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17. NOVEMBER 2021 – Mittwoch

17.11.2021 | Tageskommentar

Domingos „Doch nicht Abschiedsgala“. Da kommt noch etwas! Wie viel? Foto. Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

2017 feiert die Staatsoper mit einer Domingo Gala das 50-jährige Bühnenjubiläum des Ausnahmesängers. Eine Abschiedsvorstellung? Weit gefehlt. Im Jahr darauf ist der längst ins Baritonfach abgewanderte einstige Welt-Tenor wieder da, als Vater Germont in La Traviata.  Nach Auftritten in den Titelpartien von Macbeth und Simon Boccanegra 2019 kommt es im Herbst 2020 – vor dem Corona-Lockdown und allfälliger Verstrickung in die Me-too-Affäre zum Trotz – zu einem weiteren Simon Boccanegra-Engagement. Nun, inzwischen mit (mindestens) 80 Jahren auf dem Buckel (und auf der Stimme), steht er im Haus am Ring – in einer vermeintlich weiteren Abschiedsgala – erneut auf der Bühne: Placido Domingo, unterstützt von Saioa Hérnández und Arturo Chacón-Cruz, entführt seine Fans im ausverkauften Haus  in die Welt der Zarzuela, der eigenwilligen spanischen Schwester der Pariser, Wiener und ungarischen Operette. Diese Programmwahl hat einen besonderen Reiz, denn die hierzulande wenig bekannte und dadurch ziemlich exotisch wirkende Kunstform hat ihre eigene Geschichte und ihre eigene Musikdramaturgie. Dazu kommt, dass Domingo als Sohn eines Ehepaares, das mit Zarzuelas durch die hispanische Welt reiste, in diesem Genre seine musikalischen Wurzeln hat.

Domingo, der ein paar Tage zuvor noch als Nabucco bekanntlich im 3. Akte abgelöst werden musste, zeigt sich an diesem Abend bewundernswert fit, wohlauf und charmant. Ganz Kavalier, geleitet er die Sopranistin bei ihren Auftritten die Stiege hinunter, hebt eine Rose auf, die aus einem der Blumensträuße gefallen ist (an diesem Abend sind es insgesamt so an die zehn, die auf die Bühne segeln), und überreicht sie charmant der 2. Konzertmeisterin…

Stürmischer Jubel, kaum enden wollender Beifall, in dem große Dankbarkeit für viele in der Vergangenheit ausgekostete, unvergessliche Stunden mitschwingt. Plácido Domingo ist und bleibt ein Ausnahmekünstler. Wie lange noch?

Zum Bericht von Manfred A.Schmid

Auszug aus unserem Forum: das haus war nicht ganz ausverkauft, wie Manfred A Schmid meint, im publikum ca 85% damen zw 50 und 85, die ihren liebling nach herzenslust ovationierten, am montag voellig zurecht. (alcindo)

FOTOS VOM DOMINGO „DOCH NICHT ABSCHIEDSDABEND“

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Foto

Plácido Domingos spanische Stunde
Ein Zarzuela-Abend an der Wiener Staatsoper zeigte den Star ausgezeichnet bei Bariton-Stimme.
WienerZeitung.at

Kein Abschied von der Wiener Staatsoper: Plácido Domingos unendliche Geschichte
Plácido Domingo gibt einen spanischen Abend, der kein Abschied sein soll
Der Standard.at

Plácido Domingo in Wien: Wenn ein Ausnahmekünstler nochmals zur Audienz bittet
freizeit.at

Weil er die Frauen versexte: Einmal im Leben eine Art Domingo sein
Das Wunder tenoralen Stimmgoldes raubte bereits in der Ära Kreisky den Hausfrauen komplett die Besinnung

Ein tiefes, weithin vernehmliches Aufatmen ging in diesen Stunden und Tagen durch die heimische Damenwelt: Startenor Plácido Domingo (80) wird sein nachgedunkeltes Stimmgold dem Wiener Opernpublikum auch weiterhin nicht vorenthalten
Der Standard.at

LONDON: MACBETH (Stream am 26.11.)

https://stream.roh.org.uk/products/macbeth

Anna Pirozzi als Lady Macbeth, mit Keenlyside, Groissböck

ZU INSTAGRAM – mit mehreren Fotos

Günther Groissböck (Banquo)

ZU INSTAGRAM mit drei Fotos

Augsburg: Jubiläumskonzert 25 Jahre Richard-Wagner-Verband14.11.2021

Salon Orchester Frank Lippe. Im Bild links Alejandro Marco-Buhrmester (Bariton), BetsyHorne (Sopran), Hilde Lutz (Richard-Wagner-Verband, Zurab Zurabishvili

Wo immer in aller Welt sich seit Wagners Lebzeiten solche Verbände entwickelt haben, die der Meister auch selbst angeregt hat, weil sie bei der Finanzierung von Aufführungen bzw. im konkreten Fall zur Ermöglichung der Bayreuther Festspiele beitragen sollten, und nun seit Jahrzehnten auch dem Künstlernachwuchs dienlich sind, gibt es zwar Anwärter auf solch leitende Posten, die (wie in jeder Branche) sich selbst am wichtigsten sind, aber auch solche, denen ihre leidenschaftliche Liebe zur Musik und speziell zur Oper die Kraft zu einem immensen organisatorischen und finanziellen Aufwand verleiht. Augsburg darf sich rühmen, in Hilde Lutz eine solche Führungskraft zu besitzen…

Ein erfolgreiches Vierteljahrhundert Dienst am Werk gab den willkommenen Anlass zu diesem Abend mit 3 Sängern und 6 Musikern auf dem Podium des Kleinen Goldenen Saales. Der prächtige spätbarocke Festsaal im ehemaligen Augsburger Jesuitenkollegs St. Salvator nahe dem riesigen Augsburger Dom war allein schon kennenlernenswert…

Zum Bericht von Dr. Sieglinde Pfabigan

ZÜRICH: Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte • Opernhaus Zürich • Wiederaufnahme: 14.11.2021


Foto: Monika Rittershaus

Im ersten Augenblick eine frische, moderne Umsetzung

Nach dem der Hype um Regisseur Kirill Serebrennikow (Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme), seinen Hausarrest und die in minutiöser Kleinarbeit mit Unterstützung von Evgeny Kulagin (Umsetzung Inszenierung, Choreografie) entstandene Zürcher Inszenierung von «Così fan tutte» abgeklungen ist, klärt sich der Blick auf seine Arbeit. Man glaubt im ersten Augenblick, eine frische, moderne Umsetzung vor sich zu haben.

Der zweite Blick legt dann allerdings die Probleme der szenischen Umsetzung offen…

Zum Bericht von Jan Krobot

Wien/ Theater an der Wien: LA WALLY – Vorstellung vom 15. 11.

Foto: Herwig Prammer

In den letzten Jahren scheint die von Gustav Mahler, der sie für die beste italienische Oper hielt, und Toscanini, der seine eigene Tochter nach ihr benannte, fast in Vergessenheit geratene „La Wally“ wieder vermehrt auf den europäischen Bühnen Fuß zu fassen. Mein privates Opernarchiv weist folgende Gesamtaufnahmen dieser doch sehr selten gespielten Oper auf DVD auf: Bregenz 1990, wo Mara Zampieri die Wally gesungen hatte, 1993 Giovanna Casolla in Lucca, Susanna von der Burg 2012 in Innsbruck, Ainhoa Arteta 2014 in Genf und schließlich Saioa Hernández 2017 in Piazenza…

Nun also Izabela Matula:  Selbstbewusst tritt sie im ersten Akt in Hosen und Stiefeln und mit roten Haaren auf. Nach dem Tod ihres gestrengen Vaters, der sie an seinen Verwalter Gellner verheiraten wollte, avanciert sie zur reichen Grundbesitzerin mit der nötigen Portion an Sexappeal. Todessehnsüchtig zieht sie im vierten Akt schließlich in die Berge und die Regie überlässt es dem Publikum darüber zu sinnieren, ob das finale Treffen mit Hagenbach real stattfindet oder sich lediglich in einem Anfall von Wahnsinn in ihrer Fantasie ereignet…

Zum Bericht von Dr. Harald Lacina

Nürnberg
Nürnberger Oper feuert Regisseur wegen „unangemessener“ Äußerung
Regie-Altmeister Peter Konwitschny (76) sollte Verdis „Troubadour“ inszenieren, doch bei den Proben fielen offenbar diskriminierende Worte, die für eine sofortige Trennung sorgten. „Die einzig mögliche Konsequenz“, behauptet die Theaterleitung.
BR-Klassik.de

WIEN / Leopold Museum : LUDWIG WITTGENSTEIN
FOTOGRAFIE ALS ANALYTISCHE PRAXIS
Vom 12. November 2021 bis zum 6. März 2022

 

Der Denker und das Foto

Es geht immerhin – vordergründig zumindest – um einen Philosophen. Kein Wunder, dass es die Ausstellung, die Ludwig Wittgenstein als Zugpferd im Titel führt, dem Zuschauer nicht leicht macht. Denn das zweite Thema ist Fotografie, und wie immer bei Leopold werden zeitgenössische Referenzen herangezogen. Das Gesamtthema lautet „Fotografie als analytische Praxis“. Durch diese theoretische Vorgabe muss man sich im ersten Untergeschloß des Leopold Museums kämpfen…

Zum Ausstellungsbericht von Dr. Renate Wagner

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  19. November 2021
GHOSTBUSTERS: LEGACY. Ghostbusters: Afterlife  /  USA  /  2021 
Regie: Jason Reitman
Mit: Mckenna Grace, Carrie Coon, Paul Rudd, Finn Wolfhard, Dan Aykroyd u.a.

Es verwundert überhaupt nicht, dass dieser Film höchst lobende Kritiken und absolut vernichtende Verrisse geerntet hat. Er ist nämlich Einstellungssache –  seine  Qualität oder seine quälenden Nicht-Qualitäten liegen allein im Auge des Betrachters. Voraussetzung ist, wie man grundsätzlich zu „Ghostbusters“, einer Hollywood-Marke von einigem Bekanntheitsgrad, die wieder einmal gemolken wird, steht. Kino für intellektuellen Anspruch war das nie – es ist die Bereitschaft zum ultimativen Blödeln, einst und heute, wenn Jason Reitman (Sohn des originalen Regisseurs Ivan Reitman, der nun nur noch als Produzent fungiert) am Regiesessel Platz nimmt, um die alte, mittlerweile wohl schon etwas müde und zutiefst altmodische Geschichte noch einmal zu beleben. Letzteres könnte allerdings für einige Kinobesucher den Reiz ges Ganzen ausmachen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Zwischen Armenien und Aserbaidschan droht eine neue Eskalation der Gewalt: Im Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan sind am Dienstagnachmittag die heftigsten Gefechte seit dem Ende des Krieges um Nagorni Karabach vor einem Jahr ausgebrochen. Aserbaidschanische Einheiten drangen offenbar auf armenisches Territorium vor. Von armenischer Seite war zunächst die Rede von 15 Toten, 12 Armeeangehörige seien in aserbaidschanische Gefangenschaft geraten. Seitens der Aserbaidschaner zirkulierten inoffizielle Zahlen über 14 Tote, 37 Verletzte und 5 Vermisste. In den Kämpfen kamen Artilleriegeschütze, Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz.
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  • Am Grenzübergang zu Weissrussland setzen polnische Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein: Der Sprecher des Koordinators der polnischen Geheimdienste, Stanislaw Zaryn, sprach bei den Auseinandersetzungen von einer «koordinierten Attacke gegen die polnische Grenze». Die Migranten hätten die Beamten und Soldaten mit Steinen, Flaschen und Erdklumpen beworfen. Sie seien ausserdem mit Knallgranaten und Steinschleudern ausgestattet gewesen. Weissrussische Sicherheitsorgane hätten die Aktion koordiniert und beobachtet. Die Auseinandersetzungen waren laut polnischen Angaben nach zwei Stunden beendet.
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  • Russland schiesst eigenen Satelliten ab – und gefährdet die friedliche Nutzung des Weltraums: Russland hat in der Nacht von Montag auf Dienstag einen seiner eigenen Satelliten abgeschossen. Das hat weitherum für Empörung gesorgt, zuallererst bei der amerikanischen Regierung und deren Raumfahrtbehörde Nasa. Man verurteile den «rücksichtslosen Test», mit dem Russland «die Sicherheit, den Schutz, die Stabilität und die langfristige Nachhaltigkeit des Weltraums für alle Nationen bewusst missachte», so US-Aussenminister Antony Blinken. Russlands Aussenminister Sergei Lawrow wies die Vorwürfe der USA als «Heuchelei» zurück. Diese trieben selbst das Wettrüsten im All voran und testeten dort eigene Angriffswaffen.
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  • Laut Finanzministerin Yellen droht Zahlungsausfall der US-Regierung Mitte Dezember: «Es gibt Szenarien, in denen dem Finanzministerium nicht genügend Mittel verbleiben, um den Betrieb der Regierung über diesen Zeitpunkt hinaus zu finanzieren», hiess es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben von Janet Yellen an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Um das Vertrauen in die USA und die Kreditwürdigkeit der weltgrössten Volkswirtschaft zu gewährleisten, müsse der Kongress die Schuldenobergrenze so bald wie möglich anheben oder aussetzen.
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  • Für Datenverarbeitung ist Island ein kleines Paradies: Günstiger Ökostrom in praktisch beliebiger Menge und ein stets kühles Klima sind die Trümpfe Islands für den Betrieb grosser Datenzentren. Was einst mit dem Schürfen von Bitcoin begann, ist inzwischen zu einem diversifizierten und rasch wachsenden Geschäft geworden.
    Zum Bericht
  • Die Niederlande sichern sich das letzte direkte Ticket zur Fussball-WM: Die Mannschaft von Louis van Gaal gerät gegen Norwegen nie in Bedrängnis und siegt 2:0. Sportlich war das Spiel hingegen enttäuschend: Im wegen der Corona-Massnahmen leeren Stadion De Kuip brachten beide Mannschaften so gut wie nichts zustande.
    Zu den neusten Entwicklungen im Sport

Unfreiwillige Sendepause für die Ungeimpfte im ORF
Ein „Runder Tisch“ zu den aktuellen Corona-Maßnahmen der Regierung machte eine neue ORF-Maßnahme sichtbar. Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, zugeschaltet weil ungeimpft, hatte keinen werbewirksamen Auftritt.
Die Presse.com

Medienschelten oder: Der Kampf um die Deutungshoheit
Wesentlich ist, dass es um Strukturen geht, die die freie Meinungsbildung ermöglichen sollen. Der Begriff von der „vierten Gewalt“ wird heute nicht mehr als Nobilitierung eines freiheitlichen Auftrags verwandt, sondern als Menetekel, um die drei anderen Gewalten – Gesetzgebung, Rechtsprechung und Exekutive – möglichst gegen die als omnipotent und gefährlich beschriebenen Medien reglementierend in Stellung zu bringen.
„Scham ist ein Gefühl, das mich als Journalist früher selten beschlich. Solch geballter Furor aber, so viel gleichgeschalteter Schmierenjournalismus ist bestürzend.“
„Wir haben Kampagnen- statt kritischem Journalismus. Wir bekommen Kommerz statt Aufklärung, Verblödung statt Bildung. Wir werden mit der Gefolgschaft zu Parteien und dem Personal der Politik abgefertigt, statt kritische Distanz zu wahren. Wir bekommen eine Berichterstattung, die geprägt ist durch Nähe und Kooperation mit Wirtschaft und Verbänden statt durch Vorsicht und Abstand. Wir sehen die Verneigung vor den Mächtigen und vermissen die Zuneigung zu den Schwächeren. Wir erleben Nachklappern und Nachplappern statt Analyse und Nachdenken.“
Gefunden von TTT
Deutschlandfunk.de

Gibraltar cancels Christmas celebrations amid Covid spike
Gibraltar has cancelled official Christmas celebrations, amid an „exponential“ rise in Covid-19 cases.
https://www.express.co.uk/news/uk/1521786/Gibraltar-news-covid-cases-rise-Christmas-lockdown

Tatsache ist, dass Gibraltar weltweit die Region mit derhöchsten Impfdichte ist!

Devisen: Euro fällt auf den tiefsten Stand seit Juli 2020
Der Euro ist am Dienstag erneut unter Druck geraten. Am Nachmittag fiel der Euro mit 1,1330 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020. Zuletzt kostete er mit 1,1344 Dollar nur geringfügig mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1368 (Montag: 1,1444) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8797 (0,8738) Euro.
Finanzen

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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