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16. SEPTEMBER 2021 – Donnerstag

16.09.2021 | Tageskommentar

Die Wiener Staatsoper verabschiedet José Carreras würdig. Lorenzo Bavaj, José Carreras, Elina Garanca, Michael Arivony. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Fritz Krammer hat bezüglich des Plakats recherchiert:

Plakat 13.5.1977
Dirigent: Herbert von Karajan

Rodolfo José Carreras
Schaunard Gianni Maffeo
Marcello Rolando Panerai
Colline Paolo Washington
Benoit Claudio Giombi
Mimì Mirella Freni
Musetta Renate Holm

Denkwürdiger Tag an der Wiener Staatsoper: Seit Beginn der Pandemie war der Zuschauerraum der Wiener Staatsoper nie zu 100 % besetzt, beim Carreras-Abschied war er gesteckt voll.

Karlheinz Schöberl schreibt für den Online-Merker:

Den Abend beginnt Carreras mit zwei Tosti-Liedern – und siehe da: der große Erkennungswert seiner einmaligen Stimme ist immer noch vorhanden. Natürlich hört man die Stimme eines 74jährigen Sängers, die an Schönheit aber fast nichts eingebüßt hat. Noch immer beherrscht er die noble Phrasierungskunst und ist dem Wort verbunden. Die Sopranistin Johanna Wallroth, eine vielversprechende junge Sängerin der Wiener Oper, singt eine Arie aus Gianni Schicchi. Der aus Madagaskar stammende Michael Arivony, ein Bariton des Opernstudios, folgt – stimmlich und interpretatorisch hervorragend – mit Schuberts „Ständchen“.

Zum Höhepunkt des Abends wird der Auftritt von Elina Garanca, die solo und auch mit Carreras im Duett neapolitanische Lieder singt. Ihre Stimme hat sehr an Volumen gewonnen. Man darf gespannt sein auf die ganz großen Partien ihres Faches. Besonders berührend ist die Bitte, die Carreras zusammen mit Garanca singt: „No ti scordar di me“ – vergiss mein nicht!..

Es gibt Stimmen, die ein Geschenk der Götter sind, und so einer durften wir noch einmal lauschen.

Zum Bericht von Karlheinz Schöberl

Musste man auch mit dem Gedächtnis zuhören? Das ist anzunehmen, aber so ein Bühnenabschied eines ganz Großen sollte sich eigentlich jeder Kritik entziehen.

Wien
José Carreras hat sich von der Staatsoper verabschiedet
„José Carreras ist ein Künstler, der dem Wort immer misstraut hat“, meinte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić zum Auftakt des Abends. Und entsprechend verlief die feierliche Abschiedsgala für den 74-jährigen Publikumsliebling am Dienstagabend, der damit dem Haus am Ring endgültig Lebewohl sagte: Carreras übernahm das Singen und überließ dem eloquenten Hausherrn das Reden. Und der schlug den großen Bogen über eine enge Opernbeziehung, die nun endgültig endete.
https://volksblatt.at/jose-carreras-hat-sich-von-der-staatsoper-verabschiedet/

Moltes graciès, José Carreras
Der 74-jährige José Carreras nahm Abschied von der Wiener Staatsoper und seinen treuen Fans: ein Abend für jene, die mit dem Gedächtnis zuhören können.
https://www.diepresse.com/6034238/moltes-gracies-jose-carreras

Wien
Carreras verabschiedete sich von Staatsoper
https://wien.orf.at/stories/3121433/

Adieu, Wien: Abschiedsgala von Opernsänger José Carreras
Der Standard.at

Opernlegende José Carreras: Ein letztes Mal spielte es in Wien Granada (Bezahlartikel)
Kurier.at

Elina Garanca vor der Carreras-Gala in der Wiener Staatsoper (14.9.)

Bitte untenstehenden Link anklicken

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Philharmoniker hoffen auf „echte Spielzeit“
Die Wiener Philharmoniker gehen mit einem großen TV-Konzert in der Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona in die neue Saison. Sie hoffen auf eine „echte, volle Spielzeit“. Eine Tournee durch Asien startet im November unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen.
https://wien.orf.at/stories/3121564/

Wiener Philharmoniker gehen mit „Grund zur Hoffnung“ in die Saison
Abokonzerte mit Dirigentennachwuchs von Ades bis Altinoglu. Großes Fernsehkonzert in der Sagrada Familia am Wochenende. Die Asien-Tournee findet „in der Blase“ statt
Der Standard.at

ATHEN: Greek National Opera, Odeion des Herodes Attikus 

Recital Jonas Kaufmann – Konzert am 13. September  2021 – 3000 Besucher

Foto: Dr. Ilias Koromilas

Unteres Bild: Jonas Kaufmann mit Griechenlands First Lady, Mareva Mitsotaki (links Dirigent Jochen Rieder und der Direktor der Nationaloper)

 

(Fotos gefunden von Esther Hatzi)

Mailand: Eine Online-Ausstellung über  Caruso, Corelli und Di Stefano

 

Die virtuelle Ausstellung über die drei großen italienischen Tenöre ist online auf italiana.esteri.it und teatroallascala.org
Die Ausstellung wird vom italienischen Außenministerium gefördert und wird
vom Teatro alla Scala und dem Theatermuseum organisiert.

Metropolitan Opera Announces Cast Change for “Don Carlos’
Günther Groissböck has withdrawn from the Metropolitan Opera’s first-ever French “Don Carlos.”
The company announced that the bass was withdrawing from the role of Philippe II for “personal reasons” and will be replaced by Eric Owens.
https://operawire.com/metropolitan-opera-announces-cast-change-for-don-carlos/

OPER GRAZ: Willkommenspaket „3 für 2“

 

Noch bis zum 18. September gilt das Willkommens-Angebot der Oper Graz zum Saisonbeginn:
Beim Kauf von 3 Tickets Ihrer Wahl bezahlen Sie nur 2 – genießen Sie Oper, Operette, Musical, Ballett und Konzert zum Willkommenspreis!

Die Tickets im Rahmen dieser Aktion sind bis 18. September Mo-Fr von 10 bis 18 Uhr und Sa 9 bis 13 Uhr im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10 erhältlich. 

Mehr zum Willkommenspaket

Das Collegium 1704 auf Kavaliersreise nach Wien

 Ein Interview mit Václav Luks, dem Begründer und künstlerischen Leiter des Ensembles Collegium 1704, ist immer erfrischend, unterhaltsam und in vielerlei Hinsicht lehrreich. Dieses Mal ging es um Antonio Vivaldi, Musik von ihm wird das Collegium 1704 im Rahmen des 6. Jahrgangs des Musikfestivals Lednice|Valtice am 23. September im Gartenpalais Liechtenstein in Wien aufführen, sowie um den Film Il Boemo über Josef Mysliveček, der bald in die Kinos kommt.

 

VIDEO ZUM FILM „IL BOEMO“

Nur wer die Sehnsucht kennt: Liederabend mit Katharina Konradi beim Klangraum Waidhofen

Gefeierte Sopranistin singt am 26. September 2021 Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Richard Strauss.

Die in Bischkek geborene Katharina Konradi ist die erste aus Kirgisistan stammende Sopranistin im Lied-,Konzert- und Opernfach weltweit. Jetzt gastiert sie am 26. September 2021, um 16 Uhr, beim Klangraum Festival im Schloss Rothschild in Waidhofen/Ybbs. Die junge Künstlerin ist seit der Spielzeit 2018/2019 Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg und gab zuletzt ihr Debüt als Sophie im „Rosenkavalier“.

Weitere Informationen zum Konzert auf [klangraumwaidhofen.at] (https://www.klangraumwaidhofen.at/events/nur-wer-die-sehnsucht-kennt

Wien/ Krypta der Peterskirche: Liederabend Violetta Kowal – ins Licht!

Violetta Kowal begeisterte durch ihre eindrucksvolle Gestik und Mimik (Foto: adam.n.)

Zum Bericht  von Udo Pacolt

WIEN / Volkstheater: 
ERNIEDRIGTE UND BELEIDIGTE
nach dem gleichnamigen Roman von Fjodor M. Dostojewski
Premiere: 15. September 2021  

Foto: Volkstheater/ Nikolaus Ostermann

Dostojewskis Romane für die Bühne waren lange im festen Besitz von Frank Castorf. Vor genau 20 Jahren hat man dessen Version von „Die Erniedrigten und die Beleidigten“ bei den Festwochen gesehen – er brauchte allerdings fünfeinhalb Stunden dafür, da ist das Volkstheater mit „nur“ zweieinhalb Stunden Spieldauer (auch wenn sie verdammt lang wirken) schon christlicher. Im übrigen zerfasert man das Werk bei Kay Voges genau so wie einst bei Castorf, also vergessen wir den originalen Dostojewski. Der findet sich handlungs-zersplittert in offenbar sinnfreien Aktionen bestenfalls gelegentlich wieder.

Die meiste Zeit ertönt Live-Musik, ein Musiker namens Xell lässt am linken Bühnenrand Minimalistisches auf dem Klavier und einem Zupfinstrument (eine Balalaika, wenn man richtig gesehen hat?) hören, wenn nicht Tschaikowskys Klavierkonzert gelegentlich ins Geschehen brüllt oder Pop-Musik eingespielt wird…

Immerhin kann man an diesem Abend ein paar beeindruckende Leistungen sehen, voran der massige Andreas Beck als Fürst, der sich für die Härte seiner Lebensbetrachtung durchaus Gehör verschafft. Die drei Damen sind Evi Kehrstephan (ein einziger Badora-Rest im Ensemble), Friederike Tiefenbacher und Lavinia Nowak, alle hysterisch genug, aber die Herren Frank Genser, Uwe Schmieder und Samouil Stoyanov stehen ihnen da um nichts nach. Sie spielen sich die Seele aus dem Leib – und sind doch nur die Marionetten eines ermüdenden Veitstanzes…

Über David Bowies „Ground Control to Major Tom“ fällt langsam der Vorgang. Und Kay Voges hat sein (zumindest Premieren-) Publikum: Es beklatschte auch diese Premiere, ohne zu hinterfragen, was man warum gesehen hat.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Calmy-Rey unterzieht ihre «aktive Neutralität» einem Realitätstest: Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat in Paris ihre Idee für eine aussenpolitische Linie für die EU vorgestellt. Aus dem Publikum schlug Calmy-Rey viel Skepsis entgegen. Dort sassen unter anderem einige Botschafter von anderen EU-Staaten.
    Zum Bericht
  • Boris Johnson festigt mit einer Kabinettsumbildung seine Macht: Der Premierminister stellt seine Regierungsmannschaft neu auf: Aussenminister Dominic Raab stolpert über die Afghanistan-Krise, seine Nachfolgerin wird Handelsministerin Liz Truss. Truss ist der Liebling der Tory-Basis – und könnte sich als ideologische Rivalin Johnsons entpuppen.
    Zum Bericht
  • Empörung über britische Amnestiepläne für den Nordirland-Konflikt: Die britische Regierung plant die Straflosigkeit für alle Verbrechen aus dem Nordirland-Konflikt. Damit erntet sie Empörung bei Angehörigen von Terroropfern, die seit mehreren Jahrzehnten für die Aufarbeitung ungeklärter Anschläge kämpfen. Der fast dreissigjährige Nordirland-Konflikt forderte 3500 Todesopfer und fand erst 1998 mit dem Karfreitagsabkommen ein Ende.
    Zum Bericht
  • Französische Soldaten «neutralisieren» Anführer von IS-Ableger in Sahelzone: Der Anführer der Terrorgruppe Islamischer Staat in der Sahelzone ist laut Angaben des französischen Präsidenten Macron tot. Die Organisation wird vor allem für Anschläge im Gebiet zwischen dem Niger, Burkina Faso und Mali verantwortlich gemacht.
    Zum Bericht
  • Erstmals vier Weltraum-Laien alleine ins Weltall gestartet: Nach Richard Branson und Jeff Bezos ist der nächste Milliardär ins All gestartet. Jared Isaacman mietete dafür ein «Dragon»-Raumschiff des Raumfahrtunternehmens SpaceX und nahm drei Passagiere mit. Mehrere Tage lang sollen die vier Laien nun die Erde umkreisen – die erste All-Mission ohne Profi-Astronaut an Bord.
    Zum Bericht

Stronach-Fake: „Debakel“ für Medien, APA sieht „Weckruf“
„Tagespresse“ fälschte Aussendung, Website und Pressesprecher – Journalistische Qualitätssicherungsstandards auf dem Prüfstand.
Wiener Zeitung

Natürlich haben auch wir diese Info bekommen – und sofort als Falschmeldung erkannt. Viele unserer Qualitätsjournalisten, die die öffentliche Meinung vorgeben, sind darauf reingefallen. So geht es uns auch mit anderen Infos, mit solchen, die nicht so leicht Fake zu erkennen sind!

Was ist für die Medien überlebensnotwendig? Der Inseratenmarkt. Und wer ist mit Abstand der beste Kunde?

Österreich
Inserate: Öffentliche Hand warb im zweiten Quartal mit rund 60 Millionen Euro
Höchstwert für zweites Quartal seit 2012. Bundesregierung mit rund 10,9 Millionen Euro größter Inserent.
Wiener Zeitung

Und nun wundern Sie sich über diverse Hofberichterstattung und Speichelleckerei.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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