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18. NOVEMBER 2020 – Mittwoch

18.11.2020 | Tageskommentar

Es ist kein gutes Zeichen, wenn sich in  diesem Kommentar „Unter’m Strich“ immer mehr füllt, die Berichte über unserer eigentliches Metier, das Musiktheater/ Theater aber zunehmend stagnieren.

Es tut sich so gut wie nichts – und das seit März. Und wenn sich etwas tut, ist es meist nicht erfreulich! Trotzdem setzt der „Online-Merker“ seinen Ehrgeiz daran, ein Programm für tausende Leser pro Tag zusammenzustellen. Wie lange kann das noch gutgehen?

Das ist meine Glastüre, mein „Blick in die Welt, mein Beobachterposten. Rechts sehen Sie meinen Schreibtisch, von dem aus ich meine Umwelt beobachte. Foto: Barbara Zeininger

Der Standort ist günstig gelegen, ich habe den Zugang zur Meidlinger Fußgängerzone im Auge. Was ich dort sehe, erfüllt mich mit Sorge. Es ist nichts mehr so, wie es einmal war! Einmal? Gemeint ist ein ganz kurzer Zeitraum, nämlich der zwischen dem ersten Lockdown und dem nunmehrigen zweiten. Und von meiner Warte aus kann ich besser die Szenerie beobachten als die Polizei, bei deren Erscheinen sich dank(?) der stets grimmigen Miene des aktuellen Innenministers das Verhalten der Menschen doch kurzfristig ändert.

Beim ersten Lockdown ging ein Ruck durch die Bevölkerung und die Menschen haben sich weitgehend an die „Verbote“ gehalten. Nun ist es nicht mehr so, zumindest von meinem Beobachterposten in einer Multi-Kulti-Gegend aus. Die Regierung wird offenbar nicht mehr so ernstgenommen, wie sie es gerne hätte. Da ist es wirklich schade um das Geld. Liebe Freunde (die den Online-Merker sowieso nicht lesen), spielt mit, die Aktion kostet Geld genug! Ich bin das Gegenteil von obrigkeitshörig, aber wenn es um das Geld geht, hört sich bei mir jeder Spaß auf!

WIENER STAATSOPER: ÜBER DIE NÄCHSTE PREMIERE „DAS VERRATENE MEER“ (von Hans Werner Henze)

Jossi Wielers Team (mit Anna Viebrock und Sergio Morabito sprechen über Henzes „Das verratene Meer“

 

ZUM VIDEO

Tim Theo Tinn‘s Einlassungen:  S. Morabito „Trash-Konsens “ oder TTT „Surreal – über der Realität“?

TEIL 2 (es erscheinen drei Teile an drei aufeinander folgenden Tagen)

Che tempi sono passati? Welche Zeiten sind vorbei?
Vortrag S. Morabito v. September d.J.: Welche Ordnung der Dinge?- Zum Repertoire der Opernbühnen des 17. und 18. Jahrhunderts, https://onlinemerker.com/welche-ordnung-der-dinge-zum-repertoire-der-opernbuehnen-des-17-und-18-jahrhunderts-i-mailwechsel-sergio-morabito-thomas-prochazka/

TTT’s Gegenwurf: „Plädoyer zur Kraft surrealer Inszenierungen“, erscheint in rd. 60 Auszügen aus Publikationen der letzten Jahre in loser Folge im OnlineMerker.

…Kurios findet TTT diese teils unverständlichen oder selbstverständlichen Aussagen. Immer war und ist der Komponist Theaterschaffender, ohne ihn oder sein kompositorisches Erbe geht nichts im Musiktheater. Auch Autoren waren i.d.R wichtig, aber nie für das Gesamtkunstwert, sondern für Untergeordnetes, manchmal auch nur für eine Grundidee, die von Librettisten aufgenommen und in neue Texte transformiert wurden.

Immer steht der Komponist am Ende des Schaffensprozesses eines Musikdramas. Dem tragen weltweit alle Theater Rechnung, in dem die Ankündigungen sich immer auf die Komponisten beziehen, Autoren und erst recht temporär eingesetzte Regisseure reüssieren im Kleingedruckten…

Zum Artikel/ Teil2  (Teil 3 erscheint morgen)

Stadt Köln will Vertrag mit Opern-Intendantin Meyer nicht verlängern

Dr. Birgit Meyer. Foto: Handelsblatt Hiou Vielz

Die Stadt Köln will den 2022 auslaufenden Vertrag von Opernintendantin Birgit Meyer nicht verlängern. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe) aus mehreren Quellen übereinstimmend erfuhr, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker diese Entscheidung Meyer in einem persönlichen Gespräch bereits mitgeteilt. Als Grund machte sie dem Vernehmen nach geltend, dass nach einer Amtszeit von zehn Jahren ein Wechsel an der Spitze dem Opernhaus guttun werde. Meyer selbst wollte am Montag der Zeitung auf Anfrage lediglich bestätigen, dass es Gespräche mit der Oberbürgermeisterin gegeben habe.
https://www.presseportal.de/pm/66749/4764912

Wie locker, leicht Diana Damraus Stimme klingt – Klaus Florian Vogt macht Mut mit der poetischsten Liedzeile des Abends: „auf uns sinkt des Glückes stummes Schweigen“
Rezension des Videostreams: Montagsstück III – Zueignung. Ich empfinde es als ungewöhnlich, denkwürdig neu, schön, ein „großes Orchester“ (im Stream) zu sehen und live zu hören! Die Strauss’sche Zueignung beginnt mit seinem Hornkonzert. Ein alertes lebendiges Hornsignal.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

Interview mit dem Gärtnerplatztheater-Chef Josef Ernst Köpplinger
Ich bin wütend. Wenn ich Eyeliner und Spitzenunterwäsche kaufe, ist das systemrelevant. Und daher erlaubt. Meinen Verstand mit der Oper „Die Kluge“ und mein Herz mit einem Ballett wie „Undine“ zu füttern, gilt als irrelevanter Freizeitspaß und ist daher unmöglich. Mein Lieblingstheater, das Haus am Münchner Gärtnerplatz, muss geschlossen bleiben. Dabei hat es nachweislich noch keine Infektion in einem Spielhaus gegeben. Zu gut sind die Sicherheitsvorkehrungen in den Theatern. Im Gärtnerplatztheater saßen wir – mit Maske natürlich – so isoliert und von der Lüftungsanlage mit Frischluft umweht, dass ich mich erheblich sicherer fühlte als in der U6. Wenn ich schon so wütend bin – wie muss es da dem Intendanten des Gärtnerplatztheaters gehen? Josef Ernst Köpplinger, seit Spielzeit 2012/13 Staatsintendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, München hatte Zeit für ein Gespräch mit mir.
Exklusiv von Barbara Hauter, Journalistin, München
Klassik-begeistert

Gars/ Kamp
Eine junge Kraft für den Garser Opernbetrieb
David Hemetsberger leitet Oper Burg Gars GmbH und ist für den Konzertbetrieb auf der Burg verantwortlich.
Niederösterreichische Nachrichten

BACH-MEDAILLE DER STADT LEIPZIG 2020: Auszeichnung an Pianistin Angela Hewitt überreicht

Die Kanadierin ist die erste Frau in der Reihe der Gewürdigten

Angela Hewitt. Foto: James Katz, Bernd Eberle

Die Pianistin Angela Hewitt wurde am 17. November mit der Bach-Medaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Die kanadische Bach-Spezialistin ist die erste Frau in der eindrucksvollen Reihe von Medaillenempfängern. Die Verleihung erfolgte im Anschluss an ein gestreamtes Festkonzert des Bachfestes Leipzig mit Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen in der Leipziger Thomaskirche.

An Beethoven: „Warum schreibst Du für Horn oft so heikel?“
Die Hornistin Marie-Luise Neunecker hört in vielen Werken Beethovens seine Liebe zum Hornklang – und ist ihm dafür sehr dankbar. Doch einen kleinen Änderungswunsch hat sie an ihn.
Deutschlandfunk.de

New York/ Metropolitan Opera
20 Meter hoher Chagall-Vorhang wird versteigert


Foto: Bonhams

Ein Vorhang, den der expressionistische Maler Marc Chagall (1887–1985) 1967 für eine Produktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ in der New Yorker Metropolitan Opera (MET) geschaffen hat, wird heute im Rahmen der Auktion „Impressionist & Modern Art“ vom Auktionshaus Bonhams versteigert.
https://orf.at/stories/3190045/

Rock/ Pop

Nach Musikrechtestreit: Taylor Swift nimmt alte Musik neu auf
Die Sängerin versucht seit 2019 die Rechte an ihren früheren Alben zurückzugewinnen – bisher ohne Erfolg. Auf Twitter übt sie Kritik an Musikmanager Scooter Braun.
Die Presse

Sprechtheater

Karl Merkatz feiert 90. Geburtstag
Der österreichische Schauspieler Karl Merkatz hat durch die Rollen des Karl Bockerer und Edmund „Mundl“ Sackbauer Berühmtheit erlangt. Insgesamt spielte Merkatz mehr als 400 Film- und Bühnenrollen. Heute feiert er seinen 90. Geburtstag.
https://wien.orf.at/stories/3076214/

Buchbesprechung

Mona Horncastle: JOSEPHINE BAKER
Weltstar, Freiheitskämpferin, Ikone
Die Biographie.
256 Seiten, Molden Verlag, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Bananen als Bikini-Unterteil und „oben“ noch weniger: Man mag nichts von Josephine Baker wissen, aber dieses Bild hat man vor Augen. Sie war schwarz und weltberühmt, bevor den Menschen mit schwarzer Hautfarbe ihr Anteil an der Geschichte eingeräumt wurde. Das macht die Biographie der Publizistin und Kulturwissenschaftlerin Mona Horncastle so interessant.

Sie ist auf zwei Ebenen zu lesen – zuerst, nach unseren „neuen“ Aspekten, wie sich eine schwarze Frau als „Exotin“ ihren Platz erkämpfen konnte, begünstigt durch zahlreiche historische Voraussetzungen in der europäischen Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Daneben aber wird die ganz private Geschichte einer Exzentrikerin erzählt, die mehr von medialer Vermarktung als von Kunst verstand – und die in ihrem Leben weidlich herumgeschleudert wurde.

Viele Frauen, die nach öffentlicher Anerkennung und eigener Bedeutung strebten, haben erkannt, dass sie ihre „Biographie“ selbst in die Hand nehmen müssen, und dass gezielte Fehlinformationen, immer wieder verschieden aufgeputzt, nicht nur interessant machen, sondern auch Unsicherheit erzeugen. Das Buch recherchiert so genau wie möglich und erzählt schließlich Folgendes.

Von einem Kind, das am 3. Juni 1906 in St. Louis in ein sozusagen chancenloses Leben hinein geboren wurde. Allein, dass ihre Mutter, eine Wäscherin, schwarz war und ihr Vater, dessen Identität nie genau bekannt wurde (dafür hat schon Josephine selbst mit den unterschiedlichsten Aussagen – „ein jüdischer Schneider“, „ein Creole aus New Orleans“ – gesorgt), vermutlich weiß, machte sie zu einer Zwitter-Erscheinung – zu weiß für die Schwarzen, zu schwarz für die Weißen…

Zur Buchbesprechungvon Renate Wagner

Von Delon bis zur Queen: Radiosender veröffentlicht fälschlicherweise rund 100 Nachrufe
Radio France Internationale stellte wegen einer technischen Panne rund hundert vorbereite Nachrufe online.
Kurier

Bei Nachrufen muss es schnell gehen, deswegen werden diese schon zu Lebzeiten der Prominenten vorbereitet und wenn es soweit ist ergänzt oder modifiziert. Hand aufs Herz, wer würde nicht gern seinen eigenen Nachruf noch zu Lebzeiten lesen?
Durch eine Panne wurde dieser Wunsch kurzfristig für die „Superpromis“ möglich.

Warum die Finnen das Virus gut im Griff haben
Die geringen Infektionszahlen erstaunen Europa. Abstandhalten ist in Finnland keine Aufforderung, sondern Lebenskultur. Und 2,5 Millionen Menschen vertrauen einer Corona-App.
Die Presse

So gesehen bin ich eigentlich Finne, denn die Umarmungen mit verbundener Abschleckerei nervt mich. Gerade das ist aber „in meinem Breiten“ (Multikulti-Bereich FUZO-Meidling) hoch in Mode!

Ausreden im Lockdown: Zufällig auf der Party gelandet
In den vergangenen zwei Wochen wurden während des „Lockdown light“ vergleichsweise wenige Anzeigen erstattet. Manch einer griff zu kreativen Rechtfertigungen, die die Polizei jedoch nicht beeindruckten.
Die Presse

Österreich
SPÖ-Matznetter bittet Spar, Hofer und Co. die Fehler der Bundesregierung nicht auszunutzen
Supermarktketten sollen auf den Verkauf von Non-Food-Artikeln verzichten
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201117_OTS0105/spoe-matznetter-bittet

Es ist zum „aus der Haut fahren“, die neuen Verordnungen sind wiederum juristisch mehr als bloß angreifbar. Oppositionspolitiker bitten daher die großen Märkte, die Fehler in den Verordnungen nicht schamlos auszunützen. Funktionieren wird das nicht, jeder ist sich selbst der Nächste

WEF – World Economic Forum – Klaus Schwab – The Great Reset – und Covid 19 bietet die große Chance dafür

Ich rede Ihnen nichts ein oder aus, biete Ihnen lediglich die Möglichkeit, genau zuzuhören und über das Gehörte nachzudenken! Wenn Sie von Ihrer eigenen Meinung voll überzeugt sind, dann betrachten Sie das Angebot als gegenstandslos!

Kommentarlos – hören Sie selbst

 

ZUM  VIDEO

Klaus Martin Schwab (* 30. März 1938 in Ravensburg) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er ist Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums und anderer Stiftungen.

Und da ich mir nun wirklich keine ideologische Verblendung vorwerfen lassen will, höre mir ich auch kluge Meinungen von Menschen an, die mir ideologisch wirklich nicht nahestehen. Aber auch die haben oft Bemerkenswertes zu sagen bzw. fragen sich, ob die Politiker und Journalisten den Unsinn, den sie verzapfen, eigentlich selbst glauben!

SAHRA WAGENKNECHTS WOCHENSCHAU: BÖSER TRUMP, GUTER BIDEN!

ZUM VIDEO

 

Fußball: Deutschland läuft in historisches Debakel
Spanien hat dem deutschen Nationalteam am Dienstag eine historische Lehrstunde erteilt. Die Spanier führten die Deutschen zum Abschluss der UEFA-Nations-League-Gruppenphase in Sevilla mit 6:0 vor und schnappten sich den Gruppensieg sowie das Ticket zum Finalturnier. Mann des Spiels war Ferran Torres mit drei Toren (33., 55., 72.). Für Deutschland war es die höchste Länderspielniederlage seit einem 0:6 gegen Österreich im Jahr 1931.
https://sport.orf.at/stories/3069462

So etwas war noch nicht da! Die berühmten deutschen Tugenden waren gestern in keiner Sekunde zu spüren, das war wohl das schlechteste Länderspiel einer deutschen Mannschaft in der Fußball-Geschichte des Landes. Diese Mannschaft war gestern nicht grottenschlecht, die war inferior zum Quadrat! Die Spanier spielten mit den Deutschen  „Such das Balli“!
Dass Deutschland im Jahr 1931 gegen Österreich ebenfalls 0:6 verloren hat, war mir bisher nicht bekannt. Aber die Zeiten ändern sich: 1954 wurde Deutschland Weltmeister, Österreich „nur“ Dritter. Dieser 3. Platz blieb aber Österreichs bisher größter Fußball-Erfolg.

Was macht nun Jogi Löw? Auf ein Wunder wie in Urzeiten hoffen? Ich wüßte, was ich zu tun hätte! Jogi ist doch finanziell abgesichert!

Einen schönen Tag wünscht
A.C.

 

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