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18. FEBRUAR 2020 – Dienstag

18.02.2020 | Tageskommentar

Die Wiener Staatsoper wird für den Opernball am kommenden Donnerstag (20.2.) umgebaut. Keine Vorstellungen bis 22.2. (Ballett), am 21.2. dirigiert Michael Güttler mitten in der Rück-Baustelle „Die Zauberflöte für Kinder“

Also Theater an der Wien:

EGMONT
Oper in fünfzehn Szenen von Christian Jost (2020). Ein Auftragswerk des Theater an der Wien
Uraufführung.
Premiere: 17. Februar 2020

Copyright: Monika Rittershaus

Renate Wagner besuchte die Uraufführung: Goethe schrieb mit seinem „Egmont“ (1789 uraufgeführt) ein hoch politisches Stück: Der Freiheitskampf der Niederländer im 16. Jahrhundert, der von der spanischen Besatzungsmacht brutal unterdrückt wurde. Der heldenhafte Graf Egmont, der auf edelste Weise von Freiheit träumt, wird ein Opfer des gnadenlosen Machtpolitikers Herzog Alba. Dazu hat Goethe dem Grafen (ganz im Gegensatz zur historischen Realität) noch ein junges, bezauberndes Bürgermädchen zur Geliebten gegeben: Klärchen. Freiheit und große Liebe – welch ein Stoff für Beethoven, der Goethes Werk 1810 mit einer leidenschaftlichen Bühnenmusik versah… von der im allgemeinen nur die Ouvertüre übrig geblieben ist.

Das Theater an der Wien wird Beethovens „Egmont“-Musik aufführen, aber der zeitgemäßere Ansatz, dem Beethoven-Jahr etwas hinzuzufügen, schien der Auftrag für eine neue „Egmont“-Oper. Er erging an den international erfolgreichen deutschen Komponisten Christian Jost, der offenbar auch sehr in das Libretto von Christoph Klimke eingriff. 15 Szenen, 95 pausenlose Minuten – die Uraufführung im Theater an der Wien zeigt, dass den Herrn da eine ziemlich brutale, schreckliche Geschichte gelungen ist. Und Regisseur Keith Warner trug alles Erdenkliche dazu bei, dass sie schmerzhaft unter die Haut ging…

...Es war ein höflicher Achtungserfolg. Der Blick auf die Uhren war verbreitet (selber schuldig, aber auch bei einigen Nachbarn bemerkt), und eineinhalb Stunden fühlten sich überlang an. „Egmont“ ist eine Oper, der man mit Interesse begegnet ist. Aber einmal genügt.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Johannes Marksteiner ortet hingegen einen „Volltreffer“: Erstaunliches war bei dieser Welt-Uraufführung von „Egmont“ zu hören und zu sehen. Der Komponist Christian Jost schuf mit diesem Auftragswerk anlässlich der 250. Wiederkehr von Beethovens Geburtstag ein Werk, das man in die Kategorie „Volltreffer“ stellen muss. Das Libretto von Christoph Klimke (unter Mitwirkung des Komponisten) hält sich im Großen und Ganzen an Goethes Originalfassung. Der etwas naive Held der Niederländer, Egmont, vertraut vergeblich der Schwester Philipp II, Margarete von Parma, nach größerer Eigenständigkeit des Landes, auch wagt er gegen den Rat seiner Geliebten Clara, Herzog Alba entgegenzutreten, mit für ihn tödlichem Ausgang. ..

Zum Premierenbericht von Johannes Marksteiner

Venedig: La Fenice von Flut bedroht
Es gibt Orte, die erleben eine Wiedergeburt gleich mehrere Male. Die Oper von Venedig gehört dazu. Nach verheerenden Bränden kam eine Flut. „La Fenice“ überlebte auch die. Doch gegen Hochwasser ist das Haus auch in Zukunft nicht optimal gerüstet.
Stuttgarter Nachrichten

NUN DETALLIERTE KRITIK „PARSIFAL“ im Teatro Massimo Vittorio Emanuele Palermo online!

Teatro Massimo Palermo. Foto: Klaus Billand
Klaus Billand liefert von Premieren oft Kurzberichte, die aber meist so „kurz“ wie die üblichen Premierenberichte anderer Mitarbeiter sind. Danach begibt er sich in eine schöpferische Pause, um dann den Detailbericht zu verfassen.  Der „Schluss-Bericht“ über „Parsifal in Palermo ist nach diesem Muster nun online gegangen.

Zum Bericht von Klaus Billand

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Eine Ehrung für Herrn Eyvazov, von wem für was? Wer ist der Herr links mit dem Hunde-Leichtgewicht? Irgendwie erinnert er mich an wen!

ZU INSTAGRAM

Weitere Fotos von dieser Ehrung / Instagram

Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Ein weiterer wichtiger Kulturpreis wurde verliehen – in Wien. Foto: Instagram

Zu Instagram

FRENI- „VORSINGEN“  IN MOSKAU

Vier junge Leute die zum Vorsingen kamen und die sie ziemlich hart anpackte. Ich finde mit Recht. Das Sängerleben ist in der Tat kein Ponyhof. F.K.

Bitte untenstehenden Link anklicken. Video 46 Minuten

https://youtu.be/jsfWm84R3Bw

THEATER LÜBECK: Die Oper »L’Européenne« von Richard van Schoor feiert am 06. März Uraufführung im Großen Haus

 

 Im Rahmen des Doppelpassprojektes »I like Africa and Africa likes me – I like Europe and Europe likes me« inszeniert der burkinische Musiker und Filmemacher Lionel Pouitiaire Somé im Großen Haus »L’Européenne«. Die Uraufführung findet am 06. März im Großen Haus statt. Die musikalische Leitung hat Andreas Wolf.

Händel-Festspiele in Karlsruhe: TOLOMEO

Händel-Festspiele. Was für ein Mann, der so hoch singen kann

Sueddeutsche Zeitung

Auch Rumstehtheater – Die 43. Händelfestspiele in Karlsruhe mit Händels „Tolomeo“ eröffnet
Neue Musikzeitung/nmz.de

Große Emotionen in Wellen
In den vergangenen Jahren sah man zahlreiche berührende Aufführungen von Georg Friedrich Händels Opern. Aber an eine Produktion der Händelfestspiele Karlsruhe, den Riccardo Primo im Jahr 2014, erinnert man sich besonders gerne. Der Franzose Benjamin Lazar hatte ihn poetisch inszeniert, und zwar mit echtem Kerzenlicht, prächtigen Kostümen und historischer Gestik.
Kirsten Liese berichtet aus dem Badischen Staatstheater Karlsruhe
Klassik begeistert

Wiesbaden: Oper über Anna Nicole Smith: Der Bösewicht filmt alles mit
Frankfurter Allgemeine

Anna Nicole Smith – Oper in Körbchengrösse D
https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/anne-nicole-smith-oper

Gelsenkirchen/ Musiktheater im Revier
„Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Die Geschichte des Liebespaares Don Alvaro und Leonora di Vargas könnte unter keinem schlechteren Stern stehen, denn ihre Liebe wird von der spanischen Adelsfamilie, der Leonora entstammt, nicht gebilligt. Don Alvaro stammt weder aus derselben gesellschaftlichen Schicht wie Familie Vargas noch kommt er aus Spanien. Er ist ein Fremder.
Theaterkompass

Greek National Opera, Athen: DIE FLEDERMAUS

Tatsächlich, diese Szene gehört zur Fledermaus in Athen. Foto: Greek National Opera

In der Produktion der griechischen Nationaloper prallen die sich ankuendigende 68er Bewegung und die beginnende Militaerdiktatur aufeinander. Dies sorgt auf der Buehne fuer einige Bewegung mit musizierenden Hippies und Militaer. Zu sehen gibt es in den 60er Jahre-Buehnenbildern von Sotiris Stelios allerhand, was allerdings mit der eigentlichen Handlung meist nicht recht zusammengeht. Dass schon waehrend der Ouvertuere der Vorhang aufgeht und Hippies sowie ein Astronaut und ein Kosmonaut auf der Buehne agieren, sorgt lediglich fuer ein nettes Bild. Notwendig ist das Ganze nicht. Sicher, man kann die Geschichte von Eisenstein und Dr. Falke in eine andere Epoche verlegen, man kann, wie nun in Athen zu sehen, die Handlung in einem Luxusresort, der sowjetischen Botschaft in Athen und in einem Militaergefaengnis spielen lassen. Nur sollte man dann auch erkennen lassen, zu welchem Erkenntnisgewinn dies beitraegt…

Applaus und Anteilnahme des Publikum halten sich in Grenzen. Eine Geburtstagsparty klingt anders.

Zum Bericht von Ingo Starz/ Athen

Niederösterreich
Theatersommer Haag begeht Jubiläum mit Nestroy und Katharina Straßer
In Haag steht im Sommer „Der Zerrissene“ am Programm. Intendant Christian Dolezal freut sich auf eine „Granate von Schauspielerin“.
Kurier

Handke bei Van der Bellen zum Essen eingeladen, Lunacek ist verhindert
Die Staatssekretärin hatte den Nobelpreis für Handke kritisiert. Kärnten prüft indes noch immer die Staatsbürgerschaft des Autors
Der Standard

Das ist Poesie,  die heute ja in nahezu allen Inzenierungen negiert wird.  Liest man das und läßt die Seele baumeln, kann Poesie das Empfinden erreichen! (TTT)

Er ist’s

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

https://www.youtube.com/watch?v=iJypDvQLIms
und hier gesprochen von Katharina Thalbach

https://www.youtube.com/watch?v=fv8dp45Tmn8
hier singt FiDi (Fischer-Dieskau) – eine Vertonung von Hugo Wolf

https://www.youtube.com/watch?v=AE8qty0CmuE
und hier als neue moderne Vertonung eines alten Gedichtes –

Haben Sie einen schönen Tag

A.C.

 

 

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