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2. AUGUST 2021 – Montag

02.08.2021 | Tageskommentar

Heute vor 100 Jahren starb Enrico Caruso.

Wir werden ihn nicht wieder hören … Caruso wird nicht wiederkehren. Sie sind uns für immer verloren, diese einzigartige Tenorstimme, diese einzige Gesangsorganisation, diese einzige Spielbegabung. Ein ähnlicher Verein singulärer Veranlagungen mag der Natur alle hundert Jahre einmal gelingen. Caruso ist tot; der Rest ist – Grammophon.“

Als diese Worte des bedeutenden Musikkritikers Julius Korngold am Morgen des 3. August 1921, dem Tag nach Carusos Tod, in der „Neuen Freien Presse“ erschienen, war höchstwahrscheinlich kaum einem der Zeitgenossen bewusst, dass dieser so benannte „Rest“ den Keim zukünftiger Langlebigkeit in sich trug. (Quelle: Wiener Zeitung)

Musikgeschichte
100. Todestag von Enrico Caruso: Er war so schön phonogen
Tagesspiegel.de

Gesang aus tiefem Brustkorb
Vor 100 Jahren starb der Tenor Enrico Caruso. Betrachtung eines Phänomens.
Wiener Zeitung

Trotz Salzburg und Bayreuth beherrschte der Münchner Bachler-Abschied die Festspiel-Berichterstattung der letzten Tage.Copyright: Bayerische Staatsoper

Das waren Oper für alle und die Münchner Opernfestspiele 2021

Richard Wagners Tristan und Isolde markierte das Ende der Münchner Opernfestspiele 2021. Mit der letzten Vorstellung am 31. Juli, unter der Leitung von Kirill Petrenko und Jonas Kaufmann sowie Anja Harteros in den Titelpartien, verabschiedet sich auch Staatsindentant Nikolaus Bachler von der Bayerischen Staatsoper– nach insgesamt 150 Premieren und 7.350 Vorstellungen.
Tristan und Isolde wurde wie das Sonderkonzert Der wendende Punkt tags zuvor im Rahmen von Oper für alle auf die Großleinwand am Marstallplatz und auf STAATSOPER.TV übertragen.

Die Münchner Opernfestspiele in Zahlen

An 38 Tagen der Festspiele mit rund 50 Veranstaltungen lag die Gesamtauslastung bei 99,27 Prozent der aktuell belegbaren Plätze. Bei den Opern- und Ballettvorstellungen im Prinzregententheater lag die Auslastung bei 99,45 Prozent. Es fanden Vorstellungen im Nationaltheater, dem Prinzregententheater sowie im Cuvilliés-Theater statt. Insgesamt wurden im Zeitraum von 24. Juni bis 31. Juli über 36.600 Karten verkauft. (Quelle: Presseaussendung der Bayerischen Staatsoper)

Die Prozentzahlen bezüglich der Auslastung sind natürlich kaum zu toppen, allerdings spiegeln sie die „zwangsreduzierte Corona-Situation“ wider. 99,45 % klingt phantastisch, 36.600 Besucher dagegen dem Stellenwert unseres Genres angepasst und somit  ernüchternd. Aber wir sind Kummer gewohnt, mittels Google-Statistik habe ich doch etwas Einblick in das tatsächliche, nicht nur in das vorgegaukelte Interesse

FACEBOOK: TRISTAN-FOTOMONTAGE „EINST UND JETZT“! 

Originalfoto (links) Münchner Theatermuseum. Fotomontage Credit Berto Martinez

Nikolaus Bachler: SPRACHEN DES MUSIKTHEATERS
Dialoge mit fünfzehn zeitgenössischen Regisseuren
320 Seiten, Verlag Schirmer / Mosel Literatur, 2021

 

Renate Wagner hat das Buch gelesen und rezensiert: Als Nikolaus Bachler, damals noch als „Klaus“ Bachler bekannt, seine Direktionsära am Wiener Burgtheater beendete, hinterließ er (zum allgemeinen Erstaunen) kein Buch, das seine Ära dokumentiert hätte, sondern einfach nur eine Menge DVDs mit Aufzeichnungen von Inszenierungen. Wenn Nikolaus Bachler nun (wie die Zeit vergeht!) auf seine 13 Jahre als Intendant der Bayerischen Staatsoper zurück blickt, gibt es ein Buch – aber auch nicht unbedingt das, was man erwartet hätte.

Keine bebilderte Chronik (mit Triumph-Kritiken-Zitaten), sondern einen quasi essayistischen Interview-Band. Bachler hat sich mit 15 Regisseuren, die in seiner Ära tätig waren, gesprächsweise auseinander gesetzt. Sie sind (nur wenige Namen fehlen) die Creme de la Creme des heutigen „Regietheaters“. Und das erweckt natürlich auch in hohem Maße das Interesse jener Opernfreunde, denen bei manchen Produktionen der Genannten die Haare zu Berg gestanden sind…

Weiterlesen in unserer BUCHRUBRIK

BACHLER-ZITATE ZUM DISKUTIEREN:

Nikolaus Bachler:
Hans Neuenfels hat einen klugen Satz gesagt: Ein Auto statt einer Kutsche auf der Bühne macht noch kein zeitgenössisches Theater.

Nikolaus Bachler:
Ich glaube nur eines: Nämlich, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis in die Werke eingegriffen wird, das wird einer der nächsten Schritte sein. (….) Ich würde so gern noch eine Zeit erleben, in der wir in die Oper wirklich eingreifen. Stellen Sie sich die Reaktionen vor, wenn Don Carlos gespielt und etwas anderes hineingesetzt wird. Unglaublich wäre das.

Bayerische Staatsoper: Ausstellung Sphinx Opera

Foto: Bayerische Staatsoper

In der Ausstellung Sphinx Opera griff Alexander Kluge die vergangenen 13 Jahre der Intendanz von Nikolaus Bachler künstlerisch auf. Er zeigte Inszenierungen, Gesichter und Stimmen, welche die Bayerische Staatsoper in dieser Zeit geprägt haben. Kluge näherte sich dem Kosmos Oper, indem er ihn in seine Elemente zerlegte und die entstandenen Versatzstücke sogleich wieder miteinander in Korrespondenz brachte oder mutig kurzschloss, an. Künstlerische Arbeiten von Katharina Grosse, Jonathan Meese und Georg Baselitz wurden mit den Videoarbeiten des Filmemachers zusammengeführt. Die Ausstellung öffnete am 24. Juni 2021.

Kulturgeschichte: Richard Wagner und Wien
In der Donau-Metropole konnten sich alle auf den Gesamtkünstler einigen: Neutöner und Deutschtümler, Bildungsphilister und Sozialrevolutionäre.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/klassik/2114374-Richard-Wagner-und-Wien.html

„Die drei Wünsche“ – die Film-Oper von Bohuslav Martinů
https://deutsch.radio.cz/die-drei-wuensche-die-film-oper-von-bohuslav-martinu-8724393

Verona
Plácido Domingo bricht nach wie vor Rekorde

Placido Domingo, Maria José Siri. Foto: Instagram
Die Arena Verona wurde zwei Jahre nach der Jubiläums-Gala noch einmal zum Ort des Triumphs.
https://www.diepresse.com/6015473/placido-domingo-bricht-nach-wie-vor-rekorde

VERONA: CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI

ZU INSTAGRAM mit zwei weiteren Fotos

Gegam Grigorian, Tenor mit Auftritten an großen Opernhäusern, mit seiner Tochter Asmik, die derzeit in Bayreuth und Salzburg Triumphe einfährt

Gegam und Asmik Grigorian

SALZBURG/ Festspiele: JEDERMANN – gestern auf der Flucht vor dem Regen in Festspielhaus

Lars Eidinger, Verena Altenberger. Foto: Salzburger Festspiele/ Matthias Horn

Heinrich Schramm-Schiessl war in Salzburg (auf Kaufkarte, wir wollen keine Gefälligkeitskritiken schreiben müssen):

Im Sommer 2013 hatte eine wunderbare Inszenierung des „Jedermann“ durch das britisch-amerikanische Duo Crouch und Mertes Premiere. Diese war durchaus modern, aber trotzdem sehr nah am Konzept von Max Reinhardt. Als 2017 dann Tobias Moretti die Titelrolle übernehmen sollte, war er aus nie wirklich bekannt gewordenenen Gründen nicht bereit, in dieser Inszenierung zu spielen. Aber anstatt, dass ihn die Fesztspielleitung vor die Alternative gestellt hat, entweder er spielt in der vorhandenen Inszenierung  oder man löst den Vertrag, ist man vor ihm in die Knie gegangen und hat Michael Sturminger mit einer Neuinszenierung beauftragt. Diese Inszenierung war ein einziger Unglücksfall – ich habe szt. im Online-Merker darüber berichtet. Möglicherweise hat das Sturminger selbst erkannt und für die rundum neu besetzte Aufführung in diesem Jahr eine Neuinszenierung angekündigt. Nun, die Grundkonzeption ist gleich geblieben, er hat allerdings einige der gravierensten Unsinnigkeiten geändert…
Zum Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Buhlschaft Altenberger zur Glatze: „Im echten Leben nur Zuspruch“
Ihr Auftritt bei den Salzburger Festspielen erhält viel Lob – aber auch sexistische Kommentare. Die Schauspielerin über Haare, Redezeit, Geschlecht
Der Standard.at

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Rund 600 Festnahmen bei «Querdenken»-Demo in Berlin: Trotz Verbots haben mehrere tausend Anhänger der Bewegung am Sonntag in der deutschen Hauptstadt demonstriert. Bis zum Sonntagabend kam es vereinzelt zu gewalttätigen Übergriffen. Die Polizei nahm rund 600 Teilnehmer wegen Angriffen auf Einsatzkräfte, Verstössen gegen Hygienemassnahmen oder der Teilnahme an den verbotenen Versammlungen fest. Zum Bericht
Impfnachfrage in den USA nimmt wieder zu: Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrt sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit
So läuft die Pandemiebekämpfung im Südpazifik: Während der Pandemie haben viele der kleinen Inselstaaten im Pazifik von ihrer einsamen Lage profitiert. Die Impfkampagnen laufen in den meisten Staaten trotz logistischen Herausforderungen vorbildlich. Fidschi und Papua-Neuguinea kämpfen jedoch mit Corona-Ausbrüchen.
Zum Bericht
Esteban Ocon triumphiert beim Grand Prix in Ungarn: Es war alles andere als ein normaler Rennsonntag – ausgerechnet auf der vermeintlich langweiligsten aller Formel-1-Pisten. Nach Wetterkapriolen und Karambolage nach dem Start gewann der Franzose Esteban Ocon. Sebastian Vettel erreichte Platz 2, wurde später jedoch disqualifiziert. Weltmeister Lewis Hamilton übernimmt wieder die Formel-1-Spitze.
Zum Bericht

— Zitat Ende

Tokio/ OLympische Spiele
Italiener Jacobs gewinnt Gold im 100-Meter-Sprint in 9,80 Sekunden
Silber geht an den US-Amerikaner Kerley und Bronze an den Kanadier de Grasse. Jacobs folgt damit Sprint-Legende Usain Bolt nach. Chinesin Gong Lijiao holt Gold im Kugelstoßen
Der Standard.at

Mit wichtiger Botschaft bei Olympia: Saunders holt Kugelstoß-Silber mit „Hulk“-Maske
Hulk“-Maske, gefärbte Haare und ein „Twerk“ vor der Kamera: US-Kugelstoßerin Raven Saunders gewann Silber in Tokio auf ihre besondere Weise.
Oe24.sport.at

Nächste Medaille für Österreich? Derzeit ist keine wirklich in Sicht. Der Golfer wurde Zehnter, bei den Seglern sehe ich auch keine zwingende Medaillenchance. Irgendeine Überraschungsmedaille wird uns hoffentlich noch vergönnt sein! Wir brauchen spezifisch auf unseren Raum zugeschnitte Sportarten wie Maibaumkraxeln oder Schuhplatteln! Da duellieren wir uns zwar auch mit den Bayern, aber Japaner oder Chinesen werden uns keine Medaillen wegschnappen! Wobei ich mir bei den Chinesen auch nicht so sicher bin!

Video Schuhplatteln!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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