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19. FEBRUAR 2021 – Freitag

19.02.2021 | Tageskommentar

Sie sind von der Umbesetzung nicht betroffen: Anita Rachvelishvili und Piotr Beczala in »Carmen«© Michael Pöhn / Wiener Staatsoper
UMBESETZUNG BEI DER „CARMEN“- PREMIERE

Die ukrainische Sopranistin Olga Kulchynska, die in der kommenden Premierenproduktion von Bizets Carmen in der Inszenierung von Calixto Bieito (Premiere am 21. Februar 2021: live um 18.00 Uhr auf play.wiener-staatsoper.at und myfidelio.at sowie ab 20.15 Uhr in ORF III – Ausstrahlung in Radio Ö1 am 27. Februar um 19.30 Uhr) als Micaëla ihr Debüt an der Wiener Staatsoper gefeiert hätte, kann aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Premiere auftreten.

Vera Lotte Boecker. Foto: Wiener Staatsoper

Durch diese nicht Corona-bedingte Absage übernimmt Staatsopern-Ensemblemitglied Vera-Lotte Boecker die Partie der Micaëla. Dieses Rollendebüt am Haus war ursprünglich für die Carmen-Vorstellungsserie im Mai/Juni geplant. Frau Boecker hat in der Premiere von Hans Werner Henzes »Das Verratene Meer« im Dezember mit großem Erfolg die weibliche Hauptrolle der Fusako gesungen.

Die Wiener Staatsoper wünscht Olga Kulchynska baldige Besserung und freut sich darauf, die Künstlerin in der nächsten Saison im Haus am Ring begrüßen zu dürfen.

Wien: Die Staatsoper als Spukhaus
Der Kunst- und Architekturrundgang ist ein teilweise beunruhigendes Erlebnis.

Die Staatsoper als Spukhaus: Es ist ein auch beklemmendes Erlebnis. Eines, das vor Augen führt, was die Corona-Krise nicht nur für die Kunst bedeutet, nämlich Trennung vom Gegenüber. Die soziale Distanz ist eine enge Verwandte der Vereinsamung. 2.100 Gäste zählte die Staatsoper am ersten Rundgang-Wochenende, verteilt auf drei Tage zu je fünf Stunden. Wenn das Haus für eine Vorstellung in Normalzeiten ausverkauft ist, fasst es rund 1.700 Besucher. Die Magie der Prunksäle und des ringseitigen Balkons hat sich gewandelt in Bitterkeit…
Wiener Zeitung

NEW YORK: Metropolitan Opera in der Krise: Derzeit hilft nur Beten
Das grösste Opernhaus der USA stürzt in der Pandemie von einer Krise in die nächste. Dahinter stehen strukturelle Probleme, die jetzt mit voller Wucht ans Tageslicht kommen.
Neue Zürcher Zeitung

Am Sonntag singt Angela Gheorghiu in Bukarest, während fünf Musiker des Metropolitan-Orchesters in New York dazu spielen. Das ist eine neue und doch riskante Form, aber Peter Gelb kann nicht Musiker im Ausland beschäftigen und die eigenen darben lassen. Das hat man ihm wohl gesagt – und darauf reagiert er.

Mit den Problemen in Wien würde Peter Gelb liebend gerne tauschen.

AIDA in Paris. Tim Theo Tinn’s Kurzeindruck vom Premieren-Stream

Faschingsreste in öder Rampensingerei, exquisite Sänger, ordentliches Dirigat

 

 Begabung, Können, Wissen um dramaturgische Notwendigkeiten, Personenführung beherrscht die Regisseur (laut Programmzettel), also Regisseurin Lotte de Beer offensichtlich nicht.

In derzeit üblich dürftigem Unvermögen szenischer Angebote großer Opernhäuser beobachtet man mal wieder die verhaspelte Suche nach Nonkonformismus, deren Ergebnis krude Kenntnis armseliger Inszenierungsfähigkeiten im Nachtdunkel gibt. Im Konsens der Subkultur -Musiktheater – Inszenierungen verweigert man Kreativität und Kunst, schafft statt Kultur halt Subkultur…

Zum Bericht von TTT

Sie können diese Vorstellung ja selbst ansehen, auf Arte-concert oder Sonntag mittag auf Arte TV.

„Parsifal im Dom“  Manfred Schiebel, Orgel; Günther Groissböck, Bass, 18.2. 2021 im Wiener Stephansdom

Günther Groissböck, Manfred Schiebel. Foto: Youtube

Wohin könnte der Ausspruch “ zum Raum wird hier die Zeit“ besser passen als in den Stephansdom.

Gerade in einem Jahr, wo uns der alljährliche österliche Parsifal in der Staatsoper wohl versagt bleiben wird, ist dieses geniale Parsifalprojekt entstanden, bei dem alles wie aus einem Guß zu sein scheint.

Zum Bericht von Christoph Karner

Madrid: Offene Museen und Theater trotz Pandemie

Ein Video: https://www.arte.tv/de/videos/102107-000-A/madrid-offene-museen-und-theater-trotz-pandemie/

Wien: „Tendenz zur Stagnation“: Wiener Theaterjury kürzt bei Musiktheater
25 Freie Gruppen erhalten vierjährige Konzeptförderung der Stadt Wien. Kaup-Hasler: „Stehen vor einer Reform der Theaterreform“. Die Wiener Theaterjury hat ihr Gutachten für die vierjährige Konzeptförderung ab 2022 vorgelegt. „Die Wiener Tanz- und Performance-Szene ist weiterhin sehr stark aufgestellt, sie spielt in einer internationalen Liga“, gibt es Lob, das sich etwa in deutlichen Erhöhungen und einer erstmaligen Förderung von Florentina Holzinger niederschlägt. Für den Musiktheaterbereich setzt es dagegen heftige Kritik. Hier werden nur noch zwei Initiativen zur Förderung empfohlen.
Kurier

Aber die anderen Theater bekommen auch was ab, wenngleich unter anderem Titel. Theater kann also nie unabhängig von der Politik sein, wenngleich manchmal Intendanten so tönen! Denen wird ihr Stellenwert danz deutlich vor Augen geführt

Weinwurm bis Schnitzerl
Das Lamentieren um die „Gastro“ nimmt kein Ende, die Kultur bleibt dagegen unbeweint. Ein rascher Exkurs in die Krisenlinguistik führt uns finstere Abgründe vor Augen.
https://www.news.at/a/weinwurm-bis-schnitzerl-11902245

Deutschland
Notruf der GMD Konferenz: Von Rettung kann keine Rede sein
Mit einem eindringlichen Appell richtet sich die GMD Konferenz – die Interessenvertretung und Vereinigung der Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten – an die Regierung und Entscheidungsträger in Sachen Kultur. Die derzeitige Phase bezeichnen die Vertreter als die schmerzvollste seit 1945. Auch wird der Regierung durch einseitige Corona-Maßnahmen ein „Höchstmaß an Geringschätzung“ der Kultur vorgeworfen.
BR-Klassik.de

Streams
Sabine Devieilhe, Julie Fuchs, Florian Sempey & Aušrinė Stundytė Headline Streams from Opéra National de Paris
https://operawire.com/sabine-devieilhe-julie-fuchs-florian-sempey-ausrine-stundyte-headline

Hungarian State Opera to Stream New Production of “Don Carlo’
https://operawire.com/hungarian-state-opera-to-stream-new-production-of-don-carlo/

Die Bamberger Symphoniker werden 75 – Live auf BR-Klassik
Etabliert als eines der Top Orchester Europas feiern die Bamberger Symphoniker ihr Jubiläum und schauen gleichermaßen nach vorn und zurück auf ihre bewegte Geschichte

 

Foto: Michael Trippel

• Die Saison 2020/21 sollte ganz im Zeichen des Orchesterjubiläums stehen. Die Tourneen nach Südamerika und Japan waren fest eingeplant. Pünktlich zum Geburtstag der Symphoniker im März 2021 sollte es eine große Feier in Bamberg geben.

• Doch die Pandemie hat den ursprünglichen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Bamberger Symphoniker werden trotzdem feiern – nur eben anders als geplant.

Geplant ist ein Jubiläumskonzert am Donnerstag, den 18. März 2021. Als Hommage an die Geschichte ihres Orchesters werden Chefdirigent Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker eben jenes Programm wiederholen, das vor 75 Jahren eigentlich hätte gespielt werden sollen. Im März 1946 erklangen Beethovens Overtüre „Leonore“ Nr. 3 op.72b und sein Konzert für Violine und Orchester DDur op.61. Im Jahr 2021 spielt das Orchester dazu die „Eroica“, Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, die für das Gründungskonzert geplant gewesen war, aber von der damaligen amerikanischen Militärverwaltung Bambergs nicht zugelassen wurde. Beethovens „Eroica“ war zudem das letzte Konzert, welches das „Deutsche Philharmonische Orchester“ 1945 in Prag spielte.

• Das Konzert wird am 18. März 2021 ab 20.05 Uhr live im Radio auf BR-Klassik zu hören und ab 20.15 Uhr im Fernsehen auf ARD-alpha sowie als Live-Video-Stream auf www.br-klassik.de/concert zu
sehen sein. Gleichzeitig auch auf der BR-Klassik Facebook-Seite www.facebook.com/brklassik.
Am 21. März werden Teile des Programms („Leonore“ und „Eroica“) noch einmal um 9.00 Uhr im BRFernsehen wiederholt.

INSTAG(K)RAMEREIEN -gefunden von Fritz Krammer

Maggio Musicale Fiorentino: Luca Salsi ersetzt Leo Nucci

It’s an honour to stand in my great colleague and friend Leo Nucci.
Rigoletto will be streamed in March. I’ll let you know the date as soon as possible.

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CRISTINA DEUTEKOM (1931-2014)

Cristina Deutekom war eine niederländische Opern-, Oratorien- und Konzertsängerin. In Venedig war sie bekannt als die Niederländische Nachtigall.
Sie war zu ihrer Zeit deutlich unterschätzt

Wikipedia

 

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AUGSBURG:»Philharmoniker backstage«. Kammermusik an ungewöhnlichen Orten im Staatstheater

Augsburg, 18.02.21 Am Mittwoch, den 24. Februar startet das Staatstheater Augsburg in sein nächstes musikalisches Aufnahme-Projekt: Vier Video-Drehs in verschiedenen Kammermusikformationen der Augsburger Philharmoniker. Voraussichtlich ab Mitte März wird dann wöchentlich eins dieser Videos in der Mediathek des Hauses neu verfügbar sein – als kostenfreier Musikgenuss.

Mit diesem Dreh durchbrechen die Orchestermusiker:innen die ungewohnte Lockdown-Stille an vier Orten, an denen im Theater eigentlich das ganze Jahr über größte Betriebsamkeit herrscht. Noch dazu sind es Räume, die dem Publikum normalerweise verborgen bleiben: Im martini-Park musizieren die Augsburger Philharmoniker im Chorsaal und auf der Orchesterprobebühne, im Gaswerk im Malsaal und im – sonst natürlich durchgehend von den Tänzer:innen beanspruchten – Ballettsaal. Die Aufnahmen, mit ganz unterschiedlicher Kammermusik von der Spätrenaissance bis in die Moderne, finden zwischen dem 24. und 27. Februar statt.

Sprechtheater
Theater, die Sendeanstalt: Warum aber streamt das Burgtheater nicht?
Die Begeisterung für Onlinetheater ist enden wollend. Manche probieren es dennoch. Am 26. Februar startet der ORF eine Offensive mit Aufzeichnungen
https://www.derstandard.at/story/2000124275983/theater-die-sendeanstalt-warum-aber

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Liechtenstein: Fürst Hans-Adam II. provoziert Schwule und Lesben
Das Staatsoberhaupt Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein, das die aktuellen Regierungsgeschäfte an Erbprinz Alois übertragen hat, äusserte sich kritisch zur Forderung nach einer Gleichstellung von heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Paaren im Adoptionsrecht. Das hat ihm Unmut aus LGBT-Kreisen eingebracht.
Zum Bericht

Corona anderswo: So sieht der Lockdown in Europa aus
Lockdown, Ansteckungen und 7-Tage-Inzidenz: Wie schaut die Corona-Lage eigentlich in anderen europäischen Ländern aus?
Profil

Deutscher Forscher: „Corona kam doch aus dem Labor“
Der Hamburger Physiker Roland Wiesendanger lässt mit einer Studie aufhorchen. Die lieferte klare Hinweise auf einen Labor-Unfall.
Kurier

Ist die „Opernball-Lady ein Gewinn für das österreichische Parlament?

Gar so entfernt sind einander der Novomatic-Chef und Finanzminister Blümel doch nicht. Novomatic mischt sogar bei der Besetzung des Nationalrates mit. Ein Mail von Herrn Neumann an Herrn Blümel: Hello Gernot, nach der Opernball Lady jetzt auch Taschner. Der ist wirklich kein Gewinn. Haben den eine Zeitlang beschäftigt und der ist ein echter Opportunist! Das sind doch keine Experten!! Sorry für die offenen Worte aber der Oktober ist zu wichtig! lg Harald “ (Berichte des „Standard“ und der „Oberösterreichischen Nachrichten“).

Das wird von mir nicht kommentiert, machen Sie sich doch selbst ein Bild!

Blümel als Beschuldigter. Ex-Novomatic-Chef über ÖVP-Kandidat: „Der ist wirklich kein Gewinn!“
Ex-Novomatic-Chef Harald Neumann soll mit Finanzminister Gernot Blümel nicht nur über mögliche Parteispenden und Treffen mit dem damaligen Außenminister Sebastian Kurz per SMS unterhalten haben, sondern auch über die Auswahl der ÖVP-Kandidaten für die Nationalratswahl 2017.
Kleine Zeitung

Es gibt aber dennoch Grund zum Feiern. Zwar nicht für alle, aber eben für Spezielle

Der Flüchtlingsball 2021 fürs Wohnzimmer Livestream auf www.fluechtlingsball.at mit Konzerten aus dem Rathaus

https://wienerbezirksblatt.at/fluechtlingsball-2021/

Verbringen Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

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