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18. JÄNNER 2020 – Samstag

18.01.2020 | Tageskommentar

Gergiev kam verspätet zum Lohengrin. Schuld war der Wiener Straßenverkehr, wohl die Route vom Flughafen in die City!

 Die meisten Promi-Künstler wohnen während des Wien-Aufenthaltes in unmittelbarer Nähe zur Staatsoper, eben damit es kein Verkehrsproblem gibt. Am 14.1.  hat Gergiev nachmittags an der Gedenkstunde für Mariss Jansons im Musikverein dirigiert, und abends das Konzert der Wiener Philharmoniker im Wiener Konzerthaus! Dann gibt es ein Zeitloch, durch das die Verspätung offenbar zustande kam 

Solange die Staatsoper nicht bereit ist, einen Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach zu etablieren, wird jedes Gergiev-Engagement zum Risiko. Zur Ehrenrettung der Staatsoper sei aber gesagt, dass sie einen „Plan B“ hatte, den sie aber letztlich nicht gebraucht hat!

Dennoch, Rezensent Thomas Prochazka möchte den Abend trotz Verspätung (der Rezensent wohnt in Baden, fährt wohl mit Öffis/ Badner Bahn) nicht missen: 

Mit dieser Serie bat das Haus am Ring Valery Gergiev erstmals für Lohengrin ans Pult des Staatsopernorchesters. (Wie man im Vorfeld hören konnte, auf Betreiben des Orchesters.) Eine gute Idee.

Maestro Thielemanns Zugang ist detailverliebter; rationaler. Kempes Herangehen musikantischer. Des jungen Erich Leinsdorfs Zugang von größerem Überschwang geprägt.

In Maestro Gergievs Lesart säuselt das Orchester nicht; es spielt. Ohne zu lärmen. Mit erdigem Klang; kompakt. Dunkler als bei großen Kollegen. Doch gewährte man den Sängern ihr Recht. Ach!, würde es ihnen doch nicht sogleich wieder genommen vom akustisch unvorteilhaften Bühnenbild…

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Valentino Hribernig-Körber war „Merker am Amt“, stellt auch Valery Gergiev in das Zentrum seiner Bestrachtungen – aber konzentrierte dann das Interesse auf den wieder genesenen Piotr Beczala, den Titelrollensänger: ...Damit waren die Voraussetzungen an sich erfüllt, damit Piotr Beczaƚa sich erstmals wirklich  „unbeeinträcht“ in Wien als Schwanenritter vorstellen konnte. Und er tat dies in nachdrücklichster Weise, mit im Kern lyrischer, technisch äußerst kontrolliert eingesetzter Stimme. Im ersten Aufzug (wo es noch vorrangig um Kampf und Ehrenrettung geht) setzt er sie eher geradlinig ein – man weiß von ihm auch aus anderen Partien, dass es ein kleines Weilchen braucht, bis er die Höhe frei strömen lassen kann. Je mehr es aber im zweiten und vor allem dritten Aufzug um seine Beziehung zu Elsa geht, mischt er italienischen Schmelz in seine Interpretation und erzielt damit eine vornehme und doch emotionale Gesamtwirkung, die spätestens in den Pianissimi der Gralserzählung für Gänsehaut sorgt…

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Piotr Beczala als Lohengrin, Cornelia Beskow als Elsa. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Prompt reagiert hat die Wiener Staatsoper und nun Fotos von Piotr Beczala als „Lohengrin “ im Trachtenanzug geliefert!. Danke!

MAILAND: ROMEO ET JULIETTE. WIENS NOCH-DIREKTOR IST BEREITS SEHR OFT IN MAILAND

Foto:Instagram. Der Pfeil auf dem Foto ist inaktiv, zu den weiteren 3 Fotos gelangen Sie über den Link

ZU INSTAGRAM mit 3 weiteren Fotos

Berlin: Draußen Protest, drinnen Applaus – Placido Domingo singt an der Staatsoper
Tagesspiegel

Berliner Opernpublikum jubelt Placido Domingo zu
Berliner Morgenpost

Trotz MeToo-Vorwürfen Placido Domingo singt in der Staatsoper – Berlins Politik diskutiert
Die Auftritte von Placido Domingo in der Staatsoper beschäftigten am Donnerstag das Abgeordnetenhaus. Andernorts wurden nach MeToo-Vorwürfen Konzerte abgesagt.
Tagesspiegel
Pro Quote Bühne fordert Auftrittsverbot für Plácido Domingo in Deutschland
In einem Offenen Brief an Senat und Staatsoper kritisiert die Vereinigung von Theaterschaffenden einen für Donnerstag geplanten Auftritt Domingos in „La Traviata“. Die Berliner Staatsoper hält trotz Vorwürfen sexueller Übergriffe an Domingo fest.
Berliner Zeitung

Es ist gut, wenn ich mich da raushalte. Bei dieser Diskussion kann ich nur verlieren!

TTT tut das nicht und kramt sein juristisches Wissen hervor: Hoffentlich tut diesen „Krampfhennen“ niemand den Gefallen, aber formal sind dies ehrverletzende Behauptungen ohne Tatsachenbeweis, straftatsbestandsrelevante unsubstantiierte Versuche/Behauptungen  zur Einflussnahme zum Schaden eines Dritten, dem keine tatsächlichen rechtswidrigen Verfehlungen nachgewiesen sind.

Und dann soll man noch ruhig sein, -„wenn die Klügeren immer nachgeben, wer regiert dann??“ (TTT)

Vorwürfe gegen Starsänger: Immer Ärger mit den Tenören
Plácido Domingo ignoriert alle Proteste, und Yusif Eyvazov soll eine Kollegin gemobbt haben.
https://rp-online.de/kultur/placido-domingo-ignoriert

Ruzan Mantashyan singt im März die Mimi in einer prominent besetzten La Boheme –Zürich.
https://www.operabase.com/artists/ruzan-mantashyan-23893/en

Na also, die Karriere läuft an. Mimi in Zürich und Berlin – das ist doch etwas! Ich unterstelle der Sängerin und ihrer Agentur keinesfalls Berechnung, sondern Geschicklichkeit im Nutzen der Gunst der Stunde. Gestern meinte eine Leserin, dass Frau Mantashyan wohl viel lieber in Dresden ihr „Ball-Gstanzl“ beim Semperopernball gesungen hätte als durch die Eyvazov-Story in die Schlagzeilen zu geraten – aber ich sehe das anders. Ich war immer ein Showman, vor allem in der (Gemeinde)Politik. Da kam es mir auf gute Gags und Inszenierung an – und deshalb behaupte ich, dass die Armenierin von dieser Geschichte profitiert. Ich unterstelle nicht, dass sie es darauf angelegt hat (mit der Eyvazov-Reaktion konnte sie ja nicht rechnen), aber so ein Glück muss man ergreifen! Ich wünsche ihr vom Herzen viel Erfolg!

Was nun mich betrifft, kann ich zu meiner Ehrenrettung sagen, dass ich meine Show nach nur einer Legislaturperiode aus freier Entscheidung eingestellt habe. Genug ist genug – oder zu neuen (Un)Taten!

Rom: Ai Weiwei debütiert als Opernregisseur mit „Turandot“ in Rom
…“Turandot“ hat für Ai Weiwei eine besondere Bedeutung. Als er 1987 als Migrant von Peking nach New York zog, hatte er sich als Statist bei einer Inszenierung des 2019 verstorbenen Regisseurs Franco Zeffirelli ein wenig Geld verdient. „Ich war damals wirklich arm. Ich kämpfte um einen Platz in der Kulturszene. Es ist unglaublich, dass diese Oper wieder in mein Leben zurückgekehrt ist“, sagte der Konzeptkünstler und Bildhauer….
Kleine Zeitung

Auch er versteht sich zu inszenieren. Wo gelingt das bestens? Richtig, in Deutschland! Wir Österreicher haben eine andere Mentalität, sind etwas misstrauischer!

Oper Frankfurt: Rachel Nicholls: „Manchmal muss man Wagner wie Mozart singen“
Ein Gespräch mit Rachel Nicholls, der neuen Frankfurter Isolde in Wagners „Tristan und Isolde“.
Frankfurter Rundschau

La Cenerentola an der Wiener Staatsoper – Heute Besetzungsänderung

Rossinis La Cenerentola steht ab Samstag, 18. Jänner 2020 wieder auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. Margarita Gritskova ist als Angelina zu erleben, Antonino Siragusa als Don Ramiro, Alessandro Corbelli als Don Magnifico, Orhan Yildiz als Dandini, Ileana Tonca als Clorinda und Svetlina Stoyanova als Tisbe. Anstelle des erkrankten Roberto Tagliavini singt Adrian Sâmpetrean die Partie des Alidoro und gibt damit sein Debüt im Haus am Ring.
Am Dirigentenpult: Evelino Pidò.

Reprisen: 22. und 25. Jänner

Kurzbiografie (Hausdebüt)

 

Adrian Sâmpetrean stammt aus Cluj-Napoca (Rumänien) und studierte in seiner Heimatstadt. Er ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe…

Lieses Klassikwelt 17: Celibidache
So sehr ich manchmal traurig werde, weil es mich schmerzt, dass Celibidache nicht Furtwänglers Nachfolger wurde, so sehr hat mich doch das Lebensfazit seines Neffen gefreut, den ich 2010 in Bukarest traf. Er sagte, sein Onkel sei bei allen Konflikten, Widersprüchen und Ambivalenzen ein glücklicher Mensch gewesen, für ihn zählte nur die Musik, er lebte für sie und fand in ihr Erfüllung. Es gibt geniale Künstler, die ich beim besten Willen nicht hätte live hören können, weil ich zu ihren Lebzeiten noch nicht geboren war. Auf die Dirigenten Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter trifft das beispielsweise zu.
Aber es gibt einen, für den ich mich leider nach seinem Tod erst richtig zu interessieren anfing, was ich bis heute untröstlich bereue: Sergiu Celibidache. Ihm ist meine heutige Klassikwelt gewidmet.
Kirsten Liese erzählt jeden Freitag aus ihrer Klassikwelt.
Klassik-begeistert

Anna Pirozzi und George Petean probieren Nabucco in Amsterdam:

 

https://www.instagram.com/p/B7YKby3hxLS/

BADEN BEI WIEN: FASCHINGSKONZERT Tribute für Dagmar Koller am 25. Februar 2020, 19.30 Uhr, Stadttheater

 Die Bühne Baden feiert die Grande Dame des Musicals und der Operette!

Dagmar Koller. Foto: Petra Spiola

Dagmar Koller begeisterte viele Jahrzehnte in zahlreichen Hauptrollen der bekanntesten Operetten und Musicals, ihre Interpretationen sind legendär.

 

WIEN / Kasino des Burgtheater:  DIE HAMLETMASCHINE von Heiner Müller
Premiere: 17. Jänner 2020

Wenn man nicht ohnedies aufgehört hätte, sich über irgendetwas zu wundern, was auf Wiener Bühnen geboten wird, würde man es vielleicht mit leichtem Kopfschütteln feststellen: Ja, es geht immer noch schlimmer. Hätte man sich je vorgestellt, einem nackten Schauspieler dabei zuzusehen, wie er mit einem riesigen Schwein (es ist, thank god for small favours, nicht echt, wirkt aber so) – kopuliert? Und das in so vielen Stellungen und mit so vielen Öffnungen bei Mensch und Tier, reib, reib, stoß, stoß, schleck, schleck, dass man dieser Brechreiz erzeugenden Tätigkeit mit seltsamer Faszination zusieht. Weil man es eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Aber es passiert, live, auf der Bühne des Burgtheater-Kasinos. (Davor hat sich der nackte Darsteller noch ein A 4 großes Stück Papier kunstvoll in den Anus  gestopft. Die anderen Darsteller haben ihre Papiere aufgegessen. Mahlzeit!)…

Heute sieht man einem nackten Schauspieler beim Schweineficken zu – und das Publikum klatscht. Und warum? Weil es ihm, allen Bemühungen zum Trotz, völlig egal ist, was da vorgeht…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Ausstellungen/ Kunst: Oswald Oberhuber gestorben: Er war unser Grandseigneur der Postmoderne
Oswald Oberhuber, der legendäre „Künstler ohne Stil“ und zweimaliger Rektor der Angewandten, ist mit 88 Jahren gestorben. Mit ihm geht ein wesentlicher Teil nicht nur der österreichischen Kunst-, auch der Kulturgeschichte zu Ende.
Die Presse

Künstler Oswald Oberhuber verstorben
Er prägte das österreichische Kunstgeschehen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: als Künstler, Galerist und Rektor.
https://kurier.at/kultur/kuenstler-oswald-oberhuber-verstorben/400728621

Lieben Dackel Blasmusik?
Dieser Tage wurde vermeldet, dass die Musikstreamingplattform Spotify eine neue Kundenzielgruppe ansteuert. Hunde. Ja, schon richtig gelesen. Weil eine Umfrage ergeben hat, dass 74 Prozent der Haustierbesitzer ihren Schützlingen Musik aufdrehen, wenn sie sie den ganzen Tag allein zuhause lassen, lag die Erschließung dieser Hörerschicht auf der Hand.
Wiener Zeitung

Felix, der „Quälix“ kommt zu Admira Wacker. Die Kicker vollführen Luftfsprünge

Felix Magath. Als Trainer ließ er die Spieler erzittern. Er erhielt den Spitznamen „Quälix“

Bundesliga Österreich: Pressekonferenz angekündigt: Felix Magath heuert wohl bei der Admira an

Magath wird weder Trainer noch Sportdirektor, aber: der Deutsche, 66, wird am Montag von Klubsponsor Flyeralarm als Leiter der „Einheit Fußball“ präsentiert.
 Admira-Wacker gilt als die „graue Maus“ der Bundesliga. Heimspiele in der Südstadt sind selten Publikumsmagnet, der Klub ist nur Tabellenzehnter. Und dennoch: am Montag wird mit Felix Magath ein Kaliber als „Neuzugang“ präsentiert. Der Deutsche, 66, kommt weder als Trainer noch als Sportvorstand des Klubs infrage, er ist aber für Sponsor „Flyeralarm“ tätig.
Die Presse

Angeblich soll Felix Magath eine Achse Würzburg – Südstadt aufbauen. Sponsor Flyeralarm hat dafür den Ex-Internationalen erkoren. Da er nicht direkt Trainer werden soll, brauchen die Kicker nicht erzittern! „Felix der Quälix“ soll eine Art „Super-Rangnick“ werden. Als Fußballer hat Magath seinen Konkurrenten Rangnick tatsächlich um Welten „abgehängt“!

Wohl aber zittern Bayern München oder Dortmund oder Leipzig sowie in Österreich Red Bull Salzburg vor dem neu angedachten Großclub Würzburg bzw. dessen Filiale Admira/Wacker.

Bei den genannten Großclubs schlottern schon die Beine!

Angeblich stellt heute das Wetter auf Schneefall um! Warm anziehen und nur im notwendigsten Fall mit dem Auto rutschen! Meines steht schon in der Garage.

Trotzdem, ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

 

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