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18. AUGUST 2020 – Dienstag

18.08.2020 | Tageskommentar

 

DIE WIENER STAATSOPER ÖFFNET GENERALPROBEN FÜR JUNGES PUBLIKUM. Wiener Staatsoper. Copyright: Karl Goldammer

Der Online-Merker hatte diese Information bereits gestern veröffentlicht, war also wieder um einen Tag früher als die Konkurrenz dran. Das ermöglicht unser Netzwerk, denn ich habe für Recherchen, Theaterbesuche, Interviews etc. keine Zeit! Also übernehmen diese Aufgabe Informanten – und das klappt ganz gut. Was allerdings nicht heißt, dass ich mich in der Redaktion verbarrikadiere. Ich bekomme gerne und oft (in Corona-Zeiten weniger) Besuch, verkehrstechnisch liegt die Redaktion ja nahezu ideal. Allerdings sollten die Besucher schon Verständnis dafür aufbringen, dass ich den Maileingang praktisch immer im Auge habe.

Gestern zog die Staatsoper mit der offiziellen Presseaussendung nach.

Die Staatsoper für ein junges Publikum noch zugänglicher zu machen ist eines der zentralen Vorhaben der neuen Direktion. Mit Unterstützung der Belegschaft des Hauses setzt Bogdan Roščić nun einen wichtigen ersten Schritt: die Öffnung der Generalproben für alle unter 27.

Beginnend mit der der ersten Produktion der neuen Spielzeit, Puccinis »Madama Butterfly«, können Besucherinnen und Besucher bis zu einem Alter von 27 Jahren alle neuen Opern- und Ballettproduktionen am Haus schon vor dem offiziellen Premierentermin erleben.

Die Generalproben werden an der Staatsoper traditionell von der Belegschaft besucht, die dabei das Resultat der Arbeit des Theaters an seiner jeweils neuesten Produktion sehen kann. Ab sofort ist nun auch ein Kontingent von 700 Karten pro Termin ausschließlich für junges Publikum reserviert. Solange das Haus aufgrund der COVID-19-Verordnungen Abstandsregeln und andere Sicherheitsmaßnahmen wie die Sperre des Stehplatzes befolgen muss, wird die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Plätze, so wie bei den regulären Vorstellungen auch, geringer sein.

Die Karten für die Generalproben kosten einheitlich 10 € und können nach erfolgter Registrierung auf der Website der Wiener Staatsoper online gekauft werden. Der Erlös fließt in Programme der Jugendarbeit der Wiener Staatsoper wie die Opernschule, neue Vermittlungsformate und eigens für ein junges Publikum kreierte Produktionen außerhalb des Haupthauses am Ring.

»Generalproben sind immer besondere Meilensteine für ein Theater und haben eine ganz besondere Atmosphäre. Sie sind dadurch eine ideale Gelegenheit, die Staatsoper in einen intensiveren Dialog mit einem neuen, jungen Publikum zu bringen. Daher freue ich mich besonders, zusammen mit der Belegschaft des Hauses diese Aktion zu starten und alle unter 27 zu den Generalproben der Staatsoper einzuladen. Ebenfalls wichtig ist der besonders günstige Preis der Karten für diese Termine. Diese neue Initiative ist für mich ein ganz wesentlicher Schritt zur Intensivierung der Nachwuchsarbeit am größten Theater des Landes«, so Direktor Bogdan Roščić.

Die Aktion startet mit der Generalprobe der »Madama Butterfly« am 5. September um 13.00 Uhr. Mit dieser poetischen und gleichzeitig spektakulären Inszenierung von Oscarpreisträger Anthony Minghella eröffnet die Wiener Staatsoper am 7. September ihre Spielzeit 2020/21. Die hochkarätig besetzte Produktion unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan bringt u. a. die Hausdebüts von Ausnahmekünstlerin Asmik Grigorian als Cio-Cio-San und von Freddie De Tommaso als Pinkerton. Als Suzuki kehrt die junge französische Mezzosopranistin Virginie Verrez zurück ins Ensemble des Hauses am Ring, den Konsul Sharpless verkörpert Boris Pinkhasovich. Einstudiert wird »Madama Butterfly« von Choreographin Carolyn Choa, der Frau des 2008 verstorbenen Regisseurs, die zusammen mit Minghella diese Produktion geschaffen hat.

Tickets für »Madama Butterfly«, aber auch für die Generalproben zu den folgenden Premieren (im Oktober: »Die Entführung aus dem Serail« und »Eugen Onegin«) sind ab sofort erhältlich.

Interessierte können sich ab sofort auf www.wiener-staatsoper.at/service/junges-publikum registrieren.  

Zitat Ende

Also der 5. September 2020 ist schon ausverkauft!

https://www.wiener-staatsoper.at/spielplan-karten/liste/

Das ist eine gute Idee, wenn sie auch gut kontrolliert wird.Menschen neigen leider dazu, aus allem ein Geschäft machen zu wollen. In diesem Fall ist aber relativ leicht feststellbar, wenn ein 70jähriger mit einer Jugendkarte antanzt!

Über den Stehplatz wird in unserem Forum derzeit nicht diskutiert, die Corona-Notlösung wird also scheinbar angenommen. Touristen sind bei dieser Regelung weitgehend ausgeperrt, was einige der heimischen Stehplatzler freuen wird. Es erhebt sich aber die Frage (eigentlich ist es keine Frage, sondern Gewissheit) , ob die Staatsoper den Touristen nicht noch nachweinen wird. Gemeint sind allerdings nicht die Stehplatz-Kurzbesucher, sondern die gut zahlenden Sitzplatzbenützer. Wie sich das künftig wieder einspielen wird, ob es jemals wieder so sein wird, wie wir es gewohnt sind, ist eine Frage, die wir vielleicht erst zum Jahreswechsel etwas seriöser beantworten können.

DER KULTURKAMPF IST ANGERICHTET – Und viele diskutieren mit.

Zum Beispiel Ioan Holender und Sohn Dr. Adrian Hollaender

Der Staatsoperndirektor wird für seine Replik auf den Albertina-Chef Dr. Schröder von Ioan Holender und dessen erstgeborenen Sohn Adrian in Leserbriefen vehement verteidigt. Ich bleibe zwar dabei, dass man das mit anderen Worten eleganter machen hätte können (und habe da aus eigener Wahrnehmung einen Verdacht, den ich aber für mich behalte), aber zumindest tut sich wieder etwas.

Aus dem „Kurier“/ Leserbriefe

Aus der Leserbriefseite des „Kurier“

 

Bregenz
Lied für Lied der Welt abhanden kommen: Die Bregenzer Festspiele schrumpfen zu «Festtagen» – nach allen Regeln der Kunst
Kein Spiel auf dem See und keine grosse Hauspremiere – stattdessen erlebt das Publikum zum Auftakt der Bregenzer «Festtage im Festspielhaus» mit dem Bariton Florian Boesch und der Musicbanda Franui einen Liederzyklus voll Lebenslust, Hingabe und Galgenhumor.
Tagblatt

VERGANGENEN SONNTAG IN GRAFENEGG: JONAS KAUFMANN

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

Grafenegg
Kaufmann: Publikum schmerzlichst vermisst
Mit Jonas Kaufmann war am Sonntag einer der Weltstars der Opernszene in Grafenegg (Bezirk Krems). Im Interview mit noe.ORF.at sprach er über die Freude, wieder vor Publikum singen zu dürfen, die schwierige Lage vieler Künstler und seine Bodenständigkeit.
https://noe.orf.at/stories/3062659/

Trocken, aber tränenreich

Grafenegg: Nach dem verregneten Festival-Start rührte am Sonntag Jonas Kaufmann.
Wiener Zeitung

Jonas Kaufmann in Grafenegg: Ein Müllersbursch in höchsten Nöten
Der Starsänger mühte und bemühte sich im Grafenegger Wolkenturm durch Schuberts „Schöne Müllerin“
Der Standard

Auch ich habe die aus dem Corona-reduzierten Publikum sich entwickelnde Stimmung vermisst – und so geht es auch nicht mehr lange weiter. Die Künstler kämpfen zu Recht um ihr Publikum, denn sie als „Ware“ bedürfen auch der Nachfrage.

Andrea Mayer, Corona und die Kultur: Wie es den Künstlern jetzt geht
Mitte Mai folgte Andrea Mayer Ulrike Lunacek als grüne Kulturstaatssekretärin nach. Der Unmut in der Kulturbranche ist seither kleiner geworden. Wird das so bleiben?
Der Standard

Berlin
Charité hält Opern und Klassikkonzerte vor vollen Sälen für machbar
https://www.rbb24.de/kultur/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/08

Charité-Forscher halten volle Opern- und Konzerthäuser doch für machbar
Wissenschaftler der Charité empfehlen, Konzertsäle wieder voll zu besetzen. Kultursenator Klaus Lederer reagiert überrascht, der Charité-Vorstand ablehnend.
Tagesspiegel

In unseren Infos des Tages bieten wir Details an, die so ellenlang sind und kompliziert klingen, dass sich die eher optimistischen Schlagzeilen wieder sehr „relativieren“)

operklosterneuburg: OHRENSCHMAUS IM OPERNHAUS. TONY MAKKARONI KOCHT DIE SCHÖNSTEN OPERNARIEN

Eine lustige Opernkochshow für Kinder und die ganze Familie

Von und mit Publikumsliebling
Andy Hallwaxx als Chefkoch „Tony Makkaroni“

Andi Halwaxx. © Roland Ferrigato

Viel Anlass zu lachen gab es in letzter Zeit aufgrund von Covid-19 für uns alle nicht. Umso wichtiger sind kulturelle aufheiternde Zeichensetzungen sind sich Intendant Michael Garschall und Geschäftsführer Franz Brenner einig. Aus diesem Grunde sowie dank der generellen Lockerungsmaßnahmen kann erfreulicherweise eine außertourliche Neuproduktion für Kinder und Familien mit zwei Terminen Ende August in der Babenbergerhalle angesetzt werden.

Samstag, 29. August 2020, 16.00 Uhr
Sonntag, 30. August 2020, 16.00 Uhr
Karten im Kulturamt Klosterneuburg
Tel. 02243- 444 424
E-mail: karten@operklosterneuburg.at
Online: www.operklosterneuburg.at

GROSSES WELTTHEATER – JUBILÄUMSAUSSTELLUNG „100 JAHRE SALZBURGER FESTSPIELE“ – bis 31.10.2021 (Salzburg-Museum)


Eingang zum Museum. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

 

Auch ein Ausstellungsstück: Ein Uralt Merker, geschaffen von Vorfahren, von denen wir gar nicht wissen

Zum Ausstellungsbericht von H.S.S

Österreich
Elf Mrd. Euro Minus: Corona riss riesiges Loch in Österreichs Budget
Schon mit Beginn der Corona-Krise war klar, dass die Pandemie auch deutliche Spuren in Österreichs Finanzhaushalt hinterlassen wird. Aufgrund der Situation waren entsprechende Vorhersagen schwierig, nun belegen aktuelle Zahlen ein riesiges Budgetloch: Das Finanzministerium muss im ersten Halbjahr ein Minus von elf Milliarden Euro verbuchen.
https://www.krone.at/2212066

Corona-Virus: Bereits 700 Testungen im Wiener Happel-Stadion
Anlaufstelle für Kroatien-Heimkehrer aus der Hauptstadt war bis 1.30 Uhr geöffnet. Der Besuch ist ohne Voranmeldung möglich.
Kurier

Eines muss man dem Wiener Bürgermeister zugestehen: er hat keine schlechten Ideen. Begonnen hat es mit dem Schnitzel-Gutschein, nun bietet er Corona-Testungen im Fußballstadion gratis an. Der Sohn einer guten Bekannten wird sich dabei sicher testen lassen, denn das wollte er schon immer, nur hatte er keine Symptome. Nun aber erfüllt er sich diesen Wunsch! Mit was man Menschen alles Freude bereiten kann!

Erinnerung: Morgen Mittwoch zweite „Tristan und Isolde“ – Vorstellung in Mikulov. Helfen Sie mit, diesen kühnen Versuch zu einem guten Ende zu bringen.

Für heute wünsche ich einen schönen Tag

A.C.

 

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