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18. MAI 2020 – Montag

18.05.2020 | Tageskommentar

Bayerische Staatsoper: Okka von der Damerau im Montagskonzert ...
Heute Bayerische Staatsoper: #BSOfürzuhause – 7. Montagskonzert mit einer Uraufführung. Copyright: Bayerische Staatsoper

Die Montagskonzerte der Bayerischen Staatsoper gehen in die 7. Runde und wurden bis dato fast 320.000 Mal angesehen, entweder live oder als Video-on-Demand. „Wir freuen uns, dass unsere Montagskonzerte so großen Anklang beim Publikum finden“, so Nikolaus Bachler. „Darüber hinaus sind wir schon mit anderen Formaten startklar, die es bald erlauben sollen, dass unser Publikum wieder ins Haus kommt – wenn auch anfangs in stark reduzierter Form.“

Das 7. Montagskonzert findet am 18. Mai 2020 im Live-Stream auf STAATSOPER.TV statt und präsentiert Werke von Clara und Robert Schumann und eine Uraufführung des Bayerischen Staatsballetts.

Erstmals gibt es auf STAATSOPER.TV ein Angebot für die ganz Kleinen: das Sitzkissenkonzert Momo, der kleine Zirkusjunge ist bis 8. August 2020 als Video-on-Demand erhältlich.

Das Rossini Festival 2020 in Pesaro wird in geänderter Form veranstaltet.

Dazu kommen 6 Solistenkonzerte auf der Piazza del Popolo

THE ROF 2020 IS HAPPENING

La cambiale di matrimonio at the Teatro Rossini, six recitals and Il viaggio a Reims in the piazza del Popolo

Datei:Piazza del Popolo, Pesaro, Italy.jpg – Wikipedia
Pesaro / Piazza del Popolo

Italien erwacht und feiert dort Feste und Festspiele, wo es möglich ist.

Lockdown-Ende in Italien, Shops und Lokale öffnen
Italien unternimmt weitere entscheidende Normalisierungsschritte nach dem zweimonatigen Corona-Lockdown. So nehmen Kleinhandel, Gastronomie und Tourismus am Montag wieder die Tätigkeit auf. Die unsicheren Wirtschaftsperspektiven werfen jedoch einen dunklen Schatten auf das ersehnte Lockdown-Ende.
https://www.salzburg24.at/news/welt/lockdown-ende-in-italien-shops-und-lokale-oeffnen-87688174

Und Österreich?

Salzburg: Corona und die Festspiele
Es zeigt sich, wie richtig die Strategie des Direktoriums war, die Festspiele nicht vorzeitig abzusagen, sondern die Entwicklung der Pandemie abzuwarten und sich selbst den 30. Mai als Zielpunkt für die Entscheidung zu setzen“
DrehpunktKultur

Ob die Entscheidung richtig war, wird nie geklärt werden, weil es auf verschiedene Kriterien ankommt – und jede will bestätigt sein. Wirtschaftlich können die Festspiele gar kein Erfolg werden, die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe gehören in jedem Fall zu den Verlierern. Aber Salzburg will die Tradition nicht unterbrechen, „koste es, was es wolle“. Diesen Spruch haben wir erst kürzlich gehört – wenngleich nicht in Salzburg! 

Konsequent hat Bregenz gehandelt. Die Berechnungen waren auf 7000 Besucher pro Vorstellung auf der Seebühne ausgelegt, mit den genehmigten 1000 Besuchern rechnet sich das Spektakel nicht. Diese Absage ist für mich völlig logisch. Eine Katastrophe ist sie – wie in Salzburg und an jedem weiteren Festspielort – für die Gastronomie und Hotelerie – aber das wäre sie bei Schmalspurbetrieb auch gewesen.

Die kleineren Festivals werden zu rechnen beginnen. Können sie damit rechnen, gestürmt zu werden? Ich warne vor allzu optimistischen Erwartungen, diese sind in der Gastronomie auch nicht eingetroffen, wenngleich die mit 2 Euro Subvention pro gedruckten Exemplar beglückten Zeitungen pflichtschuldigst jubeln müssen. Glauben Sie nicht den subventionierten Jublern, reden Sie mit den Wirten – natürlich mit Maske und Sicherheitsabstand.

Die Wiener Philharmoniker wollen beweisen, dass Orchester keine erhöhte Gefahr darstellen

Wiener Philharmoniker: „Fast unmöglich, sich am Pult anzustecken“
Das Orchester hat messen lassen, wie sich die Atemluft der Musiker verbreitet. Ergebnis: Weniger, als angenommen. Was das für die Konzerte heißt.
Kurier

Philharmoniker-Experiment: Geringe Infektionsgefahr, Querflöte als Ausreißer
Für die Untersuchung wurde gemessen, wieweit sich die Atemluft beim Spielen verteilt
Der Standard

Derzeit ist mit den meisten Menschen nicht vernünftig zu reden, Argumente werden weggeschoben. Den Menschen wurde Angst eingejagt – und die bekommt man nicht so leicht aus den Köpfen. Ich bin erschüttert, wer aller sich Angst einjagen hat lassen!

Österreichs Kulturszene grübelt über den Namen der neuen Kunststaatssekretärin
Nebst den Spekulationen zu dieser Personalie sind aber auch noch Fragen zu den Folgen der Abstandsregeln für die Praxis offen
Der Standard

Österreich
Bedeutungsverlust
Günter Rhomberg: „Ab Viktor Klima ging es bergab“
Kulturmanager Rhomberg hatte bisher 13 Minister als Gegenüber und ortet einen Bedeutungsschwund des Amtes. Ein Gespräch anlässlich Lunaceks Rücktritt.

Auszug aus dem Interview: Rhomberg: Kanzler Kurz und Finanzminister Gernot Blümel sind für die Kultur eine schlechte Besetzung, da beide keinerlei Affinität zur Kultur haben. Blümel war als Minister kein einziges Mal bei uns im Theater in der Josefstadt. Ich habe nun 13 Kulturminister und -ministerinnen erlebt, aber bei Blümel habe ich über Monate keinen Termin bekommen. Das ist lächerlich. Wir haben dann ohne ihn Budgets beschlossen und Verträge verlängert. Niemand hat sich interessiert…
Der Standard

Serie im Merker-Heft: Unvergessliche Momente: „TRISTAN UND ISOLDE“

Folgend dem Ruf der Heft-Chefredakteurin  ich schwelgte in Erinnerungen an wunderbare unvergessliche Opern-Momente insbesondere meiner Richard Wagner-Favoritin Tristan und Isolde während der letzten 60 Jahrzehnte. Wenn ich so bedenke was haben wir „alten Hasen“ in Sachen Oper so alles Mögliche und Unmögliche erlebt und somit starte ich mit bewusst „erlebten“ Momenten, nachdem mir Fortuna sowie die Götter der Musen die Wege zu Wagners Wonnen, den Mythen und Schicksalsfäden wiesen, deren Gründe so unerschöpflich auf wunderbare Weise beschaffen sind…

Zu den Erinnerungen von Gerhard Hoffmann.

Das ist eine Idee des Heft-Merkers und die möchte ich auch gar nicht für den Online-Merker reklamieren bzw. beanspruchen. Wir sind näher am Tagesgeschehen dran und wollen uns eher daran orientieren.

Digitale Chorproben – eine Übergangslösung während der Quarantäne
„Würden wir es wieder machen wollen?“, stellt das Vorstandmitglied eines führenden Hamburger Chores die rhetorische Frage und beantwortet sie sofort:„ Ja, auf jeden Fall, in Corona- Zeiten muss man sich den Klang der anderen halt hinzudenken. Und wir werden weitermachen: die nächsten digitalen Probentermine sind schon angesetzt.“
von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert

Gestern in der ZIB um 13 Uhr war es zu sehen: Kreativität besiegt die pandemische Kulturblockade.

Durch eine völlig neue Produktionsweise ist es gelungen, während des Lockdowns ein begeisterndes Film-Musical zu drehen.

HOME-STAGE

Das Online-Musical seit 14. Mai, 20 Uhr  auf YouTube, Facebook und Instagram

Das dreiköpfige Kreativ-Team Katrin Schweiger (Musik), Thomas Neuwerth (Text) und Gernot Kranner (Regie) hat dieses neue Format entwickelt und innerhalb kürzester Zeit umgesetzt.

Mit aktuellen Texten, neukomponierten Songs und einer völlig neuartigen Umsetzung trotzt das Trio dem Zeitgeist der künstlerischen Agonie.

Die erste Folge von HOME-STAGE Das Online-Musical gibt es unter diesem Link: https://youtu.be/deagBrhv1LQ

Aktuell wird die zweite Folge gedreht, Besuche bei den Dreharbeiten sind möglich. Weitere Informationen gerne telefonisch unter +43 676 32 69 289

Wien: Das Naturhistorische Museum Wien öffnet am 20.05.2020 seine Tore!

 Am 20. Mai 2020 öffnet das NHM Wien wieder seine Tore, nachdem es zur Eindämmung des Coronavirus seit 11. März 2020 für genau 70 Tage geschlossen war. Zu sehen sind die Dauerausstellungsräume im Hochparterre mir der Mineralogie und dem Meteoriten-Saal, die Geologie mit dem Sauriersaal, die Anthropologie, die Prähistorischen Schausäle mit der Venus von Willendorf und die erfolgreiche Sonderausstellung „Der Mond. Sehnsucht, Kunst und Wissenschaft“ (nur noch bis 01.06.2020).

Mond-Rallye für Familien

Museumspädagoginnen und –pädagogen werden von 20.05. bis 01.06.2020 unterwegs sein, um Familien zu einer Rätselrallye zum Thema „Eine Reise zum Mond“ zu animieren. Die Forschungstour führt durch die Sonderschausäle sowie durch die archäologischen und mineralogischen Schausäle und findet von 10.00 bis 17.00 Uhr statt. (Es ist keine Anmeldung erforderlich.)

HEUTE im ORF: Quo vadis Kulturnation? „kulturMontag“-Schwerpunktsendung mit Diskussion zur Kulturkrise
Außerdem: Premiere für Konzertaufzeichnung „Wechselspiele: Ernst Molden und Ursula Strauss“ in St. Corona

„Quo vadis Kulturnation Österreich?“, fragt Martin Traxl in der „kulturMontag“-Schwerpunktausgabe am 18. Mai 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 eine prominent besetzte Gesprächsrunde. Welchen Wert hat Kunst und Kultur für Gesellschaft und Politik? Ist unsere Gesellschaft dabei, in Zeiten der Krise ihre Gegenöffentlichkeit, vertreten durch Kunstschaffende, zu verlieren? Welche Chancen hat Österreichs Künstlerschaft und welche Zukunftskonzepte wurden seitens des Kulturbetriebs bereits entwickelt? Über diese und andere Fragen diskutieren live im Studio Schriftsteller Michael Köhlmeier, Filmemacher David Schalko, Belvedere-Chefin Stella Rollig, die Leiterin des Niederösterreichischen Landestheaters Marie Rötzer und Florian Krumpöck, Intendant des „Kultur.Sommer.Semmering“. Ob auch schon die Nachfolgerin der heute Freitag zurückgetretenen Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek bis zum „Kulturmontag“ feststeht und an der Diskussion teilnimmt, ist offen. Anschließend an das Magazin steht die Aufzeichnung eines ganz besonderen Konzerts auf dem Programm: „Wechselspiele: Ernst Molden und Ursula Strauss in St. Corona“ (23.20 Uhr).

Ingrid Wendl-Turković ist heute 80: „Ich bin frecher denn je“
Die Eiskönigin und ehemalige ORF-Moderatorin lebt nach dem Motto: „Laufen, lieben, lernen, lachen, loben!“
Kurier

Ärger über ausländische Konkurrenz:  Deutsches Bestattungsgewerbe fordert Staatshilfe
Auch die deutschen Sarghersteller fordern Geld vom Staat. Ihr Geschäft leidet zwar gar nicht unter der Coronakrise – aber sie ärgert der lästige Wettbewerb mit Firmen aus Osteuropa.
Der Spiegel

Theoretisch sollten Sarghersteller zu den „Corona-Gewinnern“ gehören, dass aber gerade sie jetzt auch um staatliche Hilfe einkommen, sollte uns zuversichtlich stimmen. In Deutschland sterben täglich etwa 2.600 Menschen – meist eines „natürlichen Todes“, weil eben die Zeit abgelaufen ist, weil es zum Kreislauf des Lebens gehört. Die Sargtischler/Schreiner klagen über die ausländische Konkurrenz und wollen ihren Verlust vom Staat ersetzt haben!

Buchbesprechung: Roberto Zapperi: DIE PÄPSTE UND IHRE MALER
Von Raffael bis Tizian
220 Seiten, Verlag C.H.Beck, 2020


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Raffael (1483-1520) und Tizian (1488-1576) stecken den zeitlichen Rahmen dieses Buches ab. Er umfasst immerhin neun Päpste (wobei einer der wichtigsten, Alexander VI. aus der Familie Borgia, nicht vorkommt). Die Zeit, in der man sich bewegt, wird – von ihrem kunsthistorischen Standpunkt her definiert – als Hochrenaissance bezeichnet. Aber obwohl Autor Roberto Zapperi (der als Privatgelehrter in Rom lebt) sehr intensive Interpretationen einzelner Gemälde liefert, ist die Kunstgeschichte nicht sein Hauptanliegen.

Vielleicht könnte man das Buch auch mit dem Untertitel „Hinter den verschlossenen Toren des Vatikans“ charakterisieren. Denn es geht anhand von drei großen Familien, den Della Rovere, die später in Urbino herrschten, den Medici, die damals schon die Herren von Florenz waren, und den Farnese, die später das Herzogtum Parma mit Piacenza zugeteilt bekamen, um nichts anderes als Politik – und  Nepotismus.

Die Päpste dieser Familien versuchten – in unseren Augen geradezu schamlos, damals ganz einfach „normal“ in ihrem Vorgehen -, nicht nur, sämtliche Neffen (unter denen sich, halb verschwiegen, halb offen auch Söhne befanden) und Verwandten mit Pfründen und Fürstentümern zu versorgen. Dazu wurden schon Kinder, Buben ab 10 Jahren, zu Kardinälen ernannt, und die Papstwahlen waren eine Frage von Bestechung, Seilschaften und schmutzigen Geschäften. (Ganz selten, dass ein Coup nicht gelang, sich ein „unerwünschter“ Papst wie Hadrian VI. dazwischen schob – dann starb dieser nach einem Jahr, und es klappte beim nächsten Mal.)…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Automobil-Rennsport
Mercedes-Teamchef Wolff über Vettel: „Das Ende einer Ära“

Für den Wiener ist der scheidende Ferrari-Star ein „Gegenpol zu den jungen Wilden“. Dessen Zukunft ist weiter offen.
Kurier

Schlechte Karten hat derzeit der vielfache Weltmeister. Er sitzt zwischen mehreren Autositzen und jeden Tag wird ein weiterer besetzt, ohne Vettel zu berücksichtigen. Sein Problem ist wohl, dass er nicht teamfähig ist, ständig deswegen für Probleme sorgt. Das hat sich unter den Teamchefs herumgesprochen, deswegen kann Sebastian Vettel gar nicht so gut sein, als dass man ihm ein Cockpit zuweist!

Vorsicht Abzocke: Diese Fallen lauern beim Online-Dating
https://www.msn.com/de-de/lifestyle/leben/vorsicht-abzocke-diese-fallen-lauern-beim-online-dating/ss-BB147jh7?li=BBqg6Q9

Wenn jemand Geld fordert, sollte man hellhörig werden. Dazu sollte es keiner Ratschläge bedürfen. Einsame Herzen fallen aber immer wieder darauf rein. Wenn es Sie betrifft, dann lernen Sie erste Anzeichen erkennen!

Ich wünsche eine schöne Woche

A.C.

 

 

 

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