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17. MAI 2022 – Dienstag

17.05.2022 | Tageskommentar

 

Heute Premiere in der Wiener Kammeroper: ENOCH ARDEN
19 h bis 21,30 h

Oper in vier Bildern (1936) Musik von Ottmar Gerster
Libretto von Karl Michael von Levetzow nach der gleichnamigen Ballade von Alfred Tennyson
Arrangiert für Kammerorchester von Matthias Wegele
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper

Dirigent Walter Kobéra. Wiener Kammerorchester

 David Haneke (Film, Regie und Bühne), Axel E. Schneider (Kostüme), Franz Tscheck (Licht), Roland Geyer (Konzeption).
Mit Markus Butter, Valentina Petraeva, Andrew Morstein, Samuel Wegleitner
Weitere Vorstellungen: 20.5., 23.5., 25.5.,   2.6., 8.6., 11.6.
Alle Vorstellungen beginnen um 19 h

Richard Wagners „Siegfried“ an der Wiener Staatsoper
Der schwedische Tenor Michael Weinius gab am Haus am Ring sein Rollendebüt – und bewies bemerkenswerte Kondition und darstellerische Kraft
DerStandard.at

Wien
Siegfried“: Kraftlackl und Komödiant
Die Staatsoper setzt Wagners „Ring des Nibelungen“ auf hohem Niveau fort.
WienerZeitung.at

Wotan geht: Generationwechsel im „Ring“
Wagners „Siegfried“, großteils neu besetzt, an der Staatsoper: trotz einzelner Schwächen ein erfrischender Abend.
https://www.diepresse.com/6139874/wotan-geht-generationwechsel-im-ring

WIEN / Staatsoper: „BORIS GODUNOW“ –  15.05.2022

Alexander Tsymbalyuk in der Titelrolle. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

 Als ich vor einem Jahr die Karte für diese Vorstellung bestellt habe, habe ich das in erster Linie getan, um Ildar Abdrazakov in der Titelrolle sehen zu können. Nun hat sich die geopolitische Lage in den letzten drei Monaten gewaltig verändert, und einige Künstler aus Russland sind plötzlich in der westlichen Welt nicht mehr erwünscht. Ohne das hier bewerten zu wollen, finde ich es sehr schade, dass nun einige der besten Sänger der Welt bei uns nicht mehr auftreten (dürfen?)

…„Boris Godunow“ kann man noch am 18., 23 und 27. Mai 2022 in dieser Besetzung sehen. Für alle Vorstellungen gibt es in jeder Preiskategorie noch jede Menge Karten. 

Zum Bericht von Walter Nowotny

München/ Wiener Staatsoper: „BORIS GODUNOW“, 15.05.2022 – Run! Don’t walk to the remaining performances of Boris Godunow in Vienna!

Die Wiener Staatsoper ist auch für den Münchner Opernfreund immer eine Reise wert, insbesondere wenn dort interessante Hausdebuts anstehen, wie das von Alexander Tsymbalyuk in der Titelpartie von Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ (in der Urfassung von 1868/69). Im Jahr 2013 hatte der ukrainische Bass beim Münchner Publikum sowie lokalen und überregionalen Kritikern mit seiner tief berührenden Interpretation des von Skrupeln und Selbstzweifeln in den Tod getriebenen Zaren in der damaligen Neuproduktion von Calixto Bieito Begeisterungsstürme entfacht. Seither hat er die Partie an namhaften internationalen Häusern, darunter die Pariser Oper und das Bolshoi-Theater äußerst erfolgreich gesungen und durfte sich jetzt auch an der Wiener Staatsoper darin präsentieren…

…Am Ende gab es großen Applaus für alle Solisten, insbesondere für Alexander Tsymbalyuk. Die Reise nach Wien und der Besuch der Aufführung haben sich voll gelohnt.

Zum Bericht von Gisela Schmöger

Genf
Das Grand Théâtre de Genève blickt nach schwierigen Zeiten optimistisch in die Zukunft

Insgesamt ein sehr anspruchsvolles und ambitioniertes Programm, das hoffentlich ohne pandemiebedingte Ausfälle oder Einschränkungen realisiert werden kann. Neugierig darf man auf das facettenreiche Programm in jedem Fall sein.
https://klassik-begeistert.de/die-spielzeit-2022-2023-am-grand-theatre-de-geneve/

„Deutschrachige Opernkonferenz“ in Düsseldorf und Duisburg

Die Teilnehmer an der Opernkonferenz. Foto: Susanne Diesner

Die Deutsche Oper am Rhein war am vergangenen Wochenende Gastgeberin für die Deutschsprachige Opernkonferenz. 35 Intendant*innen, Geschäftsführer*innen und Operndirektor*innen der größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum trafen sich zum Austausch. Zur neuen Vorsitzenden wurde Susanne Moser, designierte Co-Intendantin und Geschäftsführende Direktorin an der Komischen Oper Berlin, gewählt. Sie folgt dem Frankfurter Opernintendanten Bernd Loebe, der das Amt seit 2010 innehatte.

Der 1957 gegründete Zusammenschluss der 13 größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum ist das zentrale Forum für den Austausch der Leitungsteams. Die Repräsentant*innen der Häuser treffen sich regulär zwei Mal im Jahr, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Vertreten waren bei der diesjährigen Frühjahrskonferenz neben den Gastgebern der Deutschen Oper am Rhein die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Unter den Linden, die Komische Oper Berlin, die Oper Leipzig, die Sächsische Staatsoper Dresden, Hamburgische Staatsoper, die Staatstheater Stuttgart, die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt sowie das Opernhaus Zürich. Als international assoziierte Mitglieder waren die Opéra National de Paris und das Teatro alla Scala Mailand vertreten, zu Gast waren außerdem Leitungsmitglieder des Deutschen Bühnenvereins.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Wenn ich mir die Teilnehmerliste ansehe, bemerke ich das Fehlen der Wiener Staatsoper – obwohl diese einen Sitz in der „Deutschsprachigen Opernkonferenz“ hat. Ich kritisiere das keineswegs, denn Konferenzen sind bekanntermaßen unserer Nachbarn liebstes Hobby. Die tatsächlichen Beweggründe der Abwesenheit sind mir nicht bekannt, aber offenbar wollte die Wiener Staatsoper nicht irgendwen zur Quotenerfüllung hinschicken – und Leute, die tatsächlich etwas zu sagen haben, brauchen wir in Wien dringender!

FLORENZ: Premiere I DUE FOSCARI am 22.MAI

Domenica 22 maggio 2022 alle ore 20 prima rappresentazione assoluta al Maggio de #IdueFoscari, di Giuseppe Verdi.

 

ZU INSTAGRAM mit Kurz-Video

Liverpool
Yoncheva rocks Liverpool with rare Martucci
bachtrack.com.de

Melbourne: LOHENGRIN. Große Fotoserie

Emily Magee und Jonas Kaufmann. Fofo: Jeff Busby

Zur Fotoserie

Sydney
Lohengrin (Opera Australia)
The stunning Jonas Kaufmann and his gifted colleagues rise above a problematic production.
https://limelightmagazine.com.au/reviews/lohengrin-opera-australia/

Münchner Philharmoniker:Gelassener Minimalist
Daniele Gatti ist ein faszinierend eigenwilliger Dirigent. Das bewies er jetzt in der Isarphilharmonie. Ob er damit allerdings Chancen hat, der neue Chef der Münchener Philharmoniker zu werden?
Sueddeutsche.de

Anne-Sophie Mutter im Interview „André Previn hat mich musikalisch befreit“

Ein Violinkonzert als Verlobungsgeschenk – das bekam Anne-Sophie Mutter von André Previn. Ein außergewöhnliches Stück, leicht, heiter und trotzdem voller Tiefe. Im Interview erzählt die Geigerin von ihrer Beziehung zu Previn, von dessen Leben, und was der Komponist ihr noch alles hinterlassen hat.
BR-Klassik.de

Detroit/ Review: After 36 Years, a Malcolm X Opera Sings to the Future
Anthony Davis’s “X” has stretches of incantation that, in person, turn it into something like a sacred rite.
TheNewYork.times.com

Göttingen
Göttinger Händelfestspiele: Gelungenes Auftaktwochenende
NDR.de.Kultur

Händel-Festspiele Göttingen: Ein Doppeldecker für Cleopatra
Frankfurter Allgemeine

Cottbus
Glauben im Sonderangebot – Karol Szymanowskis „Król Roger“ in Cottbus entfesselt Sogwirkung
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wiener Festwochen 2022: Ein smartes Hügelgrab und der verhallende Ruf nach Frieden

Copyright: Wiener Festwochen

Eine von David Schalko konzipierte lockere poppige Show, gut für die vielen Jungen am Rathausplatz, so ein bisschen an altes Wiener Ramasuri erinnernd, hat die Wiener Festwochen eingeleitet. Bunt soll es mit diesen nun weiter gehen. Auch mit einigem Gesang. Wie am ersten Wochenende, an dem der Arnold Schoenberg Chor zu einem „Frieden auf Erden“-Aufruf im Jugendstiltheater am Steinhof angetreten ist. Und für das Museumsquartier hat ein trendiges französisches Coproduction-Kollektiv eine smarte Grabstätte für so manch unsterbliche Seele mitgebracht. Festwochen Coproduction? Vom Annecy über Wien bis, bis, bis …. wird diese ästhetische Schau- und Hörepisode weiter gereicht. 

„tumulus“ (= Hügelgrab) ist aus der Idee geboren, Gesang und Tanz völlig zu verschmelzen. Choreograph Francois Chaignaud und Musikmann Geoffrey Jourdain haben sich dazu einen geschmackigen, niemals bedrohlichen Totentanz ausgedacht. Dreizehn skurril-phantastisch drapierte Gestalten ziehen singend, neckisch tänzelnd und wippend und mit Gebärden sich an das Publikum wendend rund um ihren in delikater Optik errichteten Grabhügel, verschwinden in diesem, entsteigen ihm. Runde um Runde wird gedreht, dem Uhrzeigersinn zumeist folgend, immer wieder, nicht allzu viel variierend. Hieronymus Bosch scheint in Ansätzen in allermildester Form beschworen zu sein. Die auferstandenen Seelen singen dazu sehr wohlklingend etwa ein ‚Dies Irae‘ von Antonio Lotti oder einen Psalm von Josquin Desprez, und wenn sie schließlich bei den ‚Songs of Sadness and Pitje‘ (1588) des William Byrd angelangt sind und die Totenglocken stürmisch läuten, so kommt nach einer Stunde reinster Kontemplation auch unruhige impulsive Bewegung in diese unantastbare Gemeinschaft…

Eine falsche Partnerschaft: Ulla von Brandburg, hierzulande eine unbekannte Kunstgewerbe-Dame aus Karlsruhe mit Faible für Installationen und offensichtlich bunten Stoffe, wurde mit der künstlerischen Gestaltung betraut. Ohne Geistesblitze ihrerseits. Überdimensionale Vorhänge wurden von ihr im zur Raumbühne umgemodelten Jugendstiltheater aufgezogen; Stoffbahnen sind am Boden herumgelegen; kurz da und dann bald wieder weggeschafft. Rote, blaue, gelbe. Alle in derben Farben, in keineswegs sensibilisierenden. Laut Programmzettel sollen solch ‚Klang-, Farb- und Lichtspiele‘ ein synästhetisches Erlebnis erzeugen. Nichts ist davon zu merken, geistige Leere…

Zum Berichtvon Meinhard Rüdenauer

Ein rotes Tuch für Arnold Schönberg
„Friede auf Erden“ mit Klangforum und Schoenberg Chor, inszeniert von Ulla Brandenburg, soll Musiktheater sein, bleibt aber nur ein szenisch gestörtes Konzert.
https://www.diepresse.com/6140431/ein-rotes-tuch-fuer-arnold-schoenberg

Wiener Festwochen

Madama Butterfly, Hello Kitty und der weiße Riesen-Dildo

Die Festwochen zeigen eine Umdeutung der Puccini-Oper: Exaltierte Vulgarität soll japanischen Minderwertigkeitskomplex illustrieren.
WienerZeitung.at

Wiener Festwochen
Madama Butterfly“: Sailor Moon und das Sperma des weißen Mannes
Die Produktion von Satoko Ichihara reflektiert unverblümt und humorvoll die Beziehung westlicher und japanischer Kultur
DerStandard.at.story

Renaissance Theater Berlin: Wo die Liebe hinknallt
Sebastian Sommer inszeniert das „Happy End“-Songspiel von Bertolt Brecht und Kurt Weill am Berliner Renaissance Theater.
Tagesspiegel.de

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 20. Mai 2022 
HAUTE COUTURE – DIE SCHÖNHEIT DER GESTE
Frankreich, 2020 
Regie: Sylvie Ohayon
Mit; Nathalie Baye,  Lyna Khoudri. u,a,

Der Titel des Films trägt ein wenig Etikettenschwindel in sich. Unter „Haute Couture“ stellt man sich die Welt der großen Modehäuser vor (ein bisschen wie das „House of Gucci“), exzentrische, kreative Chefs, schöne verrückte Models und dergleichen. Nichts davon in diesem Film von Regisseurin Sylvie Ohayon, der zwar bei Dior spielt, aber in der relativ glanzlosen Abteilung der Werkstätten, genau gesagt, des Schneiderateliers. Hier ist Esther (Nathalie Baye) die Chefin, sie sorgt dafür, dass der Betrieb läuft. Man ist einfach in der schlichten Arbeitswelt, wenn Esther auch deren Moral hochhält.

Dennoch ist die Haute Couture nur der Hintergrund für die Geschichte zweier Frauen – der gutbürgerlichen Jüdin Esther und von Jade (Lyna Khoudri), die aus der Welt der Banlieue stammt, die Frankreich derzeit (und schon lange) so viele Sorgen bereitet. Hier, wo vor allem die großteils muslimischen Zuwanderer wohnen, herrschen Armut und Gewalt, und so muss es einen nicht erstaunen, dass Jade und ihre Freundin Souad (Soumaye Bocoum). ein geschickt auf einander eingespieltes Diebespaar abgeben, das sich an Taschen und Börsen vergreift.

Ausgangspunkt ist die – nicht leicht verständliche – Tatsache, dass Jade die von Esther gestohlene Tasche zurück bringt, Warum, wird eigentlich nicht klar, denn es ist ja keinesfalls zu erwarten, dass Esther sich der jungen Frau annimmt und ihr sogar einen Job als Näherin in der Dior-Schneiderei verschafft, wo gewissenhaft und diszipliniert mit vielen kleinen Stichen gearbeitet werden muss. Luxuskleider, genäht von Unterschicht-Frauen – das Ergebnis zählt nur durch die liebevolle Arbeit, die darein investiert wurde.
Warum Esther Jade den Job gibt? Die junge Frau scheint sie zu faszinieren, sie entwickelt Gefühle aller Art, sie mögen auch gleichgeschlechtlicher Art sein… Oder sucht die eine die Tochter, die andere die Mutter, weil diese Beziehungen für beide in der Realität schief gelaufen sind?…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Frieden versus Selbstverteidigung: Was ist der Unterschied zwischen UN und Nato?
TTT: Ich habe gerade mal wieder meine Kenntnisse überprüft. Vielleicht ist das ja allgemein von Interesse, da uns UN, Nato usw. ja derzeit ständig in den Medien „um die Ohren fliegen“

UN und Nato sind zwei der bekanntesten internationalen Organisationen, doch beide haben unterschiedliche Ziele und Zwecke. Worin sie sich unterschieden, erklärt t-online im Politik-Kompass.Die UN (United Nations Organization) – auch UNO oder Vereinte Nationen genannt – sind ein Zusammenschluss von 193 Staaten mit dem Ziel, weltweit Frieden und den Erhalt von Menschenrechten sicherzustellen. Die Nato (North Atlantic Treaty Organization) hingegen ist ein westliches Militärbündnis zum Verteidigungsschutz der 30 Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland.
https://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_90210516/was-ist-der-unterschied-zwischen-uno-und-nato-.html

Zickzack-Kurs von Musk bringt Twitter-Anwälte auf die Palme
Der Tech-Milliardär soll Twitters Geheimhaltungsvereinbarung verletzt haben. Rätselraten über das Motiv. Mit seinen kryptischen Tweets zur geplanten Übernahme hat sich Tech-Milliardär Elon Musk Ärger mit Anwälten des Online-Dienstes eingehandelt. Sie hätten ihm den Bruch einer Vertraulichkeitsvereinbarung vorgeworfen, teilte Musk in der Nacht zum Sonntag mit. Er habe aus Sicht der Rechtsabteilung zu viel über die Vorgehensweise von Twitter bei der Ermittlung automatisiert twitternder Accounts verraten.
Kurier.at

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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