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2. MAI 2022 – Montag

02.05.2022 | Tageskommentar

Wien/Staatsoper: Am Mittwoch startet ein „RING“. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dirigent: Axel Kober. Mit Mit John Lundgren, Daniel Behle, Monika Bohinec, Regine Hangler, Noa Beinart, Jochen Schmeckenbecher, Jörg Schneider, Artyom Wasnetsov, Dmitry Belosselskiy 

Noch verfügbare KARTEN

Wiener Staatsoper, Staatsballett: „DIE JAHRESZEITEN“ ästhetisch getanzt, oder ….. it´s always the same? (30.4.2022)

Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Mit so einigen kraftvollen artistischen Sprüngen und kunstvoll arrangierten Figurationen der Tänzer geht es jetzt in der Wiener Staatsoper um einiges zurück in die Epoche der Wiener Klassik. Joseph Haydns vormals volkstümliches Oratorium „Die Jahreszeiten“ steht nun mehrmals auf den Programmzetteln an den Abenden des Hauses. Getanzt vom Wiener Staatsballett. Auf heutzutage trendy Art. Allerdings: Erweist sich Haydns Alterswerk aus dem Jahr 1801, eine Folge von vier in sich geschlossenen Kantaten, auch als eine so richtig passende Tanzmusik? Benötigen edle klassischen Harmonien ein derart geschäftig rotierendes Rundum?

Martin Schläpfer hat sich als Choreograph für seine beiden ersten Saisonen als Chef des Staatsballett nicht so ganz den Bedürfnissen des heimischen Publikums entsprechend (wohl auch des Operndirektors?) so eine Art Motto ‚Ballett ohne Ballettmusik‘ gewählt und dies bis jetzt durchgezogen. Als Nr. 6 in diesem Zyklus wird nächste Saison György Ligeti zitiert ….. doch aufatmen: im Psycho-Stil möchte man sich auch Tschaikowskis „Dornröschen“ nähern. Bis jetzt waren die Komponisten Mahler (4. Symphonie), Beethoven (4. Klavierkonzert), Brahms (Deutsches Requiem), Schostakowitsch (Symphonie Nr.15) an der Reihe. Und mit diesen „Jahreszeiten“-Puzzle – nicht der flirrende Gesang des Antonio Vivaldi, nicht die prächtig aufrauschende Ballettpartitur von Alexander Glasunov – bleibt Schläpfer seinem choreographischen Schema mit dessen vielen Wiederholungen treu. Für Besucher als erste Begegnung: ein dynamisches wie auf Ästhetik bedachtes auf und ab mit feinen Tänzern. Für Kundigere in Sache Ballett: Ob Mahler oder Brahms, it´s always the same…

Zum Bericht über die Uraufführung (30.4.)

BERLIN/ Komische Oper: Barrie Kosky inszeniert Verdis „Falstaff“ als Kochrezept

Einen Jux wollen sie sich machen. Alma Sadé als Nannetta, Ruzan Mantashyan als Alice Ford, Karolina Gumos als Meg Page und Agnes Zwierko als Quickly. Foto: Copyright: Iko Freese/drama-berlin.de

Die Intendanz des charismatischen Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin nähert sich nach zehn Jahren ihrem Ende. Davor zeigt er aber noch seine Falstaff-Produktion, die in anderer Besetzung 2021 beim Festival in Aix-en-Provence ihre Premiere hatte.

Kosky räumt gründlich auf mit einigen Klischees dieser „Altherren-Oper“. Bei ihm ist Falstaff ein noch jugendlicher, etwas verlotterter Mann, und vor allem ein Gourmet. Die erste Szene hindurch arbeitet dieser Genießer an der Zubereitung einer nicht näher definierten Speise, schnippelt Gemüse, würzt kräftig und im Zuschauerraum meint man die Aromen der Gewürze riechen zu können. Sinnestäuschung oder Wirklichkeit? Egal, die Idee überzeugt…

Berührend ist der Moment, in dem der Sänger Oleksiy Palchykov um Hilfe für seine Heimat, die Ukraine, bittet und ein schlichtes Volkslied a cappella vorträgt. Am endgültigen Ende des Abends erneut Jubel, Blumen, Freude. 

Zum Bericht von Peter Sommeregger/Klassik-begeistert

„Falstaff“ an der Komischen Oper Pleiten, Pech und Pfannen
Barrie Kosky bringt einen virtuosen „Falstaff“ an die Komische Oper. Seine letzte Inszenierung als Intendant des Hauses ist ein Triumph.
Tagesspiegel.de

Nabelschau: Verdis „Falstaff“ als Mann ohne Eigenschaften
Kurz vor seinem Abschied als Intendant der Komischen Oper Berlin inszenierte Barrie Kosky das letzte Werk des italienischen Meisters. Das Porträt des genusssüchtigen Titelhelden erwies sich als ungewöhnlich, die Inszenierung überzeugte jedoch nicht.
BR-Klassik.de

BRESLAU: GRISELDA von Giovanni Bononcini.Erste Gesamtaufführung seit dem Jahr 1722 in einer die Rezitative nachschaffenden Version von DRAGAN KAROLIC; 30.4.2022
MAX EMANUEL CENCIC und ein grandioses Ensemble garantieren barocke Festtagslaune

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Breslau war an diesem Samstagabend wohl der Nabel der barocken Opernwelt. Der österreichische Countertenor Max Emanuel Cencic präsentierte wieder einmal eine Weltpremiere. Bevor es damit am 18. September anlässlich des Barockopernfestes im Markgräflichen Opernhaus nach Bayreuth geht, fand die eigentliche Premiere von Bononcinis dreiaktiger Oper „Griselda“ am 30. April in Breslau statt. Das macht Sinn, denn schließlich spielt ja auch in Bayreuth das Wroclawska Orkiestra Barokowa unter der spielfreudigen und rhythmisch aufgeheizten musikalischen Leitung des australischen Dirigenten und virtuosen Cembalisten Benjamin Bayl.

Dragan Karolic hat die verloren gegangenen Rezitative nachkomponiert und das musikalisch aufregend schöne Werk mit Trompeten, Naturhörnern, Pauken, Fagott, Flöten, Oboen, Theorbe und Streichern reich instrumentiert. Das Dramma per musica auf einen Text des Paolo Antonio Rolli kann nun in dieser behutsam und wissend vervollständigten Fassung wieder gehört werden…

Der Held des Abends ist Max Emanuel Cencic in der technisch höllisch schweren Partie des Gualtero. Die vielen Arien und Ensembles, mit äußerstem Koloraturwahnsinn gespickt oder in melancholisch düstere Rottöne getaucht, zeigen ihn einmal mehr auf der Höhe der sängerisch interpretatorischen Meisterschaft. Das irrsinnige Tempo der Verzierungen, den dramatischen Impetus, sowie das träumerische Legato der auch vom Tonumfang her sehr anspruchsvollen Partie – mit allem geht Cencic spielerisch leicht um – macht ihm so bald keiner nach…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Wien/ Musikverein
Brave Abschiedsgesänge, aber die musikalische DNA passt
Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann und Camilla Nylund. Die Wiener Philharmoniker, Dirigent Christian Thielemann und der Komponist Anton Bruckner – das ist eine Kombination, über die sich Musikfreunde wirklich freuen dürfen. Seit dem Jahr 2019 spielt das Elite-Orchester mit Thielemann in einem großen Zyklus alle neun Symphonien (inklusive der sogenannten „Nullten“) für Tonträger ein. Manche Aufführungen mussten pandemiebedingt ohne Publikum stattfinden; bei anderen Aufnahmen kannte der Jubel jedoch kaum Grenzen.
Kurier.at

Europakonzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko via ARD in der Great-Amber-Konzerthalle am 1. 5. 2022/LIEPAJA

Geballte Wucht und Feuer

Ursprünglich sollte das diesjährige Europakonzert der Berliner Philharmoniker in Odessa stattfinden, doch aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde es nun im lettischen Liepaja veranstaltet. Vom gegewärtig wohl berühmtesten Komponisten Lettlands Peteris Vasks erklang zunächst die „Musica dolorosa“, die nach dem Tod von Vasks Schwester Marta entstand. Dieses eindrucksvolle Werk wird von den Klängen des Streichorchesters dominiert, deren dynamische Bandbreite immer wieder verblüfft. Neben Ostinato- und Unisono-Momenten sind Pizzicato- und Vibrato-Passagen herauszuhören. Und auch die Cluster-Sequenzen interpretierte Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern höchst facettenreich…

Zum Bericht von Alexander Walther

Berlin
Europakonzert der Berliner Philharmoniker „In tempore belli“ – Petrenko wählt ein hoch sensibles Programm
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Houston
Full-blooded vocalism wins out over uneven staging in HGO’s “Romeo et Juliette”
texasclassical.review.com

A Star-Crossed Romeo and Juliet at Houston Grand Opera draws Us In and Doesn’t Let Go
Michael Spyres and Adriana González in Romeo and Juliet at Houston Grand Opera.
Houstonpress.com

PLACIDO DOMINGO BEI DER (VORVERLEGTEN ) MEISTERFEIER VON REAL MADRID

Rodrygo bringt die Königlichen in die Spur: Real Madrid ist spanischer Meister
Real Madrid- Espanyol Barcelona 4:0
30.04. – 18:11
Real Madrid ist spanischer Meister. Die Königlichen ließen beim fünften Liga-Sieg in Folge Espanyol Barcelona keine Chance, gewannen 4:0 und krönten sich verdient mit dem 35. Titel.

Posted @withregram@placido_domingo ¡Felicidades Campeones!
#CAMPEON35 🏆 👏🏻👏🏻🤩

ZU INSTAGRAM

Schwetzingen: Von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens
Uraufführung von Johannes Kalitzkes Oper „Kapitän Nemos Bibliothek“
NeueMusikzeitung/nmz.de

Magdeburg
Im Strudel von Annahmen und Verdächtigungen – „Peter Grimes“ in Magdeburg
NeueMusikzeitung/nmz.de

Mailand
La Scala: 70% of our audience are under 55
https://slippedisc.com/2022/04/la-scala-70-of-our-audience-are-under-55/

New York
Ukrainian Diva Replacing Netrebko at the Met Wears Her Country’s Flag
The soprano Liudmyla Monastyrska, replacing the Russian superstar Anna Netrebko at the Met in “Turandot,” wrapped herself in a Ukrainian flag for her curtain call.
https://www.nytimes.com/2022/05/01/arts/ukrainian-soprano-flag-anna-netrebko.html

kulturMontag“: Ungarns Kulturleben nach der Wahl, „Downtown Abbey“ wieder im Kino, „Leopoldstadt“ in der Josefstadt

Danach: Porträt „Die Früchte des Lebens – der Maler Giuseppe Arcimboldo“

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 2. Mai 2022 um 22.30 Uhr in ORF 2, bringt u. a. einen Bericht über Ungarns Kulturleben nach dem erneuten Wahlsieg Orbáns und gibt Ausblicke auf den neuen „Downtown Abbey“-Kinofilm sowie auf die deutschsprachige Erstaufführung von Tom Stoppards Drama „Leopoldstadt“ im Theater in der Josefstadt. Anschließend an das Kulturmagazin steht die Dokumentation „Die Früchte des Lebens – der Maler Giuseppe Arcimboldo“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Zwischen Resignation und Widerstand – Ungarns Kulturleben nach der Wahl

Der Ausgang der ungarischen Parlamentswahl Anfang April mit einer unerwarteten Zweidrittelmehrheit für Premier Viktor Orbáns Fidesz-Partei bedeutete für viele liberale Kulturschaffende des Landes einen Schock. Sie hatten auf einen Wechsel gehofft, denn in der zwölfjährigen Amtszeit Orbáns wurden demokratische Institutionen zurückgefahren, Medien gleichgeschaltet und wurde versucht, kulturelle Einrichtungen auf Linie zu bringen. Der Fidesz-Chef selbst bezeichnet seine Regierungsform als „illiberale Demokratie“, dabei weisen seine kulturpolitischen Initiativen eine große Bandbreite auf. Während er auf der Budapester Burg historische Gebäude, die von den Kommunisten zerstört worden waren, im Sinne eines ungarischen Nationalerbes originalgetreu wieder aufbauen lässt, entsteht im Ligeti-Park ein avantgardistischer Museumsbezirk. Die Sorge um die Freiheit der Kunst kann das bei den Kulturschaffenden aber nicht mindern. Der „kulturMontag“ mit einer Reportage aus Ungarn.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Granaten auf blühende Landschaften: der zermürbende Stellungskrieg im Donbass: Seit die Russen vor Kiew zurückgeschlagen worden sind, hat sich der Krieg in den Donbass verlagert; die Bauern- und Bergbauregion im Osten der Ukraine, wo der Krieg 2014 auch begonnen hat. Hier soll die grosse Entscheidungsschlacht stattfinden, die Moskau angekündigt hat. Im flachen Land der Ostukraine kämpfen russische und ukrainische Soldaten im Hagel der Geschosse um jeden Meter. Ein Besuch in der Nähe der Front.
Zur Reportage
Welche Rolle die ukrainischen Oligarchen im Abwehrkampf gegen Russland spielen: Um die Oligarchen in der Ukraine ist es seit dem russischen Angriff still geworden. Doch der Einfluss der reichen Unternehmer auf Politik und Wirtschaft bleibt stark. Denn vom Ausgang des Krieges hängt jetzt auch ihr Schicksal ab: Die Bedrohung der Souveränität der Ukraine ist schliesslich auch eine Bedrohung des Systems, von dem die Oligarchen leben.
Zum Bericht
Chinas Regierung fürchtet den wirtschaftlichen Absturz: Die Regierung um Staats- und Parteichef Xi Jinping ist in höchster Alarmbereitschaft, denn die Wirtschaft des Landes befindet sich aufgrund der flächendeckenden Corona-Lockdowns praktisch im freien Fall. Mit Steuererleichterungen, regulatorischen Lockerungen im Immobiliensektor, vor allem aber mit massiven Investitionen in die Infrastruktur will Peking die Konjunktur nun stützen. An der Null-Covid-Politik, der Hauptursache der Misere, soll allerdings vorerst nicht gerüttelt werden.
Zum Bericht
Netflix streicht Harrys und Meghans geplante Animationsserie: Prinz Harry (37) und Herzogin Meghan (40) hatten im Juli Pläne für die Produktion ihrer ersten Animationsserie bei Netflix bekanntgegeben – doch nun streicht der Streaming-Dienst das Projekt. Neben «Pearl» sind auch mehrere andere Animationsserien von den jüngsten Geschäftsentscheidungen betroffen.
Zum Bericht

Österreich
Unterschriften sammeln: Eintragungswoche für gleich sieben Volksbegehren

Montag früh startet die Eintragungswoche für sieben Volksbegehren. Entweder online oder in einem der rund 2000 Eintragungslokale können „Rechtsstaat & Antikorruptionsvolksbegehren“, „Impfpflichtabstimmung: Nein respektieren!“, „Nein zur Impfpflicht“, „Stoppt Lebendtier-Transportqual“, „Arbeitslosengeld rauf!“, „Bedingungsloses Grundeinkommen umsetzen!“ und „Mental Health Jugendvolksbegehren“ mit einer Unterschrift unterstützt werden.
https://www.krone.at/2696494

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Wien
„Sheriff von Nottingham“ – ÖVP wettert gegen Ludwig

Der Eintritt in Wiens Bäder kostet heuer 3,20 Euro mehr als 2021. Ludwig „stiehlt den Menschen ihr wohlverdientes Geld aus den Taschen“, so die ÖVP.
Heute.at

Nehammer äußert Verständnis für Lieferung schwerer Waffen
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat Verständnis für die jüngst von Deutschland beschlossene Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine geäußert. Nehammer wies in einem Interview mit der „Presse am Sonntag“ darauf hin, dass Russland „derzeit kein Interesse“ an Friedensgesprächen habe. „Also passt es wieder, dass die Ukraine mit schweren Waffen unterstützt wird.“ Österreich sieht er militärisch nicht unmittelbar bedroht, wie er dem „Kurier“ (Sonntagsausgabe) sagte.
TirolerTageszeitung

Fußball
Trainer-Legende Ivica Osim mit 80 Jahren gestorben
Jahrhundert-Trainer Ivan „Ivica“ Osim ist tot. Er starb fünf Tage vor seinem 81. Geburtstag.
https://www.heute.at/s/trainer-legende-ivica-osim-mit-80-jahren-gestorben-100204458

Ivica Osim war nicht nur ein erfolgreicher „Meistermacher“, sondern auch ein hochgebildeter Mensch und Philosoph. Er studierte Mathematik  promovierte in diesem Fach sogar, dennoch entschied er sich für den Fußball. Von ihm ist der Spruch verbürgt: Ein Tag ohne Fußball ist sinnlos!

Mittelmäßige bis gute Mathematiker gibt es viele, einen Fußballcoach wie Ivica Osim nur selten!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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