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20. APRIL 2022 – Mittwoch

20.04.2022 | Tageskommentar

WIENER VOLKSOPER: SPIELPLAN-PRESSEKONFERENZ 2022/23
Direktion Lotte de Beer

Zusammenstellung von Renate Wagner: Lotte de Beers erste Saison an der Volksoper

  Lotte de Beers erste Saison an der Volksoper Mit Sona MacDonald als Mackie Messer und Maria Happel als Frosch Carl Millöcker (1842–1899) / Theo Mackeben (1897–1953)

Zur Zusammenstellung (Renate Wagner)

Wiener Staatsoper: LUCIA DI LAMMERMOOR am 19.4. 2022

Wenn die Erwartungen zu hoch sind, folgen unweigerlich Enttäuschungen. Die Papierform und Berichte der ersten Vorstellung dieser Aufführungsserie der „Lucia“ ließen auf einen herrlichen Opernabend schließen. Aber dann hörte sich das Vorspiel schon recht zäh an…

Benjamin Bernheim, Lisette Oropesa. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Lisette Oropesa als Lucia war der Star des Abends. Ihre höhensichere Stimme, das etwas metallisch klingende Timbre (erinnert ein wenig an Maria Callas) war ideal für diese Rolle. Kleiner Einwand: Gelegentlich fand sie nicht die rechte Tonhöhe, das tat aber ihrer großartigen Leistung keinen Abbruch. George Petean war als Enrico ein Fels in der Brandung, seine Leistung – tolle Höhe, viel Kraft – wurde nur durch die etwas eindimensional klingende Stimme getrübt. Roberto Tagliavini als Raimondo konnte seinen markigen, wohlklingenden Bass bestens einsetzen.
Ein wenig enttäuschend klang Benjamin Bernheims Edgardo, sein heller kräftiger Tenor wandert bereits deutlich in Richtung dramatisches Fach. Das Auftrittsduett mit Lucia war durch zu viel Kraft gekennzeichnet, da hätte er sehr viel mehr Gefühl statt Energie einsetzen müssen. Die sichere Höhe und die Durchschlagskraft seiner Stimme waren aber sehr beachtenswert.

Trotz der (kleinen) Einwände ein guter Repertoire-Abend

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

Wien/ Staatsoper: Tristan und Isolde am 18.4. (2. Vorstellung)
Von Eric A. Leuer (in englischer Sprache
https://instagram.com/theoperablog?r=nametag

Zur gestrigen „Erregung“ des Mitarbeiters Kurt Vlach zur zweiten „Tristan“-Vorstellung ist zu sagen, dass in unserem Forum eine nicht ganz richtige Annahme herrscht. Herr Vlach ist „relativ jung“, im Vergleich zum überwiegenden Teil der Opernstammbesucher, aber kein Jüngling. Er ist zwar in einem Arbeiterbezirk aufgewachsen, residiert mittlerweile aber in der Innenstadt – wie es für einen Banker angemessen erscheint!

OPER GRAZ: SAMSTAG PREMIERE „DER FLIEGENDE HOLLÄNDER“

„Der fliegende Holländer“. Foto: Oper Graz

Premiere „Der fliegende Holländer“. In seinen turbulenten Anfangsjahren hat sich Richard Wagner bereits drei Mal an der Gattung Oper versucht, bis er in seinem 1843 in Dresden uraufgeführten „Fliegenden Holländer“ endlich zu sich selbst findet. Diese Findung seines Selbst, die Auseinandersetzung mit jenen Themen, die ihn bis zu „Parsifal“ beschäftigen, thematisiert Sandra Leupold in ihrer ersten Arbeit für die Oper Graz. Die schweizerisch-deutsche Regisseurin, die sich bereits am Staatstheater Mainz bei „Tannhäuser“ und „Parsifal“ mit dem Theaterkosmos Wagner auseinandergesetzt hat, wurde bereits für ihren „Don Carlo“ mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet.
„Der fliegende Holländer“ zeigt thematisch und inhaltlich den qualitativen Sprung, der Wagner hin zu seiner wahren Größe und Bedeutung führt. Das Musikdrama vom Seefahrer, der dazu verdammt ist, solange über die Weltmeere zu segeln, bis er durch die unbedingte Treue einer Frau seine Erlösung und sein Ende findet, ist aber auch in musikalischer Hinsicht so gänzlich neu, so gänzlich anders, so innovativ, dass auch hier der weitere Weg der kommenden Werke vorgegeben ist. Diesen Schritt umreißt Chefdirigent Roland Kluttig, der diese Neuproduktion musikalisch leitet, folgendermaßen: „Die dunkle Grundfarbe der Musik, die sich schon in der Ouverture manifestiert, die Darstellung des Meeres, die zunehmende Auflösung der starren Nummern, das Aufeinanderprallen der Chöre … In allem wagt sich Wagner weit über die Mittel seiner bisher geschriebenen Opern hinaus.“

„Der fliegende Holländer“
Premiere: Sa 23. April 2022, 19.30 Uhr
Romantische Oper von Richard Wagner
Informationen & Tickets

WIENER KAMMERORCHESTER: ZWEIMAL EMMANUEL TJEKNAVORIAN  DIRIGIERT IM WIENER KONZERTHAUS (Großer Saal) Heute und morgen/ Donnerstag

Mi, 20. April 2022 18:30 – 20:30
Konzert (Zyklus A)

Emmanuel Tjeknavorian. Foto: Uwe Arens

Dirigent Emmanuel Tjeknavorian
Solist Daniel Lozakovich

Do, 21. April 2022 18:30 – 20:30
Konzert (Zyklus B

Wien
„Hereinspaziert!“ Ein Wiener Orchester macht sich selbst Mut (Bezahlartikel)
Die Symphoniker absolvierten ihr traditionelles TV-Osterkonzert unter Ausnahmebedingungen nach Verlust ihres Chefdirigenten dank Einspringer Markus Poschner fabelhaft.
Die Presse.com

Der Pianist Murray Perahia wird 75. Blühen und Welken
Ein Klaviersänger: Murray Perahia zählt zu den größten Pianisten unserer Zeit. Seine Karriere war nicht ohne Hürden, doch er ist an ihnen gewachsen. Nun wird er 75 Jahre alt.
BR-Klassik.de

Pianist Nicholas Angelich gestorben
Im Alter von nur 51 Jahren ist der Pianist Nicholas Angelich am 18. April an den Folgen einer schweren Lungenerkrankung gestorben. Der US-Amerikaner studierte bei großen Musikern wie Aldo Ciccolini, Leon Fleisher und Maria João Pires und war international sehr erfolgreich.
BR-Klassik.de

Zum Tod von Radu Lupu: Der Leisemagier
Vor drei Jahren verkündete der Pianist Radu Lupu seinen Abschied vom Konzertleben. Der Gesundheit wegen. Der stille Rumäne beendete damit eine Karriere, die ihm einen Platz unter den größten Klavierspielern der letzten Jahrzehnte garantierte: So eigenwillig romantisch, so farbfröhlich, insbesondere in den leisen Passagen, spielte niemand sonst. Am Ostersonntag ist der Pianist im Alter von 76 Jahren in Lausanne gestorben.
BR-Klassik.de

Peter Tschaikowskys Oper „Pique Dame“ am 18.4.2022 im Festspielhaus/BADEN-BADEN
Die Handlung wird zum Sog

Foto: Monika Rittershaus

 Rasche Übergänge stehen im Mittelpunkt dieser interessanten Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier. In den sieben Bildern dieser Oper wird so ein einheitlches Weltbild entwickelt. Vergilbte Fotos verbrennen auf einer riesigen Leinwand (Video: Etienne Guiol), das Ganze bekommt auch durch das weiträumige Bühnenbild von Christian Fenouillat, das Kostümdesign von Agostino Cavalca und die Maske von Sylvie Barrault und Rebecca Barrault nostalgische Züge.

Zentrum der Bühne ist hier ein Bordell, wo sich Hermann und Lisa zum ersten Mal begegnen. Eigentlich soll sie den Fürsten Jelezki heiraten. Sie wird an ihn verkauft wie eine Kurtisane. Hermann spricht hingegen mit Leidenschaft zu ihr. So hat sie Hoffnung, ihrer schwierigen Lage zu entkommen. Ein Moment, den die Regie überzeugend herausarbeitet. Auch die Personencharakterisierung spielt bei dieser farbenreichen Inszenierung eine große Rolle – etwa dann, wenn Surin seinem Freund Tschekalinski beschreibt, welchen verstörenden Eindruck Hermann auf ihn gemacht hat…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

TTT Vinylschätze 24 „Wo einmal nichts war – Stein-Lied – Die Antwort weiss ganz allein der Wind – Wenn ich mir was wünschen dürfte – Hildegard Knef, Zarah Leander, Marlene Dietrich

Wo einmal nichts war, 1964
https://www.youtube.com/watch?v=zP1K6vakOz4

Hildegard Knef (* 1925 Ulm † 2002 Berlin) deutsche Schauspielerin, Chansonsängerin, Autorin , ab 1950 US Staatsbürgerin
Charly Niessen( * 1923 Wien † 1990 Prien/Chiemsee) österreichischer Komponist / Texter

Stein-Lied,  1940  
https://www.youtube.com/watch?v=QCnfSbE0yNc                                                                                                               

Zarah Leander  (* 1907 Karlstad †  1981 Stockholm), schwedische Schauspielerin, Sängerin 
Theo Mackeben (* 1897 Stargard/Westpreußen †  1953 Berlin)  deutscher Pianist, Dirigent, Komponist

Die Antwort weiss ganz allein der Wind, 1964Text/Musik Bob Dylan 1962
https://www.youtube.com/watch?v=CcynRnI7uAo                                                                                                           

Wenn ich mir was wünschen dürfte, 1960,  Text/Musik Friedrich Hollaender
https://www.youtube.com/watch?v=Vx6aKAMYDHk

Marlene Dietrich  ( * 1901 Berlin †  1992 Paris ) deutsch-amerikanische Schauspielerin u. Sängerin
Bob Dylan geb. (als Robert Allen Zimmerman (* 1941 Minnesota/USA) US – amerikanischer Singer-Songwriter, Lyriker, Nobelpreisträger
Friedrich Hollaender  (* 1896 London † 1976 München),  deutscher Revue – u. Filmkomponist, Kabarettist

Ballett/ Tanz: Der Ukraine-Krieg und die Tanz-Szene. Primaballerina mit Mission
Iana Salenko ist Erste Solistin des Staatsballetts Berlin. Sie setzt sich für geflüchtete Tänzerinnen und Tänzer aus der Ukraine ein
Tagesspiegel.de

Obituary
Composer Harrison Birtwistle dies aged 87
TheGuardian.com

Harrison Birtwistle: an utterly distinctive composer who wrote music of delicate beauty
TheGuardian.com

Salzburg
Jedermänner im „Haus der Stadtgeschichte“
Knapp 20 namhafte Schauspieler sind seit der Gründung der Salzburger Festspiele in die Rolle des „Jedermann“ geschlüpft. 15 von ihnen – von Alexander Moissi in den 1920er Jahren bis zu Nicholas Ofczarek rund 100 Jahre später – hat der Salzburger Künstler Günter Edlinger in seinem Zyklus „Jedermänner“ großformatig portraitiert.
Mein Bezirk.at/Salzburg.stadt

Nachrufe: Hermann Nitsch ist tot

Den Exzess ins Museum gebracht

Der Meister und die Gladiolen – aus seiner letzten Ausstellung in Mistelbach. Fpto: MichaelPfabigan

Österreichs bekanntester Aktionist ist tot: Hermann Nitsch starb im 84. Lebensjahr.
Der Mitbegründer des Wiener Aktionismus war weltbekannt für sein Orgien Mysterien Theater.
WienerZeitung.at

Aktionskünstler Hermann Nitsch ist tot
Einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Künstler Österreichs ist tot: Hermann Nitsch ist am Montagabend im Alter von 83 Jahren gestorben. Das gab seine Familie am Dienstag bekannt. Berühmt wurde er unter anderem durch sein Orgien-Mysterien-Theater.
„Ich wollte nie Leute schockieren, ich wollte mit meiner Arbeit Intensität bewirken“, sagte Hermann Nitsch einst in einem Interview über seine Arbeit. Bekannt geworden war der durchaus umstrittene Künstler in den 1960er-Jahren durch seinen Aktionismus, der auch als gotteslästerliches Spektakel kritisiert wurde.
https://noe.orf.at/stories/3152472/

Hermann Nitsch ist tot: Der Jahrhundertkünstler
Der bedeutendste österreichische Künstler seit Wien um 1900 ist in der Nacht auf Montag gestorben: Hermann Nitsch, Aktionist und Gesamtkünstler.
DiePresse.com

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Kommunikation zwischen Tschernobyl und Kiew wiederhergestellt. Nach mehr als einem Monat Unterbrechung ist die direkte Kommunikation zwischen dem ehemaligen Kernkraftwerk Tschernobyl und der ukrainischen Aufsichtsbehörde wiederhergestellt worden. Das teilte der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Dienstagabend unter Berufung auf die ukrainische Behörde mit. Dies sei ein weiterer wichtiger Schritt im Prozess der Wiederaufnahme der behördlichen Kontrolle der Ukraine über Tschernobyl, wo sich heute verschiedene Entsorgungsanlagen für radioaktive Abfälle befänden.
Zu den neusten Entwicklungen
Ein Mann eckt an:
Wenige Personen versetzen die Deutschen derzeit so in Rage wie der ukrainische Botschafter Andri Melnik. Taucht sein Name einen Tag lang nicht in den Twitter-Trends auf, hat er etwas falsch gemacht. Einige Deutsche beschimpfen ihn und fordern, man solle Melnik in die Schranken weisen. Doch gleichzeitig erhofft man sich von ihm, dass er einem die Absolution erteilen möge.
Zum Porträt
 Rwanda plant Aufnahme von Asylbewerbern aus Grossbritannien: Premierminister Boris Johnson hat mit Rwanda ein Abkommen abgeschlossen, das es Grossbritannien erlauben soll, Asylbewerber in das 6400 Kilometer entfernte zentralafrikanische Land zu deportieren. Das Abkommen soll abschreckend wirken auf Tausende von Migranten und Flüchtlingen, die den Ärmelkanal überqueren – vor allem auf junge Männer.
Zum Bericht
Deutschland will dem Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek den Prozess machen: Das Versteck von Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek war den deutschen Behörden wohl längst bekannt. Trotzdem geschah nichts: Der ehemalige Manager soll scheinbar unbehelligt in Moskau leben und dort auch seinen Geschäften nachgehen. Jetzt verlangt die Staatsanwaltschaft aber die Auslieferung des Wirtschaftskriminellen.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Malewitsch und Maidan: Über die politische Kraft von Kunst
Warum es in Russland ziemlich gefährlich ist, in sozialen Netzwerken ein schwarzes Quadrat als Symbol zu verwenden
Kurier.at

Neues Foto der brennenden »Moskwa« im Netz. »Ich vermute, der Kapitän hat sein Schiff zu früh verlassen«
Ein neu aufgetauchtes Foto soll die »Moskwa« brennend mit Schlagseite zeigen – auf ruhiger See statt im Sturm, wie der Kreml behauptet. Wie sank Russlands wichtigstes Kriegsschiff? Ein US-Experte wagt eine Ferndiagnose.
Spiegel.de

Mecklenburg/ Vorpommern
Quittung für Erdgas-Politik Plötzlich bangt Schwesig um ihr Amt
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig steht massiv unter Druck. Zu lange verteidigt sie Nord Stream 2, zu undurchsichtig arbeitet die Umweltstiftung, die ihr Amtsvorgänger Sellering ins Leben ruft. Die Opposition im Land will Aufklärung und dazu einen Untersuchungsausschuss einberufen.
NTV.de.politik

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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