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2. JÄNNER 2021 – Samstag

02.01.2021 | Tageskommentar

Der leere Wiener Musikverein. Foto: Wiener Philharmoniker/ Peter Adamik

Heinrich Schramm-Schiessl meint: Wer mich kennt, der weiss dass ich ein Pragmatiker bin, der selten zu Emotionen neigt. Als aber am Ende dieses Neujahrskonzert der Donauwalzer erklang, so spürte ich doch einen gewissen Druck im Hals, denn es schien nicht sicher, dass dieses traditionelle Konzert auch heuer, nach diesem so aussergewöhnlichen Jahr stattfinden würde. Aber alle jene, die daran zweifelten, hatten ihre Rechnung ohne die Wr. Philharmoniker gemacht, aber davon etwas später.

Dieser Donauwalzer sollte einerseits Trost für das sein, was wir im vergangen Jahr erleben mussten und anderseits Hoffnung für das Jahr 2021 geben, das Covid-19-Virus zwar nicht auszurotten, aber Corona zumindest zu einer (gefährlichen) Krankheit zurückzustufen, wie es andere auch gibt, mit denen wir leben müssen.

Kommen wir nun zu den Wiener Philharmonikern zurück. Diese haben, im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern nicht gejammert und geschimpft, sondern rechtzeitig begonnen, sich zu überlegen, was eine Absage verhindern könnte. Man hat sogar bis zuletzt gehofft doch noch vor Publikum spielen zu können und dem Gesundheitsministerium ein Konzept vorgelegt, dass das ermöglichen sollte. Man schlug vor, nicht nur die Orchestermitglieder vor dem Konzert auf Corona zu testen, sondern auch die Zuschauer. Wie man das logistisch gemacht hätte, hätte mich schon interessiert. Wie zu erwarten war, hat man hier dem Orchester keine Extrawurst gebraten – warum eigentlich nicht, ist man doch vor den Skiliftbetreibern auch in die Knie gegangen – und man musste ohne Publikum spielen. Aber möglicherweise hat dieses Konzept die Regierung erst auf die Idee der Testpflicht vor jedem Theaterbesuch gebracht…

Den gesamten Bericht zum Konzert lesen Sie in unseren Infos des Tages bzw. in den Kritiken

Einen Einwand erlaube ich mir als Tageskolumnist aber schon: Die Wiener Philharmoniker haben weit weniger Grund zum Jammern wie die als Negativbeispiel angeführten „viele andere Künstler“, denn bei ihnen geht es wirklich nicht um die Existenz. Sie sind Privilegierte, bekommen ihr Gehalt sicher.

Ein paar Worte zum Philharmonischen von Renate Wagner

Ich bin ganz der Meinung von Kollegen Schramm-Schiessl. So sehr ich Riccardo Muti schätze, er ist nicht der richtige Mann für Johann Strauß und diese Art von Musik. Ich bin überzeugt, dass er sie bis ins letzte i-Tüpfelchen souverän analysiert hat – aber er spürt sie nicht, er hat sie nicht im Körper. So steif wie eine Stock, wie er dasteht – ungeachtet von ein paar „Show-Einlagen“, die er sich überlegt hat, ist ja Fernsehen, man will ja witzig rüberkommen – , so verändert sich die Musik unter seinen Händen. Und das trotz der Wiener Philharmoniker, die wahrlich wissen, wie es geht.

Muti lässt die Musik spielen, aber nicht atmen, und was genuiner Walzer-Schwung ist, davon hat er keine Ahnung. Manches wirkte so länglich, dass man meinte, die Stücke gar nicht zu kennen.

Natürlich machen die Philharmoniker einem Mann seiner Größenordnung, der heuer 80 wird, jedes Kompliment – aber niemand muss besser wissen als sie (wer, wenn nicht sie!), dass er nicht die richtige Wahl ist. Aber schon möglich, dass sie daran denken, mit welchem Namen am Cover sich die DVDs und CDs weltweit am besten verkaufen lassen…

Das Problem wird sich nächstes Jahr mit Daniel Barenboim wiederholen, der Casus ist genau derselbe: ein berühmter Dirigent, der genau das nicht kann… und sie wissen es, man hat es schon zweimal erlebt.

Was mir auffiel: Die „Herren“ Philharmoniker haben für dieses Fernseh-Event  auffallend viele Frauen ins Orchester gesetzt (das ist politische Korrektheit), und die besonders hübschen unter ihnen wurden bevorzugt von den Kameras erfasst. Gut so, nur sollen weder die Herren Philharmoniker noch die Herrschaften vom ORF meinen, dass man zu dumm ist, das zu registrieren – und das Warum dahinter. Man merkt die Absicht und… na, verstimmt ist man nicht. Verkauft uns nur nicht für dumm. Dass Frauen genau so gute Musiker sind wie Männer, ist klar. Sonst säßen sie nicht in diesem Orchester. Irgendwo hört sich die Gleichberechtigung auf, nämlich wenn es um die Qualität ginge…

Riccardo Muti hatte seine ergreifend Rede schön einstudiert. Er hat nur Beethoven vergessen. Brahms, Bruckner, Mahler, so sagte er, erklangen in diesem Saal. Gut, das Beethoven-Jahr ist mit dem 1. Jänner vorbei, aber eine Erwähnung wäre er schon wert gewesen. Und wenn schon, dann Schubert auch. Egal, es war nicht böser Wille – wer möchte vor einem Millionenpublikum schon reden und mehr sagen müssen als „Prosit Neujahr!“.

Logistisch wurde das Unternehmen so gut durchgezogen wie irgend möglich. Die Idee mit den „Klatschern“ aus aller Welt hatte tatsächlich etwas Völkerverbindendes. Und am Ende hat Muti das Richtige gesagt, wenn er es auch nicht so prägnant ausdrückte wie Hofmannsthal: „Musik ist eine heilige Kunst…“

Renate Wagner

—–

Neujahrskonzert 2021 der Wiener Philharmoniker/ Musikverein Wien
1. Januar 2021
Von Thomas Prochazka

Ich glaube, wir Außenstehende haben keinen Begriff davon, welche Beharr­lichkeit des Orchesters vonnöten, welche Widerstände zu überwinden waren, um dieses Konzert Wirklichkeit werden zu lassen. Dennoch klang vieles melancholischer an diesem Vormittag, als es die Noten vermuten ließen: Sie-wissen-eh. Aber ohne Publikum ist es halt nur eine halberte G’schicht’…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=766F50AB-AD99-F859-C0444932784F23E8

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2021: Virtueller Applaus ersetzt kein festlich gestimmtes Publikum
Ähnlich wie eine Fledermaus-Aufführung am 31. Dezember gehört das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu den unverzichtbaren Ritualen des Jahreswechsels in Wien. Letzteres fiel pandemie-bedingt dieses Jahr naturgemäß sehr viel anders aus als gewohnt. Es fehlte das in der Regel mit viel lokaler und sonstiger Prominenz durchsetzte Publikum im Saal, die gewohnt üppigen Blumenarrangements erfreuten diesmal tatsächlich nur das virtuelle Publikum – und natürlich die ausführenden Musiker.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert

Und da sind wir schon bei dem, was in den Berichten unserer Redakteure angesprochen wird

Wien
Daniel Barenboim wird Neujahrskonzert 2022 dirigieren

Daniel Barenboim. Foto: Musikverein/ Richard Schuster DG

Der Maestro aus Berlin führte bereits 2009 und 2014 durch das Klassikevent aus Wien.
Die Presse

„Konzert/OpernkritikBerlin“ (Anton Schlatz)  Berichte  zu Silvester- und Neujahrskonzerten aus Berlin bzw. Wien. 

Silvesterkonzert in Berlin, Neujahrskonzert mit Muti in Wien

Am Silvesterabend zelebrieren die Berliner Philharmoniker ein spanisch-lateinamerikanisch inspiriertes Programm von Rodrigo bis Villa-Lobos mit Ausflügen zu Beethoven und Schostakowitsch, wobei Kirill Petrenko unwiderstehlich exakt und klar leitet. Am nächsten Morgen spielen die Wiener Philharmoniker ihr traditionelles Neujahrskonzert 2021, ebenfalls vor leerem Saal, und es war interessant zu hören, wie anders Riccardo Muti dirigierte, nämlich mit rhythmischer Delikatesse und unnachahmlicher, sozusagen traditionsgesättigter Kultiviertheit. 

Opern- und Konzertkritik Berlin

Bericht zu den zwei aktuellen Konzerten der Berliner Philharmoniker. 

Die Berliner Philharmoniker mit Andris Nelsons in der Digital Concert Hall 
Die Berliner Philharmoniker spielen munter weiter, Corona hin oder her. Im Dezember ist zwei Mal Andris Nelsons zu Gast in der Digital Concert Hall. Das Programm umfasst Beethoven, Strawinsky, Liszt, Mahler. Baiba Skride spielt ein erstaunliches Strawinsky-Konzert, der junge Südkoreaner Seong-Jin Cho enttäuscht bei Liszts zweitem Klavierkonzert sozusagen auf höchstem Niveau. Ansonsten startet das DSO eine interessante Konzertfilmreihe und die Serie KNM Contemporaries präsentiert zeitgenössische Komponisten an drei Abenden – live gestreamt aus dem Berliner Wohnzimmer. 

Opern- und Konzertkritik Berlin

Berlin/ Philharmonie: Silvesterkonzert 2020 der Berliner Philharmoniker als Stream, 31.12.2020 und 01.01.2021

Berliner Philharmoniker, Kirill-Petrenko. Gitarrist Pablo Sainz Villegas. Foto: Stephan Rabold

„Ende gut, alles gut“, hätten sicherlich viele gerne am 31.12.2020 gesagt. Die weitgehend zuversichtliche Stimmung vom Jahresbeginn, wurde jedoch durch die weltweite Corona-Pandemie schon im Frühjahr in ihr Gegenteil verkehrt. Auch der Kultursektor bekam das durch wiederholte Shutdowns deutlich zu spüren…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

BERLIN/ STAATSOPER FÜR ALLE 2020 zum Jahreswechsel online auf ZDF Kultur, auf den Websites www.staatsoper-berlin.de und www.staatskapelle-berlin.de sowie Rückblick auf das Jahr 2020

Anlässlich des Jahreswechsels 2020/21 wird das STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert mit der Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim vom 6. September 2020 heute online auf ZDF Kultur sowie auf den Websites www.staatsoper-berlin.de und www.staatskapelle-berlin.de zu erleben sein! Der Stream bleibt auf ZDF Kultur bis zum 17. März 2021 verfügbar.

Das Konzert bildete im September den Höhepunkt der Jubiläumswoche des 450-jährigen Jubiläums der Staatskapelle Berlin und war zugleich ein wichtiges Zeichen für die Rückkehr der Kultur nach dem ersten Lockdown. Zu Ehren des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens standen die beiden Violinromanzen mit Anne-Sophie Mutter als Solistin, die »Egmont«-Ouvertüre sowie die 9. Sinfonie, die »Ode an die Freude«, mit Julia Kleiter, Waltraud Meier, Andreas Schager und René Pape als Solistinnen und Solisten sowie dem Staatsopernchor auf dem Programm des Open-Air-Konzerts auf dem Bebelplatz, das Dank BMW stattfinden konnte. In diesem Jahr war das Konzert vor allem all jenen gewidmet, die durch ihre Arbeit in der Corona-Krise einen elementaren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Der Eintritt war dank BMW Berlin wie immer kostenfrei. Das Konzert wurde zusätzlich am 13. September beim ZDF ausgestrahlt, auf www.staatsoper-berlin.de sowie www.staatskapelle-berlin.de gestreamt und erreichte auf diesem Wege bereits 1,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.

Neben STAATSOPER FÜR ALLE auf ZDF Kultur sind bei arte CONCERT aktuell außerdem die Neuproduktion von Wagners LOHENGRIN in der Regie von Calixto Bieito mit u.a. Roberto Alagna und Vida Miknevičiūtė verfügbar: https://bit.ly/2L3NyAw sowie Beethovens Sinfonien Nr. 4, Nr. 5., Nr. 6 und Nr. 8 mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim: https://bit.ly/3n1tLik.

Österreich
Kulturbereich kritisiert Ungleichbehandlung beim „Freitesten“
Scharfe Kritik kommt am Donnerstag aus dem Kulturbereich, nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwochabend Details zum geplanten „Freitesten“ aus dem Lockdown bekannt gegeben hat.

…Demnach sind im Kultur-, Sport- oder Tourismusbereich die Betreiber für die Überprüfung zuständig. Anders als in der Gastronomie, wo das Testergebnis eine Woche alt sein darf, sind es im Kulturbereich maximal 48 Stunden. Als „demokratie- und kulturpolitisch unverträglich“ bezeichnet die IG Autorinnen Autoren die Gesundheitskontrolle bei Kulturveranstaltungen.

„Wenn es das Ziel der Regierung war, den Kunst- und Kulturbetrieb stufenweise wieder zuzulassen, so sollte sie sich auf diese Aufgabe konzentrieren und sich damit beschäftigen, wie die nächsten Schritte aussehen können und nicht, welche Spezialrestriktionen sie dem Kunst- und Kulturbetrieb noch auferlegen kann, um ihn möglichst lange, möglichst stark zu behindern“, so Geschäftsführer Gerhard Ruiss…

Oberösterreichische Nachrichten

Damit muss sich „Kunst und Kultur“ abfinden. Der Kanzler und fast seine gesamte Crew sind der Kulturszene nicht sonderlich stark verbunden, er selbst ist in seiner noch gar nicht so lange zurückliegenden Zeit als Obmann der Jungen ÖVP mit dem „Geilomobil“ durch Wien gekurvt! Die zuständige Staatssekretärin ist „beste Freundin“, allerdings geschickter als ihre in kulturellen Belangen unbedarfte Vorgängerin. Effizienter ist sie kaum!

München
Kultureller Jahresrückblick: Vorhang zu, aber viele Fragen offen
Für alle darstellenden Künste war 2020 ein verlorenes Jahr mit vielen uneingelösten Versprechungen aus der Politik.
Münchner Abendzeitung

Geringe Besucherzahlen, wenig Nachhaltigkeit, obszöne Spitzengagen
Der Kulturmanager Folkert Uhde fordert einen „New Deal“ für den Klassikbetrieb. Ein Gespräch über die Herausforderungen der Branche und Erkenntnisse aus der Krise.

Die Nicht-Besucherforschung sagt: 95 Prozent der Bevölkerung interessieren sich nicht für die Hochkultur.
Die gefühlte eigene Bedeutung entspricht jedenfalls nicht der Wahrnehmung der anderen. Die Erkenntnis mag schmerzen, aber sie ist der erste Schritt. Ich sitze selber im Glashaus, aber es gibt leider viele Kolleg*innen und Musiker*innen, die sich für unverzichtbar halten…
Tagesspiegel

Feuilleton
Drum prüfe, wen man lange bindet
Vom neuen Jahr könnte man sich allerlei wünschen. Das Erlöschen der Corona-Pandemie etwa. Als Kulturjournalist ließe sich aber auch etwas anderes ersehnen. Nämlich ein Grundkurs für Entscheidungsträger mit dem Titel „Wie besetze ich Direktorenposten konstruktiv“. Das täte not.

Ab 2023 leitet Nikolaus Bachler das Salzburger Osterfestival Festival allein – mit einem Konzept, von dem bisher wenig mehr als Stichwörter überliefert sind. Wissen die Verantwortlichen mehr darüber? Das wäre wünschenwert, um sich eine Blamage in letzter Minute zu ersparen. Aber auch dergleichen hat man am Boden- und Neusiedler See ja schon erlebt. Apropos Mörbisch: Dort hat die Landesregierung dem amtierenden Leiter und Opernmenschen Peter Edelmann nun Alfons Haider, den Musical-Mann, als Generalintendanten, sagen wir, gegenübergestellt. Noch einmal: Nichts gegen neue Köpfe vor Dienstantritt. Doch die Frage, wie dieses Duo bis zum Ablauf von Edelmanns Vertrag 2022 koexistiert, verleiht Mörbisch schon einen Hauch von Osterfestspiel-Feeling. Freilich nicht im wünschenswerten Sinn.
Wiener Zeitung

MÜNCHEN/ GÄRTNERPLATZ: SYLVESTERVORSTELLUNG „DREI MÄNNER IM SCHNEE“ AUF STREAM ON DEMAND

 

ZUM VIDEO ON DEMAND

PLACIDO DOMINGO POSTET AUCH IM NEUEN JAHR MUNTER DRAUF LOS!

Er kündigt seinen 80er an!

 

ZU INSTRAGRAM

 

Wien/ Burgtheater: Geglücktes Experiment im Burg-Kasino: Das transdramatische Theater
Die Edutainment-Show „Die Maschine in mir (Version 1.0)“ von Dead Centre mit Michael Maertens als Livestream
Kurier

Michael Maertens: „ich wäre gern unsterblich! Aus Neugierde!“
Der deutsche Schauspieler spielt ab 31. 12. das Stück „Die Maschine in mir“ im Burgtheater-Kasino, vor virtuellem Publikum. Mit der „Presse“ sprach er über die Fadesse des Alleinspielens, den Wunsch nach Unsterblichkeit und das Impfen.
Die Presse

Film: Französischer Schauspieler Robert Hossein gestorben

Robert Hossein

93-jährige Theaterlegende auch aus den „Angelique“-Filmen bekannt.
Wiener Zeitung

Warum Israel so viel schneller impfen kann
Premier Netanyahu spricht von einem „Impf-Weltrekord“: In Israel wird besonders schnell gegen das Coronavirus geimpft. Bis März sollen 60 Prozent der Bevölkerung das Vakzin erhalten haben. Wie schafft das Land das?
Tagesschau

Na ist doch ganz einfach, abgesehen davon, dass Israel ein überschaubares Land ist: Weil Israel den Impfstoff bereits hat, auf den wir warten. Warum hat Israel die Ware bereits? Weil es den Preis überboten und vor allem von Haus aus „auf das richtige Pferd gesetzt hat“. Was ist da so unverständlich daran? Die EU hat das getan, was sie am besten kann: herumreden und zögern!

Auch diesbezüglich kann ich mit eigenen Erfahrungen aufwarten: Als ich als Fußballfunktionär einmal einem Spieler ein höheres Handgeld als die Konkurrenz bezahlt habe, wurde ich angezeigt und vom Fußballverband für einige Monate als Vereinsobmann „gesperrt“. Die Sperre war damals so wirkungsvoll wie es heute die Ausgangsbeschränkungen unseres Sheriffs sind, meine Frau war damals interimistisch Vereinsobmann, denn meinem Stellvertreter habe ich nicht vertraut – was sich später als goldrichtig herausgestellt hat. Als ich im Geschäftsleben einmal eine schwer zu bekommende Ware durch Überbietung des „empfohlenen Preises“ ganz für mich gesichert und der Konkurrenz weggeschnappt habe, wurde ich umjubelt (freilich nicht von der Konkurrenz). So habe ich für mich die Relativitätstheorie bestätigt.

Verbringen Sie einen schönen Tag im Lockdown!

A.C.

 

 

 

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