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2. MAI 2021 – Sonntag

02.05.2021 | Tageskommentar

 

Wien/ Staatsoper: Abonnements werden wieder aufgelegt

Der Kampf um das Publikum wird ein gewaltigerer werden, als sich das die Theater vorstellen. Das ist meine subjektive Meinung und ich wünsche den Theatern nach „Absage“ der Pandemie einen gar riesigen Ansturm. Letzlich profitieren auch wir davon, denn volle Häuser bedeuten auch für uns gute Quoten. Wir beobachten die Quote jeden Tag und können daraus ablesen, wie unsere Publikum reagiert.

Natürlich wird der Tourismus zu Schlüsselfrage. Dessen Entwicklung wird entscheidend für die Auslastung von Häusern wie die Wiener Staatsoper sein.

Am 3. Juni wird der Spielplan für nächste Saison verkündet, Abos werden wieder aufgelegt, “ weil ohne sie ein aufwendiger Spielplan nicht realisierbar ist“ (Zitat Operndirektor). Ich persönlich würde mir nie ein Abo kaufen, denn ich will sehen, was mich interessiert,  mir nicht vorschreiben lassen, was mich zu interessieren hat. Im Abo schluckt man auch Ladenhüter – so gesehen ist ein funktionierender Abo-Betrieb aus rechnerischer Sicht wichtig für ein Theater.

Der Kampf um das „Publikum nach der Pandemie“ hat also begonnen

Auszug aus „Die Presse“:  Was den Kartenverkauf betrifft, ist man in Kontakt mit allen  Opernfreunden, die zuletzt bestellt hatten und versucht, die Interessenten durch Zuteilung von Tickets zu befriedigen. Auch mit den Abonnenten ist man in stetem Kontakt. Sie haben die Gelegenheit, Karten zu den für sie geltenden, günstigeren Bedingungen zu erwerben.

Damit ist ein Grundstock für eine möglichst hohe Auslastung bis Ende Juni gesichert. Abzuwarten bleibt noch, wie sich der Ausfall im Tourismus auf den Kartenverkauf auswirken wird. Bei den vier Aufführungen von Verdis „Macbeth“ mit Anna Netrebko und Luca Salsi dürfte es keine Probleme geben, die Staatsoper so weit zu füllen, wie es derzeit möglich ist. Die Verdi-Premiere, inszeniert von Barrie Kosky, dirigiert vom neuen Musikdirektor Philippe Jordan ist für 10. Juni geplant.

Am 3. Juni wird das Staatsopern-Programm der kommenden Spielzeit mit einem Live-Event präsentiert. 2021/22 werden auch wieder Abonnements aufgelegt, ohne die ein aufwendiger Spielplan nicht realisierbar sei, versicherte Roščić…

Staatsoper, Volksoper, Musikverein: Eröffnung mit dem Finale
Wiens Musiktheater und Konzerthallen öffnen wieder. Im Musikverein wird sogar bis Ende Juli gespielt, die Volksoper startet mit einer Premiere.
https://www.diepresse.com/5972504/staatsoper-volksoper-musikverein-eroffnung-mit-dem-finale

WIENER STAATSOPER: DER ONLINE-SPIELPLAN VOM 1. BIS 10. MAI 2021

Der Online-Spielplan auf play.wiener-staatsoper.at  < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19gVw7_ctz2a&tid=0-1uJ8AH-2hVdfT&link=rok8 > zeigt in den nächsten Tagen eine Auswahl an Opernproduktionen der aktuellen Spielzeit, die nun digital wieder erlebt werden können:

Auf eine Ausstrahlung der Premierenproduktion von Carmen in der Inszenierung von Calixto Bieito, aufgezeichnet im Februar 2021 in der Wiener Staatsoper und u. a. mit Anita Rachvelishvili, Piotr Beczala, Erwin Schrott und Vera-Lotte Boecker sowie Andrés Orozco-Estrada am Dirigentenpult (2 . Mai) – die Produktion kommt im Mai nun zu ihrer Premiere vor Publikum – folgen Mascagnis bzw. Leoncavallos Cavalleria rusticana und Pagliacci vom November 2020 unter Marco Armiliato und u. a. mit Eva-Maria Westrboek, Brian Jagde, Ambrogio Maestri, Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak (3. Mai) sowie Verdis Nabucco mit Plácido Domingo in der Titelpartie, aufgenommen im Jänner 2021 im Haus am Ring (6. und 10. Mai, u. a. mit Freddie De Tommaso, Riccardo Zanellato, Anna Pirozzi; Dirigent: Marco Armiliato).

Auch Eugen Onegin unter Tomás Hanus und u. a. mit Andrè Schuen, Nicole Car, Bogdan Volkov, Anna Goryachova und Dimitry Ivashchenko in einer Aufnahme der Premierenserie im Oktober 2020 seht auf dem Online-Programm (8. Mai), ebenso wie die Musikalische Neueinstudierung von Der Rosenkavalier unter Musikdirektor Philippe Jordan und u. a. mit Martina Serafin, Daniela Sindram, Günther Groissböck, Erin Morley und Jochen Schmeckenbecher vom Dezember 2020 (9. Mai).

Sonntag, 2. Mai 2021, 19.00 Uhr
Georges Bizet
CARMEN (Vorstellung vom 21. Februar 2021) Opéra comique in vier Akten Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung: Calixto Bieito
Mit u.a.: Anita Rachvelishvili, Piotr Beczala, Erwin Schrott, Vera-Lotte Boecker

Montag, 3. Mai 2021, 19.00 Uhr
Pietro Mascagni, Ruggero Leoncavallo
CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI (Vorstellung vom 2. November 2020) Musikalische Leitung: Marco Armiliato Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Mit u.a.: Eva-Maria Westbroek, Brian Jagde, Ambrogio Maestri, Zoryana Kushpler, Isabel Signoret; Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak, Ambrogio Maestri, Andrea Giovannini, Sergey Kaydalov

Dienstag, 4. Mai 2021, 19.00 Uhr – 

„Schwanensee“. Foto: Wiener Staatsballett

BALLETT Piotr I. Tschaikowski SCHWANENSEE (Vorstellung vom 16. März 2014)
Choreographie: Rudolf Nurejew
Musikalische Leitung: Alexander Ingram
Mit u.a. Olga Esina, Vladimir Shishov, Eno Peci, SolistInnen, Corps de ballet und Jugendkompanie des Wiener Staatsballetts

Wien/ Staatsoper
Castorfs „Faust“ an der Staatsoper: Was für ein teuflisch guter Zauber
Charles Gounods „Faust“ als grandiose, aber hoffentlich auch als letzte reine Fernsehpremiere (9. Mai, 20.15 Uhr, ORF III) in der Regie von Frank Castorf und in Top-Besetzung.
Kurier.at

Castorf an der Staatsoper: „Faust“ als starker Theaterabend
Mit Gounods „Faust“ feierte Regisseur Frank Castorf sein spätes Staatsoperndebüt: ein starker Theaterabend, bei dem das Schauspiel oft wichtiger und besser war als der Gesang.
https://www.diepresse.com/5973313/castorf-an-der-staatsoper-faust-als-starker-theaterabend

WIEN / Theater an der Wien / Stream via „Fidelio“:
DER FEURIGE ENGEL von Sergej Prokofjew
1.Mai 2021

Alle Fotos: Theater an der Wien / Bernd Uhlig

Mitte März aufgezeichnet, gab es in diesem Fall auch schon Rezensionen. Wer sich als „Normalpublikm“ vor dem ORF-Klassik-Sender „Fidelio“ einfand, um die Aufführung von Prokofjews „Der feurige Engel“ aus dem Theater an der Wien zu sehen, wusste also schon, was ihn erwartet. Die Geschichte, die im deutschen Mittelalter spielt (und in der auch Faust und Mephisto in Nebenrollen vorkommen..), wurde von Regisseurin Andrea Breth in ein Irrenhaus verlegt. Kein Milieu darüber hinaus, kaum Szenenwechsel, auswegloser Horror des permanenten Eingeschlossenseins…

…Ist man szenisch an diesem Irrenhaus-Abend ein wenig allein gelassen, was die ursprüngliche Handlung dieser Oper betrifft, so besticht der musikalische Teil sowohl durch die Hauptdarsteller wie durch Constantin Trinks am Pult des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, indem er die Musik in ihren ganzen Effekten und Klangfarben ausreizt. Allein, die Verzweiflung, die der Komponist immer wieder in Klänge gesetzt hat, geht enorm unter die Haut.

Wer gerne vergleicht, welche Möglichkeiten in einem Werk wohnen und was Regiekonzepte vermögen, kann bei YouTube die russische Version aus dem Marinskij Theater (Co-Produktiion mit Covent Garden) sehen. Wie ganz anders erscheint die Geschichte, wenn das Irrationale in eine reale Welt einbricht.

Zum Bericht von Renate Wagner

München
Neue Oper über Schubert in München online uraufgeführt
https://volksblatt.at/neue-oper-ueber-schubert-in-muenchen-online-uraufgefuehrt/

BSOrec: Bayerische Staatsoper gründet mit Bayerische Staatsoper Recordings eigenes Label

Die Bayerische Staatsoper präsentiert ab Ende Mai 2021 ein hauseigenes Label, das die Vielseitigkeit des Hauses und des Bayerischen Staatsorchesters mit Veröffentlichungen von aktuellen und vergangenen Höhepunkten des Repertoires in exklusiven Audio- und Video-Mitschnitten dokumentieren soll. Zum Start des Labels erscheint am 28. Mai Gustav Mahlers 7. Symphonie unter der Leitung des damaligen Generalmusikdirektors Kirill Petrenko, ein Mitschnitt des 6. Akademiekonzerts der Saison 17/18. Demnächst folgt ein audiovisueller Mitschnitt von Die tote Stadt mit Marlis Petersen und Jonas Kaufmann, ebenfalls unter der Leitung von Kirill Petrenko.

Neben Opernproduktionen und Konzertmitschnitten von großen symphonischen Werken sind auch Produktionen aus dem Kinder- und Jugendprogramm CAMPUS sowie ausgesuchte Veröffentlichungen aus dem Archiv des Hauses geplant. Kammermusikalische Editionen, die den Ensembles des Bayerischen Staatsorchesters eine Plattform bieten sollen, komplettieren das Angebot des Labels. „Die Gründung eines hauseigenen Labels ist die konsequente Weiterentwicklung unserer seit Jahren angestrebter Strategie der Unabhängigkeit von Plattenlabels oder TV-Sendern und ein weiterer Baustein neben STAATSOPER.TV, erläutert Intendant Nikolaus Bachler. „So steht es dem Haus in Abstimmung mit den Künstlerinnen und Künstlern frei, ganz individuell das konkurrenzlos breit gefächerte Programm noch mehr Klassikliebhabern auf der ganzen Welt zu präsentieren.“

Bayreuther Festspiele wissen noch immer nicht, wieviele Zuschauer eingelassen werden dürfen!

 

Die Bayreuther Festspiele 2021 sollen unter Beachtung der notwendigen Hygienekonzepte sowie gesetzlicher und behördlicher Regelungen stattfinden. Dies haben die Mitglieder des Verwaltungsrates und die Geschäftsführung der Bayreuther Festspiele heute entschieden. Weil die Entwicklung der Pandemie nach wie vor einer großen Dynamik unterliegt, können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Aussagen zur Zuschauerkapazität getroffen werden.“

Hubertus Herrmann, Leiter Kommunikation/Presse

https://www.nordbayern.de/kultur/entscheidung-bayreuther-festspiele-finden-statt-1.11039887

Im Vergleich zu Bayreuth können die österreichischen Theater jubeln. Sie wissen, was auf sie zukommt, können sich durch die nächsten Monate irgendwie „nach Plan“ durchwursteln“. Die Reduzierung auf 900 Karten pro Vorstellung erleichtert es der Staatsoper, zum Ende der Saison halbwegs Quote zu machen (weil diese ja von der Anzahl der genehmigten Karten zu berechnen ist.
Bayreuther Festspiele, die zumindest zu Beginn des Mai nicht wissen, wieviele Karten sie auflegen und verkaufen dürfen, sind eine logistische Herausforderung, die mit der Situation in Österreich nicht vergleichbar ist

Kirill Serebrennikov: Die Idee der Freiheit
Es ist die wohl umstrittenste Opern-Inszenierung des Jahres: Wagners „Parsifal“ unter der Regie von Kirill Serebrennikov. „Was haben Sie sich dabei gedacht?“, haben wir den russischen Regimekritiker gefragt. Hier seine Antwort.
Bühne-Magazin

Youtube-Plattform „What’s Opera Doc“: die „heile“ Welt der Oper bekommt Risse

 

ich erlaube mir, auf einen Radiobeitrag über What’s Opera Doc hinzuweisen. Der Youtube-Kanal wurde vor knapp sechs Jahren gegründet, um kritisch hinter die Kulissen des Klassikbetriebs zu blicken und Emanzipation und Solidarität unter Künstler*innen zu stärken. Im Beitrag sprechen die Sänger*innen Albert Dohmen, Wiebke Göetjes, Bettine Kampp (Causa Gustav Kuhn), Marlis Petersen, Sevana Salmasi sowie die Gründerin Elisabeth Kulman.

Youtube-Plattform „What’s Opera Doc“: die „heile“ Welt der Oper bekommt Risse

Die glänzende Fassade der Oper bröckelt. Denn Machtspiele, Intrigen und Leid passieren nicht nur auf der Opernbühne, sondern auch hinter den Kulissen.

Deutschlandfunk Kultur, Sendung „Tonart“ vom 29.4.2021

Dauer: 6 Minuten
Redakteurin: Elisabeth Hahn

Link zum Beitrag: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=921753  

Darf gerne geteilt werden!

Mit besten Grüßen
Elisabeth Kulman

Kultur.Sommer.Semmering 2021. 9. Juli bis 5. September im Südbahnhotel

 

https://www.kultursommer-semmering.at/spielplan

Cottbus / Karlsruhe: DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK – DIGITAL

Oper für Jugendliche als Koproduktion zwischen dem Staatstheater Cottbus und dem Staatstheater Karlsruhe

Szenenfoto mit (v.l.n.r.): Virginia Breitenstein (Klavier) und Ilkin Alpay (Sopran. Foto: Marlies Kross

Anlässlich der Europäischen Kulturtage in Karlsruhe hat am 3. Mai 2021 die Oper Das Tagebuch der Anne Frank ihre Online-Premiere. Die Inszenierung entstand als Koproduktion zwischen dem Staatstheater Cottbus und dem Staatstheater Karlsruhe. Weitere Vorstellungen sind am 11. und 13. Mai 2021 kostenlos auf YouTube zu erleben. Zu allen Terminen wird ein Nachgespräch per Zoom mit den Beteiligten angeboten. Ab 31. Mai 2021 ist die Inszenierung auch auf dem YouTube-Kanal des Staatstheaters Cottbus abrufbar

Sprechtheater

LANDESTHEATER LINZ: 6 PREMIEREN IN 6 TAGEN! THEATER FÜR EINE NEUE WELT!

Mit sechs Premieren rund um Pfingsten startet das Landestheater Linz wieder voll durch. Den Auftakt macht am 19. Mai das Musical mit der Premiere von „Lieder für eine neue Welt“. Insgesamt sind in dieser Spielzeit noch 12 Premieren auf den fünf Bühnen des Landestheaters Linz geplant. Die Spielzeit wird bis 18. Juli verlängert.

Laut einer Umfrage der Soziologin Barbara Rothmüller, was die Österreicher*innen während der Lockdowns denn am meisten vermissen würden, standen auf Platz eins: die Kulturveranstaltungen! Vor Sport, Urlaub und Reisen! Die Freude ist nun groß, denn nach einer über sechsmonatigen Pause, soll der Vorhang ab 19. Mai 2021 an unserem Theater wieder aufgehen dürfen.

Das Landestheater Linz hat daher Theater in Hülle und Fülle für sein Publikum vorbereitet und seine Spielpläne prall mit Neuem und Beliebtem gefüllt. Umso mehr freut sich unser Theater, seine Häuser und Säle wieder für sein Publikum öffnen zu können. Unter Einhaltung aller Gesundheits-Schutzmaßnahmen werden wir diese Wiedereröffnung mit einem Feuerwerk an Premieren und einem Wiedersehen mit beliebten Stücken feiern und das analog und in 3D.

Hommage an das Strawanzertum: „Lumpazivagabundus“ in Linz
Nestroys Posse in der Regie von Georg Schmiedleitner hatte abgefilmt via ORF 3 Premiere: Ein Drehbühnenereignis, dem der Zauber fehlt

Im Rahmen der Fernseh-Theater-Kooperation „Wir spielen für Österreich“ wurde die Vorstellung auf ORF 3 übertragen und ist nun in der Mediathek abrufbar. Eine Saal-Premiere ist für 9. Juni geplant. Insgesamt will das Landestheater in dieser außergewöhnlichen und bis 18. Juli verlängerten Spielzeit noch zwölf Premieren zeigen.
Der Standard.at

Film/ TV

„Tatort Münster“: Kommissar Thiel und Professor Boerne ermitteln weiter
Die populären „Tatort“-Krimis aus Münster mit Axel Prahl (61) und Jan Josef Liefers (56) erhalten weitere Folgen.
https://www.film.at/news/tatort-muenster-thiel-boerne/401369096

Also darf er doch wieder beim Tatort dabei sein. Nach seinem Video sollte er doch nach Meinung einiger besonders „Liberaler“ von dort verbannt werden. Aber der „Münster-Tatort“ ist ganz einfach zu gut – also schneiden sich die Verantwortlichen nicht in das eigene Fleisch!


Filmbranche und Querdenker Das antidemokratische Netzwerk hinter #allesdichtmachen

Neue Erkenntnisse zu der Internet-Kampagne: Maskenverweigerer am Set, Verwerfungen innerhalb der Filmbranche und ein ominöser Drahtzieher aus dem Querdenker-Milieu.
Tagesspiegel.de

Was ist eigentlich ein „Querdenker“?  Einer, der eine andere Meinung vertritt als die Mehrheit? Darf ich jene, die eine andere Meinung als ich haben, schon als „Querdenker“ bezeichnen. Hält unsere Demokratie  mehr als bloß eine Einheitsmeinung nicht aus?

 

HEUTE ORF / „IM ZENTRUM“: Zwischen Akzeptanz und Ignoranz – Wie sehr spaltet Corona unsere Gesellschaft?

 Am 2. Mai um 22.10 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – Ein Jahr Corona-Pandemie unterzieht auch die Regeln der demokratischen Auseinandersetzung einer harten Prüfung. Die breite gesellschaftliche Bereitschaft am Anfang, fast alles der Bewältigung der Gesundheitskrise unterzuordnen, ist nicht mehr gegeben. Doch der demokratische Diskurs ähnelt oft einem Glaubensstreit zwischen Richtig oder Falsch, Gut oder Böse, Schwarz oder Weiß. Wo verläuft die Grenze zwischen berechtigter Skepsis und Verschwörungstheorie? Welche Rolle spielen Wissenschaft und Politik? Und was bedeutet die zunehmende Spaltung der Gesellschaft für die Zukunft der Demokratie?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 2. Mai 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Dagmar Belakowitsch Klubobmann-Stellvertreterin, FPÖ
Eva Blimlinger Sprecherin für Kunst & Kultur, Wissenschaft & Forschung, Medien, Öffentlicher Dienst, Die Grünen
Gudula Walterskirchen Publizistin, Herausgeberin „Niederösterreichische Nachrichten“
Ingrid Brodnig Autorin und Expertin für Verschwörungstheorien und Fake News
Gerald Ex-Verschwörungstheoretiker, alias „Ascendancer“ auf YouTube
Elke Ziegler Wissenschaftsjournalistin, ORF-Hörfunk

„Wiener Zeitung“: Redaktionsbeirat zeigt „Befremden“ über Kurz
Der Beirat ist darüber irritiert, dass dem Kanzler zufolge „der Betrieb und die Finanzierung einer Tageszeitung nicht Aufgabe der Republik“ seien.
https://www.diepresse.com/5973947/wiener-zeitung-redaktionsbeirat-zeigt-befremden-uber-kurz

Wenn die Regierung eine Zeitung finanziert und somit am Leben erhält, hat diese Zeitung keine eigene Meinung mehr zu vertreten: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“  Altes Sprichwort: Wenn man sich in die Zeit zurückversetzt, in der es Minnesänger gab oder in die Zeit des bürgerlichen Oswald von Wolkenstein – die waren so etwas wie feile Federn. Die hatten selten eine feste Anstellung und mussten von Hof zu Hof ziehen. Dort hat man Lieder gesungen. Das waren nicht „Alle meine Entchen“, sondern sehr oft handelte es sich um richtige Gesänge, die einen Herrscher, einen Grafen, einen Fürsten priesen und Geschichten von seinen Heldentaten erzählten.

Wenn sich unser Kanzler so etwas entgehen lässt, spricht das eher für als gegen ihn – und wundert mich zugleich!

Ich wünsche einen schönen Sonntag. In wenigen Stunden ist auch in Wien der „harte Lockdown“ zu Ende!

A.C.

 

 

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