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19. JUNI 2021- Samstag

19.06.2021 | Tageskommentar

lohn

HEUTE an der Wiener Staatsoper: LOHENGRIN

Cornelius Meister, Kwangchul Youn, Klaus Florian Vogt, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner.

Die Ortrud der heutigen Vorstellung, Tanja Ariane Baumgartner, ist morgen/ Sonntag um 17 h bei uns in der Merker-Online-Galerie zu Gast. Dr. Renate Wagner wird mir ihr ein Gespräch führen, auch über danach unmittelbar anstehende Pläne wie die Klytämnestra bei den Salzburger Festspielen, Auftritt im Linzer Brucknerhaus etc.

Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sind Sie eingeladen, einen gemütlichen Nachmittag bei uns zu verbringen. Der Raum ist gut klimatisiert (draußen ist es viel heißer), gekühlte Gratisgetränke stehen zur Verfügung!

Ich werde morgen nochmals daran erinnern!

Für heute an der Staatsoper gibt es noch Karten in mehreren Preiskategorien zu kaufen!

Wiener Staatsballett: Der Saisonplan steht fest

Martin Schläpfer ist nicht nach Wien gekommen, um hier „eine ruhige Kugel zu schieben“, insgesamt schickt er seine Compagnie 90 Mal auf die Bühne, aufgeteilt in Staats- und Volksoper. Bedingung ist natürlich, dass die Pandemie ein Einsehen hat und ihn an seiner Arbeit nicht hindert. Davon gehen wir aber aus!

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Ein deutsches Requiem“ ab 30. 9.Vizcayo, Nakanome, Hanan, Kato, Lavignac. Foto: Ashley Taylor /Wiener Staatsballett

Saisonplan als PDF:

https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=1bhLyo_1ApUGX&tid=2-uwQ6s-h7puI&link=s14x

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„Die Jahreszeiten“. Foto: Peter M. Mayr

Österreich
Musiktheaterpreis 2021: Die Volksoper an der Spitze der Nominierungen

Wir werden uns morgen näher mit der Problematik um diesen Kreis befassen, bei uns ist die Liste der Nominierungen einzusehen.
Die Auszeichnungen werden am 2. August in Steyr vergeben
Der Standard.de

Österreichischer Musiktheaterpreis: Volksoper neunmal nominiert
Die Volksoper punktet mit „Cabaret“ und „König Karotte“. Neu ist ein Sonderpreis für Courage und Ermutigung in der Pandemie.
Kurier.at

200 Jahre Freischütz
Fünf Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über den Freischütz wussten

Carl Maria von Weber – Schuldenfrei dank der Oper
Da sich die Beliebtheit der Oper schon früh abzeichnete, verhalf sie nicht zuletzt dem Komponisten Carl Maria von Weber selbst zu finanzieller Unabhängigkeit, sagt auch die Leiterin des Carl-Maria-von-Weber-Museums Dresden, Romy Donath: „Für Weber selbst war der Freischütz wie ein Befreiungsschlag. Durch den finanziellen Erfolg konnte er sich erst von seinen Schulden lösen.“

Bis heute eine der beliebtesten Opern

93 Mal – so oft wurde der Freischütz im Jahr 2018 in Deutschland aufgeführt; hinzu kommen noch 13 Inszenierungen. Damit steht die Oper nach Bizets Carmen und Beethovens Fidelio an Platz 14 der am häufigsten aufgeführten Opern in Deutschland.

https://www.mdr.de/mdr-klassik-radio/klassikthemen/freischuetz-fuenf-fakten-100.html

Berlin/Gendarmenmarkt
Schinkels Schauspielhaus: Auferstanden aus Ruinen
Vor 200 Jahren wurde am Berliner Gendarmenmarkt Karl Friedrich Schinkels Schauspielhaus eröffnet und Carl Maria von Webers Schaueroper „Der Freischütz“ uraufgeführt. Beide spiegeln Glanz und Elend der deutschen Kultur.
Die Welt.de

Berlin/ Staatsoper: Durst ist schlimmer als Heimweh
An der Berliner Staatsoper wird Giacomo Puccinis »La Fanciulla del West« in der Inszenierung von Lydia Steier gekonnt rehabilitiert
https://www.jungewelt.de/artikel/404725.oper-durst-ist-schlimmer-als-heimweh.html

Zwei Franzosen in Berlin
Der Countertenor Philippe Jaroussky und der Dirigent Jean-Christophe Spinosi debütieren bei den Berliner Philharmonikern.
Tagesspiegel.de

Wien/ Kameroper: Tristans Treibhaus-Triebe
Günther Groissböck, der Wagnerbass mit Stimmgranit, wagt seine erste Wagner-Regie – und gewinnt mit einer Version der kammermusikalischen Reduktion und Intimität.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/wiener-kammeroper-tristan-experiment-17-6-2021/

WIEN: Günther Groissböck und die Philharmonia-Schrammeln HEUTE am 19.6. um 16 h im schattigen „Theater im Park“

ggs

Juni 19 Samstag um 16:00 h
Groissböck & die Philharmonia Schrammeln

Es ist einmal im Leben so
KARTEN KAUFEN

Aus «Konzert Theater Bern» wird «Bühnen Bern»

 «Bin ich nun frei? Wirklich frei?»

Mit der kommenden Saison übernimmt Florian Scholz, seit der Spielzeit 2019/2020 designierter Intendant am Konzert Theater Bern, die künstlerische Gesamtverantwortung übernehmen.

Mit der Spielzeit 2021/2022 beginnt eine neue Ära: Aus «Konzert Theater Bern» wird «Bühnen Bern». «Aus den Begriffen Konzert und Theater nur noch ein Wort: Bühnen. Unter der neuen Dachmarke «Bühnen Bern» wollen wir uns allen Berner*innen öffnen und zugänglich sein – ja, ein Theater für alle werden. «Es ist uns wichtig, eine Dachmarke zu schaffen, die das Haus als Einheit darstellt, aber dennoch genug Freiraum für die individuellen, künstlerischen Anliegen der einzelnen Sparten lässt», sagt Intendant Florian Scholz. Neu sind in der Saison 2021/22 auch das Erscheinungsbild, die Website (https://buehnenbern.ch/) und die Spielzeitmagazine.

Download: Saisonprogramm der Sparten Oper, Schauspiel und Ballett:
https://buehnenbern.ch/site/assets/files/0/55/977/3_sparten_magazin_gesamt_klein.pdf

WAS DIE KLASSIK VOM FUSSBALL LERNEN KANN

Klassik-News
Bocelli bei der EM, leere Ränge in der Kultur

Liebe Klassik-Radio-Fans, schon bemerkt? Es ist Fußball-Europameisterschaft! Andrea Bocelli schmetterte inbrünstig die Eröffnungshymne (das ebenso unvermeidliche, wie unvergängliche „Nessun Dorma“) – das Video sehen Sie hier. Die deutsche Nationalmannschaft verlor ihr Eröffnungsspiel gegen meisterlich instrumentierte Franzosen. Und nach einem Jahr des Jammers über (Corona-bedingt) zu wenig Konzerte sind die ersten wieder erlaubten Veranstaltungen – genau, nicht ausverkauft. Während die Stadien so voll wie möglich sind, haben es Klassik-Veranstalter noch schwer, die freien Kapazitäten unter die Leute zu bringen. Egal wo: überall gibt es noch Restkarten. Es scheint beim Publikum noch eine Skepsis zu bestehen. Oder ist der Fußball einfach doch ein Quäntchen aufdringlicher und geschäftstüchtiger als die Kulturszene?
Wenn ein Cristiano Ronaldo mit einer kleinen Aktion den Aktienkurs eines Getränkeimperiums um Milliarden einstürzen lassen kann, dann scheint es, dass dieser Eindruck nicht trügt.

Dieses Thema und vieles mehr lesen Sie in den Klassik News der Woche:

Man müsste in der Kulturszene ehrlicher zu sich und vor allem weniger arrogant dem Kunden gegenüber sein. Man sollte auch zugeben, wenn das Geschäft nicht optimal läuft und man müsste jene, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen könnten, dazu einladen, anstatt sie zu behindern oder schmissig abzukanzeln!

Filme der Woche

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Filmstart: 18. Juni 2021
FUCHS IM BAU/ Österreich / 2020
Drehbuch und Regie: Arman T. Riahi
Mit: Maria Hofstätter, Aleksandar Petrović, Luna Jordan, Andreas Lust, Sibel Kekilli u.a.

„Fuchs“ und „Bau“ sind metaphorisch zu verstehen (und der alternative Titel „Der Lehrer“ täte es auch). Der Fuchs ist kein echter, sondern er heißt so, ist ein offenbar dauernd missgelaunter Lehrer und zieht in den „Bau“ ein, in ein Gefängnis für Jugendliche, die schließlich auch Schulunterricht erhalten müssen. Er soll eine Lehrerin ablösen, die den Behörden mit ihren schwer unorthodoxen Methoden auf die Nerven geht…

Allein das Milieu, das er anspricht (und mit dem, ehrlich gesagt, wahrscheinlich ein Großteil der Bevölkerung am liebsten nichts zu tun bekommen möchte), hat dem 40jährigen Filmemacher Arman T. Riahi (der schon vor vier Jahren mit seinem Film „Die Migrantigen“ den Puls der Zeit getroffen hat) das zu erwartende Medieninteresse gesichert: Regie-, Drehbuch und Jugendpreis beim Max Ophüls-Festival, Eröffnungsfilm der Diagonale. Das hat mit dem Zeitgeist zu tun, während die Story, wenn man genau hinblickt, nicht so wirklich überzeugend verläuft. Vor allem lässt der Regisseur gerne vieles im Dunkeln, und das ist mehr geschmäcklerisch als künstlerisch.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht nicht Fuchs, sondern der „bunte Vogel“, die Lehrerin Elisabeth Berger, eine komplette Kunstfgur, die in ihrer Überzüchtetheit auf der Leinwand nur überlebt, weil Maria Hofstätter sie spielt und dergleichen perfekt kann. Wie die Dame tickt, begreift man nicht, wenn sie von echtem Unterricht nichts hält, aber es sehr sinnvoll findet, ihre jugendlichen Kriminellen in die Küche einfallen zu lassen, um ihnen beim Machen eines Apfelstrudels so wichtiges Wissen über Apfelsorten zu vermitteln. Und „Mal-Therapie“ allein kann es wohl auch nicht sein, worauf die Lehrerin als „kreatives Befreien“ setzt. Nun vermag man sich vorzustellen, dass es nicht leicht ist, eine so inhomogene Schar zu unterrichten, aber ein bisschen mehr sollte man ihnen schon beigebracht haben, wenn sie dann einmal doch wieder „hinaus“ dürfen?…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • In Iran wird ein politischer Machtwechsel erwartet: Das iranische Innenministerium hat in der Nacht zum Samstag mit der Stimmenauszählung der Präsidentenwahl begonnen. Als klarer Favorit unter den vier Kandidaten wird der erzkonservative Kleriker und Justizchef Ebrahim Raeissi gehandelt. Das offizielle Endergebnis dürfte erst am Sonntag vorliegen.
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  • Daniel Ortega lässt Oppositionsführer in Nicaragua verhaften: Nicaragua verwandelt sich im Zeitraffer in ein autoritäres Regime. Der frühere Revolutionsführer Ortega hat fünf Monaten vor der Präsidentenwahl seine grössten politischen Gegner verhaften lassen. Auch vor ehemaligen Weggefährten und der Zivilgesellschaft macht er nicht halt.
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  • Die Sklavenbefreiung erhält in den USA einen nationalen Feiertag: «Juneteenth», der Zusammenzug des Datums «June Nineteenth», wird ab diesem Jahr als offizieller Feiertag begangen. Es ist ein symbolischer Akt, aber als Markstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung von grosser politischer Tragweite.
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  • Rufe nach stärkerer Regulierung von Stablecoins: Sie sind das umstrittene Rückgrat der Krypto-Szene. Aber Stablecoins gelten auch als verstecktes Risiko für das Finanzsystem. Nachdem sich in der Nacht zum Donnerstag der Kurs des Titanium-Tokens des Anbieters Iron Finance praktisch in Luft aufgelöst hat, werden nun Rufe nach einer stärkeren Regulierung laut.
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  • Frauen verklagen Muttergesellschaft von Pornhub wegen Sexvideos: 34 Frauen gehen gegen nicht-einvernehmliche Sexvideos vor. Sie werfen Pornhub und der Muttergesellschaft MindGeek vor, unter anderem von Videos profitiert zu haben, die Vergewaltigungen zeigen. Zum Bericht
  • Die Erde speichert «beispiellos» mehr Wärme, warnen Forscher: Die Erde hat nach Erkenntnissen von amerikanischen Wissenschaftern in den vergangenen 15 Jahren deutlich mehr Wärme absorbiert. So habe sich das sogenannte Energieungleichgewicht der Erde fast verdoppelt, ermittelten Forscher des amerikanischen Klimaamts NOAA und der Raumfahrtbehörde Nasa.
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  • Der Schweiz droht das Aus bei er Euro 2021
    Die Schweizer haben durch das 1:1 gegen Wales und das 0:3 gegen Italien Kredit verspielt. Bei dem letzten Gruppenmatch am Sonntag gegen die Türkei steht für sie nun viel mehr auf dem Spiel als das Ausscheiden in der EM-Vorrunde. Es geht in Baku um das Vermächtnis des Nationaltrainers Vladimir Petkovic. Aber auch die Generation Schweizer Fussballer um Captain Granit Xhaka muss sich endlich beweisen. Zum Bericht
  • Ich sehe zwar nicht viel den den Spielen (die laufen während der Redaktionsarbeit  in meinem Rücken, ich drehe mich nur um, wenn es eine interessante Szene gibt oder wenn die Herren Mählich und/oder Payer analysieren, aber der Blick in die Gesichter der Spieler während der Hymnen ist für mich Pflicht. Man kann vieles daraus lesen.  Meist wird mit voller Stimme mitgesungen, meist mit der Hand am Herzen. Es gibt nur zwei Länder, wo ein großer Teil der Spieler während der Hymne relativ gelangweilt oder geradezu provozierend überhaupt keine Reaktion zeigt: Es sind dies die Schweiz und Österreich! Als Österreicher stehe ich natürlich voll hinter meinem Land, das mir und hoffentlich meinen Nachkommen einen Wohlstand absichern hilft, deren Repräsentanten in der Fußball-Nationlmannschaft sind mir zu weiten Teilen nicht sympathisch. Wer nicht singen kann oder will, möge zumindest so tun, als ob! Wie eben ein Chorsänger nach einem Polterabend!  Das kann man verlangen! Sollten daher die Schweiz oder Österreich aus der EM-ausscheiden (was eigentlich beim „Humansystem – 16 von 24 steigen auf – ein echtes Kunststück wäre), dann wird es mir keine Träne in die Augen drücken!

    Fußball/Euro
    Defibrillator: Gesetz steht Eriksen-Rückkehr zu Inter Mailand im Weg
    Da in Italien kein Spitzensport mit Defibrillator erlaubt ist, könnte der Däne bei Inter ausgemustert werden müssen
    Der Standard.at

  • Das sehe ich ein, denn wer übernimmt die moralische Verantwortung, wenn das Herz des Sportlers wieder stillzustehen droht – und das passiert nicht im vollen Stadion. Als ich Fußballfunktionär war, hatte ich dafür zu sorgen, dass meine Nachwuchsspieler alle zwei Jahre  sportärztlich untersucht wurden. Ohne Arztbestätigung durften die Spieler nicht auflaufen. Das habe ich sehr ernst genommen und ein eigenes Szenario dafür entwickelt. In meinem Meidlinger Wohnhaus betrieb ich eine Disco, bei mir gab es eine der ersten Lichtorgeln überhaupt. Mädchen gab es dort genug, das Herz der Jünglinge wurde schon im „Vorspiel“ zur Wallung gebracht! Drei Etagen oberhalb war meine Wohnung (auf meine alten Tage habe ich mittlerweile auf Empfehlung meiner Kardiologin noch zweite weitere Etagen zugelegt und wohne nun im Dachgeschoß). In der Wohnung saß der von mir dafür bezahlte Sportarzt mit Ordinationshilfe, die auch für eine gewisse Aufregung gesorgt hat.  Jeder Spieler musste einzeln aus der Disco drei Etagen hochsprinten, wo der Arzt die Frequenz kontrollierte und dia Assistentin den  Spielerpass abstempelte.

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    Was ist aus der Disco geworden? Ein Proberaum für Hardrocker!

  • Impfpionierin Lady Montagu: Mit einer Nussschale gegen die Pocken

    Bereits vor 300 Jahren brachte Mary Wortley Montagu frühe Impfverfahren nach England. Erst schützte die Schriftstellerin und frühe Feministin ihre Kinder gegen Pocken, dann schrieb sie Medizingeschichte.
    Der Spiegel.de

  • Das ist eine hochinteressante Geschichte und jedem Impfmuffel zur Lektüre empfohlen. Ich glaube zwar nicht so ganz an den Erfolg der Impfung, habe mich aber impfen lassen, weil ich nicht unsolidarisch sein will
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  • Verbringen Sie ein schönes Wochenende!
  • A.C.

 

 

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