschlossene Gesellschaft“ ausgedacht hat…

    Tobias Moretti eröffnet den Darsteller-Reigen, ein Mann, der so zerstört aussieht, dass man ihm gerne glaubt, dass er kürzlich von einem Erschießungskommando hingerichtet wurde. Das Heldentum, das er anfangs vorgibt, zerbröselt allerdings und stellt ihn als Verräter und Feigling aus. Als die beiden Frauen ins Spiel kommen, erweist er sich teils als opportunistischer, zynischer Mitspieler im Bewusstsein seiner „überlegenen“ Männerrolle, sinkt aber bald in Überforderung in sich zusammen. Ein gänzlich uneitles Porträt.

    Die beiden Damen, die ihm höhere Mächte zur höheren Qual zur Seite stellen, sind – wie man nach und nach erfährt – beide Mörderinnen und auch keine sympathischen Gestalten. Dörte Lyssewski gibt der Ines einen maskulinen Lesben-Duktus und sehr viel Energie, die Dame ist eine „Bösewichtin“ und steht dazu. Die Estelle der Regina Fritsch, die fast bis zur Unkenntlichkeit in eine Maske künstlich-konventioneller Frauenzeitschrift-Schönheit gestylt wurde, hat ihre Existenz offenbar stets als „Weibchen“ definiert, weiß aber, wie sie ihre Mittel einsetzt. Für sie kommt nur der Mann in Frage, aber Sartre sorgt dafür, dass für alle drei nur die höchstmögliche Qual aus allen möglichen Sex-Konstellationen erwächst…

    ….Immer stark ist auch das Stück, und es hätte in einer Inszenierung, die sich „normal“ auf den Text eingelassen hätte, nicht weniger gewirkt als mit Kusejs Überdrehungen. Aber er ist nun einmal kein Mann der Konventionen – darum hat man ihn ja ans Burgtheater geholt. Und im Gegensatz zum Theater an der Wien, wo ja nicht nur Freunde im Zuschauerraum saßen, bekam er in „seinem“ Haus starken, unwidersprochenen Beifall.

    Zum Premierenbericht von Renate Wagner

    Wien/ Volkstheater
    Neu am Volkstheater: Der angriffslustige Bro Samouil Stoyanov
    Am Wiener Volkstheater ist ein richtig gutes neues Ensemble zu bestaunen. Einer bringt das Haus mit Falco-Coolness und tänzerischem Schmäh zum Vibrieren
    Der Standard.at

    Ausstellungen/Kunst

    Paul Flora im Karikaturmuseum Krems. Große Retrospektive zum 100. Geburtstag
    Dem Karikaturmuseum Krems ist es gelungen, das umfangreiche künstlerische Schaffen Paul Floras mit all seinen feinen Zwischentönen aufzuzeigen. Niederösterreich und Paul Flora eint heuer etwas Besonderes: ihr 100. Geburtstag. Diese Jubiläen wollen wir 2022 gebührend würdigen
    ots.at-presseaussendung

    Graz: Ausstellung eröffnet: Grazer Citypark ist im Banksy-Fieber
    Im Citypark Graz eröffnete heute Freitag die Schau „A Genius Mind – The Mystery of Banksy“. Bis 15. Mai gibt es mehr als 150 Werke des Künstlers zu erleben. Und ziemlich viel zum Nachdenken.
    KleineZeitung.at

    ORF / „IM ZENTRUM“: Krieg oder Frieden – Wohin führt die Ukraine-Krise?

     Am 20. Februar um 22.10 Uhr in ORF 2

     Die Kriegsgefahr im Osten Europas bleibt bestehen. Hoffnungen auf einen Abzug der russischen Truppen nahe der Ukraine haben sich nicht bewahrheitet. Auch die Gespräche zwischen westlichen Spitzenpolitikern und dem russischen Präsidenten Putin sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Moskau scheint in den vergangenen Tagen wieder auf Eskalation zu setzen und hat für das Wochenende neue Manöver angekündigt. Wie groß ist die Gefahr, dass aus dieser Krise ein bewaffneter Konflikt wird? Welche Ziele verfolgt der russische Präsident Putin? Wie sollen die USA und die Europäische Union reagieren? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 20. Februar, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

    Othmar Karas Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments, ÖVP
    Jürgen Trittin Bundestagsabgeordneter, Bündnis 90/Die Grünen
    Tanja Maljartschuk Ukrainische Schriftstellerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2018
    Hubert Seipel Journalist und Dokumentarfilmer, Putin-Kenner
    Hannelore Veit ehem. ORF-Korrespondentin Washington und Autorin

    Ich wünsche einen schönen Sonntag
    A.C

 

 

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