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19. FEBRUAR 2022 – Samstag

19.02.2022 | Tageskommentar

 

München/ Bayerische Staatsoper: Löcher im Etat: Frühlingshafte Schwere
Auch die Bayerische Staatsoper muss sparen, die Landeshauptstadt hat ihren Fünf-Millionen-Zuschuss gestrichen, Einnahmen sind weggebrochen. Auf das Spielzeitprogramm soll sich das vorerst nicht auswirken.
Sueddeutsche Zeitung.de

DIE NÄCHSTEN WOCHEN AN DER WIENER STAATSOPER
Proben für Wozzeck, Haus- und Rollendebüts im Repertoire

 

An der Wiener Staatsoper wird bereits für die nächste Premiere geprobt: Alban Bergs Wozzeck in einer Neuproduktion von Simon Stone und unter dem Dirigat von Musikdirektor Philippe Jordan feiert am 21. März 2022 Premiere, es singen u. a. Christian Gerhaher, Anja Kampe, Sean Panikkar, Dmitry Belosselskiy und Jörg Schneider.

Bis dahin stehen noch spannend besetzte Opern- und Ballettvorstellungen auf dem Programm, die zahlreiche Haus- und Rollendebüts mit sich bringen:

TOSCA (Giacomo Puccini)

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Unter der musikalischen Leitung von Staatsopern-Ehrenmitglied Marco Armiliato gibt die russische Sopranistin Elena Stikhina in der Titelpartie ihr Debüt im Haus am Ring. Erstmals singt hier Roberto Frontali den Baron Scarpia und als Mario Cavaradossi kehrt Vittorio Grigolo zurück an die Wiener Staatsoper.

25., 28. Februar, 3. und 5. März
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L’ELISIR D’AMORE (Gaetano Donizetti)

Neben der Vorstellungsserie von Tosca dirigiert Marco Armiliato auch die anstehenden Aufführungen von L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper. An den ersten beiden Abenden ist Juan Diego Flórez als Nemorino – eine seiner Paraderollen – zu erleben, am 6. März gibt Ensemblemitglied Josh Lovell sein Rollendebüt am Haus als Nemorino. Ihre Staatsoperndebüts geben mit L’elisir d’amore Nina Minasyan als Adina und Kiria Misha als Doktor Dulcamara; den Belcore singt Sergey Kaydalov.

27. Februar, 2., 4. und 6. März
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SALOME (Richard Strauss)

„Salome“. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nach seinem erfolgreichen Debüt am Pult dirigiert Thomas Guggeis nun Strauss‘ Salome. Die amerikanische Sopranistin Jennifer Holloway feiert in der Titelpartie ihr Hausdebüt, ebenso wie Claudia Mahnke als Herodias und John Lundgren (er wird im Mai als Wotan/Wanderer im Ring des Nibelungen zu erleben sein) als Jochanaan. Den Herodes verkörpert erneut Wolfgang Ablinger-Sperrhacke.

7., 11., 14. und 16. März
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KARTEN »Salome«

New York: Met-„Zukunftsprogramm“ für  Saison 2022/23 (noch nicht offiziell)
Met-Wiki
https://futuremet.fandom.com/wiki/2022-2023

INSTAG(K)RAMEREIEN

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: TOSCA

mit Saioa Hernandez, Piotr Beczala und Ambrogio Maestri

 

ZU INSTAGRAM

 

Placido Domingo debütiert am Teatro Massimo Palermo als Simon Boccanegra

 

ZU INSTAGRAM mit Video

Mailand
Was quält die Diva so?
Anna Netrebko: „Mein Leben ist nicht wunderbar“
https://www.krone.at/2631581

BÜHNE BADEN : HEUTE PREMIERE „HELLO, DOLLY“

Patricia Nessy. Foto: Lalo Jodlbauer

  • Musikalische Leitung Franz Josef Breznik,
  • Inszenierung Michael Lakner,
  • Bühne Manfred Waba,
  • Kostüme Friederike Friedrich,
    Ausführlicher in unseren „Infos des Tages“

    Wien/ Neue Oper“ im Semperdepot
    „Stallerhof“: Im hölzernen Käfig
    Starker Tobak: das Missbrauchsdrama „Stallerhof“ in Gerd Kührs Opernfassung im Wiener Semperdepot.
    WienerZeitung.at

    Wiener Symphoniker mit Neuheit von Staud im Konzerthaus
    Der Standard.at

    München
    Antonio Pappano zu Gast beim BRSO
    „Für mich ist Musik Religion“
    BR-Klassik.de

    Pianistin Hélène Grimaud verzichtet auf Flugreisen „Ich bin stolz darauf“
    BR-Klassik.de

    WIEN / Theater der Jugend / Renaissancetheater:
    DAS HÖCHST KURIOSE ABENTEUER DER HOCHWOHLGEBORENENE KAISERLICHEN TOCHTER MARIE ANTOINETTE UND DEM ALLSEITS BEKANNTEN WUNDERKIND WOLFGANG AMADEUS MOZART von Thomas Birkmeir
    Premiere: 18. Februar 2022

    Wer Mozart und Marie Antoinette in einem Atemzug nennt, denkt sofort daran, dass der sechsjährige Wolferl in Schloß Schönbrunn der kleinen Erzherzogin Maria Antonia versprach, er werde sie heiraten, wenn er groß sei. Eine unbestätigte Anekdote, aber so schön, dass sie vermutlich nicht tot zu kriegen ist.

    Nun, bei Thomas Birkmeir ist alles ganz anders. Der Direktor des Theaters der Jugend (immerhin ist er schon zwanzig Jahre in Amt und Würden!) macht sich gelegentlich die Freude, selbst ein Stück zu schreiben. Diesmal für die ganz Kleinen, die Volksschulkinder ab 6 Jahren. Mit den Klischees von Mozart füttert er sie nicht. Statt dessen mixt er halbe Realität mit Märchen und gibt den Kleinen schon Botschaften mit. Nicht nur, dass der junge Moizart (der in diesem Stück natürlich kein Kind, sondern ein Teenager ist, ebenso wie Maria Antoinette, um bei ihrem Königinnennamen zu bleiben) ein ungebärdiger Bursche ist.  Da läuft er gleich am Anfang in Schönbrunn seinem Vater davon, weil  sich nie verbeugen will, nicht einmal vor einer Kaiserin. Und dass es immer nur um Geld geht. erfährt man auch –  darum muss man in Schönbrunn musizieren, erklärt der Vater. Aber dazu kommt es nicht…

    …So richtig mit Mozart vertraut werden die Kleinkinder nicht, aber irgendetwas wird schon haften bleiben – von einem ganz ungewöhnlichen Wolferl Amadé und einer Kaiserin, der man später im Geschichtsunterricht begegnen wird.

    Zum Bericht von Renate Wagner

    ROMA/ TEATRO DELL’OPERA: LUISA MILLA von GIUSEPPE VERDI am 8.2.2022 (Premiere)

    Zu ebener Erde und im ersten Stock. Foto: Teatro dell Opera Roma. Copyright: Teatro dell Opera Roma

    „Luisa Miller“ ist das Stiefkind von Verdis Opern. Die dritte seiner Schiller-Vertonungen, für Neapel geschrieben, hat nie die Popularität seiner anderen Werke erreicht. Das mag daran liegen, dass der Titel nicht so „fetzt“ wie der der Vorlage: „Kabale und Liebe“. Und natürlich auch daran, dass es keine Gassenhauer enthält wie “ Libiamo !“, „Celeste Aida“, „Di quella pira“ oder „La donna è mobile“..

    Was für ein Juwel diese „Luisa“ aber in Wirklichkeit ist (nicht umsonst haben sich in den letzten Jahrzehnten Monserrat Caballé, Katia Ricciarelli, Luciano Pavarotti, Placido Domingo etc. ihrer hin und wieder angenommen), hat die Römische Oper mit ihrer rundum gelungenen Neuproduktion jetzt erneut unter Beweis gestellt…

    Regisseur Damiano Michieletto und sein kongenialer Bühnenbildner Paolo Fantin (oder sollte man lieber sagen: Bühnenbildner Paolo Fantin und sein kongenialer Regisseur Damiano Michieletto?) inszenieren das Ganze in einem vertikal geteilten Raum (sozusagen „zu ebener Erde und im ersten Stock), hochkomplex (mit einer eigentlich die ganze Zeit in Bewegung seienden Drehbühne), aber auch wieder ganz einfach (mit wenigen Requisiten wie Stühle, Bett und Schränke).

    Hervorragend der Chor (unter der Leitung von Roberto Gabbiani) und die Bewegungsregie (von Carlo Diego Massari). Absolut atemberaubend jedoch die beiden Kinder Elisa Scaglia und Ernesto Ruggieri, die die jugendlichen Doubles von Luisa und Rodolfo darstellen. Wie sich die zwei am Ende im Hintergrund eine unschuldige Polsterschlacht liefern, während im Vordergrund das unglückselige Liebespaar vergiftet sein Leben aushaucht, ist schlicht und einfach herzzerreißend.

    Zum Bericht von Robert Quitta

    Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

    Polizeieinsatz bereitet der Trucker-Blockade in Kanada ein Ende: Hunderte von Polizisten räumen die Innenstadt von Ottawa. Dabei wird deutlich, dass es sich beim kanadischen «Freedom Convoy» nicht nur um Corona-müde Lastwagenfahrer handelte, sondern um eine gut organisierte und finanzstarke Bewegung, die radikalere Ziele verfolgt.
    Zum Bericht

    • Bei der Münchner Sicherheitskonferenz bleiben westliche Politiker unter sich: Das zentrale Thema des diesjährigen Treffens ist die Ukraine-Krise. Doch offizielle Vertreter Russlands sind erstmals seit 30 Jahren nicht anwesend. Das Treffen habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem transatlantischen Forum entwickelt, sagte eine Sprecherin des Moskauer Aussenministeriums.
      Zum Bericht
    • Staat soll hinter Cyberangriff auf Internationales Rotes Kreuz stehen: Im Januar waren Daten von über 500 000 Personen entwendet worden. Nun erklärte die Organisation, die Angreifer hätten eine Reihe von spezifischen Angriffswerkzeugen benutzt, die «nicht öffentlich verfügbar» seien und hauptsächlich von staatlich unterstützten Spionage-Gruppen, sogenannten APT, verwendet würden.
      Zum Bericht
    • Italiens Politik erfindet laufend einen Bonus für alle und alles: Es gibt kaum etwas, wozu die Politik keinen Bonus bereitstellen würde. Es existieren Vergütungen für Haushaltgeräte, Kinderkrippen, Fassadenbau, Renovationen, Haustiere, Fernsehgerät-Verschrottung und vieles mehr. Demnächst kann eine Gutschrift von 600 Euro beantragen, wer infolge der Covid-Pandemie psychisch angeschlagen ist und eine Therapie braucht.
      Zum Bericht

    Zahlreiche Vermisste nach Brand italienischer Fähre vor Korfu: Auf dem Passagierschiff «Euroferry Olympia» war in der Nacht auf Freitag ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt konnten bis Freitagabend 280 Personen in Sicherheit gebracht werden. Zwölf Personen werden noch nach neuesten Angaben der Küstenwache vermisst. Es soll sich vornehmlich um Lkw-Fahrer handeln, die die Nacht in ihren Fahrzeugen verbracht hatten.
    Zum Bericht

    Der ORF gedenkt des 95. Geburtstages von Hugo Portisch

    Samstag, 19. Februar

    Am Samstag zeigt die „zeit.geschichte“ ab 10.30 Uhr die ersten fünf Episoden von Hugo Portischs und Sepp Riffs umfassender Dokumentarreihe „Österreich II“. Ab 17.10 Uhr folgen alle drei Teile der Dokutrilogie „Hugo Portisch – Aufregend war es immer“ nach der gleichnamigen Biografie, die 2017 zum 90. Geburtstag entstand. Im Vorabend ist die ORF-III-Neuproduktion „Hugo Portisch – Eine Journalistenlegende“ (19.55 Uhr) von Sabrina Peer und Ernst Pohn zu sehen. Zu Wort kommen dabei u. a. Altbundespräsident Heinz Fischer sowie der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky.

    Im Hauptabend sendet ORF III „Das Erbe des Krieges“ (20.15 Uhr), die sechste Folge von „Österreich II“ über die Geschichte der Steiermark, die sich am 8. Mai 1945, im Gegensatz zu den anderen Bundesländern Österreichs, immer noch unter NS-Herrschaft befand. Danach folgt Episode sieben über „Die ersten Schritte“ (21.40 Uhr) der österreichischen Regierung in Richtung Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg. Ab 23.10 Uhr zeigt ORF III in zwei Teilen schließlich erstmals das mehr als sechsstündige Interview „Hugo Portisch – Mein Leben“, in dem der Ausnahmejournalist gemeinsam mit Wegbegleitern und Kollegen zurückblickt.

    Der neue Redaktionshund

    Am 22.1. musste ich ganz schweren Herzens meinen Redaktionshund und ständigen begleiter „Theo“ einschläfern lassen. Seine Uhr war ganz einfach abgelaufen, er wollte auch nicht mehr! Eigentlich hatten wir (er und ich) vereinbart, dass er mein letzter Hund ist (einen weiteren haben wir ja noch, aber der ist meist in Mauerbach). Theo hat mich früher als geplant verlassen (auf gute 12 Lebensjahre ist er aber trotz seiner Korpulenz doch gekommen), und so dachte ich, dass es sich für einen älteren Hund für mich doch noch ausgeht (notfalls springt meine Familie ein). Zur Findung beauftrage ich immer das Tierheim Countryhof in Feinfeld (noch einige Kilometer hinter Horn). Frau Drechsler ist sozusagen meine „Headhunterin“ und meldet sich, wenn ein zu mir passendes Tier zur Vergabe steht.

     

    Gestern war es soweit, ein Zirkus musste seine Zelte abbrechen und die Tiere wurden dem Tierheim übergeben. Der für mich auserkorende Rüde (6 Jahre alt) ist eigentlich ein Hochstapler, denn er will „Simba“ genannt werden, was im Normalfall nur Löwen zusteht. Mein „Simba“ wiegt lächerliche 17 kg.

    Mein Problem mit ihm ist, dass er im Zirkus als Artist inmitten einer leider nunmehr auseinandergerissenen Hundetruppe gearbeitet hat. Die ganze Truppe und dadurch „die Nummer“ konnte ich nicht übernehmen, überhaupt wo ich nicht weiß, was die überhaupt gemacht haben. Ich brauche aber kein schlechtes Gewissen haben, zwei Gruppenmitglieder wurden bereitsvor „Simba“ neu vergeben!

    Trotz Leckerlis verschweigt er aber beharrlich, wofür er ausgebildet wurde (wahrscheinlich will er die Kasperliaden nicht mehr weitermachen. Sein Erstauftreten bei uns war denkbar unglücklich, denn er ist aus dem Stand auf den gedeckten Mittagstisch gesprungen. War er im Zirkus vielleicht „Table Dancer“?

    Wie kann ich nun rausbekommen, was der Hund gelernt hat? So ein Zirkus ist ja international, auf Kommandos in deutscher Sprache reagiert er nicht. Vielleicht sympathisiert er in Österreich auch mit der Impfgegner-Bewegung und stellt sich bei deutschen Kommandos taub! Möglicherweise ist er aber auch schlauer als die meisten Menschen und stellt sich aus Kalkül dümmer als er ist! Die Menschen wollen meist klüger erscheinen, als es ihnen gegeben ist!

    Gibt es im Leserkreis einen „Hundeflüsterer“, der ein ähnliches Problem bereits einmal gelöst hat?

    Ich wünsche ein schönes Wochenende!

  • A.C.

 

 

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