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19. DEZEMBER 2019 – Donnerstag

19.12.2019 | Tageskommentar


HEUTE
La Bohème an der Wiener Staatsoper – Ehrenmitgliedschaft für Dirigent Marco Armiliato

Die Wiener Staatsoper nimmt am Donnerstag, 19. Dezember 2019 Puccinis La Bohème wieder auf. In der legendären Inszenierung Franco Zeffirellis gibt Saimir Pirgu als Rodolfo sein Rollendebüt im Haus am Ring. Irina Lungu übernimmt anstelle der erkrankten Anita Hartig in allen drei Vorstellungen die Mimì und gibt somit ebenfalls ihr Rollendebüt im Haus am Ring; Marco Caria ist als Marcello zu erleben, Mariam Battistelli als Musetta, Samuel Hasselhorn als Schaunard, Ryan Speedo Green als Colline und Marcus Pelz als Benoit/Alcindoro.

Am Dirigentenpult: Marco Armiliato.

Reprisen: 22. und 25. Dezember

Im Anschluss an die Vorstellung am 19. Dezember wird Marco Armiliato auf offener Bühne die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper verliehen. Der italienische Dirigent ist dem Haus am Ring seit seinem Debüt 1996 mit Andrea Chénier eng verbunden – er dirigierte hier neben den Premierenproduktionen von Il trovatore und Samson et Dalila eine Vielzahl an Repertoireabenden von 30 unterschiedlichen Werken, mehrere Konzerte und Galaabende sowie die künstlerische Eröffnung des Wiener Opernballs 2019.

Die Vorstellung am 22. Dezember 2019 wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com.

Irina Lungu für Anita Hartig als Mimì in La bohème an der Wiener Staatsoper

Irina Lungu. Foto: Amati e Bacciardi

Irina Lungu wird Anita Hartig als Mimì in den Vorstellungen von La bohème an der Wiener Staatsoper am 19., 22. und 25. Dezember ersetzen.  Die Vorstellung am 22. Dezember wird live auf https://www.staatsoperlive.com/ übertragen werden.

Nächste Premiere an der Wiener Staatsoper: Kinderoper „PERSINETTE“ von Albin Fries ( 21.12.)

 

Albin Fries. Foto: Privat

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS! ALBIN FRIES: „Darf man heute noch so komponieren?“

Nach der Uraufführung („Orlando“) ist vor der Uraufführung: Die Kinderoper „Persinette“ steht an der Wiener Staatsoper bevor, wieder ist ein österreichischer Komponist, der Oberösterreicher Albin Fries, damit beauftragt. Für seine Oper „Nora“ hat er im Vorjahr den ersten Preis der Bartok Opera Composition Competition gewonnen – obwohl er sich weigert, atonal zu schreiben…

Aus dem Interview, das Renate Wagner mit Albin Fries, der eigentlich Gerhard Schlüsslmayr heißt, Solokorrepetitor an der Staatsoper und mit der Mezzospranisten Margarita Gritskova verheiratet ist, heißt, geht hervor. dass Persinette eigentlich der Ersatzname für „Rapunzel ist: Warum?  Versuchen Sie einmal „Rapunzel“ zu singen – das geht einfach nicht, ganz im Gegensatz zu dem melodiösen „Persinette“, das wir als Ersatz-Titel gefunden haben. Aber natürlich ist uns der Bekanntheitsgrad von „Rapunzel“ klar, darum wird der Name in Klammern neben der Persinette stehen…

Warum dann auch der „Künstlername?: Als ich wieder zu komponieren begann und ich es einfach im klassisch-romantischen Stil tun wollte, habe ich mir eine Geschichte ausgedacht, die vielleicht etwas romanhaft anmutet. Ich dachte, wenn ich einen Komponisten namens Albin Fries erfinde, der 1920 gestorben wäre und dessen Werke ich auf einem Dachboden finde, dann würde diese Art von Musik vielleicht eher akzeptiert werden… Aber als ich wieder zu komponieren begonnen hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören, so viel Musik konnte man glaubhaft auf keinem Dachboden finden… und dann dachte ich, was soll’s, ich behalte den Namen und komponiere einfach, wie es mir gefällt. Aber wenn Sie an der Wiener Staatsoper nicht nach dem „Persinette“-Komponisten, sondern nach dem Korrepetitor fragen, dann bin ich der Gerhard Schlüsslmayr…

Zum Interview mit Renate Wagner


„Persinette“: Monika Bohinec, Bryony Dwyer und Sorin Coliban.
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Komponistenporträt: Albin Fries und seine Oper „Persinette“
Der österreichische Komponist ist obendrein renommierter Botaniker und Entomologe.
Wiener Zeitung

HEUTE: NETREBKO-ABSAGE AN DER MAILÄNDER SCALA

A causa di un’indisposizione Anna Netrebko è costretta a cancellare le rappresentazioni di Tosca del 19 e 22 dicembre. Il Teatro alla Scala ringrazia Saioa Hernández che sosterrà la parte di Floria Tosca nelle date indicate aggiungendole alle rappresentazioni già previste il 2, 5 e 8 gennaio.

Due to a sudden illness, Anna Netrebko has to withdraw from Tosca’s performances on 19 and 22 December. La Scala thanks Saioa Hernández who will perform the role of Tosca on 19 and 22 adding them to the already scheduled performances on 2, 5 and 8 January.

WIEN/ Staatsoper: 18.12.2019    „ORLANDO“

Olga Neuwirths Auftragsoper hat im Vorfeld viel Staub aufgewirbelt, nach erlebtem Abend muss man sagen „Viel Lärm um wenig“. Zur musikalischen Performance wäre kurz zu sagen: Hut ab vor der Komponistin, Hut ab vor den Ausführenden – die sich erstaunlich gut vom Mozart-Verdi-Wagner-Alltag im Experiment moderne Oper bewährt haben. Vor der Pause konnte man – als Strafverschärfung ? – auf toten Displays nicht mitlesen, die Handlung schwirrte rasch und etwas sprunghaft durch die Jahrhunderte. Nach der Pause glich der Ablauf einer bunten Wochenschau mit schräger Begleitmusik, hier wurde detailliert die Gegenwart beleuchtet, ehe sich die Handlung dann bis zum Ende zog wie ein Strudelteig…

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

WIEN/ Theater an der Wien: HALKA am 17.12.2019

Halka«, 1. Akt: Ensemble-Szene mit den Tänzern. © Theater an der Wien/Monika Rittershaus

Das Theater an der Wien bleibt auch in Roland Geyers vorletzter Saison seiner Tradition treu, interessante Werke in nichtssagender  Szene zu präsentieren. Das ist diesmal besonders schade, denn es gäbe eine musikalische Entdeckung zu machen.

http://dermerker.com/index.cfm?objectid=828475C0-21CE-11EA-B55E005056A64872

„Halka“ in Wien : Am Rande des Wahnsinns
Frankfurter Allgemeine

Giacomo Puccini: La Bohème, Theater Basel, Vorstellung: 18.12.2019
(2. Vorstellung seit der Premiere am 14.12.2019)

Davide Giusti, Cristina Pasaroiu.  Foto: Priska Ketterer

Die Poesie der Gegenwart

Daniel Kramer hat für das Theater Basel Puccinis unverwüstliches Meisterwerk erfolgreich in die Gegenwart geholt. Geprägt wird die Inszenierung von Tannenbäumen und einem Fünfzigerjahre-Bau (Bühne: Annette Murschetz), der den Künstlern, die in der Gegenwart kaum noch Platz haben, als Refugium dient…

Zum Bericht von Jan Krobot

Mörbisch: WEST SIDE STORY (9. Juli bis 22. August 2020

Bühnenbildentwurf von Walter Vogelweider

Tiroler Festspiele Erl
Bernd Loebe: „Sicher denkt auch jemand: Der macht da jetzt furchtbares deutsches Regietheater“
Frankfurter Rundschau

Ist das jetzt eine Entwarnung? Loebe hat für 2021 Brigitte Fassbaender als Regisseurin engagiert. Auch der vielkritisierte „Bettellohn“ für das Orchester bleibt – den Musikern ist er genug, denn sonst könnte Erl wohl zusperren. Jetzt warten wir einmal die Reaktion der Kuhn-Fans ab, Herr Loebe hat Einbußen einkalkuliert!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK (19. bis 25. Dezember

20.12. DIE ZAUBERFLÖTE (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr
LES CONTES D’HOFFMANN (Live aus Brüssel) VRT Klara-18 Uhr
21.12. I VESPRI SICIALIANI (aus Rom, Aufnahme v. 10.12.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
DER TEUFEL AUF ERDEN (aus Chemnitz, Aufnahme v. 4.6.) RNE Classica Madrid- 19 Uhr
HALKA (aus Wien, Aufnahme v. 17.12.) ORF Ö1,Deutschlandradio-19.30 Uhr
MACBETH (aus New York, Aufnahme v. 4.10.) BBC 3-19.30 Uhr
KÖNIG UND MARSCHALL (aus Kopenhagen, Aufnahme v. 22.5.) HR 2-20.04 Uhr
22.12. KÖNIGSKINDER (aus Frankfurt, Aufnahme v. 30.9.) SWR 2-20.03 Uhr
ERMIONE (aus Neapel, Aufnahme v. 7.11.) WSR 3-20.04 Uhr
24.12. L’ENFANCE DU CHRIST (aus Paris, Aufnahme v. 14.12.) ORF Ö1-19.30 Uhr

Heute Premiere am Wiener Burgtheater

Wir müssen uns umgewöhnen, wir gehen nicht ins Theater um zu schauen, sondern um zu gucken! Herbeigeredete Skandale finden nicht statt, auch wenn Herr Kusej vielleicht gerne einen hätte. Die sabbernden Lustgreise werden auch nicht gucken kommen – und für Skandale sind bei uns Politiker und Parteigünstlinge zuständig. Das sind die echten Spezialisten!

Wien/ Burgtheater
Regisseur Kay Voges: „Man kann ja mal gucken gehen“
Der designierte Volkstheaterdirektor über die Uraufführung „Dies irae“ am Donnerstag in der Burg und seine Pläne.
Kurier

Wie jedes Jahr: Weihnachtsvorlesung an der TU– Studienrichtung Informatik, mit Univ. Prof. Dr. Peter Reichl und Univ.Prof. Mag. Werner Gruber

wie jedes Jahr gab es auch diesmal in meiner „Weihnachtsvorlesung“ am vergangenen Freitag etwas Musikalisches – hier zu Ihrer Ergötzung der „Pythagoreische Andachtsjodler“ mit der estnischen Vokalgruppe Wööt (und am Schluss dem gesamten Publikum samt Christkind an der Tuba…):

Vanillekipferl in der Wissenschaft

https://www.youtube.com/watch?v=vZKetnHMeEY

Vor Ort wurde übrigens auch eine Rakete gezündet.

Dazu passend: Physik mit Prof. Mag. Werner Gruber: Die Silvester Kracher und Tipps dazu (wichtig vor Silvester!)

https://www.msn.com/de-at/video/nachrichten/physik-stunde-mit-werner-gruber/vi-BBY6YnV?ocid=spartandhp

Filme der Woche


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An sich muss alles ein Ende haben. Aber man kennt Hollywood. Wenn irgendwo Geld sprudelt, versucht man die Quelle zu „melken“, so lange noch ein paar Dollar heraus zu quetschen sind. Und gar Millionen? Hundert Millionen? „Star Wars“ war ein Imperium dieser Art. Eine Filmschöpfung, die eine eigene Welt kreierte. Die unsterbliche Figuren schuf. Und Geld brachte…

Ein kleiner Rückblick: Erfunden hat den „Krieg der Sterne“ George Lucas im Jahr 1977, zwei Filme folgten bis 1983. Die zweite Tranche von drei Filmen gab es zwischen 1999 und 2002, gewissermaßen überdigitalisiert und inhaltlich verwirrend ausgeweitet. Lucas hat die Rechte an seinem „Imperium“ dann an Disney verkauft (man will sich nicht vorstellen, um welche Summen), und auch hier gibt es seit 2015 eine Trilogie, die nicht ohne Mühe an das Original angehängt ist, mit weitgehend neuen Protagonisten und kurzem Aufblitzen der Vergangenheit.

Da man nun offenbar endgültig bei dem Finale, dem neunten Film, angelangt ist, könnte man meinen, der Sack werde nun zu gemacht, aber schon munkelt die Branche, es werde zumindest Spin Offs einzelner Figuren geben (so wie „Catwoman“ aus dem „Batman“ herausgelöst wurde usw.) Aber bevor man sich als Zuschauer den Kopf darüber zerbricht, muss man sich nun fragen, was das Ende mit dem Aufbruchstitel „Der Aufstieg Skywalkers“ bringt.

Haben Sie einen schönen Tag und halten Sie den Stress in Grenzen!

A.C.

 

 

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