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2. NOVEMBER 2018

02.11.2018 | Tageskommentar

HEUTE als Stream aus der Wiener Staatsoper: „Lohengrin“ mit Elza van den Heever und Andreas Schager. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Beginn: 18 h

https://www.staatsoperlive.com/de/live/

Vorschau: SONNTAG können Sie ab 16 h LES TROYENS erleben – auch via Staatsopern-Stream

Wiener Staatsoper: L’Elisir d’amore

Aida Garifullina, Benjamin Bernheim, Paolo Rumetz. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Der lyrische Tenor Benjamin Bernheim hat im Februar dieses Jahres als Nemorino sein Debüt an der Staatsoper gegeben; damals an der Seite von Valentina Nafornita, diesmal mit der nicht minder großartigen Aida Garifullina als Adina. Bernheims hellklare, angenehm timbrierte Stimme macht ihn zu einem idealen Interpreten des italienischen Fachs. Mühelos bewältigt er alle Herausforderungen dieser Belcanto-Partie. Er glänzt mit seiner seelenvollen, in sich gekehrten und zu Recht heftig akklamierten Arie „Una furtiva lacrima“ und unterstreicht damit einmal mehr seinen Ruf als international gesuchter Rising Star.

Aida Garifullina verfügt über eine strahlend schöne, faszinierende Sopranstimme. Ihre Koloraturen und Melodienbögen gelingen mit einer bewundernswerten Selbstverständlichkeit und berühren zutiefst. So ist es auch kein Wunder, dass sie Adinas Wechsel vom schnippischen jungen Mädchen zur wahrhaft liebenden Frau glaubhaft darzustellen vermag…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Liebesglut und Regiestaub
Schöner Staatsopern-Belcanto mit Donizettis „Liebestrank“.
Wiener Zeitung

Zürich: Sonntag hat Serebrennikows Inszenierung von „COSÌ FAN TUTTE Premiere.

Hat Zürichs Opernchef Andreas Homoki ganz bewusst provoziert?

So machen es alle? Wer weiss – die Männer haben in Mozarts «Così fan tutte» jedenfalls ihre liebe Not mit den Frauen. (Bild: Monika Rittershaus / Oper Zürich)

Andreas Homoki hat ein bisschen Tagespolitik betrieben, als er den Regisseur Kirill Serebrennikow für die neue Zürcher «Così fan tutte»-Produktion engagierte. Dass die Verpflichtung des Herrn Serebrennikow zum Politikum gemacht werden könnte, dessen war  sich Herr Homoki wohl bewusst! Die Frage ist freilich, ob die Sache für ein Politikum überhaupt wichtig genug ist.

Herr Homoki weist eine gezielte Provokation von sich, ich glaube ihm das nicht. Wobei allerdings eine Fehleinschätzung zugrunde liegen dürfte. Gar so wichtig ist Herr Serebrennikow nicht, dass er internationale Schlagzeilen hervorruft, gar so wichtig ist  Oper insgesamt nicht. Die Relationen müssen wir schon im Auge behalten.

Lesen Sie die Gedanken des Zürcher Opernchefs zu diesem Engagement in der „Neue Zürcher Zeitung“:

Umstrittene Inszenierung am Opernhaus: «Wir können Serebrennikow jetzt nicht hängenlassen»
Seit August 2017 sitzt der Regisseur Kirill Serebrennikow in Moskau im Hausarrest. Dennoch hat am Sonntag seine Neuinszenierung von Mozarts «Così fan tutte» in Zürich Premiere. Opernhaus-Intendant Andreas Homoki über die Hintergründe eines gewagten Experiments.
Neue Zürcher Zeitung

Dass das Feuilleton jubeln wird, ist ziemlich sicher, allein im „Nicht hängenlassen“ ist bereits die Aufforderung zur Solidarität enthalten. Wir werden genau beobachten, zu einem endgültigen Schluss werden wir wohl auch nicht kommen. Dass Herr Serebrennikow tatsächlich Geld veruntreut hat (laut Anklage), darf im Feuilleton nicht einmal angedacht werden. Ich bin da vorsichtiger: Ich lege für niemand die Hand ins Feuer, zu oft habe ich mir diese schon verbrannt! 

Wird Herr Serebrennikow nun Zeit seines Regisseurlebens aus dieser Episode internationalen Nutzen ziehen? Wird der streitbare Regisseur unter einen Quargelsturz gestellt?

Hamburg: Der „Ring“ beginnt: „Das Rheingold“ an der Staatsoper Hamburg
Da geht Wagner-Liebhabern das Herz auf. Endlich gibt es wieder einen „Ring“ in der Hansestadt. Die Staatsoper Hamburg lässt gleich zwei Zyklen des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner spielen, allerdings in unterschiedlicher Besetzung und mit beträchtlichem Zeitabstand zwischen den „Ring“-Teilen.
Sarah Schnoor berichtet aus der Staatsoper Hamburg.
Klassik-begeistert

Mystik in Stuttgart: „Herzog Blaubarts Burg“ – Premiere im Paketpostamt
Hamburger Abendblatt
Stuttgarter Oper probt Bartók: Szenen einer Ehe im Paketpostamt

Stuttgarter Nachrichten
Herzog Blaubarts Burg: Premiere im Paketpostamt
Das alte Stuttgarter Paketpostamt sollte mal Interimsspielstätte der Staatsoper Stuttgart werden. Diese Idee wurde verworfen, aber ab 2. November begibt sich das Musiktheater jetzt dennoch dorthin. Bei Béla Bartóks Zwei-Personen-Stück „Herzog Blaubarts Burg“ reibt sich auf spannende Weise ein intimes Kammerspiel am riesigen Raum.
Sueddeutsche Zeitung

HEUTE in der Oper Frankfurt: Zweite und letzte Wiederaufnahme „Ariadne auf Naxos“

Zanda Švēde (Dryade), Angela Vallone (Echo), Florina Ilie (Najade), Christina Nilsson (Ariadne; sitzend), Michael Porter (Brighella), Elizabeth Sutphen (Zerbinetta), Barnaby Rea (Truffaldin; mit Zylinder in der Hand), Mikołaj Trąbka (Harlekin) und Theo Lebow (Scaramuccio). Foto: Barbara Aumüller

Review: ‘Tosca’ Is Sondra Radvanovsky’s Show at the Met Opera

The soprano Sondra Radvanovsky, in the title role of Puccini’s “Tosca,” charges into the Metropolitan Opera’s production and never lets go. CreditCreditMarty Sohl/Metropolitan Opera

Review: “Tosca’ Is Sondra Radvanovsky’s Show at the Met Oper
The New York Times

What Makes Superstar Conductor Gustavo Dudamel So Good?
The New York Times

WIEN: Unter dem Namen Wiener Lieder Herbst widmen sich der Bank Austria Salon und der Verein Lied.Kunst.Lied dem klassischen Kunstlied

 

Bank Austria Salon eröffnet am 7. November 2018 eine bunte Veranstaltungsreihe, die dem Kunstlied gewidmet ist. Drei Liederabende folgen bis 30. November 2018.

„fidelio“ zeigt Christian Thielemanns Gastkonzerte aus Tokio

Der digitale Klassik-Treffpunkt streamt beide Konzerte live-zeitversetzt am 2. und 3. November; außerdem Karten für das „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker“ zu gewinnen

„fidelio“ – der digitale Klassik-Treffpunkt von ORF und Unitel (www.myfidelio.at) – startet mit einem Highlight in den November und streamt beide Gastkonzerte der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung ihres Chefdirigenten Christian Thielemann am 2. und 3. November 2018, jeweils um 20.15 Uhr live-zeitversetzt aus Tokio.

Merker-Botschafter in Brasilien

 

Klaus Billand reist durch die Welt. Was er mit diesem Konzert (auf dessen Plakat er aufscheint) zu tun hat, entnehmen Sie der Reportage im heutigen „Aktuelles“.

Stockerau/ NÖ: Christian Spatzek wird neuer Intendant in Stockerau
Der beliebte Schauspieler (Kaisermühlen-Blues) feiert als neuer Prinzipal am 1. August in Niederösterreich Premiere.
Kurier

Baden bei Wien“: Beethoven-Klavier“ in Baden soll restauriert werden
Das historische Hammerklavier im Beethovenhaus Baden, auf dem Ludwig van Beethoven zu Werke gegangen war, soll wieder spielbar gemacht werden. Für die Restaurierung wird zum Spenden aufgerufen, Patenschaften sind ab 200 Euro möglich. Das Instrument soll einer Aussendung zufolge spätestens zum 250. Geburtstag des Komponisten im Jahr 2020 wieder für Konzerte zu Verfügung stehen.
Salzburger Nachrichten

Wirtschaft
Waagner-Biro: Ein großes Glitzerprojekt zu viel

Der Louvre in Abu Dhabi. Die Kuppel ist von Waagner Biro und war sicher kein gutes Geschäft!

Nach der Insolvenz holt Waagner-Biro den Sanierer Erhard Grossnigg an Bord. Der 1854 gegründete Industriebetrieb ist weltbekannt für seine Glaspaläste – von der Reichstagskuppel bis zum verhängnisvollen Louvre in Abu Dhabi.
Die Presse

Aus Erfahrung weiß ich: Man soll nicht jedes „Geschäft“ machen. Zum Glück waren bei mir die „Pleitegeschäfte“ in überschaubarem Rahmen, ich habe instinktiv entschieden, welche Kunden ich bedienen will und welche nicht. Der Louvre in Abu Dhabi hat Waagner Biro  viel internationalen Ruhm eingetragen, aber mit diesen „Superhändlern“ – und das sind Araber nun einmal – mache ich keine Geschäfte.

Ein einziges Mal bin ich „ordentlich eingefahren“ – nicht mit einem Araber, sondern mit einer Wienerin (aus dem frühen Merker-Kreis, noch dazu im Fanclub eines Tenors. Spätestens nach Kenntnis dieser Info hätten bei mir alle Alarmglocken schrillen müssen). Die Dame wollte in ihrem Badezimmer die farbliche Abstimmung einer Türe mit einer Vase kombinieren. Nun hat diese blaue Vase je nach Lichteinstrahlung die Farbe gewechselt. Ich kontaktierte Europas Farbenmeister Nr. 1, die Firma Wolfram in der Margaretenstrasse. Der Wolfram-Farbenmeister hat dreimal die Farbe „komponiert“, der Kundin hat sie nie gefallen. Diese Farbe war unmöglich zu mischen, weil sie auf Licht sofort reagiert hat. Die Firma war – wohl zum ersten Mal seit Ihrem Bestehen – verzweifelt.

Ich habe mir dann den Luxus geleistet, der Dame die gesamte Badezimmereinrichtung zu schenken und sie bei meiner Geschäftstüre rauskomplimentiert! Sekkieren habe ich mich nie lassen, meine Ruhe ist mir heilig! 

Bei Opernfreunden war ich dann besonders vorsichtig, die sind bekanntlich kompliziert gestrickt! !

Bei Waagner Biro ist das Problem nicht so einfach zu lösen!

Einen schönen Freitag wünscht

A.C.

 

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