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18. OKTOBER 2019 – Freitag

18.10.2019 | Tageskommentar

Mozart-Premiere im Theater an der Wien

Niemand hat je behauptet, dass der Umgang mit Mozarts „La clemenza di Tito“ einfach sei. Aus doppeltem Grund. Musikalisch war der Künstler, der mit Da Ponte zu einer völlig neuen Musiksprache gefunden hat (und dem gleichzeitig die „Zauberflöte“ durch den Kopf ging), zwecks einer imperialen Krönung vage zur Barockoper zurückgekehrt, was ihm nichts nützte: „Una porcheria tedesca“ nannte Kaiserin Maria Ludovica das Werk. Sie sieht so harmlos und blaß aus auf ihrem Gemälde im Kunsthistorischen Museum, hat sich aber damit die Abneigung aller Musikfreunde aller Zeiten zugezogen…

Was fängt man mit einem solchen Abend an, der auf einer Drehbühne nichts erzählt? Man verlässt sich auf die Sänger, setzt darauf, dass sie ohne Ablenkung vielleicht noch stärker wirken als sonst. Wenn schon keine „Clemenza di Tito“ als Stück herauskommt, vielleicht ein Sängerfest? Doch auch das nur bedingt, begleitet von einem Abend, der musikalisch durchaus den sperrigen Geist von Harnoncourt beschwört, mit dessen  Concentus Musicus Wien unter dem erwählten Nachfolger Stefan Gottfried. Sie sind natürlich so am Werk, wie es der verstorbene Großmeister vorgegeben hat und was heute bei vielen Musikfreunden noch immer tiefe Ehrfurcht erzeugt…

Aber zumindest gelang dem musikalischen Teil des Abends das, was der szenische schuldig blieb: ein wenig Feuer und Mozart’sche Überzeugungskraft zu entzünden. Starker Jubel mit hörbaren Buh-Rufen für das Leading Team.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Copyright: Werner Kmetitsch

Wer ein opulentes Werk über das Leben am römischen Kaiserhof erwartete, wurde enttäuscht. Die hohen Kosten für eine große Ausstattung sind in diesem Haus ein unüberwindliches Hindernis. Also muss man mit wenigen Versatzstücken das Auslangen finden. Ausstatter Alex Lowde stellte einen dreiseitigen Kreuzgang – der sich oftmals drehte – auf die Bühne, bestehend aus beleuchtbaren Rechtecken. In diesen findet die recht unübersichtliche Handlung statt. Ständig wird gegen den Kaiser intrigiert, alle Attentatsversuche scheitern, am Ende wird allen verziehen…

Zum Premierenbericht von Johannes Marksteiner

HEUTE Internet-Übertragung von „DIE FRAU OHNE SCHATTEN“ aus der Wiener Staatsoper

Tomasz Konieczny, Nina Stemme. Foto: MichaelPöhn/ Wiener Staatsoper

Beginn am 18.10. um 18:00 CET (+ 71 Stunden) aus der Wiener Staatsoper.

*) Bitte bedenken Sie, dass die Vorstellung je nach Zeitzone zeitversetzt übertragen wird. Sie können Ihre Buchung und damit den genauen Übertragungsbeginn gerne jederzeit auch unter http://www.staatsoperlive.com prüfen.

STREAM: VERSAILLES/Opéra: „RICHARD COEUR DE LION“ von André Modeste Grétry an der Opéra Royal de Versailles
LINK ZUM STREAM: (der Stream steht einige Monate zur Verfügung)

https://www.france.tv/spectacles-et-culture/opera-et-musique-classique/1093427-richard-coeur-de-lion-de-gretry-a-l-opera-royal-de-versailles.html

HEUTE PREMIERE IN DER WIENER VOLKSOPER: MUSICAL „DAS GESPENST VON CANTERVILLE“

INFOS UND KARTEN

Morten Frank Larsen als „Sir Simon“. Foto: Wiener Volksoper/ Barbara Palffy

Das Gespenst darf seine Würde nicht verlieren!“
Am Freitag hat „Das Gespenst von Canterville“ Premiere. Ein Gespräch mit Komponist und Regisseur.
Die Presse

Graz/ Musikverein für Steiermark: Yuja Wang und die Wiener Philharmoniker brillieren in Graz
Die Konzertsaison hat erst begonnen, schon ist es im Grazer Musikverein zu einem ersten Höhepunkt gekommen, der für die restliche Saison die Latte hoch legt. Die chinesische Pianistin Yuja Wang lieferte am Mittwoch ein rasant-brillantes Klavierkonzert von Rachmaninow, während die Wiener Philharmoniker unter Andres Orozco-Estrada bei Dvoraks Neunter Symphonie ihre Klasse einmal mehr bewiesen.
https://www.vol.at/yuja-wang-und-die-wiener-philharmoniker-brillieren-in-graz/6393214
oder/und
Salzburger Nachrichten

Jonas Kaufmanns Suche nach Leichtigkeit
Der deutsche Startenor findet im Wiener Konzerthaus spät zu seiner Klasse
Der Standard
Jonas Kaufmanns Wiener Lieder

Sterile Heurigen-Seligkeit: Tenor Jonas Kaufmann versucht sich an Wiener Liedern.
https://www.profil.at/shortlist/kultur/jonas-kaufmanns-wiener-lieder-11175779

Jonas Kaufmann – eine tenorale Liebeserklärung an Wien
https://onlinemerker.com/wien-konzerthaus-jonas-kaufmann-eine-tenorale-liebeserklaerung-an-wien/

In unserem Forum entspinnt sich eine Diskussion, die auszuarten droht. Ich bitte um Mäßigung. Eines ist klar: Wir, das Team des Online-Merker, bieten unsere Gestaltung dieser Seite an, haben uns auf deren Inhalte verständigt und vertreten diese auch (Theater, Film, Buch etc.) – aber auch Wienerlieder und „Heurigenlieder“ in interessanten Interpretationen. Bereits im vorigen Jahrtausend habe ich im Printmedium „Der neue Merker“ das Beiblatt gestaltet und musste mich ob der von mir gewählten Themen der Kritik aussetzen. Ich habe Kritikern meines Stils geraten, es selbst auf einem Niveau zu versuchen, das ihren Vorstellungen entspricht. Das wurde auch versucht, das Ergebnis waren veritable Bauchflecke mit Hinterlassung von Schulden. Sogar ich, der ich eine dieser Zeitungen aus Interesse, was ich denn nun besser machen könnte, abonniert hatte, wurde geschädigt, weil ich 10 Ausgaben bezahlt hatte, die Zeitung jedoch nach vier Ausgaben sozusagen in die Insolvenz schlitterte. Es ist nicht so leicht – und auch die sogenannten Opernfreunde sind Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und auch unterschiedlichem Intellekt. Wir verstehen uns übrigens nicht als „Opernmedium“, sondern als Plattform mit Schwerpunkt Musiktheater. Wir wollen für eine möglichst breit gefächerte Leserschaft schreiben.

Ein Forum ist dazu da, dem „Freien Wort“ Raum zu verschaffen. Allzuviel Zensur widerspricht dem Sinn eines Forums und macht dieses eigentlich unnötig.  Persönliche Beleidigungen haben zu unterbleiben, jedoch nicht kritische Bemerkungen – auch wenn diese anderen Forumsteilnehmern nicht gefallen.

Wenn nun ein Sänger „Wiener Lieder“ singt, muss er sich auch Kritik gefallen lassen. Diese Art von Liedern ist ein schwieriges Gebiet, noch dazu in Wien. Was den Online-Merker betrifft, geben wir der jubelnden Berichterstattung des Dr. Dusek ebenso Raum wie kritischen Bemerkungen im Forum, aber auch in diversen Zeitungsberichten.

Ich habe schon mehrmals betont, dass mir auch Publikumslieblinge persönlich völlig „wurscht“ sind. Mich hat an dieser Wiener Kaufmann-Ehrung etwas gestört, für das der Herr Kaufmann nichts kann – nämlich die Vereinnahmung der Veranstaltung durch die Politik. Der „Goldene Rathausmann“ gehört im Rathaus verliehen, nicht in einem Konzertsaal bei einer laufenden Veranstaltung. Der Sänger – aber auch das Publikum – konnten sich gegen den Politikerauftritt  nicht wehren. Das hat – was meine Person betrifft – so überhaupt keine Auswirkung auf meine Einschätzung des Künstlers!

Sexuelle Übergriffe an der Oper: Jonas Kaufmann: „Es gab die Besetzungscouch“
Stuttgarter Zeitung

Zürich: DER FREISCHÜTZ  – Wiederaufnahme – besuchte Aufführung: 16.10.2019
„Dämonie als Rückseite der Komik“  
 

Die äusserst witzige und teilweise auch recht doppelbödige Inszenierung von Herbert Fritsch stammt aus dem Jahr 2016 und hat sich gut gehalten. In einer Serie von fünf Aufführungen ist sie neu besetzt wieder aufgenommen worden.

Zum Bericht von John H. Mueller

München/ Bayerische Staatsoper: Wohlfühlabend mit ganz viel Glanz in den Stimmen
Les Contes d’Hoffmann
Ganz vorneweg: Oper darf auch einfach mal „nur“ Spaß machen.
Klassik-begeistert

Verdis „Otello“ in Hamburg: Calixto Bieito seziert schonungslos die Abgründe des Menschen
Wie ähnlich sich doch die Namen sind: Bieito – Boito! Ohne Bieito gäbe es diese „Otello“-Inszenierung nicht, aber ohne Boito gäbe es nicht einmal Verdis zugrunde liegende Oper. Gelegenheit also, einmal die Bedeutung Boitos beim Zustandekommer dieses Werkes zu würdigen.
Klassik-begeistert

WIEN: HERZLICHE EINLADUNG ZU FREIKARTEN FÜR DAS MOZART REQUIEM MIT CLEMENS UNTERREINER UND ZORYANA KUSHPLER

Montag, 4. November um 19:30 Uhr im Wiener Konzerthaus 

 

Heute wollen wir einmal Danke sagen, und Sie herzlich zu einem Konzert einladen. 

Aus Anlass des diesjährigen Jubiläums „150 Jahre Freundschaft Österreich-Japan“ singt Clemens UNTERREINER am 4.11. das Mozart Requiem (im 2. Teil des Konzertes) im Wiener Konzerthaus und schenkt Ihnen dafür FREIKARTEN.

W.A.Mozart : Requiem
Wiener Konzerthaus – Mozartsaal
Montag, 4.November 2019 um 19.30 Uhr

Infos: https://konzerthaus.at/konzert/eventid/57484 

Es spielt das Kulturverein Orchester Wien (Konzertmeister : Werner Hink), bestehend aus namhaften Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, der Wiener Symphoniker, des Tonkünstler-Orchesters, des ROS Wien sowie der Staats-und-Volksoper Wien. Als Solisten hören Sie neben 2 japanischen Solisten die bekannten Staatsopernlieblinge Clemens Unterreiner und Zoryana Kushpler.

FREIKARTEN:

Zur Feier des Jubiläumsjahres dürfen wir Ihnen Freikarten zum Konzert anbieten.
Interessenten werden gebeten bis 25. Oktober an diese Emailadresse okabebarcelona@gmail.com
unter Angabe des Namens und der gewünschten Kartenanzahl zu schicken.

Wir bitten um Verständnis, dass die Plätze in der Reihenfolge des Eintreffens der Reservierungen vergeben werden.

Gerne können Sie diese Einladung an Freunde und Bekannte weiterleiten. Bitte beachten Sie, dass Reservierungen für Freikarten ausschließlich unter okabebarcelona@gmail.com entgegengenommen werden.

Wien/ Akademietheater: MEISTER UND MARGARITA von Michail Bulgakow. Premiere war gestern

Johannes Zirner, Norman Hacker, Stefanie Dvorak, Felix Kammerer. Copyright: Barbara Zeininger

Da unsere Rezensentin gestern im Theater an der Wien war, rezensiert sie eine Folgevorstellung.

Fotos können Sie jedoch bereits ansehen. Zum Album 48/Barbara Zeininger

Hand oder Tastatur? Sollen Kinder noch die Handschrift lernen?
Das Internet ist ja an vielem schuld, aber manchmal auch ganz nützlich. So sagt man, dass die Menschen noch nie so viel gelesen und geschrieben haben wie derzeit in Chats und auf mobilen Endgeräten. Über Inhalte und sinnerfassendes Lesen kann man streiten, doch sorgt ein Thema dabei stets für Aufregung: Sollen Kinder überhaupt noch die Handschrift lernen?
https://www.wienerzeitung.at/meinung/kommentare/2034262-Hand-oder-Tastatur.html

GB
Johnson setzt fürs Finale im Unterhaus auf einen Trick
In letzter Minute schmieden die EU-Kommission und Boris Johnson ein Ausstiegsabkommen. Doch der britische Premier weiß, dass die größte Hürde noch auf ihn wartet – er muss den Deal durchs eigene Parlament bringen. Dafür setzt er auf einen überraschenden Winkelzug
Die Welt.de
Warum Boris Johnson gewonnen hat
Lange hat der britische Premier um eine Vereinbarung mit der EU gerungen. Das Ergebnis ist ein klarer Sieg für den britischen Regierungschef. Johnson ist der Sieger – selbst wenn sein Deal im Unterhaus scheitert.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article202082582/Brexit-Deal-Warum-Boris

Warten wir auf Samstag. „Die Welt“ attestiert Boris Johnson unabhängig vom Ergebnis der Abstimmung bereits jetzt einen klaren Sieg. Er wird seinen Willen durchsetzen – so oder so!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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