Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

2. JUNI 2021 – Mittwoch

02.06.2021 | Tageskommentar

 

BREGENZER FESTSPIELE: KARTENKONTIGNENT  DARF VOLL VERKAUFT WERDEN. Copyright: Bregenzer Festspiele

Bregenzer Festspiele verzeichnen verstärkte Ticketnachfrage
Seit Ankündigung der Bundesregierung, dass Besucher-Obergrenze ab Juli wegfällt
https://www.derstandard.at/story/2000127079805/bregenzer-festspiele-verzeichnen-verstaerkte-ticketnachfrage

Bregenzer Festspiele 2021 vor vollen Rängen
Ob man auf den gerade montierten Fesselballon oder auf diese Festspielsaison blickt – es geht auf allen Ebenen aufwärts: Sämtliche Produktionen finden statt, es müssen keine Plätze frei bleiben. Festspielpräsident Hans-Peter Metzler begrüßt die Entscheidung der österreichischen Bundesregierung: „Wir haben nun positive Rahmenbedingungen für eine Saison voller künstlerischer Höhepunkte
https://www.vol.at/bregenzer-festspiele-2021-vor-vollen-raengen/7007165

Das ist eine positive Meldung, wenn sich denn die Hoffnungen erfüllen. Dass die Karten verkauft werden dürfen, ist die eine Wahrheit. Ob alle verkauft werden, die daraus resultierende Frage. Beantwortet werden wir sie nicht bekommen, denn Optimismus muss zur Schau getragen werden. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz auch in der Wirtschaft. Jammern hilft nicht, verschreckt nur die Kunden. Selbst vor dem Konkursrichter ist zur Schau gezeigter Optimismus angesagt.

Aber wir wünschen den Bregenzer Festspielen besten Geschäftsgang. Wir werden die Situation im Auge behalten und unsere Schlüsse gegebenenfalls für uns behalten – oder mitjubeln, wenn der Jubel seine Berechtigung hat.

Morgen, am Feiertag, gibt die Wiener Staatsoper ihren Spielplan für die nächste, hoffentlich voll zu verkaufende Saison bekannt. Wir werden Sie morgen nochmals daran erinnern, die Präsentation wird mit künstlerischen Rahmenprogramm auch im TV gezeigt! Dann wissen wir, was uns in der zweiten Saison geboten wird.

IN BAYREUTH WIRD BEREITS GEPROBT!

 

ZU INSTAGRAM

Günther Groissböck pendelt zwischen Wien (Kammeroper/ „Tristan-Experiment“ – Debüt auch als Regisseur) hin und her. Das ist nicht ungefährlich und ein riesiger Stress. Ein sicheres Auto ist Voraussetzung! In eine Karre, wie ich sie fahre, würde G.G. nie einsteigen.

London: ROYAL OPERA HOUSE. Spielplan 201/2022
What’s on
https://www.roh.org.uk/tickets-and-events?start-date=01-09-21&end-date=31-08-22

London
Anna Netrebko, Jonas Kaufmann, Angela Gheorghiu, Sondra Radvanovsky, Elīna Garanča, Joyce DiDonato Lead Royal Opera House’s 2021-22 Season
operawire.com

LUZERN/ Theater: COSÌ FAN TUTTE (Vorstellung vom 1.6.)

Foto: Ingo Hoehn

Regisseur Max Hopp hat Mozarts Meisterwerk behutsam und gefühlvoll modernisiert und so in der Welt der Zuschauer verankert. Hopp nutzt die Ouvertüre um seinen Ansatz, vielleicht etwas zu deutlich, zu erklären. Don Alfonso betreibt, wenig romantisch im Industriegebiet, wie die Fassade in Container-Optik vermuten lässt, die Schule der Liebenden, «La scuola degli amanti». Zwei Paare mit Business-Trolleys nehmen Aufstellung und werden mit eingeblendeten Pfeilen und Namen vorgestellt. Die in Vorwegnahme des späteren Geschehens immer wieder neu auf der Fassade kombinierten Namen und der rötliche Hintergrund des «La scuola degli amanti» lassen ein Etablissement des Milieus vermuten. Beginnt die Oper, wird der Zuschauer rasch eines Besseren belehrt…

Zum Bericht von Jan Krobot

SOFIA/ Bulgarien: MACBETH – konzertant

Plamen Kartaloff bei seiner Rede. Foto: Klaus Billand

Klaus Billand aus Sofia: Anlässlich meines Vortrags zur Buchpräsentation des Titels „My Wagner“ von Prof. Plamen Kartaloff, Generaldirektor der Nationaloper Sofia und Ballett, vor der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften am 31. Mai konnte ich am Abend zuvor eine konzertante Aufführung von Verdis „Macbeth“ an der Oper erleben. Dabei war es eigentlich gar keine konzertante Aufführung. Denn die Sänger hatten vor dem auf der Bühne postierten Orchester viel Spielraum, da aufgrund der Covid 19-Auflagen die Bestuhlung im gesamten Parkett entfernt worden war. Hier sitzt bei szenischen Aufführungen seither das Orchester weitflächig verteilt. Zu „Macbeth“ konnten 300 Besucher eingelassen werden, und auch hier in Sofia hofft man, dass es wie in Westeuropa bald wieder mehr werden. Aber während dort die Pforten über etwa ein Jahr ganz geschlossen waren, spielte die Sofia Oper mit 30 Prozent Zuschauerbelegung durch. Damit zählte Bulgarien mit Spanien wohl zu den wenigen, wenn nicht gar einzigen Länder in der EU, die auch während er Pandemie durch überzeugende Hygiene-Maßnahmen durchgängig auf reduziertem Niveau mit Publikum spielen konnten…

Schlussapplaus. Foto: Klaus Billand

Zum Bericht von Klaus Billand

Zum Vortrag von Klaus Billand. Schauen Sie doch mal rein, ab Minute 30-35 etwa…

https://www.operasofia.bg/news/onlayn-izlachvane-na-moyat-vagner-predstavyane-na-knigata-na-akad-plamen-kartalov

Hamburg
Opernpremiere in Hamburg: Händels „Agrippina“: Gefangen im eigenen Machtbunker

Hat man je eine erotischere Musik gehört? Die Zeit steht still, das Publikum hält den Atem an, wenn die Sopranistin Julia Lezhneva sich als Poppea an ihrer eigenen Schönheit berauscht. Einen halben Akt lang hat Händel uns bis zu diesem Moment zum Zeugen eines an Niedertracht, Herrschsucht und Verlogenheit kaum zu überbietenden Machtsystems gemacht. Sein 1709 uraufgeführtes Meisterwerk über die Manipulatorin Agrippina, der es durch ein perfekt inszeniertes Intrigengeflecht gelingt, ihren verzogenen Sohn Nerone auf den Thron Roms zu hieven, zeichnet das illusionslose Bild einer Gesellschaft, in der die Gefühle des Einzelnen nur dafür da zu sein scheinen, betrogen, ausgebeutet und benutzt zu werden…
Sueddeutsche Zeitung

BAROCKFESTIVAL ST. PÖLTEN ERÖFFNET AM 5. JUNI

 

– Unter dem Motto «Believe in Magic» erwartet das Publikum ein kontrastreiches Programm, das diesmal den Bogen von barocken Klängen hin zu zeitgenössischen Künsten spannt. Veranstaltet wird das Barockfestival vom Magistrat St. Pölten, Fachbereich Kultur und Bildung…

Mehr in den „Infos des Tages“

Musica Bayreuth 2021 – jetzt geht es weiter!

ensembleKONTRASTE: Olivier Messiaen – Quatuor pour la fin du temps

 

Mehr in den „Infos des Tages“

Wien – PREMIERENVORHABEN DES BURGTHEATERS FÜR DIE SPIELZEIT 2021 / 2022
Vorläufige Liste

 

September 2021

Akademietheater
04. September 2021
Lärm. Blindes sehen. Blinde sehen!  von Elfriede Jelinek
Regie: Frank Castorf
Österreichische Erstaufführung

Burgtheater
05. September 2021
Maria Stuart von Friedrich Schiller
Regie: Martin Kušej
Von den Salzburger Festspielen

Renate Wagner hat sämtliche (vorläufige) Premieren für die kommende Saison aufgelistet. Mehr in den heutigen „Infos des Tages“

Wien/ Burgtheater
Burgtheater: 2021/22 bringt mehr Regisseurinnen als Regisseure
Viele neue Regiekräfte kommen ans Haus – für stattliche 29 Neuinszenierungen. Ab Herbst auch verbesserter Sitzkomfort
Der Standard.at

Burgtheater: Viel Lärm um viel
Martin Kušej setzt auf viel Zeitgenössisches – und wenig „Klassikerpflege“.
https://kurier.at/kolumnen/burgtheater-viel-laerm-um-viel/401400084

Wien
Claus Peymann gibt Regiedebüt an Kammerspielen
Premiere von Ionescos „Der König stirbt“ für 25. September geplant.
Wiener Zeitung

ZÜRICH/ Landesmuseum: AUSSTELLUNG: Frauen.Rechte | Von der Aufklärung bis in die Gegenwart, Landesmuseum Zürich, 05.03.2021 – 18.07.2021

 Gleichberechtigung ist Menschenrecht

 

Vor 50 Jahren, am 7. Februar 1971 hat das Schweizer Stimmvolk das Frauenstimm- und -wahlrecht angenommen. Diesem Jubiläum gedenkt das Landesmuseum Zürich als Abteilung des Schweizerischen Nationalmuseum mit einer entsprechenden Schau…

Zum Bericht von Jan Krobot

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Deutsche Investmentbanker revolutionieren brasilianischen Immobilienmarkt: Zwei junge deutsche Investmentbanker haben in Brasilien die Handelsplattform Loft für Immobilien gegründet. Sie ist nach drei Jahren schon fast 3 Milliarden Dollar wert. Doch Brasilien ist nur der Anfang. Ihre Pläne sind global. Auch Europa ist ein Ziel.
    Zum Bericht
  • Mord und Korruption dominieren Mexikos Zwischenwahlen: Um die 21 000 neu zu besetzenden Posten im Kongress, in Regionen und Gemeinden wird hart gekämpft. 89 Politiker starben bisher im Wahlkampf. Besonders im Visier der Killer sind die Bürgermeisterkandidaten. Präsident López Obrador nutzt derweil die Wahlen und testet zur Halbzeit seine Popularität.
    Zum Bericht
  • Carlo Ancelotti kehrt zu Real Madrid zurück: Ancelotti sicherte Real Madrid 2014 den zehnten Champions-League-Triumph, bei den Spielern war er ebenso populär wie der jüngst zurückgetretene Zinedine Zidane. Nun muss der Stratege den verpassten Wandel im Klub gestalten.
    Zum Bericht
  • Beim ewigen Zankapfel Mietrecht kündigen sich Veränderungen an: Seit dreissig Jahren ist keine Revision der Regeln zur Mietzinsgestaltung mehr gelungen. Nun prüft der Bundesrat mit einem runden Tisch einen neuen Anlauf. Der Prozess war vom Bundesrat bereits im Herbst angestossen worden.
    Zum Bericht

Ungenutztes Notfallzentrum. Berliner Corona-Klinik an der Messe wird wieder abgebaut
Das Corona-Notfallkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände soll bis September komplett abgebaut werden. Die Klinik war im Frühjahr 2020 als Zentrum für den Ernstfall entstanden, genutzt wurde sie allerdings nie. Der Regierende verteidigte das Projekt.
rbb24.de

Forscher zweifeln an Effekt von Lockdown und „Notbremse“
Statistiker der Ludwig-Maximilians-Universität München haben Zweifel am konkreten Nutzen der deutschen Corona-Maßnahmen geäußert. Denn sie wiesen keinen „unmittelbaren Zusammenhang“ zum abflachenden Infektionsgeschehen auf.
Die Welt.de

Tirol
Die familiären und geschäftlichen Bande hinter der Causa HG Labtruck
In Tirol prüft aktuell die WKStA, ob bei der Vergabe des größten PCR-Test-Auftrags Betrug vorliegt. Die Hintergründe des Millionendeals werfen viele Fragen auf
Der Standard.at

Österreich
Neue Chats: ÖBAG-Chef Schmid bezeichnet Bevölkerung als „Pöbel“ und „Tiere“

 

 

Am Montag wurden weitere Kurznachrichten von ÖBAG-Chef Schmid publik. Darin bezeichnet er die Bevölkerung als „Pöbel“ und „Tiere“. Laut Opposition ist er nun endgültig rücktrittsreif.
Vienna.at

Mit meinen Steuergeldern finanziere ich das üppige Gehalt dieses Günstlings und Mitglied einer „ehrenwerten Familie“ mit, und dann nennt er mich und wohl auch Sie, wenn Sie nicht im Besitz eines Diplomatenpasses sind,  „Pöbel“. Der Mann verwaltet 26 Milliarden Euro – und scheitert beim Diplomatenpass! Dass er kein Diplomat ist, hat er aber nun hinlänglich bewiesen.

Wie lange wird dieser Mann noch im Amt gehalten?

Ein positiver Aspekt dieser Geschichte ist, dass Diplomatenpässe doch nicht so einfach zu erhalten sind, als das noch vor 30 Jahren war. Ich spreche hier nicht von Österreich (da habe ich es nie versucht, daher keine Erfahrung, aber Diplomatenpass ist Diplomatenpass und somit international), aber in meiner Fußballfunktionärszeit habe ich für meine aus dem Nachbarland kommenden Kicker relativ problemlos Diplomatenpässe organisiert. Ganz gratis war das natürlich nicht, ein Besuch im Nachbarland bei der zuständigen Behörde mit der nötigen Ausstattung war natürlich Voraussetzung – aber für die Fußballer war es trotzdem ein Bombengeschäft, von dem mein Verein insoferne profitiert hat, als ich die Spieler-Gagen am untersten Ende ansiedeln konnte. Diese waren nur ein Zubrot!

Die Situation war damals eine andere, heute ist das wohl auch dort nicht mehr möglich. Und das ist gut so! Mir ist es egal, meine wirklich „aktive“ Zeit ist vorbei!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken