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17. JUNI 2022 – Freitag

17.06.2022 | Tageskommentar

Wetterglück beim Sommernachtskonzert in Schönbrunn. Foto: Youtube

Die Meteorologen landeten gestern einen veritablen Bauchfleck (hat Meinungsforscherin Beinschab dort angeheuert?) Um 16,40 h wurde eine Art Weltuntergang vorausgesagt, Hagel, Gewitter u.s.w. In Wien ist nichts davon eingetroffen, es wurde eine etwas frische Sommernacht. 65 000 Besucher hatten sich vor Schloss Schönbrunn versammelt, es waren allerdings schon einmal 104 000 anwesend.Da es freien Eintritt gab, kann man die Meterologen (die nachweislich logen) nicht einmal wegen Geschäftsstörung belangen. Unsere Redaktion ist nahe Schönbrunn angesiedelt, um 17 h kamen einige mickrige Tröpfchen auf uns herab – und das war es dann auch schon.

Wien/ Schönbrunn
Regen verzog sich
Tour durch Europa: 65.000 bei Sommernachtskonzert
https://www.krone.at/2736408

Cecilia Bartoli wirbt für ihren Wien-Auftritt im Juli

Ausnahmekünstlerin @ceciliabartoli ist im Juli in der Wiener Staatsoper zu Gast. Seien Sie dabei, wenn sie am Haus am Ring in Rossinis musikalischer Komödie »Il turco in Italia« als Donna Fiorilla zu erleben ist. Jetzt Tickets für den 3./ 5. oder 7. Juli sichern ► Link zu Tickets gibt es in unserer Bio 👆

#ceciliabartolia #ilturcoinitalia #rossinimania #wienerstaatsoper #wien #vienna #viennastateopera

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WIEN/ Staatsoper: FALSTAFF am 14.6.2022

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Direktor Roščić kehrte zur einst von Marco Arturo Marelli ersonnenen Produktion zurück. Marellis Arbeit ist bunt. Gleitet in vielen Szenen in Klamauk ab; nimmt den Figuren die Ernsthaftigkeit, welche für das Verständnis von Verdis und Arrigo Boitos Komik unerläßlich ist. Sir John Falstaff bleibt doch Ritter; —  auch, wenn er heruntergekommen und übermäßigem Alkoholkonsum nicht abgeneigt ist. Ein in seiner sozialen Stellung wahrscheinlicher Vorläufer des Baron Ochs auf Lerchenau — wenn Marelli ihn denn ließe. Doch Kostümbildnerin Dagmar Niefind und der Regisseur geben Sir John in seinen Kostümen, seinen Gesten bereits zu einem Zeitpunkt der Lächerlichkeit preis, da Verdi die Ernsthaftigkeit der Figur nur mit einem Augenzwinkern bedenkt…

http://dermerker.com/index.cfm?objectid=38591620-DA05-C59C-7767BB93C5D58E8F

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

Staatsoper: Verdis „Falstaff“ mit Gerald Finley als Ahnherren der Body Positivity
Der Kanadier war als verlotterter Bonvivant gewöhnungsbedürftig, die komödiantische Seite des Parts kam zu kurz
Der Standard.at

Wien
Staatsoper: Dieser Falstaff ist zu verhalten
Marco Arturo Marellis aus der Holender-Ära stammende Inszenierung der Verdi-Oper wurde am 14. 6. zum 47. Mal aufgeführt.
Die Presse.com

Wiener Staatsoper: »THE START UP« – Neues Stück des Opernlabors feiert heute Premiere
Premiere: Freitag, 17. Juni 2022, 18.30 Uhr, Ankersaal im Kulturhaus Brotfabrik, 1100 Wien
Theaterkompass.de

Mailand
Die „Scala“ für die ganze Familie (Bezahlartikel)
Dominique Meyer – seit zwei Jahren für die Geschicke der Mailänder Scala verantwortlich – über die Chancen, Menschen von Kindesbeinen an für Oper zu begeistern.
https://www.diepresse.com/6153498/die-scala-fuer-die-ganze-familie

OPER ZÜRICH: SONNTAG PREMIERE „LE NOZZE DI FIGARO“

 

Le nozze di Figaro
Tristan und Isolde
Galakonzert des Internationalen Opernstudios
Falstaff

Die Saison 21/22 neigt sich ihrem Ende zu, aber noch herrscht keine Stille auf unserer Bühne! Am kommenden Sonntag feiert mit Mozarts Le nozze di Figaro eine der tiefgründigsten Opern der Musikgeschichte Premiere. Ausserdem bleiben wir im Wagner-Fieber: Camilla Nylund gibt ihr lang erwartetes Debüt als Isolde in Tristan und Isolde. Unser hochtalentierter Nachwuchs aus dem Opernstudio präsentiert sich im Galakonzert. Und mit Verdis Falstaff und Bryn Terfel in der Titelpartie beschliessen wir die Saison mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Übrigens: Am 18. Juni 2022 um 11 Uhr beginnt der exklusive Vorverkauf für die Freundeskreise, Aktionär:innen und Abonnent:innen für die gesamte Spielzeit 22/23. Jetzt Opernfreund:in oder Ballettfreund:in werden und exklusives Vorverkaufsrecht sichern!

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages

St.Koloman
Die Chat-Oper “Der Prätorianer” wird am Samstag im Vorhof der Tauglerei am Dorfplatz in St. Koloman aufgeführt.
https://der-praetorianer.at/veranstaltungsort/

Ich habe gestern die Generalprobe gesehen und werde morgen noch besonders darauf hinweisen. Sie können um 10 Euro einen Stream buchen. Die Oper hat die Chatgespräche des Ex-Kanzler Kurz mit seinem Anbeter und letzlich Sargnagel Thomas Schmid zum Thema!

IPG – PLEYEL-GESELLSCHAFT RUPPERSTHAL

 

Auszug. Fortsetzung folgt demnächst

Paris: „Phryné“ von Camille Saint-Saëns an der Opéra Comique – 11 VI 2022

Ein weiteres unbekanntes Werk zum 100. Todestag des Komponisten, gleichzeitig auch als Erst-Einspielung als Buch-CD beim Palazzetto Bru Zane.


Anne-Catherine Gillet in Hochform als charmante und geistreiche Phryné. © Stéphane Brion

Das Jubiläumsjahr zum 100en Todestag von Camille Saint-Saëns (am 16. Dezember 1921 gestorben) ist noch nicht vorüber. So hat das Palazzetto Bru Zane noch eine weitere vollkommen unbekannte Oper von ihm (konzertant) in der Opéra Comique wieder aufgeführt (im Rahmen des 9en Festival Palazzetto Bru Zane Paris). Camille Saint-Saëns ist, wie schon letzten Herbst erwähnt, ein so ein vielseitiger Komponist, dass man ihn schwierig „unter einen Hut“ bringen kann. Sehr begabt (über 300 Werke!), aber vielleicht kein genuiner Opern-Komponist – nur „Samson et Dalila“ hat sich auf den Spielplänen halten können. Deswegen besitzt Saint-Saëns wahrscheinlich den traurigen Rekord an Absagen der Pariser Opernhäuser, die immer neue Ausreden erfanden, um seine Opern nicht auf zu führen. „Samson“ wurde ab 1859 komponiert, 1877 in Weimar uraufgeführt und erst 1892 an der Opéra de Paris gespielt – also nach 33 Jahren! Und wer kennt heute noch seine 12 andere Opern? So ist es sehr zu begrüßen, dass das Palazzetto Bru Zane im Jubiläumsjahr nun drei unbekannte Opern aufgenommen hat und diese mit sehr viel historischem Material (auf Französisch und Englisch) in ihrer Buch-CD-Reihe veröffentlicht hat…

Zum Bericht von Waldemar Kamer

Staatsoper Stuttgart: „WERTHER“ 15.6.2022 – dichtes Kammerspiel mit Fragwürdigkeiten

Rachael Wilson, Atalla Ayan. Foto: Martin Sigmund

Vor knapp einem Jahr war Jules Massenets populärste Oper nach Goethes Briefroman Corona-bedingt verspätet zur Premiere gekommen. Felix Rothenhäusler hatte das lyrische Drama zufällig so spartanisch in Szene gesetzt, dass es den damaligen Pandemie-Auflagen entsprach.

Im Bühnenhintergrund ist das Orchester platziert, den gesamten vorderen Bereich nimmt als Spielfläche eine hell beleuchtete große weiße Scheibe ein, die von allen Seiten mit einem Schritt betreten werden kann. Jegliche szenische Verortung und Requisiten fehlen, die Handlung findet nur in einem rein gedanklichen Raum statt und überlässt den Zuschauern eigene Phantasien. Somit sehr hautnah ans Publikum herangeholt, kann sich das Geschehen in kammerspielartiger Dichte entfalten…

…Jubel für das Hauptpaar im leider kaum zur Hälfte gefüllten Opernhaus.

Besucherschwund – ein eigenes Kapitel. Bei mir langen Berichte mit seltsam anmutenden Schilderungen ein, wie Intendanten Besucher anlocken wollen. In einem besonderen Fall müssen sogar Angehörige des Theaterpersonals als Besucherstatisten herhalten!

Augsburg: „Sehnsuchtstöne“ – Liederabend Sally du Randt im Rokokosaal der Regierung von Schwaben  / 15.06.2022

Sally du Randt / Foto:   ©Aleksander Arsenovic

Dass ein Liederabend aufgrund starker Nachfrage wiederholt werden muss, noch dazu einer der Lokalmatadorin Sally du Randt in Augsburg, mag nichts Außerordentliches sein, erst recht nicht, wenn am Originaltermin im Januar diesen Jahres die Corona-Beschränkungen einen großen Teil des Publikums am Zugang hinderte. Dass ein Liederabend mit vorwiegend modernen deutschen Kunstliedern von Alban Berg, Arnold Schönberg und Franz Schreker, ergänzt durch einige Lieder von Richard Strauss und zu Beginn mit einem Reigen südafrikanischer Lieder – hierzulande weitgehend unbekannt! – wiederholt werden muss und trotz sommerlicher Hitze ein breites Publikum anzieht, darf schon als außergewöhnlich gelten, denn Sally du Randt hat es mit diesem Programm dem Publikum, sich selbst und auch ihrem Pianisten Michael Wagner nicht leicht gemacht…

Zum Bericht von Werner P. Seiferth

Berlin / Staatsballett Berlin: LAB WORKS 2022, Mai bis Juni 2022

Staatsballett: CHILDREN OF THE NIGHT. Foto: Olaf Kollmannsperger

Da sind sie endlich wieder, die wenigen Stunden, die beim Staatsballett Berlin tanzend vom wahren heutigen Leben erzählen. Zu sehen und zunehmend zu bewundern ist das nun in LAB Works 2022, die dritte Version von LAB Works seit dem Start 2020 und der Fortsetzung in 2021…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Györ: 17. Ungarisches Tanzfestival, rundum mit viel Herzenslust

 

Györ heißt alle Tanzfreunde Willkommen! Getanzt wird hier mit Herzenslust – die rassigen Folkloretänze jedenfalls, gehüpft und gesungen und im Reigen verbunden, von Groß und Klein. Und diese zahlreichen ungarischen Kompanien, welche sich der zeitgenössischen Tanzkunst verschrieben haben, präsentieren hier ihre neuen Werken, welche überwiegend von ausdrucksstarker Expressivität geprägt sind…
Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

DIE NÄCHSTE VERANSTALTUNG IN DER GALERIE DES ONLINE-MERKER (nach langer durch Corona bedingter Pause)

Bitte vormerken, es ist dies das erste Konzert nach langer Coronapause und wir müssen uns neu positionieren. Sie helfen uns mit Ihrem Besuch – und ich verspreche, es wird gemütlich. Sie sind unsere Gäste, auch bei den Getränken und Snacks!

Erstmals haben wir Gelegheit, unser 120 Jahre altes, aber toprenoviertes Lauberger-Klavier vorzustellen!

 

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 16. Juni 2022 
MASSIVE TALENT
The Unbearable Weight of Massive Talent /  USA  /  2022
Regie: Tom Gormican
Mit: Nicolas Cage, Pedro Pascal u.a.

Okey, Nicolas Cage hat einen „Oscar“ als „Bester Hauptdarsteller“ (1996 für „Leaving Las Vegas“), aber als erfahrener Filmfreund wäre man kaum je auf die Idee gekommen, im Zusammenhang mit ihm unbedingt von „massivem Talent“ zu sprechen. In der Originalfassung des Films wird dieses Talent noch zur „unerträglichen Last“. Kurz, man hat es mit einer Parodie, einer Selbstparodie eines Schauspielers zu tun, der mittlerweile ein Endfünfziger ist und dessen Karriere bei weitem nicht mehr ist, was sie einst war. Es gab eine Zeit, wo der Sproß aus der großen Coppola-Familie in der Action-Welt fest verankert war, sogar das eine oder andere Anspruchsvolle drehte und dann mit schlichten Abenteuerfilmen viel Geld lukrierte. Das alles ist vorbei, Er mag noch immer Filme machen, aber man erinnert sich an keinen.

Nun, das „massive Talent“ komischer Prägung, das Nicolas Cage in seinem jüngsten, von Tom Gormican turbulent inszenierten Film beansprucht, erweckt zumindest Interesse. Denn der Star spielt sich selbst, also Nicolas Cage – am Ende der Karriere, verschuldet, vor sich hin philosophierend, schlecht gelaunt und grantig, weil er sich selbst eingestehen muss, dass die goldenen Zeiten lange vorbei sind. Aber offenbar hat er doch noch Fans – immerhin ist der Milliardär Javier Gutierrez (Pedro Pascal) breit, eine Million Dollar springen zu lassen, wenn Cage bei seiner Geburtstagsparty in Mallorca (gedreht allerdings in Kroatien…) auftritt. Warum nicht, auch andere Prominente lassen sich mieten… schon gar bei solch üppiger Gage…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles „Neue Zürcher Zeitung“

Scholz, Macron, Draghi und Iohannis unterstützen Kiews EU-Kandidatenstatus: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz, Italiens Ministerpräsident Mario Draghi und Rumäniens Staatsoberhaupt Klaus Iohannis haben bei ihrem Besuch in Kiew der Ukraine Unterstützung bei ihrem Streben nach dem EU-Kandidatenstatus zugesagt. Die EU-Mitgliedstaaten entscheiden nächste Woche über den Kandidatenstatus, die EU-Kommission wird voraussichtlich bereits heute eine Empfehlung abgeben. Die Demonstration von Einheit und Handlungsfähigkeit ist angesichts einer rasch wachsenden Kriegsmüdigkeit in den Bevölkerungen, steigender Energiepreise und Unstimmigkeiten über Sanktionen bedeutsam für die EU.
Zum Bericht
Das ist der Hintergrund: Der Beitrittswunsch der Ukraine stellt die EU vor ein Dilemma: Droht sich der Staatenbund mit der Ukraine zu übernehmen, oder verliert er an geopolitischer und moralischer Bedeutung, wenn er das Land zurückweist? Und kann ein Land überhaupt mitten im Krieg Beitrittskandidat werden? Mit den Niederlanden, Dänemark, aber auch Portugal ist Widerstand gegen den Kandidatenstatus programmiert. Die kleineren Mitgliedsländer stören sich an der grassierenden Korruption und der mangelnden Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine.
Zum Bericht
An der Wall Street geht der Ausverkauf weiter: Dow Jones unter 30 000 Punkten:  Lange Gesichter an der New Yorker Börse: Der Dow Jones ist knapp unter die Marke von 30 000 Punkten gefallen, der S&P-500 musste am Donnerstag ein Minus von 3,4 Prozent hinnehmen und die Technologiewerte im Nasdaq Composite haben gut vier Prozent ihres Wertes verloren. Die Investoren verkaufen derzeit die Papiere aller Unternehmen, die sehr hoch bewertet sind, die bei abnehmendem Wachstum oder einer Rezession besonders leiden, die keine Gewinne erzielen oder die von billigem Geld abhängen.
Zum Bericht
Ausgehverbot für Katzen: Für Hundebesitzer ist das vorgeschriebene Anleinen ihrer Vierbeiner nichts Neues. Doch eine Leinenpflicht für Katzen? Genau das gilt seit Mitte Mai in der baden-württembergischen Stadt Walldorf. Bis Ende August dürfen die Katzen im Bereich Walldorf Süd draussen nicht mehr frei herumstreunen – weder tags noch nachts. Das Ausgangsverbot soll die vom Aussterben bedrohte Haubenlerche schützen.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Angesichts dieser Politmeldungen muss ich mich wirklich zurückhalten, weil ich Politik in dieser heiklen Phase raushalten will. Ich trage nur mehr T-Shirts, sonst würde mir der Kragen platzen.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

 

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