Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

19. MAI 2021 – Mittwoch

19.05.2021 | Tageskommentar

Es geht wieder los!

Heute: „Faust“ in Starbesetzung unter Ausnutzung von  50 % der Besucherkapazität. Dennoch gibt es laut Homepage der Wiener Staatsoper noch einige Karten zu kaufen!

Sogar beim Frühstücksfernsehen des Fellner-Senders hat man auf noch vorrätige Karten für die heutige Premiere (je nach Betrachtungsweise, vor Publikum ist es die Premiere) hingewiesen. In früheren Zeiten bedurfte es dieser Werbung nicht!

Nein, die versprochene Normalität ist das nicht! Noch lange nicht! Es ist ein erster Schritt dazu. Wer sich damit begnügt und sich darüber freuen kann, dem sei es gegönnt!

Wiener Staatsoper: Besetzungsänderungen in »Der Rosenkavalier« und »Macbeth«

Die Publizierung von Besetzungsänderungen waren unser tägliches Brot. Selten habe ich mich aber  über Umsetzungen so gefreut wie diesmal! Ist es die Normalität? Hoffentlich nicht! Es ist aber ein Schritt in die gewohnte Arbeit!
 
„Der Rosenkavalier“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
 
Anstelle von Martina Serafin singt Marlis Petersen die Marschallin in der Juni-Vorstellungsserie von Der Rosenkavalier (Vorstellungen am 13., 16. und 20. Juni 2021) – die deutsche Sopranistin wird die Rolle erstmals am Haus verkörpern.

Am 24. und 28. Juni 2021 übernimmt Anna Pirozzi, die Abigaille der Nabucco-Vorstellung im Jänner, die Partie der Lady Macbeth in Macbeth anstelle von Martina Serafin – ebenfalls ihr Rollendebüt am Haus.

OPÉRA NATIONAL DE PARIS: Der Spielplan 2021/2022

Die Opernhäuser kommen endlich langsam mit ihren Spielplänen für die Saison 2021/22 heraus. Gestern hat die Opéra National in Paris ihre kommende Saison vorgestellt.

Zu den Höhepunkten zählen „Der fliegende Holländer“ mit Tomasz Konieczny in der Titelrolle, Günther Groissböck als Daland und Ricarda Merbeth als Senta. „Rigoletto“ kommt gleich mit zwei starken Besetzungen: Joseph Calleja, Željko Lučić und Irina Lungu teilen sich die Vorstellungen mit Dmitry Korchak, Ludovic Tézier und Nadine Sierra. Benjamin Bernheim wird Gounod’s „Faust“ sein, Anita Rachvelishvili taucht in „Chowanschtschina“ auf, Ailyn Perez wird die „Manon“ singen. Simone Young wird „Parsifal“ und Semyon Bychkov „Elektra“ dirigieren, die von Christine Goerke gesungen wird, Waltraud Meier soll die Klytämnestra sein.  Bernstein’s Oper „A quiet place“, die 1986 an der Wiener Staatsoper aufgeführt und vom Komponisten dort selbst dirigiert wurde, steht auch auf dem Spielplan der Pariser Oper.

Lukas Link
Hier das komplette Programm: https://www.operadeparis.fr/en/programme-and-tickets/season-21-22/

Bayerische Staatsoper: Spielzeitpräsentation 2021/22

Am 10. Juni um 18.00 Uhr stellt Ihnen hier per Livestream der designierte Intendant Serge Dorny gemeinsam mit dem neuen Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski und Ballettdirektor Igor Zelensky die Pläne für die erste gemeinsame Spielzeit vor.

Seien Sie live dabei und erfahren Sie alles über die Premieren der neuen Saison, das Konzert- und Ballettprogramm und vieles mehr

Frankfurt
Oper Frankfurt: Am Ende Licht
Die Oper Frankfurt will ab Mitte Juni spielen und plant für 2021/22 mit Normalbetrieb
https://www.fr.de/kultur/theater/oper-frankfurt-am-ende-licht-90650772.html

Dresden
Kein Heldenleben: Christian Thielemanns Ende in Dresden
Die Oper steht als Gattung vor einem grundlegenden Wandel: Inhaltlich und finanziell.

Die Mitteilung der Ministerin signalisiert vielmehr einen fundamentalen Wandel, der im Grundsatz bald an vielen Orten stattfinden könnte: Die Oper der Zukunft werde „neue Wege zwischen tradierten Opern- und Konzertaufführungen und zeitgemäßer Interpretation von Musiktheater und konzertanter Kunst gehen müssen“. Man wolle neue Zielgruppen und eine stärkere „Nutzung digitaler Angebote“. Im Klartext: Die Opernhäuser müssen sich nach Corona auf massive Sparprogramme und inhaltliche Neupositionierungen einstellen. Eine Spezialisierung auf die Musik der Deutschen Romantik erscheint auch in Dresden nicht mehr als zeitgemäß.
Berliner Zeitung

Solo für Thielemann
Der Musikchef der Staatskapelle muss Dresden verlassen, weil er als solcher nicht mehr in die Zeit passt. Und nun?
https://www.sueddeutsche.de/kultur/thielemann-dresden-dirigent-semperoper-1.5297504

Dresden
„Thielemann scheint der Ministerin nicht der richtige Mann auf diesem Posten zu sein“
Deutschlandfunk/Kultur

Brüggemann über Thielemann: Das hat sich schon angekündigt“
Ein Podcast/ Audio
Podcast/ Audio

Wien
Veronica Kaup-Hasler: „Wir wollen eine definitive Öffnung“
Die Wiener Stadträtin über die Rückkehr des Kulturlebens und die Folgen der Pandemie.

Werden Künstler im Herbst wieder vor vollen Häusern spielen?

So schnell glaube ich nicht. Ich schätze, das wird im Laufe des kommenden Jahres passieren. Kinder und Jugendliche können ja noch nicht geimpft werden. Solange diese Lücke besteht, wird man wohl bei verringerten Publikumskapazitäten bleiben.

Wiener Zeitung

Das ist eine realistisch-positive Einschätzung, denn von einem Sturm auf die Theater kann keine Rede sein.

CHEMNITZ/ Theater Chemnitz: Generalintendant Dr. Christoph Dittrich verlängert Vertrag bis 2028

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Generalintendant Dr. Christoph Dittrich seinen Vertrag mit der Stadt Chemnitz um weitere 5 Jahre verlängert hat. In Anwesenheit von Bürgermeister und Gesellschaftervertreter Ralph Burghart unterzeichnete er heute seine neue Vereinbarung, die bis 31. Juli 2028 Gültigkeit hat.

Theater Chemnitz

Staatstheater Karlsruhe: Der Spielplan 2021/22

Johannes Graf-Hauber, Geschäftsführender Direktor – Stefanie Heiner, Leiterin JUNGES STAATSTHEATER und VOLKSTHEATER – Nicole Braunger, Operndirektorin – Anna Bergmann, Schauspieldirektorin – Bridget Breiner, Ballettdirektorin – Uta-Christine Deppermann, Künstlerische Betriebsdirektorin – Dorothea Becker, Orchesterdirektorin – Georg Fritzsch, Generalmusikdirektor. (Copyright Arno Kohlem)

Hier können Sie das Spielzeitheft mit dem Programm der kommenden Saison herunterladen: http://www.staatstheater.karlsruhe.de/media/docs/bast_shz_21_22_web.pdf

CHEMNITZ/ Theater Chemnitz: Generalintendant Dr. Christoph Dittrich verlängert Vertrag bis 2028

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Generalintendant Dr. Christoph Dittrich seinen Vertrag mit der Stadt Chemnitz um weitere 5 Jahre verlängert hat. In Anwesenheit von Bürgermeister und Gesellschaftervertreter Ralph Burghart unterzeichnete er heute seine neue Vereinbarung, die bis 31. Juli 2028 Gültigkeit hat. (Theater Chemnitz)

WIEN: L.E.O.- SPIELPLAN Juni-August 2021

PANIERTE CANARI AUF VOGERLSALAT
Swing mit Lachmuskelmassage
Nun flattern die drei Canari endlich live auf die Bühne. Nach 8 Wochen Gezwitschere auf Youtube freuen sie sich schon riesig, ihr Publikum in einer rasanten Show mit schwungvoller Swingmusik zu bezirzen. Die vielen Hits werden dargeboten von Kerstin Grotrian, Maria Lukasovsky und Elena Schreiber. Als „Birdwatcher“ begleitet Andreas Brencic am Klavier.
Termine: Di, 1. & Fr, 11. Juni 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

©Christa Fuchs

LIEDER DER NACHT
Wir entführen Sie in Nachtlokale und morbide Szenerien im Stil der 20er- und 30er-Jahre, wo Sie vom argentinischen Tango über Brechts Dreigroschenoper bis zu schrägen Chansons von Friedrich Hollaender vieles erleben, was sich in der aufgeheizten Stimmung jener Jahre künstlerischen Ausdruck verschaffte. Es singen und spielen Annette Fischer, Maria Theresia Mühlbacher, Lenneke Willemsen, Wojciech Czaja und Stefan Fleischhacker.
Rugiada Lee begleitet am Klavier, Stefanie Prenn spielt Cello.
Termine: Mo, 7. / Mi, 9. & Do, 10. Juni 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

Giuseppe Verdi: OTELLO

Premiere
Zum ersten Mal in der 22-jährigen L.E.O.-Geschichte sehen und hören Sie diesen Opernkrimi der Sonderklasse mit Intrigen, Eifersucht, Mord und Todschlag vom Feinsten, eingebettet in magische Klänge und spannungsgeladene Atmosphäre.
Unsere allseits beliebte Mezzosopranistin Elisabeth Wolfbauer wird in der Rolle der Emilia, der leidgeprüften Gattin des Oberschurken Jago, durch die nervenzerfetzende Handlung führen. Jago selbst wird gesungen vom wunderbaren Rumen Dobrev. Den unglücklichen Otello gibt Hausherr Stefan Fleischhacker und Maria Lapteva die schlussendlich häuslicher Gewalt zum Opfer fallende Desdemona. Am Klavier begleitet wieder die kongeniale Kaori Asahara.
Termine: Mi, 30. Juni / Sa, 3. + Di, 6. Juli 2021 (Beginn: 19.30 Uhr)

ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: DAS BESONDERE OBJEKT

 

Frauenschicksal im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Einer der ältesten griechischen Papyrustexte ist seit heute im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ausgestellt: „Die Klage der Artemisia“, ein außergewöhnlicher Papyrus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das besondere Objekt“ wurde der Text per Online-Wahl ermittelt, der Expertenvortrag dazu findet am Dienstag, 1. Juni 2021 statt. Ein kurzes Video ist bereits jetzt abrufbar.

Man geht wieder ins Kino! So wird dafür geworben!

 

Liebe Filmfreunde,

es geht wieder los. Allerdings ist die Situation auf dem „Markt“ etwas chaotisch, was ich niemandem übel nehme, wenn man weiß, wie eng das Geflecht ist – Firmen wie Warner oder Disney sind bis ins Detail von den Vorgaben der ameriknaischen Väter abhängig, können gar keine Entscheidungen treffen. (Dies gleich zur Frage, wo die Blockbuster bleiben.)

Filme, die in den Streaming-Diensten zu sehen waren (Netflix hofft ja wohl, dass sie Publikum bleibend aus den Kinos abgezogen haben), kommen doch vereinzelt auf die große Leinwand – „Mank“ für Cineasten zum Beispiel.
Kleinere Verleiher (ich hebe lobend den Filmladen hervor) haben interessante Filme und starten sie – „Fabian“, „Miss Marx“, „Kiss me Kosher“ sind in einzelnen Kinos, die Kritiken folgen so schnell wie mögich.
Allerdings eiert das Werkel noch mit Informationen und Filmvorführungen. Ich werde mein Bestes tun, damit Filmfreunde darüber informiert sind, was sie sich doch bitte ansehen sollen.

Auf bald, Ihre Renate Wagner

ORF : Die „Science Busters“ feiern: „Das Universum ist so cool! – 80 Jahre Heinz Oberhummer“ am 19. Mai um 22.05 Uhr in ORF 1

Mit Puntigam, Freistetter, Jungwirth, Oberzaucher, Gunkl, Moder und Weinberger =

Wien (OTS) – Hoch soll er leben! Am 19. Mai 2021 wäre der sprunggewaltige Physiker und Mitbegründer der „Science Busters“ 80 Jahre alt geworden. Leider kann er schon seit 2015 seinen Geburtstag nicht mehr feiern. Aber er ist alles andere als vergessen! Deshalb lassen alle „Science Busters“ in der Spezialausgabe „Das Universum ist so cool! – 80 Jahre Heinz Oberhummer“ am Mittwoch dem 19. Mai 2021, um 22.05 Uhr in ORF 1 ihren Freund und Lieblingsmusiker hochleben. Beim Wiedersehen mit dem Jubilar wird dieser einmal mehr auf unvergleichliche Art mit seiner Gitarre die Faszination des Universums besingen.

Fans des Wissenschaftskabaretts finden viele weitere Folgen der „Science Busters“ auch auf Flimmit (www.flimmit.at).

Sprechtheater

Kein Auftritt mehr: Doch kein Otto Schenk-Abschied mit „Der Kirschgarten“
Mit fünf Vorstellungen von Tschechows „Der Kirschgarten“ wollte sich der 90-jährige Otto Schenk vom Publikum des Theaters in der Josefstadt verabschieden. Dazu kommt es nun nicht
https://www.diepresse.com/5981710/doch-kein-otto-schenk-abschied-mit-der-kirschgarten

Irgendwann muss einmal Schluss sein – auch für Publikumslieblinge. Otto Schenk hat offenbar gestern bei der ersten Probe zum Kirschgarten gemerkt, dass es nicht mehr geht, dass er sich dem Publikum nicht mehr zumuten will.

Andere haben nicht diese Größe, die wollen von der Bühne getragen werden.  Auch außerhalb des Bühnenbereichs spielen sich persönliche Dramen ab.  Der österreichische Skipräsident Peter Schröcksnadel, will zwar offiziell zurücktreten, aber so, dass er  keinen Einfluss abgeben muss. Er will bestimmen, wer künftig auf seine Enflüsterungen hören darf. Er zerstört damit sein Lebenswerk, Es wird ihm zwar egal sein, aber in meiner Achtung rasselt er gewaltig herunter!

H.S.S. zum „Schröcksnadel-Thema“: Mit dem Schröcksnadel ist es so wie mit allen „Funktionskaisern“ und/oder „Firmenpatriarchen“. Zunächst vermeiden sie es tunlichst einen Nachfolger aufzubauen, weil sie Angst haben, dass der nicht so brav wie Prinz Charles sein könnte um zu warten, bis er abtritt (in welcher Art auch immer) und ihn vielleicht in Shakespearescher Art und Weise stürzen könnte. Und dann wollen sie auch, nachdem sie abgetreten sind , weiter mitreden, weil es doch „um ihr Lebenswerk“ geht.

Buchbesprechungen

Veronika Helfert: FRAUEN, WACHT AUF!
Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte von Revolution und Rätebewegung in Österreich, 1916-1924
L’Homme Schriften: Reihe zur Feministischen Geschichtswissenschaft, Band 28
400 Seiten, V & R unipress, 2021

 

Es ist der Androzentrismus, der die Frauen unserer Zeit erregt, jene Geisteshaltung, die den Mann als die Norm und das Maß aller Dinge betrachtet. Hier wird derzeit von allen Ecken und Enden nachgebessert, auch in der Wissenschaft. Eine nicht ganz leicht zu lesende Dissertation über die vergessenen Frauen österreichischer Revolution vor rund hundert Jahren ist nun als Buch erschienen.

Autorin Veronika Helfert will die Frauen in die Geschichte von „Revolution und Rätebewegung in Österreich 1915-1924“ hineinschreiben, denn so fortschrittlich sich Sozialdemokraten und Kommunisten auch gaben, so kehrten auch sie weibliche Leistungen gerne unter den Teppich. Historische Forschungen allerdings belegen, dass der Anteil der Frauen am „Umsturz“ der Welt von der Habsburger-Monarchie bis zur Ersten Republik bedeutend war, wenn auch die Räte-Bewegung sich hier – anders als in Russland und Deutschland – nicht wirklich durchgesetzt hat. Tatsächlich kann man den politischen Übergang in Österreich fast (fast!) als gewaltfrei bezeichnen…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

ORF
Nach Live-Stream der Jungen ÖVP: Wrabetz pfeift TVthek-Chef zurück
Künftig entscheidet TV-Chefredaktion über Streams. ORF-Journalisten gegen „Eindruck politischer Wunscherfüllung“
Kurier.at

Auszug aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Cyberkriminelle gehen nach Pipeline-Hack in Deckung: Es gibt Anzeichen, dass mehrere Gruppierungen, die auf Cybererpressungen spezialisiert sind, sich derzeit zurücknehmen. Grund dafür dürfte die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Joe Biden sein, gegen die Urheber des Angriffs auf die Colonial Pipeline vorgehen zu wollen.
Zum Bericht
Dänemark besorgt über Moskaus Arktis-Aufrüstung: Vor dem Ministertreffen des Arktischen Rates an diesem Donnerstag spricht Russlands Aussenminister Sergei Lawrow von «unserem Territorium» und «unserem Land». Dänemarks Aussenminister Jeppe Kofod ist besorgt und betont die Verantwortung der Nato in der Region.
Zum Bericht
Spannungen zwischen Spanien und Marokko nehmen zu: Innert 36 Stunden gelangen mehr als 8000 Migranten aus Nordafrika in die spanische Exklave Ceuta. Madrid führt Blitzausschaffungen nach Marokko durch. Die EU fordert Marokko auf, seinen Verpflichtungen an der Grenze zur EU nachzukommen.
Zum Bericht
Der italienische Künstler Franco Battiato ist tot: Battiato hatte viele Facetten. Der Sänger und Komponist schrieb auch Bücher, drehte Filme und war für kurze Zeit sogar politisch tätig. Am Dienstagmorgen ist Franco Battiato 76-jährig in Milo in Sizilien gestorben. Italien hat einen hochkultivierten Musiker verloren, der von breiten Schichten gehört und geliebt wurde.
Zum Nachruf
Amnesty wirft dem Bund Versäumnisse wegen Gewalt in Bundesasylzentren vor: Die Organisation zeigt sich alarmiert über Misshandlungen durch Sicherheitspersonal in Asylzentren. Von Menschenrechtsverletzungen und sogar von Folter ist die Rede. Der Bund wehrt sich.
Zum Bericht
Zürcher Obergericht verurteilt Amateurfunker wegen versuchter Nötigung: Seit Jahren schwelt in Amateurfunkerkreisen ein Konflikt, weil ein 52-jähriger IV-Rentner mit seinen Rundsprüchen regelmässig den Funkverkehr stört. Die Prozesse zogen sich über mehrere Jahre hin.
Zum Bericht
Roger Federer scheitert früh bei seinem Comeback: Der Tennisspieler verlor sein Auftaktspiel beim Turnier in Genf gegen den spanischen Sandplatzspezialisten Pablo Andujar. Derweil bezwingt der 18-jährige Berner Dominic Stricker bei seinem Debüt auf der ATP-Tour den kroatischen Grand-Slam-Sieger Marin Cilic.
Zum Bericht

China/ Fußball
Dank Papas Millionen ist 126-Kilo-Sohn Stammspieler
Ein chinesischer Millionär hat einen Zweitligisten gekauft, damit sein Sohn in der Stammformation spielen kann.
Aus der Formel 1 ist das „Pay-Driver“-Phänomen weitaus bekannt, zum Beispiel fahren Nikita Mazepin, Lance Stroll und Nicholas Latifi dank Papas Millionen in der Königsklasse.
https://www.heute.at/s/dank-papas-millionen-ist-126-kilo-sohn-stammspieler-100142865

Ein Platz Cockpit eines Formel 1-Boliden kostet ein Vermögen. In einigen Fällen zahlt der Papa, in anderen Fällen müssen die Sponsoren mitgebracht werden.

Im Fußball gibt es das seltener, aber auch. Wenn ein Sprößling mit 126 Kilo einen Stammplatz in einer Kampfmannschaft (nicht in der Reserve) garantiert haben will, muss der Papa den Verein kaufen und finanzieren.

Wer kann einem solchen Angebot widerstehen? Ich konnte es nicht! Ein Jungtrainer kam mit einem Sponsor im Gepäck und bot mir seine Dienste plus damit verbundene Leistungen eines Sponsors an. Die zugesagte Summe war so hoch, dass ich nicht widerstehen konnte. Nun hatte ich aber den tschechischen Internationalen Jan Klimes unter Vertrag, den musste ich überreden, für viel Geld hinter dem Wurstel den Co-Trainer zu spielen. Damit relativierte sich bereits der Sponsorbeitrag. Als der Sponsor bereits die dritte Rate nicht überwies, bekam der protegierte Jungtrainer den berühmten Tritt in den Hintern!

Über Jan „Honzo“ Klimes, der dann wieder Cheftrainer war, gibt es eine lustige (?) Geschichte. Damals waren die Grenzen noch dicht und ich musste den Vertrag mit Pragosport aushandeln. Jan bekam einen Diplomatenpass, mit dem er ohne jede Kontrolle an der Grenze durchfahren konnte. Nun dürfen Sie raten, was sein Hauptgeschäft war!  Das Geschäft lief bestens – und so kurvte bald auch Frau Klimes im eigenem Auto stolz durch Brno. Das Auto war zwar die gleiche Marke wie das Auto des Gatten, aber in einer anderen Farbe. Man kann nicht an alles denken, hätte er mich gefragt, hätte ich ihm aber schon den Tipp gegeben. Das zweite Auto  rief den Brünner Stadtchef auf den Plan, der Jan zum Rapport bestellte: „So geht das nicht, auch meine Frau hat kein eigenes Auto und die Gattinen der Mitglieder der Stadtregierung auch nicht. Also verkaufe Dein zweites Auto“! 

So lief das damals!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken