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17. MÄRZ 2021 – Mittwoch

17.03.2021 | Tageskommentar

Wien/ Theater an der Wien: „Der feurige Engel“ unter Ausschluss des Publikums und auch weiter Teile der Presse

Während die Premieren der Wiener Staatsoper wenigstens per Stream bzw. TV gezeigt werden, gehen die Premieren im Theater an der Wien weitgehend medial unter. Ein TV-Termin ist noch nicht festgelegt (am 27.3. ist die Premiere im Radio zu hören).

Auch wir waren ausgesperrt und müssen uns auf die Presseberichte der „Kaumgelesenen“ verlassen:

Wien/ Theater an der Wien
Andrea Breth inszeniert Prokofjew oder Grau glühendes Grauen
Musikalisch packend, szenisch intensiv: Prokofjews „Der feurige Engel“ im Theater an der Wien.

Es waren diese mitreißenden tönenden Gebilde Sergei Prokofjews, die am Montagabend im Theater an der Wien im Zentrum standen, als das Haus einen Aufzeichnungstermin von „Der feurige Engel“ für Journalistinnen öffnete. Dass die musikalische Seite der Produktion diese Intensität erreichte, lag auch an Constantin Trinks am Pult des kompakten, präzisen Radio-Symphonieorchesters Wien, der all die lodernde Abgründigkeit der Partitur zum Glühen brachte, ohne dabei die Balance oder sich in den Klangmassen zu verlieren. Auch die Sänger integrierte Trinks klug in diesen expressiven Strom: Allen voran die sich unter unglaublichem körperlichen Einsatz an die Partie hingebende Ausrine Stundyte als Renata und der stets intensive, vokal wie szenisch präsente Bo Skovhus als Ruprecht.
Wiener Zeitung

„Der feurige Engel“ hob im Theater an der Wien ab
Sergei Prokofjews selten gespielter, psychisch aufgeheizter „Feuriger Engel“ ist ein Werk, das in seinem übersteigerten Charakter von der Offenheit lebt, ob man hier einer Psychose oder religiöser Erleuchtung beiwohnt. Was läge da näher, als bei einer Inszenierung das ganze Geschehen in einer Psychiatrie anzusiedeln? Diesen Weg wählt nun Andrea Breth bei ihrer Aufzeichnungspremiere für das Theater an der Wien. Doch manchmal ist das Nahliegendste nicht das Beste.
https://volksblatt.at/der-feurige-engel-hob-im-theater-an-der-wien-ab/

Ausrine Stundyte, „eine sich mit  unglaublichem körperlichen Einsatz an die Partie hingebende Ausrine Stundyte“. Foto: Theater an der Wien/ Bernd Uhlig

Prokofjew in der geschlossenen Abteilung
Als Psychiatriedrama inszeniert Andrea Breth den „Feurigen Engel“ mit Aušrinė Stundytė und Bo Skovhus. Was nicht vor Publikum gezeigt werden darf, wird für DVD und TV gefilmt – und ist am 27. März auf Ö1 zu hören.
https://www.diepresse.com/5952200/prokofjew-in-der-geschlossenen-abteilung

James Levine ist tot

James Levine. Foto: ORF/ Major

Der Dirigent James Levine ist mit 77 Jahren gestorben. Das teilte sein persönlicher Arzt mit. Levine war ein vielseitiger Dirigent, viele hielten ihn für den besten der Welt. Eine grosse Zeit seines Lebens verbrachte James Levine an der New Yorker Metropolitan Opera. Von 1976 bis 2016 wirkte er dort als musikalischer Direktor und Dirigent.

Seit Sonntag den Opernfreunden ein Begriff: Jonathan Tetelman (erlebt in „Francesca da Rimini“ in Berlin)

Eine Überraschung war für mich am Sonntag der Tenor Jonathan Tetelman. Ein junger, sehr gutaussehender Tenor, der auf rasantem Weg zum Weltstar zu sein scheint

Der chilenische Tenor mit  Kristina Opolais

Der Tenor Jonathan Tetelman, in Chile geboren sowie in den USA aufgewachsen, erhielt seine Ausbildung am Mannes College sowie der Manhattan School of Music in New York.

www.jonathantetelman.com

Deutsche Oper Berlin: FRANCESCA DA RIMINI am 4. April vor Publikum im Rahmen des „Berliner Pilotprojekts Testing“

Nach der enthusiastisch aufgenommenen Streamingpremiere von Carlo Rizzis und Christof Loys Interpretation der Rarität FRANCESCA DA RIMINI von Riccardo Zandonai freuen wir uns, am 4. April um 18 Uhr eine Vorstellung der Oper vor Publikum anbieten zu können. Der
Online-Vorverkauf dafür startet am 18. März um 9 Uhr, die Tickets kosten 25 €.
Damit ist die Deutsche Oper Berlin Teil des Berliner Pilotprojekts Testing, mit dem ein Testlauf für die Öffnung von Kultur- und Wirtschaftsveranstaltungen für ein getestetes Publikum durchgeführt werden soll. Deshalb ist es für alle Zuschauer bindend, sich am Tage der Veranstaltung in einem der kooperierenden Zentren auf das Coronavirus testen zu lassen – dies gilt auch für bereits Geimpfte oder Genesene.

Berlin/ Deutsche Oper
Zandonais „Francesca da Rimini“: Saftiger Verismo an der Deutschen Oper Berlin
Livestream aus der Deutschen Oper Berlin, 14. März 2021
von Peter Sommeregger
Riccardo Zandonais 1914 uraufgeführte Oper „Francesca da Rimini“ erscheint nach ursprünglicher Popularität inzwischen immer seltener auf den Spielplänen der großen Opernhäuser. Das mag zum Teil daran liegen, dass für die Titelrolle zwingend eine Sopranistin zur Verfügung stehen muss, die abgesehen von den erheblichen stimmlichen Anforderungen auch schauspielerisches Talent und Charisma mitbringen muss.
Klassik-begeistert.de

Berlin
Kritik – „Francesca da Rimini“ an der Deutschen Oper Berlin: Die Rache der Powerfrau
BR-Klassik.de

Zunächst als Livestream-(Vor-)Premiere: Zandonais „Francesca da Rimini“ an der Deutschen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

BERLIN/ Staatsoper: Mozarts LE NOZZE DI FIGARO als Online-Premiere am 1. April auf MEZZO TV und auf der Webseite der Staatsoper sowie im Rahmen des Berliner Pilotprojekts Testing als Live-Vorstellung am 2. April mit getestetem Publikum – der Vorverkauf beginnt am 18. März um 12 Uhr

Am 1. April feiert Wolfgang Amadeus Mozarts LE NOZZE DI FIGARO in der Regie von Vincent Huguet und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim als Stream auf MEZZO TV und auf der Webseite der Staatsoper Unter den Linden www.staatsoper-berlin.de Premiere.

Am 2. April wird es in der Staatsoper Unter den Linden eine Live-Vorstellung vor getestetem Publikum geben. Die Vorstellung findet im Rahmen des Pilotprojekts Testing der Senatsverwaltung für Kultur und Europa statt, bei dem die logistische Machbarkeit von Veranstaltungen in Verbindung mit SARS-CoV-2-Antigen-Tests geprüft wird. Der Vorverkauf für die Vorstellung beginnt am 18. März um 12 Uhr. Die Tickets sind zu einem Einheitspreis von 25 Euro über die Webseite der Staatsoper erhältlich. Die Tickets sind personalisiert und können nicht weitergegeben werden.

OPER FRANKFURT: Kurzfilm zu Nur wer die Sehnsucht kennt – Tschaikowski-Lieder inszeniert von Christof Loy ist freigeschaltet. TRAILER

Der Kurzfilm (Trailer)  von Thiemo Hehl zur Online-Premiere von Nur wer die Sehnsucht kennt – Tschaikowski-Lieder inszeniert von Christof Loy im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

Bitte untenstehenden Link anklicken

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=228

Teatro alla Scala Extends Riccardo Chailly’s Contract
https://operawire.com/teatro-alla-scala-extends-riccardo-chaillys-contract/

Wiederaufnahme des Spielbetriebes am Gärtnerplatztheater ab 26. März 2021

 

 Nach fast fünf Monaten eröffnet der Bayerische Ministerrat den Theaterbetrieben eine Perspektive, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Das Staatstheater am Gärtnerplatz hat einen angepassten Spielplan ab dem 26. März 2021 erarbeitet. Dieser sieht gleich zu Beginn drei Premieren vor, darunter das Musical »Non(n)sens«, sowie Ende  April die bereits letztes Jahr geplante Uraufführung der Oper »Schuberts Reise nach Atzenbrugg«…

Mehr darüber in den Infos des Tages

Wiederaufnahme des Spielbetriebes am Gärtnerplatztheater ab 26. März 2021
https://www.lifepr.de/inaktiv/staatstheater-am-gaertnerplatz/Wiederaufnahme-des

Bayreuth Baroque 2021 takes place from 1-14 September

Max Emanuel Cencic, Franco Fagioli. Foto: Falk von Traubenberg

In 2020, Bayreuth Baroque was one of the few festivals in Europe that was able to realise its programme as announced – against all odds of the Corona pandemic. And this year, too, the festival presents jewels of baroque opera at the UNESCO World Heritage Site Margravial Opera House from 01 – 14 September…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Berlin
Die Volksbühne und Metoo. Etwas bewegt sich
Staatliche Ballettschule, Film- und Fernsehakademie, jetzt die Volksbühne: Alte Machtstrukturen brechen auf. Übergriffe und Missbrauchsfälle werden schneller sanktioniert.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/die-volksbuehne-und-metoo-etwas-bewegt-sich/27011232.html

Literatur
Franz Schuh: „Ich gestehe, dass ich sehr grantig bin“

Zum Geburtstag ein neues Buch und ein Gespräch über Wolfgang Schüssel, Heinz Conrads und den Laptop des Finanzministers
https://kurier.at/kultur/buch/franz-schuh-ich-gestehe-dass-ich-sehr-grantig-bin/401217456

Buchbesprechung

 

Robert Bouchal (Fotos)
Johannes Sachslehner (Text)
LOST PLACES IN WIEN & UMGEBUNG 224 Seiten, Verlag Styria, 2021

Einst waren es Prachtgebäude aller Arten – Schlösser, Tempel, Klöster, Kasernen, auch Fabriken. Und was geblieben ist, sind vielfach nur Ruinen… Aber diese strahlen einen morbiden Zauber aus, erzählen Geschichten, wenn man näher hinsieht (und sich unter teils schaurigen Umständen auch darin umblickt). Man muss halt wissen, wie man die versperrten Türen und Tore, die Normalbesucher abhalten, geöffnet bekommt…

Das wissen Autor Johannes Sachslehner und sein Fotograf Robert Bouchal schon längst. Nicht zum ersten Mal scheinen sie durch verfallene Gemäuer regelrecht zu kriechen (da schadet es nichts, dass Bouchal auch Höhlenforscher ist) – mit erstaunlichen Effekten, was die Fotografien betrifft. Und der Autor, der teilweise im journalistischen „Ich“ von seinen Entdeckungen erzählt, weiß die Fakten dazu. Wobei es bei den „Lost Places“, die sie nun in Wien und Umgebung vorstellen, allerlei Überraschungen gibt…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Grossbritannien will nach dem Brexit zur globalen Macht avancieren

Das ist passiert: Nach dem EU-Austritt will Grossbritannien seine Atomwaffen aufrüsten, als globaler Fürsprecher der Demokratie auftreten und sich Asien zuwenden. Die Regierung von Boris Johnson hat dazu eine neue aussenpolitische Strategie veröffentlicht, die dem Schlagwort «Global Britain» Leben einhauchen sollte. Die Kernbotschaft: Grossbritannien schottet sich nicht ab, sondern will an seine historische Rolle als Seefahrernation und als «globale Kraft des Guten» anknüpfen.

Zum Bericht

Darum ist es wichtig: Erstmals seit Jahrzehnten will die Regierung die britischen Nuklearwaffen aufrüsten und die Begrenzung der Anzahl von Atomsprengköpfen von 180 auf bis zu 260 erhöhen. Auch in die Marine soll investiert werden. China wird zwar als «grösste staatliche Bedrohung» bezeichnet, doch will die Regierung kritische Infrastrukturen wie das 5G-Mobilfunknetz schützen, um Handel und Kooperation weiterhin zuzulassen. Konservative Politiker werfen der Regierung deswegen Naivität gegenüber China vor. (Zitat Ende)

Zeit für eine Frei-Corona-Kultur
Anhänger der Frei-Corona-Kultur (FCK) haben es derzeit doppelt schwer. Gemeint sind Menschen, die einfach gerne mit anderen Menschen Zeit im Freien verbringen.
https://www.profil.at/oesterreich/zeit-fuer-eine-frei-corona-kultur/401219112

Könnte Aspirin ein wirksames Corona-Medikament sein?
Eine neue Studie aus Israel zeigt, dass die Einnahme von Aspirin das Infektionsrisiko mit Corona senken könnte.
https://k.at/explainer/studie-aspirin-corona-medikament/401220114?utm_campaign=cleverpush-1615904419&utm_conte

Österreich ließ sich 1,5 Millionen Dosen von Johnson & Johnson entgehen
Die Debatte um Österreichs Impfstoff-Bestellungen geht weiter. Nach der Aufregung über die versäumte Gelegenheit eines Nachkaufs von rund 100.000 Dosen aus dem Hause Pfizer/Biontech, wurden am Dienstag lanciert, dass das Gesundheitsministerium auch mehr Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hätte bestellen können.
Oberösterreichische Nachrichten

Wer hört noch auf „ihn“?

 

Ich habe mich gestern auf eine Impfung mit AstraZeneca am kommenden Samstag eingestellt – und hätte auch kein Problem damit. Allerdings wurde uns für gestern eine Entscheidung der Bundesregierung angekündigt, in der diese über den weiteren AstraZeneca-Einsatz in Österreich befindet.

Diese Entscheidung steht bis heute aus! Bereits in den frühen Vormittagsstunden des gestrigen Tages erhielt ich eine Information der zuständigen Impfstelle aus Niederösterreich, wonach ich mit einem anderen Impftstoff beglückt werde – ohne das gefordert zu haben!

Das Land Niederösterreich wartet daher die Verkündigung durch das Virologische Quartett gar nicht mehr ab und entscheidet selbständig gegen AstraZeneca. Zuvor hat das bereits das Burgenland getan und den umstrittenen Impfstoff abgesetzt. Das Burgenland hat einen roten Landeshauptmann, da liegt der Schluss nahe, dass der dem Kanzler „eins auswischen will“. Niederösterreich mit seiner unerbittlichen und einflussreichen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist hingegen tiefschwarz und wartet gar nicht die Weisung (oder ist es eine Empfehlung) des Kanzlers ab. 

Wäre ich der Kanzler, würden bei mir alle Alarmglocken schrillen. „Die nehmen mich nicht mehr ernst“ würde ich mich bei Mutti ausweinen!

Corona ist schuld! Die Medien stürzen in der Lesermeinung ab!

Beachten Sie bitte die Quelle! Ich zitiere keine Parteizeitung oder eine Verschwörerpublikation, sondern das angesehene Gallup-Institut. Gut, angesehen war die Firma Palmers (Hygiene Austria) bevor sie sich dem großen Masken-Geschäft angeschlossen haben, auch, aber zwischen Gallup und Palmers liegen punkto Ansehen doch noch Welten.

GALLUP-INSTITUT: Medien in der Coronakrise

(16. 3. 2021) Die Corona-Berichterstattung wird zunehmend negativ bewertet – Immer mehr Verständnis für Proteste und Demonstrationen in der Bevölkerung – Demo-Sympathisanten nutzen im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt klassische Medien seltener, teilen aber häufiger Corona-Informationen in sozialen Medien

Der Beitrag der Medien zur Pandemiebewältigung fällt aus Sicht der Bevölkerung im Jahresvergleich zunehmend geringer aus. Verstärkt setzt sich die Ansicht durch, dass die Darstellung der Pandemie in der Berichterstattung zur Zuspitzung der Lage geführt habe. Das zeigen die Ergebnisse des jüngsten Gallup Corona-Barometers*, durchgeführt in Kooperation mit dem Medienhaus Wien.

Waren im März 2020 nur 13% der Österreicher der Ansicht, die Medien verbreiten Panik und tragen zur Eskalation der Krise bei, sind es mittlerweile 26%. Der Anteil jener, die den Medien einen konstruktiven Beitrag zur Krisenbewältigung attestieren, sank im gleichen Zeitraum von 25% auf 13%. Etwas mehr als die Hälfte (57%) sehen die Rolle der Medien differenziert.

Mehr als ein Drittel der Österreicher (36%) gibt an, sehr großes oder großes Verständnis für diese Protestbewegungen zu haben, im November 2020 waren es noch 29%.

Mehr darüber in unseren Infos des Tages.

Ich rege mich nicht mehr auf, diskutiere mit niemand über das Thema mehr, für meine von Beginn an vertretene Meinung läuft es wie auf Schienen! Wofür soll ich also meine Nerven strapazieren? Wir werden mit dem Virus leben lernen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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