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17. JÄNNER 2020 – Freitag

17.01.2020 | Tageskommentar

 

WIEN/ STAATSOPER: OPERNCAFE MUSS ZUSPERREN, DIE STAATSOPER VERLÄNGERT DEN VERTRAG NICHT

https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14038338/Das-Cafe-Oper-sperrt-zu/14626144

Viele Staatsopernbesucher sind geschockt und legen eine Petition auf. Das ist wohl ein sinnloses Unterfangen? Die Entscheidungen sind schon längst gefallen.

Was geschieht mit dem Arcadia-Shop? Läuft dieser Vertrag auch aus? Oder gibt es eine andere Lösung? Jedenfalls sieht es nach einem Totalumbau der Staatsoper aus, weniger was den Bau betrifft, aber im Ensemble soll sich vieles ändern! Nach dem 26. April wissen wir dann mehr!

PIOTR BECZALA IM WIENER „LOHENGRIN“-KOSTÜM

Foto: Facebook

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HEUTE IN BERLIN/ STAATSOPER: ANGELA GHEORGHIU

 

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PRESSEMITTEILUNG ZUM KONFLIKT UM DEN SEMPEROPERNBALL

 
 

Rene Massis, einst Sänger, „verwaltet“ jetzt eine Menge junger Künstlerinnen, so auch die junge Dame aus Armenien. Ich hänge seine Agentur-Liste dazu an.

Es gab 15 E Mail, keinen Vertrag, eine Ankündigung in einer Wirtschaftszeitung und jetzt die bekannten Umstände, wer immer dafür verantwortlich ist.

Herr Frey ist ja auch kein unumstrittener Organisator

Der Text:

UM DIE TATSACHEN IN DER ANGELEGENHEIT ZU BESTÄTIGEN UND DIE TRAURIGE KONTROVERSE ZU BEENDEN, HALTEN WIR IN REAKTION AUF DIE PRESSEMITTEILUNG VON „SEMPEROPERNBALL“ UND DIE WIDERLEGUNGEN VON HERRN YUSIF EYVAZOV FOLGENDES FEST :

Die Pressemitteilung von SemperOpernball spricht von einem „Missverständnis“ und möchte die Verantwortung für den „Konflikt“ der Agentur „Agence Massis Opéra“ zuschreiben.In Wirklichkeit scheint es sich jedoch eher um ein Kommunikationsproblem zwischen den verschiedenen Mit-und Zuarbeitern der von Dr. Hans-Joachim Frey geleiteten Organisation zu handeln. Nach einem ersten schriftlichen Kontakt im September 2019, bei dem wir um die Verfügbarkeit von Frau Mantashyan zum Zeitpunkt des Konzerts gebeten wurden, fand ein problemloser schriftlicher Austausch statt über die üblichen Elemente einer Verhandlung -Kontaktdaten, Programm, finanzielle Bedingungen, Visumantrag etc…Nach ca. 15 maligem mail-Austausch schien alles vollständig und abgeklärt zu sein. Es bestand also durchaus die Bereitschaft der SemperOpernball-Gesellschaft, Frau Mantashyan für das Konzert am 7. Februar zu engagieren.

Im Übrigen war ihre Teilnahme durch die Presse angekündigt (Wirtschaft in Sachsen 27.12.2019). Am 10. Januar 2020 erhielten wir eine letzte schriftliche Mitteilung über die Absage der Teilnahme von Ruzan Mantashyan mit der Begründung, dass Herr Yusif Eyvazov aus den in unserer ersten Pressemitteilung genannten Gründen nicht mit ihr auftreten wollte. Dies ist sicher eine unangenehme Situation für die Organisatoren. Unsere Agentur trägt hingegen keinerlei Verantwortung für die Entwicklung dieser Situation, die unsere Künstlerin abstraft. Wir haben keinen Zweifel an der Seriosität des SemperOpernballs und der grundsätzlich respektvollen und offenen Haltung

Für mich ist der Sachverhalt nun ziemlich klar, auch wenn Herr Eyvazov wohl nie direkt gesagt haben will und wohl auch nie gesagt haben wird, dass er wegen des politischen Konflikts der Nachbarländer seine Partnerin ablehnt. Da Ball-Organisator Hans-Joachim Frey imagemäßig nicht viel zu verlieren hat, bleibt der „Schwarze Peter“ wohl bei Eyvazov – und die Agentur hat ihre Kundin sehr geschickt in den Blickpunkt gesetzt, was auch ihre Aufgabe ist. Wer weiß, wie oft das  in der regulären Karriere noch der Fall sein wird.

Tim Theo Tinn ist juristisch vorgebildet. Er sieht die Vertragssache nach deutschen Recht so: Ein Vertrag  besteht aus inhaltlich übereinstimmenden, mit Bezug aufeinander abgegebenen Willenserklärungen von mindestens zwei Personen. Explizite schriftliche Zusammenfassung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Somit könnte die ausgeladene Dame also durchaus geldwerte Entschädigung verlangen. (Zitat Ende)

Ich gehe davon aus, dass sich die Agentur ohnehin im Sinne der ausgeladenen Sängerin finanziell mit den Veranstaltern geeinigt hat!

Ruzan Mantashyan auf ihrer Instagram-Seite. An Eyvazovs Stelle würde ich mit ihr jeden Konflikt vermeiden! 
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Alan Gilbert wird zum Musikdirektor der Royal Swedish Opera in Stockholm ab 2021 ernannt

Alan Gilbert. Foto © Kungliga Operan/Arthur Ljunggren

Alan Gilbert wird zum Musikdirektor der Royal Swedish Opera berufen, wo er im Frühjahr 2021 seine erste Amtszeit antritt. Er wird die Aufgabe mit seiner Position als Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters verbinden, die er seit Herbst 2019 innehat. Zuvor war er acht Jahre lang Musikdirektor des New York Philharmonic Orchestra.

Gilbert ist einer der angesehensten und vielseitigsten Dirigenten im Opern- und Konzertfach und weltweit gefragt. Er wurde mehrfach mit einem International Grammy Award ausgezeichnet und ist für sein tiefes musikalisches Verständnis, seine ambitionierte Programmgestaltung und seine umfassende Neugier, die weit über das Kernrepertoire hinaus reicht, bekannt. Dem Stockholmer Publikum ist Gilbert bereits aus seiner Zeit als Chefdirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra von 2000 bis 2008 bekannt.

Die bekannte tschechischen Sängerin Naděžda Kniplová ist am  14. 1. 2020 gestorben.

 

Kniplova als Libusa- VIDEO

Opernsängerin Naděžda Kniplová verstorben
Auf der ersten Bühnen der Welt  feierte sie als Wagner-Interpretin große Erfolge. Sie besaß eine riesige Stimme, voll der heißen slawischen Schönheit. Herbert von Karajan entdeckt sie für Salzburg. Am 14. 1. 2020 starb sie mit 87. Am 18. April 1932  wurde Naděžda Kniplová in Ostrava in der Tschechoslowakei geboren. Sie besuchte Gymnasium, Konservatorium und absolvierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag, wo sie Gesang studiert hatte. Im Jahr 1958  gewann sie dritter Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in Genf,  1959 zweiter Preis in Wien  und im selben Jahr erster Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb von Toulouse
Im Jahr 1965 begeisterte sie an der Staatsoper Hamburg als Kostelnička in Janáčeks Jenůfa. Mit dieser Rolle kehrte sie nach Hamburg 16 Jahre später zurück. 

Im Jahr 1966 entdeckt sie in Prag Herbert von Karajan. Mit ihm sang sie in Salzburg ihre erste Brünnhilde in Wagners Walküre. Der österreichische Kritik Karl Löbl beschrieb im Wiener Express ihre Stimme in dieser Rolle als „einen großen und klangvollen Stimmfond mit einer wunderschönen Mitteltonfarbe und bestimmten Höhen“.1967 trat sie an der Wiener Staatsoper als Isolde in Wagners Tristan und Isolde auf. 1967 sang sie Isolde in Tristan und Isolde Richard Wagner für die Wiener Staatsoper unter der Leitung von Karl Böhm sowie in Barcelona, München und Augsburg.

Beethoven-Jahr: Wer Ludwig van Beethoven war
Das deutsche Feuilleton jubelt: 95 Prozent der über 18-Jährigen in Deutschland haben den Namen Ludwig van Beethoven schon einmal gehört. Die meisten wissen sogar, dass er Komponist war. Nur bei den Werken ist so mancher ziemlich blank. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov.
Wiener Zeitung

Wien
Beethoven-Jahr 2020: „Man kommt an ihm nicht vorbei“
„Willensstark, emotional und unbeugsam“: So charakterisiert die Historikerin und Kuratorin im Wien Museum, Lisa Noggler-Gürtler, im APA-Interview das Musikgenie Ludwig van Beethoven, dessen Geburtstag sich heuer zum 250. Mal jährt. Um das Jubiläum gebührend zu feiern, wurde in Wien 2020 zum Beethoven-Jahr erklärt.
Niederösterreichische Nachrichten

„Konzertgänger in Berlin“
Ultraschall: Sarah Nemtsov und Geschwister Widmann zur Eröffnung
Eröffnungskonzert von Ultraschall, des alljännerlichen Neue-Musik-Festivals, in dem ganz altmodisch die Musik im Mittelpunkt steht und nicht Diskurse, Desen, Demperamente. Das Deutsche Symphonie-Orchester kommt in den rbb-Sendesaal, vor dem sich die von allen Berliner Konzerthäusern schlechtesten Fahrradständer befinden, nämlich gar keine (angesichts der gigantischen Parkplatzlandschaft auf und um die circa 150spurige Masurenallee fast schon eine Leistung). Aber musikalisch fängt das Festival prima an; zumindest die ersten 18 Minuten.
https://hundert11.net/ultraschall2020-eroeffnungskonzert/

Wien/ Burgtheater
Fair Pay“: Chormitglieder prangern prekäre Arbeitsbedingungen im Burgtheater an
Am Wiener Burgtheater probt nun der Chor des Stückes „Die Bakchen“ den Aufstand gegen die Geschäftsführung
Der Standard

Bitte genau durchlesen und auch durchrechnen, bevor Sie sich vorschnell eine Meinung bilden.

Reichenau: Reichenau ohne Schnitzler
Das Festival setzt heuer auf Nestroy, Doderer und Roth.
Wiener Zeitung

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: DIE TRAUMDEUTUNG VON SIGMUND FREUD
Von „Dead Centre“
Uraufführung
Premiere: 16. Jänner 2020
Foto: Matthias Horn

Man kann nicht sagen, dass es im Kusej-Burgtheater nichts Neues gäbe. Nun hat auch das „Live Event“ Einzug gehalten, was man zumindest als logistisches Kunststück erachten muss. Was Ben Kidd & Bush Moukarzel, die unter dem Namen der von ihnen gegründeten Union „Dead Center“ durch Europa cruisen, allerdings zu Freuds „Traumdeutung“ zu sagen haben, ist vergessenswert. Ein Eintopf, der sich über den guten Siggi weidlich lustig macht. Dagegen wäre nichts zu sagen – wenn das Ganze in zwei pausenlosen Stunden nicht so beiläufig und wacklig über die Bühne schwankte. Aber es ist ja vermutlich tatsächlich zum größten Teil improvisiert. Es sei denn, der Clou bestände darin, den Zuschauern eine aus dem Publikum geholte Freiwillige, die  „Träumerin“, die notwendiger Bestandteil der Geschichte ist, als echt zu verkaufen…
Ja, das war’s dann. Gebracht hat es nicht viel, lustig war es bedingt, kompetent eigentlich nicht. Man hat den Eindruck, alle Beteiligten hätten da „in echt“ ihre Nasen zu tief ins Kokain gesteckt: Da ist ja dann jeder Blödsinn erlaubt, wie es scheint.

Auch ohne dem guten Freud im geringsten bierernst gegenüber zu stehen – ein bisschen mehr Dramaturgie hätte dem Abend schon gut getan. Andererseits: Es ist ja Fasching.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

P.S.  Eine Information des Burgtheaters

Von: presse@burgtheater.at [mailto:presse@burgtheater.at]
Gesendet: Freitag, 17. Jänner 2020 12:26
An: Presse Burgtheater
Betreff: Information zu Die Traumdeutung von Sigmund Freud

Liebe Pressepartnerinnen und Pressepartner.
aufgrund vielfacher Nachfrage in Bezug auf die gestrige Premiere Die Traumdeutung von Sigmund Freud möchten wir Sie darüber informieren, dass es sich bei der Träumerin tatsächlich um eine Zuschauerin handelte, die keinerlei Einweisung oder Vorabinformation von uns erhalten hatte.
Es gibt für den Fall der Fälle, dass sich bei einer Vorstellung wirklich niemand aus dem Publikum meldet, eine Komparsin, die den Part ohne Proben übernehmen würde; diese kam aber weder bei den Proben noch bei der gestrigen Premiere zum Einsatz. Und Ziel ist auch, dass diese niemals zum Einsatz kommen sollte.
Mit besten Grüßen
Sabine Rüter

Denys Cherevychko schneidet eine Torte beim Online-Merker an

Foto: Barbara Zeininger

Geburtstag? Nein, für eine Torte bedarf es keines Anlasses. Vom Anschneiden einer Torte nimmt man nicht zu, gegessen haben sie ohnedies die Gäste.

Einige Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unseren Infos des Tages!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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