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2. September 2018

02.09.2018 | Tageskommentar

 

Die Wiener Staatsoper eröffnet heute ihre neue Spielzeit mit einem Tag der offenen Tür. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen zu werfen und all jene Bereiche des Opernhauses zu erkunden, die dem Publikum gewöhnlich verschlossen bleiben. Einzelne Abteilungen stellen sich im Rahmen dieses Tages der offenen Tür vor, beliebte Ensemblemitglieder sind bei Proben und kleinen, persönlichen Musikprogrammen zu erleben. Chor und Orchesterprobe, Ballettprobe und eine Probe der Opernschule der Wiener Staatsoper stehen weiters ebenso auf dem Programm wie der Einblick ins Musikarchiv und eine kleine Ausstellung wertvoller Kostüme. Die Technikshow, die die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit der Bühnenmaschinerie, der Akustik und Beleuchtungsabteilung des Hauses unter Beweis stellt, rundet den Tag der offenen Tür ab.

Dafür wurden kostenlose Zählkarten ausgegeben. Ob vor Ort noch welche zu bekommen sind, weiß ich nicht!

Copyright: Archiv Wiener Staatsoper

Um die Geschichte des Hauses am Ring und seine Aufführungsgeschichte richtig lesen zu können, bedarf es einer Verortung des Musiktheaters in Wien, Österreich, Europa. Beginnend bei der Barockoper befragt unter der Leitung von Oliver Rathkolb ein hochkarätig besetztes Symposium im September die wechselnden Situationen, Ausdrucksformen und Umstände des (Wiener) Musiktheaters: Wer waren die Rezipienten, wie waren die politischen Zustände, was durfte gespielt werden – und was nicht? Wie sah die Spielplanpolitik der einzelnen Direktoren aus – und wie die wirtschaftliche Lage des Hauses?

In zahlreichen Einzelvorträgen wird beim dreitägigen Symposium eine genaue Bestandsaufnahme der Situation der Wiener Oper und ihres Umfelds vorgenommen – und weit über die Grenzen geschaut.

Im Mai 2019 ist ein zweiter Symposiums-Block geplant. Die Ergebnisse der September-Tagung sowie zusätzliche Beiträge werden in einem bebilderten Doppelband publiziert.

Folder mit dem gesamten Programm des Symposiums

Wetterglück braucht die Staatsoper für ihren Tag der offenen Tür nicht, den hätte aber gestern die Volksoper für ihr Open-Air gebracht.

Es sollte nicht sein, das Wetter schien zwar zur Beginnzeit 16 h wohlgesonnen – aber dann hat es sich anders besonnen.  Ich gehe davon aus, dass die Veranstaltung in das Haus verlegt werden musste (Genaues weiß ich nicht, ich war nicht dabei)

Berlin: Auch die Deutsche Oper startete gestern in die neue Spielzeit

Ein Wiener Operndirektor bei schlechten Kritiken

Wie sich in Berlin das Wetter gebärdete, weiß ich auch nicht (heute weiß ich anscheinend nicht viel), auf eine Idee, die den Wiener Kollegen vermutlich nie in den Sinn gekommen wäre (und damit meine ich alle Wiener Theaterdirektoren, die mir zum überwiegenden Teil als „dünnhäutig“ bekannt sind), kam der Berliner Intendant Dietmar Schwarz: „Darüber hinaus werde ich gemeinsam mit der Sängerin Alexandra Hutton im Foyer aus deutschen und englischsprachigen Verrissen der Deutschen Oper vorlesen“, sagt Schwarz. Schlechte Kritiken über eigene Produktionen zu präsentieren, das braucht wohl einiges an Selbstironie.

Ein Berliner macht mich darauf aufmerksam, dass gestern nur das Eröffnungsfest stattgefunden hat. Vorstellungen gab es schon davor:

Gestern war nur das große Fest,
ab 25. gab es schon 2 Zauberflöten, eine Traviata und den Barbier, jeweils für 25 Euro auf alle Plätzen.
Waren alle ausverkauft.

Kurioser Einfall von Daniel Barenboim – er verbittet sich Husten während seiner Darbietung

Husten verboten – darum bat Daniel Barenboim

Musikfest 2018: Barenboim eröffnet
Einen Tag nach dem Beginn des Musikfests 2018 nun die offizielle Eröffnung: mit zwei Ritualen, einem hochkultiviert-feinsinnigen und einem grobschlächtigen, geradezu sittenwidrigen. Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin spielen unter dem Motto Merci à Pierre Boulez erst desselbigen Rituel in memoriam Bruno Maderna, dann Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps. Über die geradezu messianischen Kräfte, die jüngst Kirill Petrenko zugeschrieben wurden, verfügt in Wahrheit Daniel Barenboim. Er bittet das Publikum vor dem Konzert, nicht zu husten, und höre, das Publikum hustete nicht.
https://hundert11.net/musikfest2018-sk-barenboim/

STADTTHEATER GIESSEN:

JOHNNY BREITWIESER (DE) Eine Verbrecherballade von Thomas Arzt | Musik von Jherek Bischoff Premiere: 01. September 2018 | 19.30 Uhr | Großes Haus

Auch ein Meidlinger!

Eine rasante Verbrecher-Vita als räudiges Musical, mit Streichern und Percussion – live gespielt – nach einem realen Fall: Das Stadttheater Gießen zeigt zur Eröffnung der Schauspielsaison im Großen Haus die Deutsche Erstaufführung von JOHNNY BREITWIESER. Der erste Vorhang hebt sich für den legendären „Robin Hood der Wiener Vorstadt“ am 01. September.

Zu seiner Beerdigung kamen 40.000 Wiener und feierten ihn als Volkshelden: Johnny Breitwieser bestiehlt zur Zeit des Ersten Weltkrieges Banken und Versicherungen und füttert die Hungernden durch. Er verfällt der reichen Greta, aber auch Anna hat es ihm angetan, der er ein besseres Leben bieten möchte. Die beiden wähnen sich im Glück, doch die Polizei ist den beiden dicht auf den Fersen… Liest sich schon die reale Biographie des Wiener Vorstadt-Ganoven wie ein atemloses Schelmenstück, wird sie in der Musik des kalifornischen Pop-Komponisten Jherek Bischoff zu einer zutiefst rührenden Show. Das Stück des erfolgreichen österreichischen Jungdramatikers Thomas Arzt wird als neuer Stern am Theaterhimmel gefeiert: Mit Brecht’scher Knappheit und ebensolcher Fülle.

Nächste Vorstellung am 9.9.

NEU: DIE GEBURTSTAGE SEPTEMER 2018 SIND ONLINE

Berücksichtigt werden runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er

ZU DEN GEBURTSTAGEN SEPTEMBER 2018

Drei „alte neue“ Berichte von Klaus Billand online:

Bayreuth/ Studiobühne im Steingraeber-Haus: HEDA! HEDA! HEDO! – von Uwe Hoppe.

Copyright: Thomas Eberlein

Er schrieb 2017 das Stück „Heda! Heda! Hedo!“ in Anlehnung an den Gewitterzauber, den Donner im Finale des „Rheingold“ zusammen mit Froh entfacht, ein starker Moment am Vorabend des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Der Untertitel ist „What the Fuck is Wagner“. Und wenn man den Beginn des Stückes erlebt, denkt man in der Tat sofort an die tolle Filmkomödie „Fack ju Göthe“ basierend auf der Komödie von Bora Dagtekin, die laut Wikipedia im Jahre 2013 in Deutschland mit 5,6 Millionen die meisten Kinobesucher hatte

Es ist unglaublich kurzweilig und amüsant, dem zuzusehen.

Nur zwei Leseproben zur Illustration: Caspar: „Also, wir müssen da durch. Das verstehen Sie doch? Also, bitte, wenn Sie entschuldigen…“ Max: „Keine Passage ohne Parole“. Esche: „Das fehlte noch“. Max: „Fürchtet des Felsens Hüter.“ Esche: „Noch hält unsere Hand der Herrschaft Haft“. Wilhelm: „Was quatschen die alten Säcke da für Kauderwelsch?“ Roswitha: „Komm jetzt! Vier junge gegen zwei alte, das wär doch gelacht“… Die Referenz zu „Siegfried“, 3. Aufzug, ist unverkennbar.

Zum Bericht von Klaus Billand

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LONDON/ Opera Holland Park: COSI FAN TUTTE

Copyright: Ali Wright

Zum Bericht von Klaus Billand

Bayreuth/Festspiele: „Meisterkurs Gesang der Bayreuther Festspiele 2018“ mit Elena Pankratova – 18.8.2018

Elena Pankratova bei ihrerMeisterklasse. Foto: Klaus Billand

Im Rahmen der 107. Bayreuther Festspiele fand in diesem Jahr auch wieder ein beachtlicher Meisterkurs statt. Der von der Dozentin Prof. Elena Pankratova geleitete „Meisterkurs Gesang der Bayreuther Festspiele 2018“ erlebte sein Abschlusskonzert am 18. August im Großen Saal der Villa Wahnfried. Es war erstaunlich, welch hohes und teilweise selbst im Wagnerfach schon fortgeschrittenes Niveau die drei Sopranistinnen und ein Bariton aufwiesen…

Zum Bericht von Klaus Billand

Dürfen diese Darsteller Schwule spielen?
Nur Transsexuelle dürften transsexuelle Rollen spielen, nur Lesben lesbische, postulieren Aktivisten – und hoffen, dadurch mehr Diversität im Filmgeschäft durchzusetzen. Dass Schauspieler eben spielen, lassen sie nicht gelten.
Die Presse

Jetzt wird es mir schön langsam zu blöd. Man denke doch dieses Szenario zu Ende. Es gibt weit mehr homosexuell veranlagte Schauspieler als Homosexuellenrollen. Machen wir die dann arbeitslos? Denn die dürften dann auch nicht entgegen ihrer Veranlagung besetzt werden, gleiches Recht für alle!

Gibt es überhaupt noch Schauspieler? Oder sind alle Selbstdarsteller?

Haben Sie einen schönen Sonntag!

A.C.

 

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