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19. FEBRUAR 2020 – Mittwoch

19.02.2020 | Tageskommentar


Wiener Opernball-Debütanten diesmal auch stimmlich gefordert – Ein Kurzvideo. Bitte untenstehenden Link anklicken

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Wiener Opernball 2020: James Conlon dirigiert anstelle von Daniel Harding

Auf Grund eines schweren Krankheitsfalles in der Familie muss Daniel Harding leider die musikalische Leitung der künstlerischen Eröffnung des Wiener Opernballs am 20. Februar 2020 kurzfristig absagen. Daniel Harding bedauert, bei diesem besonderen Anlass nicht dabei sein zu können, muss aber derzeit bei seiner Familie sein.

Bildergebnis für james conlon
James Conlon. Foto: Chester Higgings

An seiner Stelle übernimmt dankensweiterweise James Conlon. Der international gefragte US-amerikanische leitete zuletzt Die Zauberflöte im Dezember 2019 an der Wiener Staatsoper und dirigiert heute Abend die Premiere von Tschaikowskis Eugen Onegin am Teatro dell’Opera in Rom.

Staatsoper: Bei Netrebko und Co sollen Tickets teurer werden
Die Bundestheater-Holding überlegt eine „dynamische Preisgestaltung“ bei den Tickets.
Kurier

Hatten wir nicht auch bisher gestaffelte Preiskategorien? Wird jetzt eine „Kategorie Astronomisch“ eingeführt?

Österreich
Bundestheater-Chef: „Kultur soll nicht nur glücklich machen“ Bezahlartikel
Christian Kircher, Chef der Bundestheater-Holding, über seine Pläne, autoritäre Regisseure und das Politische am Theater.
Die Presse

Das wird uns sowieso seit Jahren eingetrichtert, nun sagt es auch der Holding-Chef. Theater bedeutet politische Bildung (Einflussnahme)! Dass diese nicht nur glücklich macht, liegt auf der Hand. Der Staat nimmt Einfluss über die Presse- wie auch über die Kulturförderung.

Wien/ Theater an der Wien: „Egmont“ – Uraufführung zum Beethoven-Jahr

Zum Beethoven-Jahr hat sich das Theater an der Wien eine Uraufführung geschenkt. Der Komponist Christian Jost und der Librettist Christoph Klimke haben sich Goethes „Egmont“ vorgenommen, zu dem Beethoven bekanntlich eine Schauspielmusik geschrieben hat. Der Gesamteindruck war ein sehr „anlassbezogener“.

Nun hat die Oper weniger mit Goethes Stück zu tun, als man auf den ersten Blick meinen könnte – und eine Analyse des Librettos, seine (Nicht-)Beziehung auf Goethes Text und die Einbeziehung von Beethovens „Brief an die unsterbliche Geliebte“ sowie die Bezugnahme auf Christoph Klimkes poetische Metaphorik (z.B. das Symbol des Kranichs) würden vielleicht schon als Stoff für eine Diplomarbeit ausreichen. Aber weil an Goethes Drama die zwei Jahrhunderte seit der Uraufführung auch nicht spurlos vorübergegangen sind, war es eine nachvollziehbare Entscheidung, besser eigene Wege zu gehen…

http://www.operinwien.at/werkverz/jost/aegmont.htm – Dominik Troger

Egmont-Uraufführung im Theater an der Wien
https://oe1.orf.at/artikel/667656/Egmont-Urauffuehrung-mit-dem-RSO

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

AILYN PEREZ SINGT „MANON IN WIEN

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GRUPPENFOTO „ELEKTRA“ IN WIEN

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LUCA SALSI DEBÜTIERT AM 26.2. ALS GERMONT („LA TRAVIATA“) AN DER MET

 

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TOSCA IN MÜNCHEN: SCHLUSSVORHANG. EIN VIDEO


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MANNHEIM: TRAUERFEIER FÜR FRANZ MAZURA

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„Manon Lescauts“ Abstieg in die Gegenwart – Puccinis Oper am Staatstheater Mainz
Neue Musikzeitung/nmz.de

New York: Metropolitan Opera 2019-20 Review: Così Fan Tutte
https://operawire.com/metropolitan-opera-2019-20-review-cosi-fan-tutte/

HEUTE: OPERNBALL TEIL 1

WIEN/ Konzerthaus: ERSTAUFTRETEN GIOVANNI ALLEVI AM 4. MÄRZ

Weltweit populär und gefeiert, doch in Österreich noch weitgehend unbekannt, das ist der aus Italien stammende Komponist, Dirigent und Pianist Giovanni Allevi.

© Fabio Lovino; Pierpaolo Ferrari; Saverio Tribuzio

Giovanni Allevi kann auch einen Ehrendoktor in Philosophie und zwei Konservatorium-Diplome mit Bestnoten in Klavier und Komposition vorweisen. Schnell wurde er ein Phänomen, aber auch ein enfant terrible, das die akademische Welt mit seinem außergewöhnlichen Talent und Charisma beeindruckt hat. Er tritt in die kollektive Vorstellung der neuen Generationen ein, die zu seinen Konzerten strömen. 2012 wurde er für seine künstlerischen Verdienste mit dem Verdienstorden der Italienischen Republik ausgezeichnet.

Filme der Woche


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Gewiß, die „Lassie“-Geschichte spielt ursprünglich in Großbritannien, aber man hat die Collie-Hündin jedenfalls gedanklich dermaßen in der US-Entertainment-Kultur verankert, dass ihr Auftauchen in einem deutschen Film gelinde gesagt – überrascht. Es gab über diesen liebenswerten Hund, der 1943 erstmals in einem Roman auftauchte, nicht nur zahllose Filme (Elizabeth Taylor als Kind hat ihn umarmt), sondern auch eine schier ewige, in den fünfziger Jahren beginnende amerikanische TV-Serie.

Ja, und in die fünfziger Jahre fühlt man sich zurück geworfen, wenn man nun diesen deutschen Spielfilm sieht. Als sei die Zeit stehen geblieben, der Zeitgeist geronnen – und in einer irrationalen Pilcher-Fernseh-Mentalität gelandet, die man nur noch n in den Nachmittags-Serien der Privatsender vermutet. Aber nein, damit will die Produktionsfirma „Traumfabrik“ in Babelsberg offenbar zurück in vergangene, romantischere Kinozeiten…

Gretas kleine Schwester geht ihren eigenen Weg
14-jährige Schwester von Greta Thunberg, Beata Ernman, tritt in Stockholm an der Seite ihrer Mutter als junge Edith Piaf auf.
Wiener Zeitung
Greta Thunbergs 14-jährige Schwester wird in Schweden zum Musicalstar
Was Beata Ernman mit ihrer Stimme anstellt, können mit 14 nicht viele. Ihr Gesangstalent stellt sie in Stockholm bald als junge Edith Piaf unter Beweis – an der Seite ihrer als Opernsängerin bekannten Mutter. Beatas Schwester kennt man auch: Greta Thunberg.
Oberösterreichische Nachrichten

Wien/Staatsoper: Eklat: Wie Christian Mucha mit einem Deal den Opernball rettet
Der Verleger hat Opernball-Organisatorin Maria Großbauer den Krieg erklärt. Das ist das Beste, was dem Ball hätte passieren können. Der Opernball wäre nicht der Opernball, würde er nicht von Skandalen begleitet. Leider lassen die Gegendemonstrationen nun schon eine Weile aus – und über Richard Lugner echauffiert sich, vielleicht aus umgekehrter Altersmilde, auch niemand mehr. Doch zum Glück gibt es Christian W. Mucha.
Der Standard

Wen interessiert der Mucha-Deal? Mich! Für Österreich ist es bezeichnend, dass man jemand eine „Pletschn“ umhängt und damit zu höheren Weihen (sprich Opernball-Loge“) kommt. Das sagt viel über Österreich aus. Und der Opernball?  Der ist eine in jeder Hinsicht überteuerte Faschingsveranstaltung, an der man teilnimmt, wenn man zu den Wichtigen in diesem Land gehören will, meist aber tatsächlich bei den Wichtigtuern angesiedelt ist.

Der Opernball braucht seine Skandale. Die Opernball-Demos sind Geschichte, heute spielen damalige Demonstriererinnen in der Oper First Lady. Also ich ich könnte nicht in den Spiegel schauen. Und der Baumeister ist schwer in die Jahre gekommen, der ist gewissermaßen „zahnlos“. Auch Skandale machen populär (fragen sie einmal Opernregisseure oder Fußball-Schiedsrichter!). Das Ehepaar Mucha macht sich nun um den Opernball verdient, weil es sich um passende Skandale bemüht. Dafür steht ihm ein Orden und eine Loge zu!

Ob Sie es nun glauben oder nicht, ich war in den Achtziger-Jahren einmal ganz nahe am Opernball dran – nur eine Stunde hat mich von ihm getrennt. Meine Frau hatte zwei Karten von der Opernball-Lady (ich glaube, es war Frau Tobisch) „erbettelt“ (schon diese Andienerei hat mir nicht gefallen). Dann musste ich mich in einen Frack zwängen, der mir weder vorne noch hinten gepasst hat. Eine vorlaute Bemerkung meiner Frau über meine „Frackfähigkeit“ brachte dann das Fass zum Überlaufen – ich zog den Frack wieder aus und streikte. Ich gab dem Frack die Schuld, meine Frau meinte, dass ich für keinen Frack gebaut bin.

Meine Frau ist dann mit unserer Tochter zum Opernball gegangen. Der Opernball und ich – das wird wohl in diesem Leben nichts mehr!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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