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18. MAI 2021 – Dienstag

18.05.2021 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper ist Vorreiter bei den morgigen Öffnungen: Bereits um 10 h startet die „Poppea“- Generalprobe. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Da Karten zum Verkauf stehen (für junges Publikum) ist es eine Vorstellung und somit der Start der Öffnungen!

Claudio Monteverdi: L’Incoronazione di Poppea

Dramma musicale in einem Prolog & drei Akten

  • Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
  • Inszenierung, Bühne & Choreographie Jan Lauwers
  • Mit Kate Lindsey, Slávka Zámečníková, Xavier Sabata, Christina Bock, Willard White, Vera-Lotte Boecker, Sarah Lutz, Camilo Mejía Cortés

    Abends: Das große Missverständnis, oder:
    Castorfs »Faust«

    Deckengemälde von Marc Chagall im Pariser Palais Garnier (Ausschnitt). Foto: Thomas Prochazka

    Es könnte auch »Serebrennikovs Parsifal« heißen. Oder: »Stones La traviata«. Oder: »Koskys Der Rosenkavalier«. Das Thema bliebe dasselbe: Den Sängern, Musikern und Dirigenten, die diese Opern allabendlich zum Leben erwecken, gilt schon seit längerem nicht mehr die erste Aufmerksamkeit. Sondern jenen, welchen Intendanten seit Jahrzehnten Rechte einräumen, die ihnen nicht zukommen.

    II.
    Wer sind die Autoren einer Oper?

    Der Textdichter — oder der Librettist? Gewiß. Der Komponist? Nun ja, der wohl auch… Ihre gemeinsame Arbeit, ihre Schaffenskraft bringt das Neue hervor…

    http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=D29C8A91-B2CD-9A4A-103CF26BDA95B5E0

    Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

Die Theater öffnen morgen überall in österreich. In Linz startet man mit vier Premieren in 5 Tagen – das ist rekordverdächtig.

Es ist die Frage, was als Premiere durchgeht. „Capuleti“ feierte bereits online die Premiere und da gibt es bei uns schon einen auführlichen Bericht. Trotzdem werden die nächsten Tage in Linz stressig!

 LIEDER FÜR EINE NEUE WELT

(SONGS FOR A NEW WORLD)
MUSIK UND GESANGSTEXTE VON JASON ROBERT BROWN
Premiere: 19. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater
Musikalische Leitung: Tom Bitterlich
Inszenierung, Choreografie, Bühne: Simon Eichenberger

CREDO (UA)
TANZSTÜCK VON URS DIETRICH
Premiere: 21. Mai 2021, 20.00 Uhr | BlackBox Musiktheater
Inszenierung und Choreografie: Urs Dietrich

Anna Alàs i Jové. Foto: Reinhard Winkler

I CAPULETI E I MONTECCHI
(ROMEO UND JULIA)
TRAGEDIA LIRICA IN ZWEI AKTEN VON VINCENZO BELLINI
Premiere: 22. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater
Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Inszenierung: Gregor Horres

DIE KATZE, DIE IHRE EIGENEN WEGE GING (UA)
KAMMER-MUSIKTHEATER FÜR ALLE AB 6 JAHREN VON MIKE SVOBODA
Premiere: 23. Mai 2021, 15.00 Uhr | FoyerBühne Musiktheater
Inszenierung: Sabine Sterken

Die Saison 2021-2022 am Opernhaus Zürich: Endlich wieder grosse Oper und grosses Ballett

Copyright: Oper Zürich

Saisonbuch als Download: https://issuu.com/opernhauszuerich/docs/saisonbuch_21-22_low

Crescendo KlassikWoche 20/2021: Spinnen die nun alle, unsere Dirigenten?

Spinnen die nun alle, unsere Dirigenten?
Natürlich schauen wir zurück auf die Causa Thielemann, rufen zwei italienische Maestri zur Ordnung und danken Lars Vogt für seinen wirklich bewundernswerten Blick auf das Leben.
http://crescendo.de/klassikwoche20-2021-thielemann-muti-lars-vogt-1000083244/

Wussten Sie, wer Franz Josef Wagner ist? Wir kennen Österreichs Antwort auf Franz Josef Wagner – wenn wir Crescendo glauben!

Ich habe gegoogelt: Franz Josef Wagner, geb 1943 in Olmütz/Mähren, ist ein deutscher Kulturjournalist mit etwas umstrittenem Ruf. Das deutsche Magazin bezeichnet “ Boulevard-Schwadronierer“ Heinz Sichrovsky als den österreichischen Franz Josef Wagner.

In der Vorwoche hatte Herr Sichrovsky eine etwas verwirrte Phase und reklamierte Christian Thielemann für die Wiener Staatsoper, obwohl diese schon einen Musikdirektor hat. Angeblich soll sich Roscic-Kollege Meyer in Mailand um Thielemann bemühen, der hat aber auch schon einen Musikchef.

Verzwickte Lage und schlechte Karten für den Herrn Kapellmeister, der bei mir durchaus gute Karten hat. Nur, was nützen ihm diese?.

Warum ignorieren Österreichs Österreichs Kulturjournalisten die kulturpolitischen Missstände des Landes so konsequent?

Eine Antwort lieferte diese Woche unser alter Freund, der Boulevard-Schwadronierer Heinz Sichrovsky (eine Art Franz-Josef Wagner der Ösi-Kritik). Abgesehen davon, dass er seine LeserInnen mit Weltkriegs-Vokabular wie „Machtergreifung“ oder „Diktatur“ und falschen Fakten abspeiste (er behauptete, Semper-Intendant Peter Theiler würde nicht gehen müssen), glaubt Sichrovsky an eine Anstellung von Thielemann an der Wiener Staatsoper – eine Meinung, die er ziemlich exklusiv hat. Und dann haben den armen Heinz am Ende auch noch ein junger Dirigent und andere Musiker auf Facebook für seinen Schwurbel-Satz ausgelacht, der so geht: „Dies wurde ihm (Thielemann) vom Theiler, der unter dem Bruchstrich der Musikwelt kein Zähler ist, untersagt.Auf einen Nenner gebracht, begräbt Kollege Sichrovsky gerade den letzten Hauch von Glaubwürdigkeit der Austro Kultur-Kritik.

Zitat Ende

Na bumm! Wenn wir das sagen, unterstellt man uns Konkurrenzneid! Also schließe ich mich der Meinung von Crescendo an – das ist ja nicht verboten!

Bochum Jahrhunderthalle – 15. Mai 2021 Livestream: Wagner Tristan und Isolde – zweiter Aufzug konzertant



Foto: Christoph Fein/ Essen

Dirigent Steven Sloane hatte vorweg angekündigt, den „ganzen  zweiten Aufzug“ zu spielen, also auch die manchmal gestrichene Stelle in der ersten Hälfte, wo Tristan und Isolde die Gewühlsverwirrungen des ersten Aufzugs hochdramatisch rekapitulieren. Dies war dramaturgisch sinnvoll, da die Hörer den ersten Aufzug ja nicht erlebt hatten. Es war auch den Sängern passend, da Isolde  nicht den anstrengenden ersten Aufzug hinter sich hatte und Tristan sich nicht für  den noch anstrengenderen dritten Aufzug schonen mußte.

Spätestens, seit die Aufführung des „Tristan“ von der MET in die angeschlossenen Kinos übertragen wurde, ist bekannt, wie hervorragend Stuart Skelton diese Riesenrolle beherrscht. Dies zeigte sich auch im Auftritt in Bochum. Souverän traf er die Spitzentöne ohne zu forcieren, konnte die Stimme bei tiefer gelegenen und Legato-passagen zurücknehmen bis hin  zum eindrucksvollen pp. Christiane Libor als seine geliebte Isolde brauchte einige Zeit, um die von ihr gewohnte stimmliche Klasse zu erreichen – als einzige der Solisten hatte sie die Noten dabei. Im langen Liebesduett war sie dann vom pp „Sink´ hernieder“ bis zum ekstatischen „höchste Liebeslust“ Tristans musikalisch gleichwertige Partnerin.

Eine Klasse für sich war Kwangchul Youn in der eigentlich nicht sehr dankbaren Partie des betrogenen Königs Marke. ..

Zum Bericht von Sigi Brockmann

Luzerner Theater spielt seit dem 25. April wieder Oper vor Publikum


Szenenfoto Ingo Hoehn

 „Cosi fan tutte“ eine Komödie der ewigen Liebe

 Seit dem 25. April 2021 wird im Luzerner Theater wieder öffentlich vor 50 Personen gespielt. Ich besuchte die zweite Vorstellung am 11. Mai 2021. Oper wieder live zu erleben zeigt einem deutlich, wie wichtig auch die Oper ist. Mozarts Komödie „Cosi fan tutte“ erfreute das Publikum in fast drei Stunden. Max Hopp nahm den Untertitel „La scuola degli amanti“ (Die Schule der Liebenden) auf und platziert die Oper in die Gegenwart. Er lässt tiefe Einblicke in die Gefühlslage der Menschen hervortreten. Nach seiner Inszenierung bedarf es nicht nur einer Wette, um sich der Treue seiner Frau bewusst zu werden. Es reicht ein Rollenspiel mit Partnertausch, um diese emotionale Verwirrung zu erreichen. Er zeigt damit, wie aktuell die Oper von Mozart ist…

…So ist es wenig erstaunlich, dass die nur 50 Menschen als Publikum am Schluss kräftig mit Händen und Füßen applaudieren. Ein fulminanter Restart in eine Spielzeit, die wir überwiegend nur quälend ohne Oper erleben dürfen. So dürfen wir mit dem mahnenden Charakter von Despina (Diana Schnürpel) beseelt aber auch nachdenklich auf den Heimweg über Rollenspiele, Treue und unserer Einstellung zu Partnerschaft sinnieren, ohne das wollige Gefühl des Abends zu verlieren.

Zum Bericht von Carl Osch

OPER FRANKFURT: „Oper to go“ im Stream: „Travel Tips“

Anna Ryberg, die für Regie, Konzeption und Moderation verantwortlich zeichnet (Bildnachweis: Oper Frankfurt).

Im Rahmen des an jedem Freitag eines Monats stattfindenden digitalen Programms Oper Frankfurt zuhause wird ab

Freitag, dem 21. Mai 2021, um 19.30 Uhr

die jüngste Neuproduktion von Oper to go – der beliebten Reihe für Opern-Einsteiger*innen – über die Website der Oper (www.oper-frankfurt.de) bzw. deren Kanäle bei YouTube (www.youtube.com) und Facebook (www.facebook.com) abrufbar sein. Die Inszenierung unter dem Motto Travel Tips wurde zuvor auf der Probebühne aufgezeichnet und ist auch zu einem späteren Zeitpunkt zu streamen.

Graz
Maria Kouba: Steirische Sopranistin von Weltrang verstorben
Maria Kouba, Opernsängerin der Extraklasse mit Weltkarriere, verstarb nach kurzer Krankheit im 100. Lebensjahr in Voitsberg.

Aus ihrem umfassenden Repertoire bleibt sie vor allem mit ihrer Glanzpartie – der „Salome“ von Richard Strauss unauslöschlich in Erinnerung. Mit dieser Partie hatte Maria Kouba ihr sensationelles Bühnendebut 1957 an der Oper Graz sowie triumphale Erfolge an allen großen Bühnen der Welt von Wien bis New York gefeiert, von denen sie uns auch bei unserem letzten Besuch 2019 leidenschaftlich erzählte. Allein die rund 400 Auftritte als Salome inklusive eigenem Schleiertanz sind wohl einzigartig in der Geschichte der Oper.
Kleine Zeitung

Buchbesprechung

Helga Rathjen
TSINGTAU.  EINE DEUTSCHE KOLONIALSTADT IN CHINA (1897-1914)
324 Seiten, Böhlau Verlag, 2021

 

Als China noch nicht die Weltmacht von heute war, die etwa mit der umwerfenden Skyline von Shanghai und mit ihren Wirtschaftsambitionen die Welt ins Grübeln bringt – sondern das „brave“ kommunistische China des Vorsitzenden Mao:: Da wurde man auf Rundreisen auch nicht ohne Stolz nach „Tsingtao“ gebracht. Um plötzlich vor den Resten einer „deutschen Kolonialstadt“ zu stehen. Einer Kirche (auch wenn man sie mit Lastwägen und Säcken verstellt hat), unverkennbare einstige Repräsentationsgebäude. Ein ideales Klein-Deutschland an Chinas Küste… Abgesehen davon, dass „Tsingtau-Bier“ heute noch in ganz China getrunken wird…

Helga Rathjen hat sich einst lange in dieser Stadt aufgehalten. Ihre Dissertation ist nun als Buch erschienen. Selbstverständlich werden die Ereignisse nicht im Licht einstigen deutschen Stolzes auf die „Kolonie“ gesehen, im Gegenteil. Der Paradigmenwechsel in der historischen Betrachtung greift hier besonders stark. Für „weißes“ Überlegenheitsgefühl und gnadenlose Ausbeutung hat die heutige Welt kein Verständnis mehr…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Der amerikanische Präsident Biden veröffentlicht seine Steuererklärung: Anders als Amtsvorgänger Donald Trump lässt der amerikanische Präsident Joe Biden seine jährliche Steuererklärung weiterhin veröffentlichen. Biden kehrt damit zu einer langen Tradition zurück. Zum Bericht
EU und USA gehen bei Stahl-Überkapazitäten gemeinsam gegen China vor: Brüssel und Washington wollen «Länder wie China» zur Rechenschaft ziehen, die mit staatlichen Beihilfen für heimische Stahlproduzenten die Ausfuhr entsprechender Güter zu Dumpingpreisen ermöglichen und so den globalen Wettbewerb verzerren.
Zum Bericht
Äthiopien vertagt zum zweiten Mal die Wahlen: Drei Wochen vor der auf den 5. Juni angesetzten Parlamentswahl hat Äthiopiens Wahlbehörde die Notbremse gezogen. Die Einrichtung von Wahlbüros und die Wählerregistrierung verzögere sich, heisst es. Die erste Wahlverschiebung im vergangenen Jahr hatte zu Kämpfen in der Region Tigray geführt.
Zum Bericht
5000 Migranten schwimmen und laufen zur spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta: Tausende von Migranten sind durch das Mittelmeer bis zur spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta geschwommen oder sind bei Ebbe dorthin gelaufen. Die marokkanische Polizei soll faktisch die Kontrolle der Grenze eingestellt haben.
Zu den neusten Entwicklungen
Tesla-Chef Elon Musk wird ärmer: Im Superreichen-Ranking «Bloomberg Billionaires» rutschte der 49-Jährige auf den dritten Platz ab. Grund sind die anhaltenden Kursverluste der Tesla-Aktie. Sie sank zu Wochenbeginn um weitere gut zwei Prozent und hat in den vergangenen drei Monaten nun schon fast 30 Prozent eingebüsst.
Zum Bericht

Film/ TVHappy Birthday: Pierce Brosnan feiert 68. Geburtstag
Pierce Brosnan feiert seinen 68. Geburtstag. Der Schauspieler ist vor allem für seine Rolle in dem Film „James Bond“ bekannt.
https://www.film.at/stars/pierce-brosnan-james-bond/401383112

 TRAUER UM ALEXANDER BISENZ

Alexander Bisenz. Foto: Kabarettisten-Archiv

 Einer der bekanntesten Kabarettisten Österreich ist tot. Alexander Bisenz ist am Samstag, 15. Mai nach schwerer Krankheit in St. Pölten gestorben. Der Künstler wurde 59 Jahre alt. Seine Tonträger erreichten insgesamt 2 x Platin und 5 x Gold-Auszeichnungen in Österreich. In seinen erfolgreichsten Zeiten spielte er bis zu 250 Shows pro Jahr. In den 90-er Jahren kam er durch Christian Ludwig Attersee zur Malerei. 2017 feierte er sein 40-jähriges Bühnenjubiläum und zog ein künstlerisches Resümee: „Rückblickend kann man sagen, dass 90 Prozent Arbeit, 5 Prozent Glück und 5 Prozent Talent für meinen Erfolg ausschlaggebend waren.“

St. Pölten
Kabarettist Alexander Bisenz mit 59 Jahren verstorben
Auf der Bühne wurde er bekannt mit seiner Figur des Alfred Wurbala.
Wiener Zeitung

Mit dieser traurigen Nachricht entlasse ich Sie in einen hoffentlich schönen Tag!

A.C.

 

 

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