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2. FEBRUAR 2022 – Mittwoch

02.02.2022 | Tageskommentar

 

Nicht aufgeben, es geht immer weiter!

Die Wiener Staatsoper musste gestern die mit Spannung erwartete Wiederaufnahme von „Manon Lescaut“ wegen eines (?) Covid-Falles absagen. Dem Vernehmen nach  soll ein neuer Versuch am Freitag unternommen werden.

Diese Absage erfolgte zu einem Zeitunkt, in dem auch bei uns Lockerungen verkündet werden (nachdem viele Länder diese längst vollzogen haben). Da soll sich noch wer auskennen.

Der finanzielle Schaden ist groß, allein die Rückabwicklung des Kartenverkaufs eine enorme logistische Herausforderung. Trotzdem, Aufgeben ist keine Option! Wir stehen kurz vor dem Ende des Spuks!

ABSAGE „MANON LESCAUT“ AM GESTRIGEN DIENSTAG AN DER WIENER STAATSOPER:

Asmik Grigorian scheint nicht die Covid-Absage  hervorgerufen zu haben, sie postet nämlich die (hoffentlich) Terminverschiebung auf Freitag“

Today was supposed to be the opening night of MANON LESCAUT@wienerstaatsoper.

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Infos zur Rückerstattung

Mehrere Covid-Fälle also im Chor der WSO. Brian Jagde zeigt sich in seinem Video sehr enttäuscht, dass die erste Manon-Lescaut-Vorstellung ausfallen musste. Er selbst sei gesund, wünscht den erkrankten Kollegen im Chor gute und rasche Besserung und hofft bald auf die Bühne zurückkehren zu können. (Lukas Link)

„Manon Lescaut“ ist nicht eben eine Choroper, will die Staatsoper also heute „Peter Grimes“ spielen, muss rasch eine Lösung gefunden werden. Angeblich soll der Schönberg-Chor kontaktiert worden sen.

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HEUTE: PETER GRIMES – mit Ehrungen

Anfragen über die Begründung für die Ehrungen richten Sie bitte nicht an uns (mehrere Anfragen gingen gestern in diese Richtung und trugen zur Überlastung meines Mailservers bei) richten sie bitte direkt an die Wiener Staatsoper. Mir fällt dazu nur ein, dass so eine Ehrung praktisch nichts kostet und nicht weh tut!

Anm. aus dem Leserkreis:

Zur „Begründung“ empfehle ich die Lektüre für Verordnungen. Demnach ist keineswegs die WSO das Maß aller Dinge! Kaufmann hat z.B. schon 1999 bei den Salzburger Festspielen gesungen und die werden doch als entspechend hochwertige Institution selbst von WienerInnen nicht geleugnet werden können…

Peter Grimes: KARTEN KAUFEN

Brugs Klassiker: Des Meeres und der Britten-Liebe Wellen:
Jonas Kaufmann debütiert in einer exzellenten Wiederaufnahme an der Wiener Staatsoper als komplexer Peter Grimes
Brugs-Klassiker

Traurige Nachricht für den Online-Merker: Heinrich Schramm-Schiessl gestorben!

Heinrich Schramm-Schiessl. Sein Tod ist ein Schock für uns alle!

Nun kann man es ja sagen: H.S.S war auch der „geheimnisvolle“ Moderator des Forums, oft angefeindet, aber auch sehr geschätzt. Er war Premierenberichterstatter (auf Kaufkarte) in Staats- und Volksoper und hat auch die wöchentlichen Radiotipps zusammengestellt. Darüberhinaus hat er die Spielpläne in unserer Rubrik bearbeitet, die Nachrufe verfasst, war eine enorme Stütze – ich muss mich nach dieser Schocknachricht erst „fangen“. Todesursache war ein akutes Leber- und Nierenversagen, er war auch Diabetiker.

Die erste Reaktion kommt aus Berlin: Dr. Ingobert Waltenberger „trifft den Nagel auf den Kopf“

Ein Stiller. Ein  wertvoller Kompetenter. Große Anteilnahme IW

OPER GRAZ: „Klappe auf!“ bei „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“. 2./5. Februar

 

In unserer neuen Folge „Klappe auf!“ geht Dramaturgin Marlene Hahn den Geheimnissen des schwebenden Magiers in „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ auf den Grund. Wie es Bassbariton Daeho Kim schafft, zu singen und gleichzeitig nicht vom Hoverboard zu fallen, erfahren Sie hier!

2. & 5. Feb 2022, Beginn jeweils um 19 Uhr
Märchenoper von Jaromír Weinberger

Informationen & Tickets

 

Neues von den Bühnen Graz (eyepinnews.com)

Tim Theo Tinn: „Giuditta“ in München mit Önologie-, Weinlehre-Kriterien

Assemblage mit Potenzial oder Verschnitt? Kunst der Zusammenfügung oder schlechte Ausgabe, Abfall?

Stream Bayerische Staatsoper „Giuditta“ Spieloper von Franz Lehár (1932/33)
Fassung von Christoph Marthaler, Malte Ubenauf, mit Kompositionen von B. Bartók, A. Berg, H. Eisler, E. W. Korngold, E. Krenek, A. Schönberg, D. Schostakowitsch, I. Strawinsky, V. Ullmann und Dialogen aus Ö. v. Horváths „Sladek oder Die schwarze Armee“ (1928).

GIUDITTA © Wilfried Hösl Bis 2. Febr. 2022 Stream https://operlive.de/ , 27. Februar TV Arte, 22.45 Uhr

Überlegungen, die zur 2. Neuinszenierung der Ära des Intendanten Serge Dorny führten, dürften zukunftsweisend für die Revision derzeitiger Plattitüden vergreister Regie-Theater -Mausoleen (z. B. Kusej-Tosca, Wien.

Die Vita S. Dorny’s ist beeindruckend.
Weltweit ist er einer der wenigen professionellen Chefs internationaler Theater-Boliden wie der Münchner Staatsoper, mit Stallgeruch von Jahrzenten. Der Plan am neuen Haus szenisch mit basaler Neuerung zu experimentieren, hoffentlich das Ende vom Regietheater einzuleiten, ist Segen.

Zu den Gedanken von Tim Theo Tinn

„Das schlaue Füchslein“ in der Bayerischen Staatsoper: Tiere ohne Mitleid

Erotik im tschechischen Zauberwald: : Elena Tsallagova und Angela Brower als Fuchspaar in Barrie Koskys Inszenierung im Nationaltheater. Foto: Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper: Leos Janaceks Oper „Das schlaue Füchslein“ neu inszeniert von Barrie Kosky und dirigiert von Mirga Grazinyte-Tyla.
AbendzeitungMünchen

München: Reaktionen zu „Dresscode in der Oper“. Fühlen Sie sich wohl!
Schlabberlook oder Abendrobe – über die Frage, welche Kleidung in Oper oder Konzert angebracht ist, gehen die Meinungen weit auseinander. Das jedenfalls zeigen die Reaktionen und Kommentare der BR-KLASSIK-Community zum Artikel „Machen Kleider Leute“.

Was zieh ich an? Eine Frage, die uns alle zu diversen Gelegenheiten begleitet. Nirgendwo manifestiert sich der Übergang zwischen Privatheit und Öffentlichkeit wohl besser als in der Kleidung. Eigentlich sind Klamotten heute ganz klar eine Privatangelegenheit – wenn man nicht gerade beschließt, in Reizwäsche U-Bahn zu fahren. Doch es gibt Orte, an denen sich das Erscheinungsbild des Einzelnen mit dem der anderen und der Kraft des Ortes zu einem großen Ganzen vermengt.

Wie sehr das etwa in der Oper immer noch der Fall ist, zeigt sich auch daran, wie viele verschiedene Äußerungen der Artikel „Machen Kleider Leute?“ hervorgerufen hat. BR-KLASSIK-Autor Gino Thanner vertritt darin die These: Es geht um die Kunst, nicht ums Kleid. Doch: „Zu jeder besonderen Veranstaltung gehört auch eine besondere Garderobe. Oper, Konzert, Ballet, Ball u.s.w. sind Ereignisse, die man nicht täglich erlebt. Demzufolge zieht man sich gebührend an“, schreibt etwa Facebook-Userin Astrid B. Dazu gibt es auch die konträre Sichtweise: „Zum Glück hat sich hier sehr viel zum Positiven geändert. Selbst in Bayreuth geht mittlerweile ein normales Outfit“, schreibt Reinhold K. im nächsten Post.

Weiterlesen in

BR.Klassik.de

W. A. Mozart, Die Hochzeit des Figaro, Royal Opera House – Covent Garden, 25. Januar 2022
Sprühend, humorvoll, eine Augen- und Ohrenweide – so präsentiert sich die Wiederaufnahme von David McVicar’s ebenso intelligenter wie sinnesfreudiger und eleganter Inszenierung der „Nozze“ an der Royal Opera Covent Garden unter dem bewährten Dirigat von Großmeister Antonio Pappano. Während man sich im fernen Wien – sowohl an der Staatsoper als auch im Theater an der Wien – mit den großen Werken des Opernrepertoires in akrobatischen Regietheater-Experimenten übt, setzt das Königliche Opernhaus in London in der Regel auf klare, klassische Inszenierungen. Und diese sind, vom Bühnenbild bis zu den Sängerinnen und Sängern, unterstützt vom fabelhaften Orchester der Royal Opera, von einer humorvollen Frische und feinfühliger Musikalität, die weltweit ihresgleichen sucht.
Von Dr. Charles Ritterband
https://klassik-begeistert.de/34672-2/

Edward Gardner wird ab August 2024 Musikdirektor der Norwegischen Nationaloper und des Norwegischen Nationalballetts (DNO&B)

Der britische Dirigent Edward Gardner, kürzlich von der Londoner „Times“ für die große Vitalität seines Musizierens gelobt, wird zum 1. August 2024 Musikdirektor der Norwegischen Nationaloper und des Norwegischen Nationalballetts (DNO&B). Bereits ab 1. Februar 2022 wird er dort die Position des künstlerischen Beraters übernehmen und mehrere Opernproduktionen dirigieren – darunter Verdis Un ballo in maschera und Berlioz‘ La damnation de Faust im Frühjahr 2023.

Berlin
Apokalyptische Sexzesse: Die Deutsche Oper Berlin entdeckt Langgaards „Antikrist“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Pakt mit dem Teufel
Gewaltige Bilder, wuchtige Musik: Ersan Mondtag inszeniert an der Deutschen Oper „Der Antikrist“ von Rued Langgaard.
Tagesspiegel.de

Opernregisseurin Anna Bernreitner erhält Götz-Friedrich-Preis 2021
Die 35-Jährige wird für ihre Inszenierung von Wolfgang Rihms „Proserpina“ an der Neuen Oper Wien ausgezeichnet, die im vergangenen Oktober zu sehen war.
Niederösterrreichische Nachrichten

Augsburg
Gretchen emanzipiert sich
Jochen Biganzoli macht aus der Oper „Faust – Margarethe“ in Augsburg ein Spiel um Gender und Selbstermächtigung.
Sueddeutsche Zeitung

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Grossbritannien spielt in der Ukraine-Krise mit den Muskeln. Der Besuch von Premierminister Boris Johnson in Kiew ist Teil einer breiten Initiative, mit der sich Brexit-Britannien als forscher internationaler Akteur in der Ukraine-Krise zu positionieren versucht. Im Januar schickte London rund 2000 leichte Panzerabwehrwaffen in die Ukraine. Zudem hat man der Nato angeboten, die Zahl der rund 900 britischen Soldaten zu verdoppeln, die derzeit in Estland als Teil der Nato-Vorwärts-Präsenz dienen. Schärfere Töne gibt es nun selbst gegen Putins Oligarchen, die man in London während Jahren gehätschelt hat.
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  • Verleihung von britischem Adelstitel an Schweizer Forscherin wirft Fragen auf: Sarah Springman, eine der profiliertesten Schweizer Forscherinnen, wurde im Januar von der Queen zur «Dame Commander» ernannt. Das Aussendepartement wittert darin einen Verstoss gegen das Ordensverbot, wonach Parlamentarier, Bundesrätinnen und Beamte keine Ehrungen von ausländischen Staaten annehmen dürfen.
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  • Möglicher Putsch in Guinea-Bissau: In dem westafrikanischen Staat hat es am Dienstag heftige Schusswechsel am Präsidentenpalast gegeben. Laut Präsident Umaro Sissoco Embalo sei die Lage jedoch unter Kontrolle. In der Region riss das Militär bei Umstürzen jüngst in den Krisenstaaten Mali, Guinea und Burkina Faso die Macht an sich.
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Google-Konzern steigert Jahresgewinn um fast 90 Prozent: Im Jahr 2021 hat Alphabet 76 Milliarden Dollar (70 Milliarden Franken) verdient, so viel wie noch nie. Doch Ungemach droht aus Washington: Die zunehmende Konzentration im Cloud-Geschäft ruft die Politik auf den Plan, stärkere Regulierungen auf den Weg zu bringen.
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Österreich
ORF-Gebühren: Ab sofort wird es teurer

https://kurier.at/kultur/medien/orf-gebuehren-es-darf-ein-bisserl-mehr-sein/401890595

Wien
Lobau-Baustelle: Camp mit Gewalt geräumt
Umweltaktivisten hatten gegen die geballte Staatsmacht keine Chance: Bagger rissen das Zelt nieder, es gab ein Dutzend Festnahmen. Der Bau der Stadtstraße soll nun rasch beginnen.
Salzburger Nachrichten

45 Festnahmen bei Camp-Räumung
Die schon länger im Raum gestandene Räumung des Protestcamps von Umweltschützern auf der geplanten Baustelle der Stadtstraße in der Donaustadt ist heute vollzogen worden. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Es gab 45 Festnahmen.
https://wien.orf.at/stories/3141182/

Um bei diesem Thema Stellung beziehen zu können , fehlt es mir an Einblick in die rechtliche Situation. Liegen die Genehmigungen vor? Die Stadt Wien ist immerhin Eigentümer der betroffenen Grundstücke!

Ich wünsche einen schönen Tag
A.C.

 

Ich wünsche

 

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