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18. MAI 2018

18.05.2018 | Tageskommentar

 

Birgit Nilsson als Turandot. Die legendäre Sopranistin wäre gestern 100 geworden

Ihre Stimme fiel bereits in einem Kirchenchor auf. Sie besuchte zuerst eine Landwirtschaftsschule. Anfängliche Ausbildung der Stimme durch den Kantor Ragnar Blennow in Båstad; sie studierte 1941-46 an der Königlichen Musikakademie in Stockholm bei Joseph Hislop und bei Arne Sunnegårdh und debütierte 1946 an der Königlichen Oper Stockholm. Die erste große Partie, die sie dort sang, war die Agathe im »Freischütz«…

Die Jubiläen Mai 2018 sind online!

Die Tragödin und die Trompete
Astrid Varnay und Birgit Nilsson setzen bis heute die Massstäbe im Wagner-Gesang – dieser Tage wären die beiden Jahrhundert-Sängerinnen selbst einhundert Jahre alt geworden. Eine Hommage.
Neue Zürcher Zeitung

HEUTE LIVE-STREAM aus der Wiener Staatsoper: SAMSON ET DALILA

Mit Elina Garanca, Roberto Algna, Carlos Alvarez u.a.. Beginn 19 h

https://www.staatsoperlive.com/de/

Wiener Staatsoper: CAPRICCIO-Wiederaufnahme am 17.5.2018

Angelika Kirschschlager (Clairon). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

…„Capriccio“, mitten in den Gräueln des 2.Weltkriegs entstanden, diskutiert, scheinbar ohne jeden Zeitbezug, Opern-Nabelschau in einer so genannten heilen Welt des 18. Jahrhunderts (zur Zeit von Glucks Opernreform) mit den kompositorischen Mitteln des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Was ist fürs Musiktheater wichtiger; der Komponist oder der Verfasser des Textes? Ist derlei bloße L’artpourl’art-Attitüde, ein Werk der inneren Emigration – oder vielleicht doch eine besonders verfeinerte Form des Protests und des verzweifelten Hochhaltens von Kunst und Schönheit gegen ausufernde Unmenschlichkeit samt Kulturvernichtung im so genannten 1000jährigen Reich?

 Die Ansprache des (scheinbar so) erzkonservativen Theaterdirektors La Roche im Stück könnte durchaus auch so zu deuten sein!„ … Die Masken sind gefallen, doch Fratzen seht ihr statt Menschenantlitze! Ihr verachtet dies Treiben, doch duldet ihr es. Ihr macht euch schuldig durch euer Schweigen… sie verspotten das Alte und schaffen nichts Neues … in den Dramen stolzieren papierne Helden, zücken die Schwerter und schwingen Tiraden, die wir längst schon kennen!“ Und: „Schärft euren Witz, gebt dem Theater neue Gesetze-neuen Inhalt…!“

Anna Gabler (Gräfin), Wolfgang Bankl (La Roche). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

…Die Vorstellung wurde vom Publikum (anscheinend waren so ziemlich alle Gourmets und Hedonisten!) stark akklamiert, verdiente Bravi gab es bei den Solovorhängen. Hoffentlich dauert’s nicht wieder ein halbes Jahrzehnt bis zur nächsten Wiederaufnahme!

Zum Bericht von Karl Masek

Wien/ Theater an der Wien in der Kammeroper: COSÌ FAN TUTTE

„Così fan tutte“. Copyright: Herwig Prammer

Dr. Renate Wagner wirft eine berechtigte Frage auf:

Theater und Opernhäusern machen ihre Konzepte und fragen die Kritiker nicht, was sie davon halten. Offenbar findet das Theater an der Wien nicht, dass es klug wäre, an der Kammeroper kleine, selten gespielte Werke, ob alt, ob neu, zu zeigen (die Opernliteratur ist voll davon) – da gäbe es viel zu entdecken. Statt dessen nudelt man nun schon Jahr für Jahr klassische Werke der Opernliteratur herunter, die meist im Spielplan der Staatsoper stehen, und bringt mit dem „jungen Ensemble“ manchmal regelrechten Regie-Wahnsinn (man erinnere sich an die unsägliche „Hänsel und Gretel“-Aufführung) und manchmal nur Unsinn (der umgedeutete „Don Pasquale“), und so richtig nötig und sinnvoll ist einem dieser Zugang zum Repertoire des kleinen Hauses noch nie vorgekommen.

Nun ist also Mozarts „Cosi fan tutte“ an der Reihe, an der sich wieder einmal ein Regie-Neuling abarbeiten darf. Und man fragt sich (auch etwa angesichts des „Samson“ der Staatsoper), wo eigentlich die Dramaturgen bleiben, die von Regisseuren verlangen, ihre Konzepte dahingehend durchzudenken, ob sie auch funktionieren und sich mitteilen. Aber mitnichten…

Zum Bericht von Renate Wagner (Dieser Bericht befasst sich mit der zweiten Vorstellung)

Über die Premiere zwei Tage zuvor bietet Dominik Troger auf www.operinwien.at seine Meinung an: 

Die Idee ist nicht neu – und man hat an der Volksoper seit drei Jahren eine „Cosi“ mit einem ähnlichen Regiekonzept im Repertoire. (Auch dort ist Despina die Regieassistentin.) Der Weg, den Schwarz gewählt hat, unterscheidet sich deutlich von dem Weg, den Regisseur Bruno Klimek an der Volksoper gegangen ist. Während die Inszenierung an der Volksoper sich optisch zunehmend „abstrahiert“, bis in einem praktisch leeren Raum nur noch die Gefühle der Protagonisten zum Ausdruck kommen, gibt Schwarz im zweiten Teil die Probensituation ganz auf und verlegt die Handlung in die Privatheit eines Penthouses mit Dachterrasse. Dort geht es nicht mehr um die Opernfiguren, sondern nur mehr um die Ausführenden, die sich in einem Rollenspiel befinden, das sich von da Ponte die Worte und von Mozart die Musik leiht…

http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/acosi11.htm

Salzburg/ Pfingstfestspiele: „Italiana in Algeri“: Rossini erlaubt das Lachen über das Leben
Beim Minztee mit Cecilia Bartoli und ihrem Team erfährt man, worauf es ankommt, um die „italiana in Algeri“ lebendig werden zu lassen
Salzburger Nachrichten

München/ Bayerische Staatsoper: Simone Young über Janáčeks „Totenhaus“: „Diese Oper ist silbergrau“
Nicht zum ersten Mal verantwortet Simone Young die musikalische Seite einer Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper. Am 21. Mai ist die australische Dirigentin in der Premiere von Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ zu erleben. Welche Farbe sie mit dieser Oper verbindet, verrät sie im Interview. Denn als Synästhetin stellt sie einen besonderen Bezug zwischen Klängen und Farben her
BR-Klassik

Paukenschlag im „Fall Erl“:  Kuhn zieht medienrechtliche Klagen zurück

Causa Festspiele Erl: Kuhn zieht medienrechtliche Klagen zurück
Die Zivilklage gegen den Blogger Markus Wilhelm bleibt aber aufrecht. Er hatte über „modernes Sklaventum“, Lohn- und Sozialdumping und Korruption geschrieben.
Die Presse

Gustav Kuhn zieht  medienrechtliche Entschädigungsanträge zurück. Die Zivilklage hält jedoch aufrecht. Der Blogger sieht darin einen kleinen Sieg gegenüber Kuhn.

„Er hätte verloren, er wäre untergegangen„, sagte Wilhelm zu Kuhns Rückzug.

Es haben angeblich bereits zwei Frauen ausgesagt, weitere wären laut Angaben des Bloggers dazu bereit. Herr Wilhelm rechnet mit auch politischen Problemen für Gustav Kuhn, „in der Tiroler Landesregierung braut sich etwas zusammen“

Wenn man das Urteil über den Rektor Siegfried Mauser hernimmt, wird es für Herrn Kuhn tatsächlich nicht eben angenehm. Das fiel nämlich ziemlich heftig aus, der Staatsanwaltschaft ist es dennoch zu mild

Der ehemalige Rektor ist zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Frauen in drei Fällen sexuell genötigt hat. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurde Mauser hingegen aus Mangel an beweisen freigesprochen („stichhaltige Gerüchte“ sind eindeutig zu wenig).

Sex-Skandal an der Münchner Musikhochschule: Siegfried Mauser muss 2 Jahre 9 Monate in Haft
Der frühere Rektor der Münchner Musikhochschule, Siegfried Mauser, ist zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er eine Frau in drei Fällen sexuell genötigt hat. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurde Mauser freigesprochen.
BR-Klassik.

Wie wird die Tiroler Landesregierung bei Kuhn reagieren? Im Moment ist die Zeit bezüglich des Verdachts sexueller Übergriffe denkbar ungünstig und auch die Politik steht unter Beobachtung!

WIEN/ MuTh: Brahms + Stars der Wiener Staatsoper – 26. Mai 2018

Foto: ORF

Romantik pur. Gottlieb Wallisch holt für den zweiten Abend seines Zyklus „Brahms +“ vier Solistinnen und Solisten der Wiener Staatsoper – Ileana Tonca, Zoryana Kushpler, Herbert Lippert und Raphael Fingerlos sowie den Pianisten Pierre Douay auf die Bühne. (26. Mai)

OPERA DE GENEVE: „DON GIOVANNI“ ZU SAISONABSCHLUSS IN STARBESETZUNG

Simon Keenlyside, Myrto Papatanasiu. Copyright-Probenfortos: Carole Parodi

Mit der Neuproduktion von Mozarts Don Giovanni geht nach Così fan tutte im Frühjahr 2017 und Le Nozze di Figaro zu Beginn der aktuellen Spielzeit die Reihe der drei Da Ponte-Opern am Grand Théâtre de Genève zu Ende. Als Höhepunkt dieser Trilogie, die Mozart gemeinsam mit dem Librettisten Lorenzo Da Ponte geschaffen hat, bildet Don Giovanni im Juni auch den fulminanten Saisonabschluss in Genf. Inszenieren wird erneut David Bösch, Premiere ist am 1. Juni

München/ Residenztheater: Was Martin Kusej in seiner letzten Spielzeit plant
Seit Beginn der Aufzeichnungen am Bayerischen Staatsschauspiel hat es nach gegenwärtigem Wissensstand noch nie so viele Abonnenten wie jetzt gegeben: 12 339 regelmäßig wiederkehrende Besucher hat das Residenztheater. Die Auslastung liegt bei respektablen 81,2 Prozent. Da passt der von Martin Kusej zitierte Spruch, dass man dann gehen soll, wenn es am schönsten ist
Münchner Abendzeitung
Der nackte Wahnsinn
Sueddeutsche Zeitung
Martin Kušejs Pläne fürs Residenztheater
Martin Kušej stellt seine letzte Saison am Residenztheater vor
Münchner Merkur

HEUTE Premiere im Wiener Burgtheater: MACBETH

Ole Lagerpusch. Copyright: Barbara Zeininger
mit: Christiane von Poelnitz, Ole Lagerpusch, Merlin Sandmeyer
Regie: Antú Romero Nunes

Meine Frau sah im TV einen kurzen Auszug und war von den Kostümen begeistert. Sie wollte schon Karten ordern, ich aber habe gewarnt. Was ich so mitbekommen habe, soll der Regisseur das Stück auf drei Personen reduziert haben. Ich habe von einem „Schnellschuss“ abgeraten, warten wir erst einmal die Kritik im Online-Merker ab!

Österreich/ ORF Völlig neue Töne!

Österreich/ORF
Steger: „Wrabetz ist ein unglaublich gescheiter ORF-Generaldirektor“
ORF-Stiftungsrat: Der 74-jährige Ex-Vizekanzler wurde mit 25 von 35 Stimmen zum Vorsitzenden des wichtigsten Gremiums des Senders gewählt.
Oberösterreichische Nachrichten

 

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